Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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101 Borch (3 Balken)
»Borch. Evangelisch. - Uradel mit dem Stammhause Burg bei Magdeburg, der seine Abkunft von dem ehemaligen edelfreien Hause Querfurt herleitet und mit Adalhelminus de Burg et Gernodius filius ejus 29. März 1142 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Magdeburg; vergl. Riedel, cod. dipl. Brandenb. A III, S. 79) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber 3 rote Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 gezahnte, fächerförmige silberne Schirmbretter oder Büffelhörner.« (S. 33, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
102 Borch (3 Raben)
»von der Borch. Evangelisch und katholisch. - Westfälischer Uradel, der mit den Brüdern Johann und Hermann von der Borch 1328 urkundlich (Orig. im Archiv von Lippe-Detmold, abgedr. in den Lippischen Regesten von O. Preuß und A. Falkmann, 2. Band, Nr. 720) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hermann von der Borch, 1380, beginnt. - Preußische Genehmigung zur Fortführung des Freiherrentitels . . 31. Juli 1847 (für Karl von der Borch, Herrn auf Holzhausen, und seine Geschwister). - - Wappen (Stammwappen): In Silber 3 (2, 1) natürliche Raben. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein Rabe zwischen offenem schwarzen Flug.« (S. 58, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
103 Borcke
»Borcke. Evangelisch und katholisch. - Pommerscher Uradel slawischer Abkunft, der mit Pribislaus filus Borkonis als Zeugen 2. März 1186/18. März 1187 urkundlich (Pomm. Urk.-Buch I, 78, Nr. 102) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Dominus Bork (Borco usw.) sen., + 1287, miles sive burchgravius Colbergensis, beginnt. Burg- und schloßgesessen seit dem 16. Jahrhundert. - Präsentationsrecht zum ehemaligen preußischen Herrenhause 22. November 1855. - Wappen: In Gold übereinander 2 flüchtige gold-gekrönte rote Wölfe mit goldenen und ebenso beringten Halsbändern. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein goldgekrönter roter Hirsch von acht Enden mit goldenem und ebenso beringtem Halsbande.« (S. 82, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932 
 
104 Borne
»Borne. Evangelisch. - Märkischer Uradel, der (vermutlich mit Haoldus de Burnen um 1140 urkundlich [vergl. Orig. Guel. III, S. 485] im Zusammenhange stehend) mit Theodoricus de Bornem 1264 urkundlich (Orig. im Geh. Staatsarchiv Berlin, vergl. Riedel, cod. dipl. brandenb. A. XI, S. 5) im Havellande auftritt. Die Stammreihe beginnt mit Klaus von dem Borne, + vor 1484. - Wappen: In Blau ein mit 3 fünfblättrigen roten Rosen belegter, silberner Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein offener schwarzer Flug.« (S. 115, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
105 Bornstedt (Hut)
»Bornstedt (Magdeburg). Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Neuhaldensleben, der mit Hermannus de Bornestede, Abt im Kloster Hillersleben, 1232 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Magdeburg, Kloster Hillersleben Nr. 14) zuerst erscheint und mit Jordan von Bornstedt, 1436 auf Ottleben, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber eine gestülpte rote Tatarenmütze. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die hier mit 2 silbernen, 3 roten Straußenfedern besteckte Mütze.« (S. 36, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
106 Bornstedt (Mauer)
»Bornstedt (Bornstaedt) (Thüringen). Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im heutigen Kreis Sangerhausen, der mit Esiko de Bornstedt, dominus castri Bornstedt, 1120 urkundlich (vergl. Heinemann, Cod. dipl. Anhaltinus, Band I) zuerst erscheint und sich früh in vier Stämme teilte deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - - Stamm A (Küstrinchen, vormals Bellin). Stammvater Hans, 1498. - Wappen: In Silber über einer roten Zinnenmauer ein schrägrechts liegender, gestümmelter, natürlicher Ast mit 3 (2, 1) goldenen Blättern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 (silbern, rot, blaue) Straußenfedern. - - Stamm B (Lauchstedt). Stammvater: Christof. - Wappen: In Silber über einer roten Zinnenmauer ein schrägrechts-liegender roter Mauerbrecher. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende geharnischte Jungfrau mit 3 (rot, blau, silbernen) Straußenfedern.« (S. 35 & 36, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
107 Borstell (3 Rosen)
»Borstell. Erloschen. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Bützfleth bei Stade, der mit Nicolaus de Borstele 16. Januar 1312 (Urkunde im städt. Archiv in Stade) zuerst urkundlich erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Johann von dem Borstel 1460. - Wappen: In Silber drei (2, 1) rote Rosen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken drei (silbern-rot-silberne) Straußenfedern.« (S. 146, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 13. Jg. 1912) 
 
108 Borstell (Klee)
