Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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1 Abensperg
»Abensperg und Traun (des Stammes von Traun). Katholisch. - Oberösterreichischer Uradel mit dem Stammhause Traun im Traungau, das mit Pernhart de Trune (Troune), liber homo, 1120 beziehungsweise 1140 urkundlich (Urk.-Buch des Landes ob der Enns I, 535; II, 190) zuerst erscheint. - Verleihung des Titels „Wohlgeboren“ Wien 26. Juni 1624 (für Sigmund Adam von Traun, Kaiserl. Kämmerer, Geheimen Rat und Hofkammerpräs.); Reichsgrafen als „von Abensperg-Traun“ Regensburg 15. August 1653 (für die Brüder Johann Christoph, Ernst und Ehrenreich von Traun, nebst zwei Vettern aus der + Esselberger Linie); Sitz und Stimme im schwäbischen Grafenkollegium als Besitzer der 1660 erworbenen (1804 verkauften) Reichsgrafschaft Eglofs 1662; Oberst-Erblandpanier- und Fähndrichamt des Erzherzogtums Österreich ob und unter der Enns Wien 29. Juli 1705. - Wappen (1653 = Stammwappen, ältestes Siegel von 1259): Von Silber und Schwarz gespalten. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein offener, rechts silberner, links schwarzer Adlerflug.« (S. 1, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
2 Adelebsen
»Adelebsen. Evangelisch-lutherisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause an der Schwülme, der mit Atholf nobilis in Atholvessen, der dem Kloster Helmarshausen einen Hof schenkt, zwischen 1106 und 1125 urkundlich (s. Schenkungsregister im Archiv zu Marburg) zuerst erscheint und mit Hermann von Adelebsen, 1206 auf Adelebsen, die Stammreihe beginnt. - Wappen: Gespalten; rechts von Blau, Silber, Blau, links von Silber, Blau, Silber geteilt. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 2 wie die Schildeshälften geteilte Büffelhörner.« (S. 1, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
3 Adelmann
»Adelmann von Adelmannsfelden. Katholisch und evangelisch. - Schwäbischer Uradel mit der Stammburg Adelmannsfelden, Oberamt Aalen, Württemberg, der mit Walchun von Adelmansfelden und seinem Bruder Rudolph 1147 urkundlich (Staatsarchiv Stuttgart) zuerst erscheint, 1385 nach Neubronn übersiedelt und 1407 seinen Sitz in Hohenstadt nimmt; zur schwäbischen Reichsritterschaft Kantons Kocher gehörig. - Erbmarschallamt (Seniorat) der gefürsteten Propstei Ellwangen (dann Provinzial-Erbamt des vorm. Königr. Württemberg) 1674; Edler Pannerherr und Reichsfreiherr mit „Wohlgeboren“ unter Aufnahme in den alten Herren-Stand Prag 14. Februar 1680 (vom Kaiser Leopold I, für Wilhelm Adelmann von Adelmannsfelden); Reichsgraf und bayerischer Graf München 22. September 1790 (vom Kurfürsten Karl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvikar für Joseph Anselm Maria Patriz Freiherrn Adelmann von Adelmannsfelden, Bes. der reichsunmittelbaren Rittergüter Adelmannsfelden, Hohenstadt usw., K. K. Kämmerer, Herzogl. württ. Wirkl. und kurtrier. Geheimen Rat usw.). - - Wappen (1790): Geviert mit goldenem Rande; 1 und 4 in Silber ein rot-gekrönter blauer Löwe (Stammwappen), 2 und 3 in Schwarz ein rundes goldenes Sieb. Grafenkrone und 2 Helme; auf dem rechten gekrönten mit blau-silbernen Decken der Löwe wachsend, auf dem linken mit schwarz-goldenen Decken ein halbes goldenes Sieb, an beiden Enden besteckt mit je 3 schwarzen Straußenfedern (Stammwappenhelm).« (S. 3, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
4 Adelsheim
»Adelsheim. Fränkischer Uradel, der mit Hans von Adelsheim 1324 urkundlich (vergl. Weiß, Regesten der Freiherren von Adelsheim, Mannheim 1888) zuerst erscheint; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Odenwald zugehörig. Gemeinsamer Stammvater ist Conrad Albert von und zu Adelsheim, * 1590, + 1638, dessen Söhne die beiden Linien stifteten. - Wappen (Stammwappen): In Silber ein nach rechts gebogenes schwarzes Steinbockshorn. Aus dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken zwischen 2 silbern und schwarz geteilten Steinbockshörnern eine wachsende, an den Armen gestümmelte silbern-gekleidete, gold-gekrönte Jungfrau mit goldenem Zopf.« (S. 1, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
5 Ahlefeldt
»Ahlefeldt (Ahlefeld). Evangelisch. - Uradel, der mit Benedictus de Alevelde, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 16. Juni 1321 urkundlich (Lübeck. Urk.-Buch, Band III, S. 69) zuerst erscheint. Das Geschlecht kam 1143 aus Niederdeutschland nach Holstein und verbreitete sich in Schleswig, Mecklenburg und Dänemark. - Wappen: Gespalten; rechts in Blau ein silberner Flügel am Spalt, links in Silber 2 rote Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein auf gold-bequastetem roten Kissen sitzender silberner Windhund mit gold-beringtem roten Halsband.« (S. 1, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
6 Alten
»Alten. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit dem Stammhause Ahlten im „Großen Freien“ bei Hannover, zum späteren Amt Ilten gehörig, der mit Dietrich von Alten, Stift Hildesheimischem Ministerialen, 1182 urkundlich (Urk.-Buch des Hochstifts Hildesheim, Band I, Nr. 413) zuerst erscheint und mit Eberhard von Alten, 1183 bis 1210, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber 7 schrägrechts aneinander gereihte, mit je einem goldenen Nagelknopfe belegte rote Wecken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 7 je mit einer schwarzen Hahnenfeder besteckte rote Pfeilflitsche.« (S. 2, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
7 Altenbockum
»Altenbockum. Reformiert. - Westfälischer Uradel mit den Stammhäusern Grimberg, Kreis Recklinghausen, nach dem sich das Geschlecht zuerst nannte, und Altenbochum, Amt Bochum, der mit Wennemar von Grimberg, auch Wennemar von Aldenbockum genannt, 1307 urkundlich (Urk. im Archiv des Schlosses Herten b. Recklinghausen) zuerst erscheint. Im 16. Jahrhundert wanderten Zweige des Geschlechtes nach Kurland und Livland aus; die Stammreihe beginnt mit Karl von Altenbockum, Herrn auf Weweßen, Klanen und Uggenzehm, um 1600. - Wappen: In Schwarz ein silberner Ring. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender silbern-geflügelter schwarzer Greif mit silbernem Halsbande, dessen Brust mit einem silbernem Ringe belegt ist.« (S. 1, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
8 Alvensleben
»Alvensleben. Evangelisch. - Uradel des Hochstiftes Magdeburg mit gleichnamigem Stammhause an der Bever, der mit Wichard de Alvensleve 5. Febr. 1163 urkundlich (abgedr. bei Wohlbrück, Gesch. Nachr. v. d. Geschlechte von A., I, S. 4) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. Seit dem Erwerb der Burg Erxleben (1282) in der Altmark schloßgesessen. Erbtruchseßen des Hochstifts Halberstadt seit dem 12. Jahrhundert (nunmehr am Besitze von Erxleben II). Präsentationsrecht zum ehemaligen preußischen Herrenhause 7. Juli 1855. - Wappen: In Gold 2 rote Balken, von denen der obere mit 2, der untere mit einer silbernen Rose belegt ist. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein aufgerichteter, von Gold und Rot gespaltener, rechts 2mal, links einmal geasteter und mit einer silbernen Rose besteckter Knorrenast.« (S. 1, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
9 Amelunxen
»Amelunxen. Katholisch und evangelisch. - Westfälischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Höxter, der mit Hereboldus de Amelungessen et filius eius Conradus 1147 urkundlich (s. Westfäl. Urk.-Buch, Band II, Nr. 263) zuerst erscheint und mit Herbold von Amelunxen 1303-26, Herrn auf Amelunxen, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Rot 2 mit je 4 blauen Eisenhütchen belegte silberne Pfähle. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 7 silberne Turnier-Lanzen mit wie der Schild bezeichneten Fähnlein.« (S. 2, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
10 Andlaw
»Anlaw-Homburg. Katholisch. - Elsässer Uradel mit gleichnamigem Stammhause südlich Barr (eines Stammes und Wappens mit den von Berkheim), der mit Otto de Andelahe 1150 urkundlich (Grandidier, Oeuvr. hist. I, 270 ff.) zuerst erscheint. - Französische Anerkennung des Freiherrenstandes (Baronats) Compiègne 6. August 1773 (für das Gesamtgeschlecht); österreichischer Graf Wien 2. April (Diplom Wien 2. Juni) 1817 (für Friedrich Anton Markus Freiherrn von Andlaw-Homburg); badische Anerkennung . . 17. Juli 1817 (für denselben). - - Wappen (1817 = Stammwappen mit dazwischen-gestellter Grafenkrone): In Gold ein rotes Kreuz. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein armloser gold-gekrönter silberner Mannesrumpf.« (S. 19, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
11 Andrian-Werburg
»Andrian-Werburg. Katholisch und lutherisch. - Tiroler Uradel, Ministerialen der Herren von Taufers, von Andrian, Bezirk Meran, ehemaliges Südtirol, der mit Macelinus, + 1236, auf den die Abstammung zurückgeführt wird, 1211 beziehungsweise 1235 urkundlich (vergl. cod. Wang., Fontes rer. austriac. V, S. 219, bzw. Archiv f. Gesch. Tirols, I. Band, Regesten 22 u. 23) zuerst erscheint, seit 1250 feststehend den Namen Andrian annimmt und sich seit Erwerbung von Werburg 1323 Andrian-Werburg nennt; der Zuname Murentheiner kommt um 1323 auf; in Tirol landständisch seit 1474, in Krain 19. Januar 1624, in Steiermark 19. Januar 1650. - Reichfreiherr Wien 27. August 1692 (für Franz Joseph Maximilian von Andrian-Werburg und seine Brüder); Patrizier von Görz 28. September 1769; immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 3. Oktober 1812. - Wappen (1692): Geviert mit von Rot und Silber gespaltenem Herzschild belegt, darin eine gestürzte Spitze von gewechselten Farben (Stammwappen); 1 gespalten, rechts in Gold ein gold-bewehrter und gekrönter schwarzer Doppeladler am Spalt, links 5mal von Gold und Rot geteilt, 2 in Gold ein linkssehender gold-bewehrter und gekrönter schwarzer Adler, 3 in Blau einwärts ein zweischwänziger, gekrönter goldener Löwe, 4 in Rot ein 3zinniger silberner Turm mit offenem Tor und 3 (2, 1) offenen Fenstern. 2 gekrönte Helme mit rechts rot-silbernen, links schwarz-goldenen Decken; auf dem rechten ein schwarzer Adlerkopf mit goldenem Schnabel, auf dem linken ein von Rot und Silber gespaltener Flügel (Stammwappenhelm).« (S. 4, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
12 Angern
»Angern. Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Wolmirstedt, der mit Theodoricus de Angeren 1160 urkundlich (vergl. Falke, Trad. Corb. S. 921) in Euendorp zuerst erscheint und mit Kuno von Angern, der sich 1388 im Herzogtum Magdeburg ansässig macht und Melckau erwirbt, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Schwarz 2 aufwärts-geschrägte silberne Angeln. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken die Angeln zwischen einem natürlichen Hirschgeweih.« (S. 4, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
13 Anhalt
»Haus Anhalt (Askanien). Evangelisch. - Stammvater: Esico, Graf im Schwabengau und Hartgau, 1036 bis 1059; Graf zu Ballenstedt (jetzt Kreisstadt in Anhalt, am Harz); Graf zu Askanien (ältere Form Ascharien, ehem. Burg bei Aschersleben) um 1100; Graf von Aschersleben und Anhalt (ehem. Burg auf dem Hausberge im Selketale b. Ballenstedt) nach 1170; Herzog zu Sachsen 7. April 1180-1212 (in Sachsen-Wittenberg bis 1422, in Sachsen-Lauenburg bis 1689); Fürst von Anhalt 1218. Nach Heinrichs I. Tod, 1244/45, Teilung in die Aschersleber (+ 1315), Bernburger (+ 2. Febr. 1468), Köthener (oder Alt-Zerbster) Linie; letztere 1396 geteilt in die Albrechtsche (+ 1526) und die Sigmundsche Linie; letztere wieder geteilt 1471 in Waldemarisch-Köthener (+ 23. März 1566) und die Ernestinisch-Dessauer Linie. Zu dieser gehort Fürst Joachim Ernst, * 21. Oktober 1536, + 6./16. Dezember 1586, der 1. März 1570 ganz Anhalt vereinigte. Durch Vertrag vom 30. Juni 1603 Teilung in die Linien Dessau, Bernburg (+ 19. Aug. 1863), Köthen (+ 13. April 1665); es folgt die Augustäisch-Plötzkauer Linie (+ 23. Nov. 1847) und die Zerbster Linie (+ 3. März 1793); Einführung des Erstgeburtsrechts 1727, bestätigt 12. April 1729; Herzog zu Anhalt-Bernburg laut Kaiserlichen Patents 8. April 1806; in Köthen und Dessau angenommen 1807, veröffentlicht 1. Juni 1807; Herzog von Anhalt 30. August 1863; Thronverzicht 12. November 1918. - Die Nachgeborenen führen den Namen Prinz beziehungsweise Prinzessin von Anhalt (Hoheit), die Prinzen mit dem Zusatz Herzog zu Sachsen, Graf zu Askanien. - Wappen (Stammwappen Askanien): Gespalten, rechts in Silber ein gold-bewehrter roter Adler am Spalt, links von Schwarz und Gold 9 mal geteilt, belegt mit schrägrechtem grünen Rautenkranz. Auf dem gekrönten Helme mit rechts rot-silbernen, links schwarz-goldenen Decken 2 natürliche Pfauenfederbüsche an nach innen abgebogenen und verschränkten, von Schwarz und Gold gevierten Stäben.« (S. 3, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