»Borstell (Altmark). Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der mit Otto et Berwardus fratres de Borstele in einer Urkunde Markgraf Albrechts II. von Brandenburg im Juli 1209 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb., T. I, Band 3, S. 91) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein grünes Kleeblatt, aus dessen Spalten 3 schwarze Adlerflügel hervorgehen. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 4 schwarze Straußenfedern, zwischen denen 3 Lanzen (Fähnchen) mit nach rechts wehenden Wimpeln stehen.« (S. 118, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
109 Bose
»Bose. Lutherisch. - Sächsischer Uradel, der mit Thedolfus Busz, miles, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1230 urkundlich (s. Dr. M. Krähne, Urk.-Buch der Klöster der Grafschaft Mansfeld, S. 131) zuerst erscheint. Sein Sohn Heidenricus (Henricus) Boz, miles, ist Stammvater der beiden Linien. - Wappen: Innerhalb roten Schildrandes von Silber und Schwarz gespalten (ehemals ohne Schildrand). Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine gestürzte, rot-gestülpte, von Silber und Schwarz gespaltene, ungarische Mütze, die mit 6 silbernen und schwarzen Federn mit roten Spitzen besteckt ist (ehemals ein gespaltenes Schirmbrett).« (S. 119, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
110 Böselager
»Böselager. Katholisch. - Uradel des Erzstifts Magdeburg, von dem „Boseleger mit dren Buren“ in der Landfriedensurkunde des Erzbischofs Dietrich von Magdeburg vom 12. April 1363 (abgedr. im Urk.-Buch der Stadt Magdeburg, bearbeitet von G. Hertel, Band I, Halle 1892, Nr. 458) zuerst erwähnt wird, und der mit Henning Boseleger, Lehnsträger eines Ritterhofes zu Wolmirsleben, 1446 urkundlich (Staatsarchiv Magdeburg, Kop. 36, f 70 u. a.), die ununterbrochene Stammreihe beginnt. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist ein Teil des Geschlechtes in die Ritterschaft der Grafschaft Mansfeld, ein anderer Teil in den Jeverländer Adel und später in die Osnabrücker Ritterschaft und weitere westfälische und rheinische Ritterschaften gelangt. - Preußische Bestätigung des Freiherrenstandes Potsdam 20. Dezember 1823 (für das Gesamtgeschlecht). - W. (Stammwappen): In Gold 2 aufwärts geschrägte blaue Schaufeln mit roten Stielen. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken 3 mit je einer gleichfarbigen Lilie besteckte golden, blau, goldene Schäfte.« (S. 38, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
111 Both
»Both. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Hasse Bot, miles, 21. Mai 1273 urkundlich (Cod. diplom. Lubicensis, II. Abt., Urk.-Buch des Bistums Lübeck, Band I, S. 221/22) zuerst erscheint und mit Hinricus Bot, miles, 27. Januar 1309 urkundlich (Meckl. Urk.-Buch, Nr. 3284) die Stammreihe beginnt. - Wappen (ältestes Siegel von 1318): In Silber ein rotes Boot. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Boot, rechts und links mit je 4 schwarzen Hahnenfedern besteckt.« (S. 40, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 41. Jg. 1942) 
 
112 Bothmer
»Bothmer. Evangelisch und Katholisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause am Einflusse der Leine in die Aller, der mit Ulricus de Botmere, Ritter, zwischen 1170 und 1185 urkundlich (Orig. im Archiv des Stiftes Loccum Nr. 7, abgedr. bei W. von Hodenberg, Calenberg. Urk.-Buch) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Dietrich, um 1300, beginnt. - Wappen: In Blau ein silbernes Boot. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken das Boot, in dem eine mit 5 Pfauenfedern besteckte und mit einem roten Bande 4mal schrägrechts umwundene silberne Säule steht.« (S. 95, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
113 Bottlenberg
»Bottlenberg gen. von Schirp. Katholisch. - Uradel der Grafschaft Berg mit dem Stammhause Bodlenburg bei Elberfeld, der mit Engelbert von Budlinberg, Ritter, 1237 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 449 usw.) auftritt und dessen Bruder Herrmann als Besitzer der „Schirpendünen“ bei Dobringhausen erwähnt wird, wonach der Beiname angenommen wurde; Erbkämmerer der gefürsteten Abtei Essen. - Preußische Anerkennung des Freiherrenstandes laut Ministerial-Reskript vom 6. Aug. 1830 (für das Gesamtgeschlecht). - Wappen (Stammwappen): In Silber ein oben 4mal, unten 3mal gezinnter schwarzer Balken. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken der Rumpf eines rot-bezungten silbernen Bracken wachsend, der an Stelle des Halsbandes mit dem gezinnten Balken des Schildes belegt ist.« (S. 63, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 86. Jg. 1936) 
 
114 Brachel
»Brachel (Brackel). Katholisch. - Jülichsches, ursprünglich wohl edelfreies, Geschlecht mit gleichnamigem Stammhause (dem heutigen Dorfe Brachelen bei Geilenkirchen), das mit Werner von Brakel, nobilis, 1136 urkundlich (Westf. Urk.-Buch, Band II, Nr. 219) zuerst erscheint und später unter den Ministerialen von Paderborn auftritt. Die Stammreihe beginnt mit Wilhelm von Brachel, Herrn auf Elfken, 1592. - Wappen: Von Gold über Silber geteilt; oben ein 3latziger blauer Turnierkragen. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein offener silberner Flug.« (S. 128, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