14 Arco
»Arco. Katholisch. - Tiroler Uradel, Ministerialen des Hochstifts Trient, mit gleichnamigem Stammhause im Bezirk Riva, ehemaliges Südtirol, der sich bis 1124 zurückverfolgen läßt und frühzeitig eine Befreiungsurkunde erwarb, die 1210 usw. urkundlich (Cod. Wang., Font. rer. austr. II, V. Band, S. 208) dem Bischof zurückgestellt wird. Seit 1338 mit der Hochgerichtsbarkeit belehnt. - [Reichsgraf und Erhebung der Herrschaft Arco zur reichsunmittelbaren Grafschaft 4. Sept. 1413 (durch Kaiser Sigmund für Vinciguerra von Arco, ohne Nachkommenschaft)]; Bestätigung des Reichsgrafenstandes und Belehnung mit der Grafschaft Arco Trient 4. Oktober 1433 (für Anton von Arco, Bruder des Obigen). Die Enkel des Letzteren, Andreas und Udalrich, sind die Stammväter der beiden Linien. - I. Linie. Stammvater Graf Andreas, + 1507. - Palatinat Worms 1. Oktober 1495 (vom Kaiser Maximilian I). 1. Ast (in Schlesien). Schlesisches Inkolat vom 14. Januar 1768 (vom König Friedrich II.); böhmisches Inkolat Wien 19. Juli 1776 (für Josef Adam Grafen von Arco); Grafenstandsbestätigung Wien 25. Juni 1776 (für denselben und sein Geschlecht); Inkolat für Böhmen, Mähren und Schlesien Wien 20. April 1848. - Wappen: Geviert; 1 und 4 von Blau und Silber gerautet (Bayern), 2 und 3 in Gold 3 blaue Bogen, mit den silbernen Sehnen abwärts, übereinander (Stammwappen, ursprünglich sehnenlose Armbrustbügel). Fürstenkrone. Der Schild liegt auf der Brust des alten deutschen gekrönten, nicht nimbierten schwarzen Reichsadlers ohne Zepter und Schwert. II. Linie. Stammvater: Graf Odalricus, + 1528. - Bestätigung des Reichsgrafenstandes Bologna 27. Dezember 1529 (für die Brüder Hieronymus, Nikolaus und Paul von Arco); böhmisches Inkolat 27. Januar 1564 (für Scipio, Sohn des vorgen. Nikolaus, und seinen Sohn Nikolaus); kaiserliche Wappenbesserung Wien 12. Juni 1564 (für Scipio Grafen zu Arch, seine Brüder Prosper, Max und Johann Baptist und seine Vettern Horaz und Christof); böhmisches Inkolat Wien 13. März 1692 (für Philipp, Urenkel des vorgen. Max); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Grafenklasse 2. Januar 1813; oberösterreichischer Herrenstand Linz 9. Oktober 1845; vormals erblicher Reichsrat der Krone Bayern am Besitz des Fideikommisses. - Wappen (1564, Schild gleich Stammwappen): In Gold 3 blaue Bogen, mit den silbernen Sehnen abwärts, übereinander. Auf der Marquiskrone ein wachsender schwarzer Doppeladler mit goldenen Schnäbeln und roten Zungen, von dem blau-goldene Decken hinter dem Schilde herabflattern.« (S. 21 & 22, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
15 Arenberg
»Arenberg (des Stammes Ligne). Katholisch. - Hennehauer Uradel, der mit Fastre de Ligne 1047 urkundlich (Urk. des Bischofs Gerard von Cambray) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Dietrich (Thierry) von Ligne (b. Leuze, belg. Provinz Hennegau) 1142-76 beginnt. Stammvater des unten folgenden 3. Hauses Arenberg ist Johann von Ligne, + 1442; Graf von Arenberg (Reg.-Bez. Koblenz) infolge der Heirat (18. Okt. 1547) des Johann von Ligne-Barbancon, * 1523, + (gefallen bei) Heiligerlée 24. Mai 1568, mit Margarete, des Robert, letzten Grafen von Arenberg a. d. H. von der Marck (+ 1599), Schwester und Erbin, * 1527, + 1596. - Reichsgraf von Arenberg 1549 (durch Karl V. für obigen Johann); Reichsfürst und Erhebung von Arenberg zur gefürsteten Reichsgrafschaft Wien 5. März 1576; Ererbung von Aerschot und Croy, sowie Herzog von Aerschot und von Croy und Grande von Spanien 1. Klasse infolge der Ehe des Karl Fürsten von Arenberg, * 1550, + 1616, mit Anna von Croy-Chimay 13. Januar 1612; Herzog von Arenberg (mit unbeschränkter Vererbung dieses Titels) unter gleichzeitiger Erhebung des Besitzes zum Herzogtum Arenberg Wien 9. Juni 1644; Entschädigung für die im Frieden von Luneville (9. Febr. 1801) verlorenen linksrheinischen Besitzungen durch das ehemalige münstersche Amt Meppen (Reg.-Bez. Osnabrück) 26. November 1802 und die früher kurkölnische Grafschaft Recklinghausen (Reg.-Bez. Münster) 1. Februar 1803; die beiden Gebiete und das (früher münstersche, seit 1803 souv. Herzogtum des Hauses Croy) Amt Dülmen bildeten das Herzogtum Arenberg, souverän bis 13. Dezember 1810 (wo Meppen und Dülmen französisch, die Grafschaft Vest-Recklinghausen dem Großherzogtum Berg zugeteilt wurden), Hannover und Preußen untergeordnet 1815; Prädikat „Durchlaucht“ 18. August 1825; preußische Bestätigung 21. Februar 1832 beziehungsweise 3. März 1833; Erhebung von Meppen (durch Hannover) zum Herzogtum Arenberg-Meppen 9. Mai 1826; erbliches Mitglied des ehemaligen preußischen Herrenhauses 12. Oktober 1854. - Die Nachgeborenen führen den Namen Prinz und Herzog beziehungsweise Prinzessin und Herzogin von Arenberg (Durchlaucht). - Wappen (Stammwappen Arenberg): In Rot 3 (2, 1) 5blättrige goldene Rosen. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein natürlicher Pfauenwedel.« (S. 154, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932)  
 
16 Arenstorff
»Arenstorff (Arnstorff). Lutherisch. - Uradel, der mit dominus Ludolf de Arndesdorp in der Uckermark 29. Sept. 1306 urkundlich (vergl. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. I. Band XXI, S. 107) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Blau 3 (2, 1) silberne Lilien, begleitet von 3 (2, 1) aus dem oberen beziehungsweise dem unteren Schildesrande wachsenden, silbernen Fallgattern. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein aus 5teiligem, silbernem Fallgatter wachsender, gekrönter, natürlicher Bär.« (S. 13, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
17 Armansperg
»Armansperg. Katholisch. - Bayerischer Uradel, der mit Werhardus et Wernherus fratres de Armanesberge 1221 urkundlich (vergl. Urk. des Klosters Prüfening im bayer. Haupt-Staatsarchiv München) zuerst erscheint. - Kurbayerischer Freiherr München 21. September 1719 (für Georg Josef von Armansperg); Reichsgraf und bayerischer Graf München 7. Juli 1790 (vom Kurfürsten Karl Theodor von Pfalzbayern, als Reichsvikar für Franz Xaver Ignaz Joseph Freiherrn von Armansperg, Herrn auf Loham, Egg und Grünau, kurpfalzbayer. Kämmerer und Reg.-Rat); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Grafenklasse 16. November 1809. - Wappen (1790 = Stammwappen): In Blau ein gold-bewehrter silberner Adler. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken der Adler zwischen 2 blauen Büffelhörnern.« (S. 26, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
18 Arnim
»Arnim. Evangelisch. - Märkischer Uradel mit gleichnamigem, zwischen Stendal und Arneburg gelegenem Stammhause, der mit Alardus de Arnim, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1204 urkundlich (vergl. v. Heinemann, Cod. dipl. Anhalt, I, 555, Nr. 747) zuerst erscheint. Die drei Brüder Lüdeke, Klaus und Wilke von Arnim, die um 1400 lebten, sind die Stammväter der heute noch lebenden drei Hauptlinien Zehdenick, Zichow und Gerswalde. Schloßgesessen in der Uckermark im 16. Jahrhundert. - Wappen: In Rot 2 silberne Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 mit den silbernen Balken belegte rote Büffelhörner.« (S. 11, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
19 Arnstedt
»Arnstedt. Evangelisch. - Uradel der Grafschaft Mansfeld mit gleichnamigem Stammhause, der mit Waltherus de Arnstede 1145 urkundlich (vergl. Cod. anhalt. I, S. 242, Nr. 324) zuerst erscheint, und dessen Stammreihe mit Johannes 1335, 1337, Herrn auf Demker usw., beginnt. - Wappen: Im von Silber und Schwarz schrägrechts-geteilten Schilde 3 schräglinks liegende rote Rosen. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein offener, wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 8, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
20 Arnswaldt
»Arnswald (Arnswaldt). Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Stolberg, der mit Hermanus de Arneswalt, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 22. Oktober 1217 urkundlich (s. Dobenecker, Reg. dipl. epist. Historiae Thuringiae II, N. 1766) zuerst erscheint und eines Stammes mit den + von Tütchenrode und Geylfuß ist. Das Geschlecht stand im Vasallenverhältnis zu den Grafen zu Stolberg und blühte mit dem Deutschen Orden auch in Preußen. - Wappen: In Blau ein mit 3 roten Rosen belegter silberner Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein offener wie der Schild bezeichneter blauer Flug.« (S. 46, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
21 Ascheberg
»Ascheberg. Westfälischer Uradel mit gleichnamiger (schon im 12. Jahrhundert abgetragener) Stammburg im Kreis Lüdinghausen, der seinen Ursprung von den Edelfreien desselben Namens herleitet (vergl. Ledebur, Dynast. Forsch.; Dr. Aloys Schulte, Der Adel und die deutsche Kirche des Mittelalters; Tibus, Gründungsgesch.), die urkundlich mit Burcardus de Asscheberghe, nobilis, 1168-1185, mit seinem Sohne Heinricus de Asschenberghe, nobilis, 1188-99 (vergl. Erhard, Regesta hist. westf., Nr. 324, 402, 451, 483, 581) und zuletzt mit Odelhildis matrona nobilis de Ascenberghe 1206 in diesem Stande erscheinen, welch letztere ihr „dominium, quo ad ipsam ex morte fratrum suorum jure successionis pervenit“, der Kirche S. Pauli in Münster vermacht hatte (Westf. Urk.-Buch, Band III, Nr. 37). In dieser Urkunde erwähnt „quidam praefatae matronae consanguinei . . qui . . praedictam donationem . . de facto ceperunt impugnare“. Als Lehnsträger der Osnabrücker und der Münsterischen Kirche treten dominus Godescalcus, nach der Überlieferung ein Bruder des obigen Burcardus, dessen „curia“ in der bischöflichen Heberolle der Pfarrei Ascheberg von 1204 (Tibus, Gründungsgesch.) aufgeführt wird, und dessen vermutliche Söhne Godefridus de Asscheberghe, miles, 1243 (Westf. Urk.-Buch, Band III, Nr. 413) und Godescalcus de Askeberge, majoris ecclesiae (Osnabrugg.) canonicus, 1244 (a. a. O., Urk. 426) zuerst auf. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Ludgerus, der 21. Okt. 1317 urkundlich (Westf. Urk.-Buch Band VIII, Nr. 1193) unter den hominibus vulgo dictis „vrieen“ genannt wird. - Wappen (ältestes Siegel 1313 [Ilgen, Westf. Siegel des Mittelalters, Taf. 143, Nr. 6]): Geteilt; oben in Rot 2 nebeneinandergestellte goldene Sonnenräder (oder Brakteaten bzw. Türkenbinden), unten golden ohne Bild. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein schwebendes goldenes Sonnenrad zwischen einem offenen mit je einem goldenen Sonnenrad auf rotem Balken belegten goldenen Adlerfluge.« (S. 49, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
22 Aspremont-Lynden
»Aspremont-Lynden. Katholisch. - Geldernscher Uradel, dessen urkundlich sichere Stammreihe mit Diederik van Lynden (Lienden), ridder, Erbschenk von Geldern, beginnt, der 1. März 1333 mit dem Kreuzwappen siegelt (vergl. Nijhoff, Gedenkwaard. van Gelderland, Band I, Nr. 268). - Reichsritter und Vicomte de Dormael 31. Dezember 1562; Reichsfreiherr von Froidecour . . 1623; Übertragung der Grafschaft Aspremont in Lothringen an das Haus Lynden durch Henry Comte d'Aspremont-Sorey 1676; Reichsgraf Wien 16. März 1676 (für den Zweig des Hauses Lynden auf Barvaux); niederländische Anerkennung des Grafenstandes 20. Februar 1816 (für Joseph Ferdinand Gobert Grafen von Aspremont-Lynden); Comte de Barvaux et d'Haltinne . . 1825. - Wappen (1676): In Blau ein gold-bewehrter silberner Adler, belegt mit rotem Herzschild (Stammwappen), darin ein gemeines goldenes Kreuz. Grafen-Blätterkrone und 2 gekrönte Helme mit hermelingefüttertem, mit gold-bewehrten schwarzen Doppeladlern bestreuten Wappenmantel; auf dem rechten ein silberner Adler wachsend, auf dem linken ein schwarzer Windhund mit gold-beringtem und -gerandetem Halsband sitzend (Stammwappenhelm).« (S. 32, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
23 Asseburg