115 Brackel (Hirsch)
»Brackel. Evangelisch. - Baltischer Uradel westfälischer Stammheimat, der mit dominus Sifridus de Brakele, miles, 4. Juni 1277 in Reval urkundlich (Liv-Est-Kurländ. Urk.-Buch III, Nr. 453a) auftritt und zu den Deutschordensgeschlechtern sowie zu denen des dänischen Estland und der Stifte Dorpat und Ösel-Wiek zählte; später zur livländischen und kurländischen Ritterschaft gehörig. Die Stammreihe beginnt mit Otto von Brackel, Ritter, 1405-28. Zweige des Geschlechtes blühen noch in Schweden und Finnland und gehören der schwedischen Ritterschaft an. - Wappen: In Gold ein vorwärts-gestellter gekrönter natürlicher Hirschkopf. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein Hirschgeweih.« (S. 102, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
116 Brand (Hirsch)
»Brand (Neumark). Evangelisch. - Neumärkischer Uradel, vermutlich mit dem deutschen Orden aus Franken eingewandert, der mit Everhardus de Brand 1275 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg II, p. 451) zuerst erscheint. Die sichere Stammreihe beginnt mit Georg von Brand, 1465-99. - - Wappen: In Silber ein roter Hirschrumpf. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein zwölfendiges rotes Hirschgeweih.« (S. 100, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
117 Brandenstein
»Brandenstein. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit dem Stammhause Brandenstein im Kreis Ziegenrück oder dem Stammhause Brandenstein im Kreis Schlüchtern, wo Hermann von Brandenstein 10. August 1278 urkundlich (vergl. Publik. aus den preuß. Staatsarchiven, Band 48, Nr. 564) zuerst erscheint, während die ununterbrochene Stammreihe mit Albrecht von Brandenstein, 1298 auf Brandenstein und Oppurg, beginnt. - Wappen: In Gold ein springender, natürlicher Wolf, eine silberne Gans, die Latschen aufwärts-gekehrt, im Rachen. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken der Wolf mit der Gans wachsend.« (S. 133, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
118 Brandt
»Brand (Brandt) (Meißen). Evangelisch. - Meißnischer Uradel, der mit Domina Agnes de Brande 1244 urkundlich (Gotha dipl. V, S. 196) zuerst erscheint und um 1400 in 2 Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht genau feststeht. Seit Anfang des 15. Jahrhunderts in Ostpreußen nachweisbar. - - A. Sächsischer Stamm: Brand. Stammvater: Friedrich, Herr auf Bodenstein. - Wappen: In Gold ein querliegender, gestümmelter, schwarzer Baumstamm, mit oben 2, unten einem Aste, aus denen natürliche Flammen ausschlagen. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken die Schildfigur wachsend. - - B. Ostpreußischer Stamm: Brandt. Stammvater: .. Brandt, um 1430. - Wappen: In Silber ein querliegender, gestümmelter, schwarzer Baumstamm, aus dem oben 3 natürliche Flammen herausschlagen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die Schildfigur.« (S. 130, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
119 Brandt von Lindau
»Brandt von Lindau. Evangelisch. - Anhaltscher Uradel, der den Unterscheidungsnamen „von Lindau“ von seinem vermutlich ältesten Stammsitze, der jetzigen Stadt Lindau bei Dessau, angenommen hat, frühzeitig nach Kursachsen kam und als „schloßgesessen“ in der Herrschaft Belzig mit dieser 1815 von Preußen übernommen wurde. Johannes dictus Brand, famulus erscheint in Torgau 1332 urkundlich (Schöttgen u. Kreysig, Diplom. Nachrichten von Ober-Sachsen, Teil V, S. 165) als Zeuge des Kurfürsten Rudolf von Sachsen. Höchst wahrscheinlich gehört hierher auch der in der Magdeburger Schöffenchronik unter dem Jahre 1278 aufgeführte „her herman brant“, von dem es dort heißt: „vengh den borchgreuen to leznik, de ward den van halle geantwerdet“ (Riedel, Cod. dipl. Brand. D 179). Die Stammreihe beginnt mit Henning von Brandt, kursächsischem Rat, 1399. - Wappen: Geteilt; oben in Silber ein aus der Teilungslinie wachsender natürlicher Lindenbaum, unten in Schwarz 3 silberne Schräglinks-Balken. Auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein wie die untere Schildhälfte bezeichneter offener Adlerflug. (Bisweilen mit 3 schwarzen Quer- oder einem schwarzen Schrägrechts-Balken belegt; auch von Schwarz und Silber übereck geteilt.)« (S. 108, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Deutscher Uradel, 29. Jg. 1930) 
 
120 Brauchitsch
»Brauchitsch. Evangelisch. - Schlesischer Uradel mit dem Stammhause Brauchitschdorf (urspr. Name: Erustenik) bei Lüben, der mit dem Ritter Velislaus, Herrn auf Erustenik 1259 urkundlich (s. Schirrmacher, Urk.-Buch der Stadt Liegnitz Nr. 8) zuerst erscheint und mit Nikolaus von Brauchitsch, Herrn auf Oberau, um 1500 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein springender, rot-bewehrter, schwarzer Hirsch. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein gestürzter, schwarzer Halbmond.« (S. 140, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
121 Brederlow