»Asseburg. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Widekindus de Wolferbutle, Ministerialen des Markgrafen Ekbert von Braunschweig, nach 1089 und noch 1118 urkundlich (Asseburger Urk.-Buch von J. Graf Bocholtz-Asseburg, Hannover 1876, Band I, Nr. 4-6) zuerst erscheint und mit Burchardus de Asseburc um 1219 urkundlich (a. a. O., Band I, Nr. 103), nach dem damals erbauten neuen Stammsitz südlich Wolfenbüttel benannt auftritt. - Preußischer Graf nach dem Rechte der Erstgeburt aus je adeliger Ehe Berlin 15. Oktober 1840, Diplom Sanssouci 21. Juli 1845 (für Ludwig von der Asseburg); der Grafentitel ist zugleich an den Besitz der Mindergrafschaft (Erhebung Berlin 14. März 1845) Falkenstein geknüpft. Der jedesmalige Fideikommißherr des am 16. April 1831 gestifteten Fideikommisses (4114 ha) führt das Prädikat „Falkenstein“ laut Kabinettsorder Sanssouci 21. Juli 1845 und war erbliches Mitglied des ehemaligen preußischen Herrenhauses seit 12. Oktober 1854. - Wappen (1840): Geviert (Mindergrafschaft Falkenstein) mit goldenem Herzschild belegt, darin ein zum Sprunge sich anschickender schwarzer Wolf (Stammwappen); 1 in Blau 3 übereinander linkshin fliegende silberne Falken, 4 in Blau ein Topfhelm mit helmschützender goldener Stange, deren dreigezacktes Ende an jeder Seite mit 3 Büschen aus 5 abwechselnd schwarzen und silbernen Straußenfedern besteckt ist. 2 und 3 gespalten, rechts in Silber ein schwarzer Adler am Spalt, links 4mal von Gold und Schwarz geteilt. Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit blau-silbernen Decken auf grauem Fels ein sitzender silberner Falke, auf dem mittleren mit schwarz-goldenen Decken eine gold-gekrönte, mit gold-eingefaßtem Spiegel belegte rote Säule, die oben mit 9 natürlichen Pfauenfedern besteckt ist (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-silbernen Decken 6 abwechselnd schwarze und silberne Straußenfedern.« (S. 34, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
24 Attems
»Attems. Katholisch. - Uradel der früheren Markgrafschaft Friaul, der seinen Namen von der Burg Attimis bei Cividale herleitet und mit den Ministerialen Arpo und Henricus de Attens usw. 2. Februar beziehungsweise 6. Februar 1170 urkundlich (Archiv in Cividale) zuerst erwähnt wird; die Stammreihe beginnt mit Ottachus de Attems 1259. - Erbländisch-österreichischer Freiherr Graz 25. April 1605 (für Hermann von Attimis, Kämmerer u. Rat des Erzherzogs Ferdinand, nebst seinen Vettern). - - Reichsgraf mit „Wohlgeboren“ Regensburg 6. September 1630 (für Ursula Freifrau von Attems, geb. Freiin Breuner, und ihre Kinder Johann Friedrich, Johann Jakob, Ferdinand, Maximilian Hermann sowie Barbara). - Wappen (1630): Geviert und belegt mit rotem Herzschild, darin ein schwebender rot-behalsbandeter Brackenrumpf (Stammwappenhelm); 1 und 4 in Gold ein schwarzer Doppeladler mit darüber schwebender Kaiserkrone. 2 und 3 in Rot 3 aufsteigende silberne Spitzen (Stammwappen). Grafen-Blätterkrone und das Ganze mit grünem Lorbeerkranze, oben offen, unten mit roter Schleife umgeben.« (S. 35 & 36, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
25 Auersperg
»Auersperg. Katholisch. - Krainer Uradel mit gleichnamigem Stammhause, der mit Herand von Auersperg (Errandus de Owersperch) 7. April 1220 urkundlich (vergl. Krainer Urk.-Buch II, 25) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. - Oberst-Erblandkämmerer in Krain Wien 19. Juni 1407; Erblandmarschälle von Krain und der Windischen Mark Neustadt 5. Januar 1463 (für die Brüder Hans, Georg und Wilhelm von Auersperg); Neubelehnung für die blühende Linie Graz 7. Dezember 1594. - I. Linie. Stammvater Pankraz, * 1441, + 1496. - Reichsfreiherr 14. März 1550 (für Herward von und zu Auersperg). - Wappen (1630): Geviert und belegt mit silbernem Herzschild, darin ein gold-gekrönter roter Löwe (Gottschee); 1 und 4 in Rot ein einwärts auf grünem Boden schreitender goldener Stier (Auerochs) mit goldenem Nasenring (Stammwappen), 2 und 3 in Gold ein rechtssehender gold-gekrönter schwarzer Adler auf silberner Bank mit goldenen Füßen stehend (Schönberg). 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-goldenen Decken der Stier wachsend (Stammwappenhelm), auf dem mittleren mit rot-silbernen Decken ein gold-gekrönter schwarzer Doppeladler auf der Bank, auf dem linken mit schwarz-goldenen Decken der Löwe des Herzschildes wachsend. II. Linie. Stammvater: Volkard, * 1443, tot 1506. - Freiherr . . 23. Juli 1573 (für Siegmund Nikolaus von Auersperg); Reichsgraf und Wappenvereinigung mit dem der + Freiherren Sesima von Austj Wien 15. Juli 1673 (für Karl Weikhard Freiherrn von Auersperg). - Wappen (1673): Geviert und belegt mit goldenem Herzschild, darin eine blaue sechsblättrige Rose (+ Freiherren Sesima v. Austj); 1 und 4 in Rot ein einwärts auf grünem Dreiberg schreitender schwarz-bewehrter goldener Stier (Auerochs) mit eisernem Nasenring (Stammwappen), 2 und 3 in Gold ein einwärts-sehender gold-gekrönter schwarzer Adler auf schwarzer Bank mit schwarzen Füßen stehend (Schönberg). 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-goldenen Decken der Stier wachsend (Stammwappenhelm), auf dem mittleren mit rot-silbernen Decken ein gold-gekrönter schwarzer Adler, auf dem linken mit schwarz-silbernen Decken die blaue Rose zwischen einem rechts von Silber über Schwarz, links von Gold über Rot geteilten Büffelhorne (+ Freiherren Sesima v. Austj).« (S. 44 & 46, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
26 Auerswald
»Auerswald. Evangelisch. - Meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Chemnitz, der mit Otto de Urswalde 21. Januar 1263 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und mit Fabian von Auerswald, * um 1460, + nach 1540, Herrn auf Auerswald, Rat des Kurfürsten von Sachsen, die Stammreihe beginnt. Dessen Enkel Fabian kam nach Preußen. - Wappen: In Rot 2 silberne Leoparden übereinander. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein silberner Auerochsenrumpf.« (S. 6, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
27 Aufseß
»Aufseß. Oberfränkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause, der mit Herolt von Ufsaze, liber homo, 1114 urkundlich (bayer. Staatsarchiv Bamberg, Rep. 28 Nr. 20, Bl. 19 b) zuerst erscheint und mit Otto von Aufseß 1296 die Stammreihe, beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Gebürg, zugehörig. - Reichsfreiherr Wien 24. November 1714 (für Karl Heinrich, Karl Siegesmund, Ernst Alexander und Heinrich Christoph von Aufseß); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 18. Januar 1813; mittels bayerischer Entschließung vom 28. November 1882 ward sämtlichen Familienmitgliedern wieder gestattet, sich Freiherren beziehungsweise Freiinnen von und zu Aufseß zu nennen. - Kondominat-Familienvertrag Nürnberg 21. Januar 1860. Familientag jährlich auf Burg Aufseß. Familienstiftung vom 1. August 1882. - Wappen (Stammwappen): In Blau ein mit einer gold-besamten roten Rose belegter silberner Balken. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken eine gold-gekrönte, mit Pfauenfedern besteckte silberne Turniersäule zwischen 2 wie der Schild bezeichneten Büffelhörnern.« (S. 10, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
28 Aulock
»Aulock. Katholisch. - Schlesischer Uradel, der mit Janussius genannt Ulebogk und seinem Sohne Radibor 23. Oktober 1252 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Breslau) zuerst erscheint und mit Heinrich von Aulock, 1421-30, Herrn auf Laubsky, Fürstentum Öls, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein schreitender schwarzer Stier. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken der Stier wachsend.« (S. 53, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
29 Axleben gen. Magnus
»Axleben, Magnus gen. Evangelisch. - Uradel, der den Namen Axleben von einem bei Hadersleben gelegenen, angeblich von Waldemar I. von Dänemark zerstörten Schlosse herleitet und mit Simon de Axlem 25. Juni 1293 urkundlich (Staatsarchiv Breslau) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Hans von Axleben gen. Magnus, 1444 Landeshauptmann des Fürstentums Liegnitz, beginnt. - Wappen: In Silber 3 schrägrechts übereinanderliegende, schwarze Kesselhaken. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine grüne Lindenstaude mit goldenen Blüten.« (S. 18, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
30 Bachofen von Echt
»Bachofen (Bachoff) von Echt. Der Überlieferung nach aus Bachoven und Echt, Provinz Limburg, stammendes Geschlecht, wo ein Johannes von Beekhoven 1312 urkundlich erscheint. Die urkundliche Stammreihe beginnt mit Wilhelm von Bachoven, + vor 30. April 1518, dessen Sohn Friedrich seit 1516 als Bürger und Ratsherr in Köln auftritt. - Kaiserlicher Wappenbrief Regensburg 24. März 1532 (für die Brüder Friedrich und Arnold von Bachoffen Echt gen.). - Wappen (1532): In Gold auf grünem Boden ein schreitendes schwarzes Lamm. Auf dem Helme mit schwarz-goldenem Wulste und gleichen Decken das schreitende schwarze Lamm.« (S. 17, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 21. Jg. 1929) 
 
31 Baden
»Haus Baden (Zähringen). Evangelisch. - - Markgraf von Baden 27. April 1112; Belehnung mit der Markgrafschaft Baden 1362; Einführung des Erstgeburtsrechts und der Unteilbarkeit des Landes 17. November 1615; Bestätigung des Prädikates „Durchlaucht“ 11. April 1664; Kurfürst von Baden 27. April, veröffentlicht 8. Mai 1803; Wiederaufnahme des Titels Herzog von Zähringen für alle männlichen Mitglieder 10. Januar 1806; Großherzog von Baden 12. Juli 1806. Nach dem Aussterben der männlichen Nachkommen 1. Ehe Karl Friedrichs, * 22. November 1728, + 10. Juni 1811, folgten die Nachkommen aus 2. Ehe mit Luise Karoline Geyer von Geyersberg, 26. Mai 1768, x 24. November 1787, + 23. Juli 1820, Freifrau von Hochberg Karlsruhe 24. November 1787, Reichsgräfin von Hochberg Wien 12. Mai 1796, in der Regierung. Für thronfolgeberechtigt erklärt durch Akte des Großherzogs Karl Friedrich vom 10. September 1806; Großherzogliche Prinzen und Markgrafen zu Baden durch Staatsurkunde des Großherzogs Karl vom 4. Oktober 1817; Anerkennung als solche und des Erbfolgerechts ihrer Nachkommenschaft durch die Signatarmächte des Frankfurter Territorialrezesses 20. Juli 1819. Bewilligung des Prädikates „Großherzogliche Hoheit“ für die Nachgeborenen 15. August 1844; Thronverzicht 14. beziehungsweise 22. November 1918. - Die Nachgeborenen führen den Namen Prinz beziehungsweise Prinzessin, Markgraf beziehungsweise Markgräfin von Baden (Großherzogliche Hoheit). - Wappen (Stammwappen Zähringen): In Gold ein roter Schrägrechts-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein rotes und ein goldenes Steinbockshorn.« (S. 5, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
32 Bandemer
»Bandemer. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Bendzmirus (=Bandemer) de Kodzelow in einer vom Hochmeister Dietrich von Altenburg (1335-41) ausgestellten Urkunde (s. Geh.-Archiv Königsberg i. Pr., Ostpr. Handfestenbuch Nr. 2, Bl. 119-120) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Czier, 1460, beginnt. - Wappen: Schräggeteilt; oben in Silber ein wachsender natürlicher Stier, zwischen dessen Hörnern ein goldener Stern schwebt, unten von Blau und Silber geschacht. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der Stier samt Stern.« (S. 7, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
33 Bar
»Bar. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der seinen Ursprung von dem Ministerialen Hugo Bere oder Ursus als Stammvater herleitet, der 1204 urkundlich (vgl. Dr. Philippi, Osnabr. Urk.-Buch, Band II, S. 15, Nr. 22) auftritt. Erblanddrosten des Bistums, späteren Fürstentums Osnabrück seit dem 14. Jahrhundert. - Wappen: a. (Stammwappen): In Silber ein schwarzer Bär; b. (gegenwärtiges Wappen): In Silber ein auf schrägrechtem, schwarz-silbernen Schach klimmender, schwarzer Bär mit goldenem Halsbande. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein Bündel schwarzer Kerbstöcke.« (S. 19, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
34 Barby
»Barby. Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel, der mit Wipertus de Barby, miles, 1308 urkundlich (vergl. Gercken, Cod. dipl. B. V. 172) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein springendes rotes Einhorn. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Einhorn wachsend.« (S. 10, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