»Brederlow. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Henningus de Brederlo 29. September 1319 urkundlich (vergl. Gercken, Cod. dipl. Brandenb. III, p. 88) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Konrad, + 1409, Herrn auf Gartz, beginnt. - Wappen: In Silber ein liegender, abgestumpfter Ast, aus dem an grünen Blätterstengeln 3 rote Rosen wachsen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine rot-bekleidete Jungfrau wachsend, die einen mit golden-rot-silbernen Straußenfedern besteckten grünen Kranz auf dem Kopfe hält.« (S. 39, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
122 Bredow
»Bredow. Evangelisch und katholisch. - Mittelmärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Havelland, der mit Arnoldus de Bredow, Herrn auf Bredow, miles, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 22. Mai 1251 urkundlich (Riedel, Cod. dipl. Brand. A., XI, 4) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein roter Steighaken mit 3 goldenen Quersprossen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender gold-bewehrter silberner Steinbock.« (S. 104, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
123 Breitenbuch
»Breitenbuch. Evangelisch. - Thüringischer Uradel, der mit Cuno de Breitenbuch, nobilis, 1. April 1154 urkundlich (Orig. im Stiftsarchiv Zeitz, abgedr. bei Fechner, Leben des Erzb. Wichmann von Magdeburg) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Otto bzw. Petzold von Breitenbuch um 1350. Das Geschlecht nannte sich seit dem 1. Drittel des 16. Jahrhunderts von Breitenbauch. - Preußische Genehmigung, die ursprüngliche Namensform „von Breitenbuch“ wieder anzunehmen, Bremen 17. März 1906. - Wappen: In Blau 2 rote Sparren. Auf dem Helme mit blau-roten Decken 2 von Blau und Rot übergeteilte Büffelhörner.« (S. 111, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
124 Bremer
»Bremer. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Sifridus de Brema (Bremer) 9. März 1233 urkundlich (s. Bremer Urk., Ehmke u. W. v. Bippen, Band I, Nr. 172) zuerst erscheint und mit Adolf Bremer, 1520-1603, Herrn auf Cadenberg usw., die Stammreihe beginnt. - Wappen: Gespalten; vorn rot, hinten in Silber am Spalt ein halbes rotes Kammrad mit 4 Speichen und 5 Zacken. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken 6 abwechselnd silberne und rote Straußenfedern.« (S. 40, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil, A, 30. Jg. 1931) 
 
125 Briesen (3 Balken)
»Briesen. Evangelisch. - Neumärkisch-pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Schivelbein, der mit dominus Hermannus de Breze 16. Dezember 1212 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. A., V, S. 303) zuerst erscheint und mit Bertramus de Briesen 1256, Ritter, Herrn auf Briesen usw., die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber 3 rote Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 (silbern, rot, silberne) Straußenfedern.« (S. 42, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
126 Briesen (Gabel)
»Briesen, Breza (Mark). Evangelisch und katholisch. - Märkischer Uradel, der mit Ritter Christian von Briesen, Zeugen des Markgrafen von Brandenburg, 1298 urkundlich (vergl. Riedel, codex dipl. Brandenburg. A 24, S. 9) zuerst erscheint und bereits 1415 im erblichen Besitze der Wasserburg Zibelle bei Triebel war. Eine Linie kam nach Polen und hieß dort Briza, später Breza. - Wappen: Durch Gabelschnitt von Silber über Schwarz und Rot geteilt. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter geschlossener Adlerflug.« (S. 114, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
127 Brietzke
»Brietzke (Britzke). Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Jerichow, der um 1370 urkundlich (s. Hertel, Die ältesten Lehnbücher der Magdeb. Erzbischöfe, Halle 1883, S. 84, und Magdeb. Gesch.-Blätter, Band III, S. 15ff.) zu Redekin bei Genthin belehnt erscheint und mit Hennyng Britzken um 1400 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein 6strahliger roter Stern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 rot-silbern-rote Straußenfedern.« (S. 118, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
128 Brockdorff
»Brockdorff. Evangelisch. - Holsteinischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause in der Wilster Marsch, der mit Echardus de Brocdorpe, 1. Februar 1328, urkundlich (vergl. Dr. Hasse, Schlesw.-holst.-lauenb. Reg. und Urk. III, Nr. 633) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Marquardt von Brockdorff, Ritter, 1329 beginnt. - Wappen: In Blau ein schrägaufwärts fliegender silberner Fisch. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der Fisch linkshin.« (S. 146, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
129 Brockhusen
»Brockhusen (Brockhausen und Bruchhausen). Pommerscher Uradel, seiner Überlieferung nach aus Niedersachsen eingewandert, der mit Klaus Brockhusen, * um 1398, Herrn auf Lüskow, Riebitz und Justin, 1420 in einem Schuldbrief des Klaus Plötze als Bürge urkundlich (Staatsarchiv Stettin, P. I Titel 113, Nr. 5, p. 55) auftritt, während die Stammreihe auf dessen Vater David von Brockhusen, 1390 Herrn auf Lüskow, Zoldekow, Riebitz und Justin, zurückgeführt wird. - - I. Linie: Brockhusen (evangelisch und katholisch). Stammvater: Hans, * um 1397. - Wappen: Geteilt, oben in Blau 3 balkenweise gestellte goldene Sterne, unten in Gold ein laufender natürlicher Fuchs. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken 3 natürliche Pfauenfedern. - - II. Linie: Stammvater: Klaus, * um 1398, 1420 urkundlich. - Wappen: In Blau ein goldener Balken, begleitet oben von 3 balkenweise gestellten goldenen Sternen, unten von einem laufenden natürlichen Fuchse. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken 3 natürliche Pfauenfedern, mit 3 goldenen Sternen belegt.« (S. 117 & 121, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
130 Broesigke
»Broesigke. Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der mit Thilo Broeseken, als Custode in Golzow eingesetzt, 12. März 1344 urkundlich (vergl. Gerken, Cod. dipl. Br. II, 563) zuerst erscheint und das Schenkenamt bei den Kurfürsten von Brandenburg bis 1569 bekleidete. Die Stammreihe beginnt mit Thomas Broseke, 1375. - Wappen: In Blau 3 (2, 1) schrägrechts gestellte goldene Humpen oder Becher. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken ein wachsender blau-bekleideter Arm, der in der Hand einen natürlichen Pfauenwedel emporhält.« (S. 120, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
131 Broich
»Broich. Katholisch und evangelisch. - Jülichscher Uradel, der mit Adam von Bruche, Knappe, Wehrmeister und Vogt in Düren, 1352 und 1355 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Düsseldorf, Herzogtum Berg, Urk. Nr. 178) zuerst erscheint. Herzog Wilhelm zu Jülich übertrug 1. August 1360 seinem Rat Johann von Broich, Ritter, 60 Morgen Land zu Marcken bei Rügen; die Stammreihe beginnt mit Wilhelm von Broich gen. Pattern, 1527 Mitglied der Ritterschaft von Jülich. Das Geschlecht machte sich später in Aachen ansässig, wo es unter den adeligen Schöffen auftritt und zur Adeligen Gesellschaft zum Stern gehörte. - Wappen (Siegel von 1355): In Silber ein schwarzer Balken, überhöht von einem 3latzigen schwarzen Turnierkragen. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender, silbern-gehörnter schwarzer Bock, dessen Schulter mit dem Wappenschild belegt ist.« (S. 147, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
132 Broizem
»Broizem. Evangelisch. - Braunschweigischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Braunschweig, der mit Bertoldus de Brothsien 1234 urkundlich (vergl. Urk.-Buch der Stadt Braunschweig II. Band, S. 32) und mit den Brüdern Ludolf, Laienbruder und Pfründener des Klosters Steterburg, Martin, Mönch von St. Aegidii zu Braunschweig und Johann von Broizem, Söhnen des Ritters Martin von Broizem, nebst ihrem Oheim Ludolf von Broizem 1273 urkundlich (vergl. a. a. O., S. 116) zuerst auftritt. Im 14. Jahrhundert trat das Geschlecht in das Patriziat der Stadt Braunschweig mit beträchtlichem Hausbesitz über. Die sichere Stammreihe beginnt mit Jordan von Broizem 1359. - Wapen: In Silber 4 (1, 2, 1) kreuzförmig gestellte von einander abgewendete rote Lilien. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein offener roter Flug, beiderseits mit silbernen Balken belegt, auf welchen je 2 aufgerichtete rote Lilien nebeneinander.« (S. 121, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
133 Bronsart
»Bronsart von Schellendorff. Evangelisch. - Preußischer Uradel, der mit Nikolaus Brunsereyt, Herrn auf Modgarben, 1330 urkundlich (Staatsarchiv Königsberg i. Pr., Bl. 242 des Fol. A. 113 [neu 105]) zuerst erscheint, und dessen Stammreihe mit Brunsert, 1364-1379, Herrn auf Skandau, Kämmerer des Deutschen Ordens in Barten, beginnt. - Annahme des Namens „Bronsart von Schellendorff“ durch Heinrich Karl Christoph von Bronsart seit 1823; preußische Genehmigung zur ferneren Führung dieses Namens Neues Palais bei Potsdam 2. November 1891 (für die Nachkommen des oben Genannten). - Wappen: In Silber ein von 7 (4, 3) blauen Wecken begleiteter, roter Balken. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 2 wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.« (S. 148, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
134 Brüggeney gen. Hasenkamp
»Brüggeney gen. Hasenkamp. Im Mannesstamme erloschen. Evangelisch. - Westfälischer Uradel mit untergegangenem Stammhause in der Grafschaft Mark, der mit Winemarus de Bruggenoge 4. September 1268 urkundlich (abgedr. im Dortmunder Urk.-Buch I, 126; vergl. auch Westfäl. Urk.-Buch VII, 1288) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Segebode von der Brucgenoye, armiger 1319, beginnt. Im 15. Jahrhundert wurde nach dem Rittersitz Hasenkamp, Kreis Bochum, der Beiname „gen. Hasenkamp“ angenommen. - Wappen: In Silber 3 rote Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 2 je mit den 3 roten Balken belegte silberne Flügel.« (S. 126, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
135 Brühl