35 Bardeleben (3 Beile)
»Bardeleben. Evangelisch. - Mindenscher Uradel, der sich wahrscheinlich nach dem Orte Bardelage, Bartlage, Bartlegen, jetzt Bartlinge bei Minden nennt, mit Heinricus de Bardeleve, miles in Scowenberc, 1220/1 urkundlich (s. Westf. Urk.-Buch VI, Nr. 94) zuerst erscheint und mit Johann von Bardeleben 1413, + vor 1451, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber 3 (2, 1) aufgerichtete schwarze Beile (Barten). Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 auswärts-gekehrte, schwarze Beile zwischen 2 silbernen Straußenfedern.« (S. 25, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
36 Bardeleben (Rose)
»Bardeleben. Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (dem heutigen Barleben unweit Magdeburg), der mit Heremanus de Bardenlove 3. Sept. 1159 urkundlich (vgl. Riedel, Cod. dipl. Brandenb., XVII, 433) zuerst erscheint und seine Stammreihe mit Ekkehard von Bardeleben, 1359, 1378, Herrn auf Alt-Brandenburg usw., beginnt. - Wappen: In Rot unter einem schrägrechts liegenden, silbernen Beile (Barte) an goldenem Stiele eine silberne Rose. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein natürlicher Pfauenwedel, beiderseits beseitet von einem Beile und einer Rose wie im Schilde.« (S. 23, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
37 Bardenfleth
»Bardenfleth. Evangelisch. - Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Stedinger Lande, der mit Reinaldus de Bartesflete, ministerialis Bremensis ecclesiae, 1215 urkundlich (Westphal, Mon. ined. II, 28) zuerst erscheint, früh in der Stadt Bremen auftritt und mit Friedrich, 1416, Herrn auf Rechteln, die ununterbrochene Stammreihe beginnt. - Wappen: In Rot eine silberne Lilie. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die Lilie zwischen zwei silbern-rot übergeteilten Büffelhörnern.« (S. 28, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929)  
 
38 Barfus
»Barfus (Barfuß). Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der mit Henricus Barfot 1251 urkundlich (Archiv in Alt-Stettin; abgedr. bei Dreger, Cod. dipl. Pomeraniae I p. 334) zuerst erscheint und mit Hildebrand Barut, 1253, Ritter und Vogt zu Lebus, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In mit Blutstropfen besprengtem silbernen Schilde ein mit 3 nackten Füßen belegter grüner Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter geschlossener Flug.« (S. 8, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
39 Barnekow
»Barnekow. Evangelisch. - Rügenscher Uradel, der mit Ludbertus de Barnekow, Knappen des Fürsten Jaromar von Rügen, 8. November 1255 urkundlich (Pomm. Urk.-Buch II, S. 27) zuerst erscheint und mit Nikolaus Barnekow, 1308, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein rechtsspringender halber roter Widder. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken zwischen 2 Pfauenfedern der Widder (die Ralsviker Linie führt den Widder gekrönt und bärtig, auf dem Helme 2 Straußenfedern).« (S. 10, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
40 Barner
»Barner. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Otto dictus Berner, Ritter, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 18. März 1302 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch, Band V, 2790) zuerst erscheint und bei den Reversalen (1572) der eingeborenen Ritterschaft zugezählt wird. - Wappen: In Blau ein aus dem linken Schildrand hervorgehender gekrümmter mit silbernem Kettenpanzer und silbernen Kacheln an den Gelenken bekleideter Rechtsarm, der in der bloßen Hand einen schwarzen Feuerbrand mit roter Flamme hält. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 3 Rennfähnlein an goldenen Schäften mit niederwärts-wehenden Schwenkeln, von denen das mittlere rot, das rechte silbern, das linke blau ist, auf einem oben runden, gezähnten blauen Schirmbrett mit scheibenartiger silberner Aussparung oder silbernem Buckel an der Basis.« (S. 56, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
41 Barsewisch
»Barsewisch. Evangelisch. - Altmärkischer Uradel mit gleichnamigem, jetzt verschwundenem Stammhause unweit Osterburg, der mit Gottschalk von Barsewisch 1244 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb., Teil I, Band 6, S. 14 u. 15) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Veit von Barsewisch, 1460-1534, Herrn auf Scharpenlohe, Falkenberg und Vielbaum, beginnt. - Wappen: In Silber ein querliegender Bars, begleitet von 3 (2, 1) einander zugekehrten, grünen Seeblättern. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken der Bars vor 5 Pfauenfedern.« (S. 30, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
42 Bassewitz
»Bassewitz. Lutherisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Gherardus Basseuitze 3. Oktober 1341 urkundlich (beschädigtes Orig. im Geh. Haupt- u. Staatsarchiv Schwerin; vergl. das Gutachten des Geheimen Archivrats Grotefend dazu) zuerst erscheint und seinen Namen von dem westlich von Gnoien gelegenen Basse führt. Stammvater der beiden Stämme ist vermutlich Hans von Bassewitz, + 1397, Herr auf Hohenluckow usw. - Wappen: In Silber ein springender schwarzer Eber. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender schwarzer Eber zwischen 2 zugekehrten silbernen Hauern.« (S. 12, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
43 Baudissin
»Baudisſin (Baudissin). Lutherisch. - Meißnischer Uradel mit dem Stammhause Klein-Bautzen bei Bautzen (Budissin), der mit Johannes de Boudissin 10. März 1326 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint. - Aufnahme in die holsteinische Ritterschaft 1633; Reichsgraf (im kursächs. Reichsvikariat) Dresden 28. Februar 1741 (für Wulf Heinrich von Baudissin, kursächs. Kabinettsmin. und General der Kav., dessen Enkel - Söhne des Grafen Heinrich Christoph - die Stammväter der beiden Linien sind). - Wappen (1741): Geviert und belegt mit blauem Herzschild, darin 3 mit den Mundstücken zusammengestellte gold-gerandete silberne Hifthörner (Stammwappen Traby I); 1 und 4 in Rot zwischen 2 silbernen Adlerflügeln oben ein achtstrahliger goldener Stern, 2 und 3 in Rot ein schwebender geharnischter rechtsgekehrter Arm mit Schwert in der bloßen Faust. Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-silbernen Decken die Flügel mit Stern, auf dem mittleren mit blau-silbernen Decken 3 blaue Straußenfedern (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-silbernen Decken der Schwertarm.« (S. 54, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