»Brühl (Brühl-Renard). Thüringischer Uradel, der wahrscheinlich mit dem Ministerialen Heinrich aus dem Brühl, 1344 urkundlich (Heydenreich, cod. dipl. Hohenst., A. VIII, 2. d., Nr. 1, S. 148) auftritt und mit Heinrich vom Brühl 1424/25, + 1446, wohl zu Wenigentennstedt begütert, die Stammreihe beginnt. - Wappen (1737, 1738): Geviert; 1 und 4 von Gold und Rot gespalten, belegt mit einem gold-gekrönten Doppeladler, dessen rechte Hälfte schwarz, die linke silbern ist, 2 und 3 in Blau ein silberner Sparren (Stammwappen). Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit blau-silbernen Decken 5 natürliche Pfauenfedern (Stammwappenhelm), auf dem mittleren mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken der Doppeladler, auf dem linken mit rot-silbernen Decken eine gold-gekrönte, von Schwarz und Gold 5mal geteilte Säule, besteckt mit 3 Pfauenfedern. - - Preußische Namen- und Wappenvereinigung als „Graf von Brühl-Renard“ (am Fideikommiß) Potsdam 20. Oktober 1909; Wappen (1909): Geviert und belegt mit Herzschild (s. o.); 1 und 4 wie oben, 2 und 3 in Blau ein flüchtiger goldener Fuchs (Grafen v. Renard). Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit schwarz-goldenen Decken der Doppeladler, auf dem mittleren = Stammhelm (s. o.), auf dem linken mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken ein mit silbernem Turban umwundener natürlicher Türkenkopf mit 3 Blutstropfen am Halse zwischen offenem schwarz-silbernen Fluge (Grafen v. Renard).« (S. 122 & 125, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
136 Brunn (Bären)
»Brunn und Brunn gen. von Kauffungen. Evangelisch. - Mittelmärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Havellande, der mit Daniel von Brunn 1237 urkundlich (vergl. Riedel, Cod. dipl. Brand., Abt. I, Band III, S. 341) zuerst erscheint und mit Hans von Brunn 1450 die lückenlose Stammreihe beginnt. (Die von Kauffungen, meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Penig a. Mulde, erscheinen mit Henricus de Khofungen 1231 urkundlich [sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden, Orig.-Urk. Nr. 303, abgedr. bei Schöttgen, Diplomat. II, 1973].) - Wappen: In Rot ein mit 3 schwarzen Bärenköpfen mit goldenen Halsbändern und Ringen belegter silberner Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender schwarzer Bär mit beringtem, goldenen Halsbande vor 3 (rot, silbern, roten) Straußenfedern. - - Preußische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der + Kauffungen als „von Brunn gen. von Kauffungen“ laut Kabinettsordre Berlin 28. Juni 1853 (nicht ausgefertigt). - Wappen (Kauffungen): Ein durch 1 1/2 Spitzen von Rot und Gold schräggeteilter Schild; auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein offener, wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 153, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
137 Brünneck
»Brünneck. Evangelisch. - Uradel, der mit Reincz Brunichin 1346-50 urkundlich (Glatzer Mannrechtsprotokollbuch im Pfarrarchiv Ullersdorf, Kr. Glatz, abgedr. in den Geschichtsquellen der Grafschaft Glatz, Band V) in der Grafschaft Glatz auftritt und sich Mitte des 16. Jahrhunderts in der Mark Brandenburg, Ende des 17. Jahrhunderts in Westpreußen ansässig machte. Die Namensform wechselte zwischen Brunich, Brünich, Brunching, Brinnig, Brünnig und schließlich Brunneck und Brünneck. - Wappen: In Schwarz eine von 2 zugekehrten silbernen Wolfseisen begleitete silberne Lilie (ursprünglich ein von einem Stabe durchstoßenes Andreaskreuz). Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 (schwarz-silbern-schwarze) Straußenfedern.« (S. 151, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
138 Brüsewitz
»Brüsewitz. Evangelisch. - Preußen. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Aluardus de Brusevitz, miles, 25. Juli 1218 urkundlich (vergl. Meckl. Urk.-Buch I, Nr. 245) zuerst erscheint und mit Eggard von Brüsewitz, Herrn auf Brendemühl usw., um 1550 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Gold eine geflügelte schwarze Pferdepramme (-bremse). Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken 5 Feuerflammen zwischen offenen schwarzen Fluge.« (S. 125, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
139 Buch
»Buch. Evangelisch. - Uckermärkischer Uradel, der mit Jan von Buch 24. Februar 1355 urkundlich (Riedel cod. dipl. Brandenburg, Band VII, 421) mit Birkenwerder, Kreis Niederbarnim, belehnt, die Stammreihe beginnt, dessen Sohn Siegfried 1420 urkundlich (ebenda, Band XII, 432) mit dem Löwenschild siegelt. - Wappen: In Silber ein golden-bewehrter roter Löwe. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsendes, silbernes Roß mit goldenen Hufen.« (S. 86, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941) 
 
140 Buchwaldt
»Buchwald(t). Lutherisch. - Holsteinischer Uradel, der aus den Marschen nach Wagrien zog und mit Siegfried (Sievert) von Boekwolde 1233 urkundlich (vergl. Urk.-Buch des Bistums Lübeck I, 74) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. Ein Zweig des Geschlechtes kam schon früh nach Mecklenburg, wo seine Mitglieder 1523 die Union unterschrieben. - Wappen: Im von Silber und Rot geteilten Schilde ein gold-gekrönter schwarzer Bärenkopf samt Hals. Auf dem Helme mit rechts schwarz-silbernen, links rot-silbernen Decken die Schildfigur wachsend.« (S. 159, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