44 Baumbach
»Baumbach. Reformiert und lutherisch. - Hessischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (jetzt Dorf) bei Rotenburg an der Fulda, der mit Herdegnus de Bombach, miles, 1246 urkundlich (Staatsarchiv Marburg; vergl. auch Dr. Landau, „Die hess. Ritterburgen und ihre Besitzer“, Kassel 1836) zuerst erscheint und mit Helmericus de Boymbach, miles castrensis in Rotenburg 1295-1316, die Stammreihe beginnt. Das Geschlecht gehört zur Althessischen Ritterschaft. - Wappen: In Blau ein aufwärts-gewendeter, an den Hörnern mit je einem goldenen Sterne besteckter silberner Halbmond. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 19, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
45 Bayern
»Haus Bayern (Wittelsbach). Katholisch. - - Pfalzgraf bei Rhein 1214; Kurfürst von der Pfalz 15. Mai 1275; die pfälzische Kurwürde geht auf die Herzöge von Bayern über 25. Februar 1623; Wiederherstellung der Kurfürsten von der Pfalz 24. Oktober 1648; Karl Theodor Kurfürst von der Pfalz wird auch Kurfürst von Bayern 30. Dezember 1777. Die beiden folgenden Linien stammen von zwei Söhnen Christians I. Pfalzgrafen von Birkenfeld-Bischweiler, * 5. September 1598, + 6. September 1654. - Wappen (Stammwappen Wittelsbach): Von Blau und Silber geweckt. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der pfälzische goldene Löwe sitzend zwischen 2 mit je 5 goldenen Lindenlaubzweigen auswärts besteckten Büffelhörnern, die wie der Schild bezeichnet sind.« (S. 6, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
46 Beeren
»Beeren. Evangelisch. - Brandenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Teltow, der mit Theodorich von Beeren 1267 urkundlich (Cod. Brandenb. Band I, S. 96) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Eckard von Berne (Beeren) 1314, auf Teltow, beginnt. - Wappen: In Blau ein flugbereiter, rot-bewehrter silberner Schwan. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken eine wachsende blau-gekleidete, gekrönte Jungfrau mit wallendem Haar, in der Rechten ein goldenes Lilienzepter haltend, mit der Linken dem Schwan goldene Körner streuend.« (S. 15, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
47 Beerfelde
Beerfelde. Evangelisch. - Mittelmärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Lebus, der mit Petrus de Berenuelde 1358 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I, 20, S. 234) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Heine von Bernfelde, 1452-1497, Herrn auf Beerfelde und Trebus, beginnt. - Wappen: In von Silber und Blau gespaltenem Schilde 2 Sterne verwechselter Farbe. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 2 schwarze Hahnenfedern zwischen 2 Büffelhörnern, das rechte silbern, das linke blau, deren Mundstücke von je 3 Sternen verwechselter Farbe umgeben sind. (vergl. v. Bötticher, Geschichte des oberlausitzischen Adels und seiner Güter, Band I, S. 120) 
 
48 Behaim von Schwartzbach
»Behaim von Schwartzbach. Lutherisch. - Zu den ältesten regimentsfähigen Stadtadelsgeschlechtern Nürnbergs gehörend, wird das Geschlecht im Kleinen Rat daselbst 1332 urkundlich (Stadtarchiv Nürnberg) erwähnt; Friedrich Behaim erscheint 1340 als Ritter urkundlich (Münchener Staatsbibiliothek, cod. bav. 2070); auf Friedrich Behaim, + 1295, wird die Abstammung zurückgeführt. - Reichsadelsbestätigung mit „von Schwartzbach“ und Wappenvereinigung mit dem der + Behaim von Abensberg Wien 10. Juli 1677 (für Georg Friedrich Behaim, Mitgl. des älteren Rats); Reichsfreiherr mit Wappenbesserung Wien 13. Mai 1681 (für die Brüder Christoph Jakob, K. K. Rat, Truchseß und Residenten der Reichsstadt Nürnberg, und Johann Friedrich Behaim von Schwarzbach); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 16. September 1809. - Wappen (1681): Geviert, mit goldenem Herzschild belegt, darin der schwarze Reichsadler; 1 von Silber und Rot und 4 von Rot und Silber gespalten, darin schwarzer Schrägrechts-Bach (Stammwappen), 2 von Rot und Silber und 3 von Silber und Rot gespalten, darin ein 4zinniger schwarzer Balken (+ Behaim von Abensberg). 3 Helme; auf dem rechten gekrönten mit rot-silbernen Decken ein halsgekrönter natürlicher Sperber (Stammwappenhelm), auf dem mittleren gekrönten mit schwarz-goldenen Decken der Reichsadler, auf dem linken mit rot-silbernen Wulst und gleichen Decken 2 Büffelhörner, das rechte silbern, das linke rot.« (S. 16, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
49 Behr
»Behr (Behr-Negendanck). Niedersächsischer Uradel, der mit Hugold Bere, 1158-62, Großvogt auf Hermannsburg, mit dem auch die Stammreihe beginnt, und seinem Bruder Hermann, + 11. August 1167 im Lager vor Rom, Bischof von Verden, 1138 urkundlich (s. Urk.-Buch des Hochstifts Halberstadt, I, Nr. 191) zuerst erscheint. - I. Linie. Stammvater: Eberhard, 1189-1197, Ritter. Wappen: In Silber ein aufgerichteter, schwarzer Bär. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 abgewendete silberne Schwanenhälse. II. Linie. Stammvater: Hugold, 1194, Ritter. Wappen: In Silber ein schreitender, schwarzer Bär. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken der Bär.« (S. 32 & 36, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
50 Behr (Pfauenwedel)
»Behr. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Hugold Bere, 1158-62, Großvogt auf Hermannsburg, mit dem auch die Stammreihe beginnt, und seinem Bruder Hermann, + 11. August 1167 im Lager vor Rom, Bischof von Verden, 1138 urkundlich (vergl. Urk.-Buch des Hochstifts Halberstadt I, Nr. 191) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein schreitender, schwarzer Bär. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken der Bär vor einem Pfauenwedel.« (S. 58, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930)  
 

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