141 Buddenbrock
»Buddenbrock. Evangelisch. - Westfälischer Uradel mit dem Stammhause Brock bei Buer, Kreis Recklinghausen, der mit Godescalcus dictus Budden, Richter zu Recklinghausen, 1279 urkundlich (Westf. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 1696), 1289 auch Godescalcus dictus Budden de Bure (ebenda Nr. 2124) genannt ist, zuerst erscheint. Das Geschlecht kam mit dem Deutschen Orden nach Livland und beginnt dort die Stammreihe mit Kaspar von Buddenbrock, 1401. - Wappen: Ursprünglich in Silber 3 Reihen je 3 schrägrechts gestellter, abwechselnd schwarzer und goldener Rauten. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein Busch von 7 Pfauenfedern; später in Silber 3 Reihen je 3 schrägrechts gestellter, abwechselnd blauer und goldener Wecken. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken 7 abwechselnd blaue und goldene Straußenfedern.« (S. 125, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
142 Buggenhagen
»Buggenhagen. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Greifswald, der mit Arnold von Buggenhagen, Ritter, 1312 urkundlich (vergl. Dr. K. Gesterding, Genealogien ritterschaftl. Familien, Berlin 1842) zuerst erscheint. Eine + Linie bekleidete seit dem 14. Jahrhundert das Erbmarschallamt in den Landen Wolgast, Rügen und Barth. Schloßgesessen in Pommern. - Wappen: In Silber 2 zugekehrte, schwarz-geflügelte, goldene Adlerklauen. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein Busch silberner Straußen- und schwarzer Hahnenfedern.« (S. 164, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
143 Bülow
»Bülow. Lutherisch und katholisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Rehna, Mecklenburg, der mit Godofridus de Bulowe 4. Juni 1229 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch Nr. 370) zuerst erscheint und mit Gottfried 1239, 1255, Ritter, die Stammreihe beginnt. - Präsentationsrecht zum ehemaligen preußischen Herrenhause 24. Dez. 1904. - Wappen: In Blau 14 (4, 4, 3, 2, 1) goldene Kugeln. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken eine Golddrossel (Pirol) mit goldenem Ring im Schnabel zwischen offenem, goldenen Fluge hinter 2 mit je 7 goldenen Ballen (Kugeln) belegten blauen Büffelhörnern.« (S. 44, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
144 Bültzingsleben
»Bültzingslöwen. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Kindelbrück, Kreis Eckartsberga, der mit Rodolphus de Buscinghesleiven als Zeugen des Landgrafen Hermann von Thüringen 29. Juni 1216 urkundlich (s. Urk.-Buch des Vereins für Niedersachsen, Hannover 1846ff., Heft 2, und die Urk. des Stiftes Walkenried Nr. 97) zuerst erscheint. - Wappen: In Grün ein silberner Löwe mit übergestülptem silbernen Helme, der einen rot-silbernen Wulst und 7 von Silber über Rot geteilte Fähnlein trägt, von denen 4 nach rechts, 3 nach links gewendet sind. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die Fähnlein.« (S. 127, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
145 Bünau
»Bünau. Evangelisch und katholisch. - Vogtländischer Uradel, vermutlich aus der Naumburger Gegend (Nieder-Beuna) stammend, der mit Rudolfus de Bunowe, castellanus auf der Bischöflich naumburgischen Burg Schönburg, 10. März 1166 urkundlich (Orig. im Reg.-Archiv in Merseburg) zuerst erscheint. Das Geschlecht schloß 1517 eine Erbeinigung (1588 durch Kurfürst Christian bestätigt), in der auch bestimmt wurde, daß die Mitglieder nur einen der drei Vornamen Rudolf, Heinrich oder Günther führen sollen. - Wappen: a) (Stammwappen von 1301): In Rot ein vorwärts-gekehrter goldener Löwenkopf mit einer goldenen Lilie im Rachen; b) (seit 1496): Geviert. 1 und 4 von Rot und Silber gespalten; 2 und 3 wie Stammwappen. 2 Helme; auf dem rechten mit rot-goldenen Decken ein hermelin-gestulpter roter Kurhut, beiderseits mit einem Pfauenwedel an goldenem Stiele besteckt, auf dem linken gekrönten, mit rot-silbernen Decken ein offener, rechts roter, links siberner Flug.« (S. 124, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 37. Jg. 1938) 
 
146 Burgsdorff
»Burgsdorff. Evangelisch. - Mittelmärkischer Uradel, der mit Henningus (Hennycho) de Burchardisdorp, Ritter, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 16. Juli 1334 urkundlich (vergl. Riedel, Cod. dipl. Brandenb., A. XX, S. 207) zuerst erscheint. - Brandenburgische Wappenbesserung Küstrin 15. November 1643 (für Konrad von Burgsdorff, auf Bögge usw., Kurfürstl. brandenb. Kämmerer und sein Geschlecht). - Wappen a. (Stammwappen): In von Rot und Silber 3mal gespaltenem Felde ein blauer Balken. Auf dem Helme mit rot-silbern-blauen Decken 3 (rot-silber-blaue) Straußenfedern. - b. (1643): wie oben, jedoch auf dem gekrönten Helme 2 wachsende, geschiente Arme, deren Hände je die 3 Straußenfedern emporhalten.« (S. 127, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
147 Burkersroda
»Burkersroda. Evangelisch. - Thüringischer Uradel (eines Stammes mit denen von Heßler), der mit Volknant de Burkhartrod, Zeugen indictione VII, VIII Cal. Nov., 1144 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Magdeburg) zuerst erscheint und mit Friedrich von Burkersroda, Herrn auf Starsiedel, 1487, die Stammreihe beginnt. Ob als Stammhaus der Burkersroda bei Eckartsberga, Provinz Sachsen, oder Burkhardtroda im Justizamte Tiefenort, Kreis Eisenach, in Betracht kommt, steht dahin. Die Namensform wechselt zwischen Burckhartsrode, Borgersrode, Borkersrode und Burkersroda. - Wappen: In Rot 3 linksgewendete, silberne Querspitzen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende, von Silber und Rot gespalten bekleidete Jungfrau, die auf der Brust einen grünen Rautenkranz hält, und deren Kopf mit 7 silbern-rot gespaltenen Fähnchen besteckt ist.« (S. 169, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
148 Bussche
»Bussche. Evangelisch. - Osnabrückischer Uradel, der mit Dominus Everhardus de Busche 1225 urkundlich (Wilmans Urk.-Buch, Band III, Nr. 1712) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Albert 1341 beginnt. - Preußische Genehmigung zur Führung des Freiherrentitels Bad Gastein 21. Juli 1884 (für das Gesamtgeschlecht). - Wappen (Stammwappen, ältestes Siegel von 1341): In Silber 3 (2, 1) mit den Schneiden rechts-gekehrte rote Pflugschare. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 2 geschrägte, mit den Schallöffnungen aufwärts und auswärts gestellte, je mit 3 roten Bändern dreimal umwundene silberne Jagdhörner.« (S. 83, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
149 Buttlar
»Buttlar (Buttler, Butler), auch Treusch von Buttlar-Brandenfels. Reformiert, lutherisch und griechisch-katholisch. - Oberfränkischer Uradel, mit dem Stammhause Buttlar im fuldaischen Grabfelde, der mit Harting (Hartnidus) Butiller, 1170 urkundlich (Inventar der thüring. Bau- und Kunstdenkmäler, Heft 37, S. 98, vergl. Dobenecker, Reg. II, Nr. 403), auftritt. Das Geschlecht, das sich schon im 13. Jahrhundert in drei Stämme spaltete, von denen der mittlere von der Mitte des 14. Jahrhunderts an den Namen Treusch (wahrscheinlich nach dem Dorfe Treischfeld bei Buttlar) annahm, gehört zur althessischen Ritterschaft. - Wappen (Stammwappen, Siegel mit 3 (2, 1) Butten 1324 [s. Posse, Siegel Wettin. Adels II, S. 96]): In Rot eine silberne Butte mit 2 silbernen Reifen und links 2 Tragbändern. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein mit der Schallöffnung gestürztes gold-beschlagenes rotes Jagdhorn mit verschlungener silberner Schnur und 3 (rot, silbern, roten) Straußenfedern in der Mundöffnung. - Stamm A: Buttlar (Buttler). Stammvater Samson, 1246-47. I. Linie. Stammvater: Christoph, 1407-40. - Wappen: In Rot eine silberne Butte mit 2 goldenen Reifen und links 2 goldenen Tragbändern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine mit 3 (rot, silbern, roten) Straußenfedern besteckte rote Säule, an der ein golden-beschlagenes silbernes Jagdhorn an silberner Schnur hängt. - - II. Linie: Butler. Stammvater: Werner, 1407-37. - Besitz: Ein 1609 von Georg Burkhard von B. gestiftetes, später erweitertes Geldseniorat. - Wappen: In Rot eine silberne Butte mit 2 goldenen Reifen und links 2 goldenen Tragbändern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein ruhendes gold-beschlagenes rotes Jagdhorn mit aufwärts geschlungener goldener Schnur, das Mundstück mit 3 Straußenfedern (rot, silbern, rot) besteckt. - - Stamm B: Treusch von Buttlar-Brandenfels. Stammvater: Konrad, urkundlich 1246. - Wappen: In Rot eine silberne Butte mit 2 goldenen Reifen und rechts 2 goldenen Tragbändern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein Kranz von 5 silbernen Rosen, aus dem 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern hervorgehen.« (S. 148, 152 & 154, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 33. Jg. 1934) 
 
150 Buxhoeveden
»Buxhoeveden (Buxhöwden). Evangelisch. - Bremischer Uradel mit dem Stammhause Bexhövede, Kreis Geestemünde, der mit Albertus de Beckeshovede, Herrn auf Donnern und Bramel, 1185 urkundlich (Osterholzer Copiar, S. 77, abgedr. bei Lappenberg, Hamburg. Urk.-Buch I, Nr. 269) zuerst erscheint. Näherer Stammvater des allein noch blühenden baltischen Stammes ist der Kreuzfahrer (peregrinus) Johannes de Beckeshovede, miles, vasallus ecclesiae Rigensis, seit 22. Juli 1224 in Livland urkundlich (Kopie in der ehem. kais. Bibliothek St. Petersburg, abgedr. bei v. Bunge, Liv- Est- u. Kurländ. Urk.-Buch I, Nr. 61) erwähnt. - Anerkennung des Barontitels laut Senatsukas St. Petersburg 21. September/5. Oktober 1861 (für das Gesamtgeschlecht). - Wappen: In Silber ein oben mit 3 ganzen und 2 halben Zinnen besetzter roter Sparren. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Zinnensparren, beiderseitig bestiegen von je einem silbernen Fuchse.« (S. 144, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 

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