Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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151 Buttlar
»Buttlar (Buttler, Butler), auch Treusch von Buttlar-Brandenfels. Reformiert, lutherisch und griechisch-katholisch. - Oberfränkischer Uradel, mit dem Stammhause Buttlar im fuldaischen Grabfelde, der mit Harting (Hartnidus) Butiller, 1170 urkundlich (Inventar der thüring. Bau- und Kunstdenkmäler, Heft 37, S. 98, vergl. Dobenecker, Reg. II, Nr. 403), auftritt. Das Geschlecht, das sich schon im 13. Jahrhundert in drei Stämme spaltete, von denen der mittlere von der Mitte des 14. Jahrhunderts an den Namen Treusch (wahrscheinlich nach dem Dorfe Treischfeld bei Buttlar) annahm, gehört zur althessischen Ritterschaft. - Wappen (Stammwappen, Siegel mit 3 (2, 1) Butten 1324 [s. Posse, Siegel Wettin. Adels II, S. 96]): In Rot eine silberne Butte mit 2 silbernen Reifen und links 2 Tragbändern. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein mit der Schallöffnung gestürztes gold-beschlagenes rotes Jagdhorn mit verschlungener silberner Schnur und 3 (rot, silbern, roten) Straußenfedern in der Mundöffnung. - Stamm A: Buttlar (Buttler). Stammvater Samson, 1246-47. I. Linie. Stammvater: Christoph, 1407-40. - Wappen: In Rot eine silberne Butte mit 2 goldenen Reifen und links 2 goldenen Tragbändern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine mit 3 (rot, silbern, roten) Straußenfedern besteckte rote Säule, an der ein golden-beschlagenes silbernes Jagdhorn an silberner Schnur hängt. - - II. Linie: Butler. Stammvater: Werner, 1407-37. - Besitz: Ein 1609 von Georg Burkhard von B. gestiftetes, später erweitertes Geldseniorat. - Wappen: In Rot eine silberne Butte mit 2 goldenen Reifen und links 2 goldenen Tragbändern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein ruhendes gold-beschlagenes rotes Jagdhorn mit aufwärts geschlungener goldener Schnur, das Mundstück mit 3 Straußenfedern (rot, silbern, rot) besteckt. - - Stamm B: Treusch von Buttlar-Brandenfels. Stammvater: Konrad, urkundlich 1246. - Wappen: In Rot eine silberne Butte mit 2 goldenen Reifen und rechts 2 goldenen Tragbändern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein Kranz von 5 silbernen Rosen, aus dem 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern hervorgehen.« (S. 148, 152 & 154, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 33. Jg. 1934) 
 
152 Buxhoeveden
»Buxhoeveden (Buxhöwden). Evangelisch. - Bremischer Uradel mit dem Stammhause Bexhövede, Kreis Geestemünde, der mit Albertus de Beckeshovede, Herrn auf Donnern und Bramel, 1185 urkundlich (Osterholzer Copiar, S. 77, abgedr. bei Lappenberg, Hamburg. Urk.-Buch I, Nr. 269) zuerst erscheint. Näherer Stammvater des allein noch blühenden baltischen Stammes ist der Kreuzfahrer (peregrinus) Johannes de Beckeshovede, miles, vasallus ecclesiae Rigensis, seit 22. Juli 1224 in Livland urkundlich (Kopie in der ehem. kais. Bibliothek St. Petersburg, abgedr. bei v. Bunge, Liv- Est- u. Kurländ. Urk.-Buch I, Nr. 61) erwähnt. - Anerkennung des Barontitels laut Senatsukas St. Petersburg 21. September/5. Oktober 1861 (für das Gesamtgeschlecht). - Wappen: In Silber ein oben mit 3 ganzen und 2 halben Zinnen besetzter roter Sparren. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Zinnensparren, beiderseitig bestiegen von je einem silbernen Fuchse.« (S. 144, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
153 Byern
»Byern. Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel mit dem Stammsitz Biere in der Börde bei Magdeburg, der mit Heinricus de Bieren 1214 urkundlich (vergl. Kopialbuch des Kollegialstifts St. Nicolai in Magdeburg, Fol. 13) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Albrecht, + 1272, Herrn auf Karow und Tuchheim. - Wappen: Geviert; 1 und 4 in Rot eine sitzende, rückschauende, silberne Bracke mit goldenem Halsbande, 2 und 3 in Gold ein grüner Kranz, oben mit 6 schwarzen Hahnenfedern besteckt. Auf dem Helme mit rechts rot-goldenen, links rot-silbernen Decken die Bracke.« (S. 151, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
154 Campe (Schach)
»Campe (a. d. H. Deensen). Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel, scheinbar in Seitenzweig der nicht wappengleichen von Elze, ebenfalls Lehensleute der Edelherren von Homburg, der mit Hartung, miles, und Johann von dem Campe gen. von Elze 25. November 1325 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Hannover, Domstift Hildesheim, Nr. 598) mit dem noch jetzt geführten Wappenschild siegelt und dem späteren alleinigen Namen auftritt. - Wappen: Gespalten; rechts von Gold und Rot geschacht, links schwarz ohne Bild. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein in einen roten Schaft gesteckter Pfauenwedel.« (S. 130, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
155 Campe (Zacken)
»Campe. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Braunschweig, dessen Wappenbild in einer undatierten Urkunde aus der Zeit von 1212 bis 1215 (Orig. im Landeshauptarchiv in Wolfenbüttel) als Siegel des sächsischen Truchsessen Jordan zuerst erscheint. Baldewinus et Heinricus fratres dicti de Campe treten um 1268 in einer Urkunde (mit Siegel a. a. O.) unter dem Beinamen Blankenburg auf; die Stammreihe beginnt mit Jordan von Campe auf Wettmershagen und Neindorf, 1282-1316, Ritter und Truchseß. - Wappen: In Rot ein silberner Zickzackbalken, oben mit 5, unten 4 ganzen und 2 halben Spitzen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein schwarzer Hirsch mit einer wie der Schild bezeichneten Decke vor einer mit einem Pfauenwedel besteckten Säule.« (S. 100, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
156 Carlowitz
»Carlowitz (Carlowitz-Maxen und Carlowitz-Hartitzsch). Evangelisch und katholisch. - Meißnischer Uradel, der, seit 1311 im Lehensverhältnisse zu den Burggrafen zu Dohna, mit Otto von Karlwiz 23. November 1311 urkundlich (vergl. Aufzeichnungen über die + Linien der Familie Dohna, Berlin 1876, S. 299, Urk. Nr. 21) zuerst erscheint und mit Hans von Carlowitz 1375, + vor 1403, Lehnsmann der Burggrafen zu Dohna, die Stammreihe beginnt. - Kaiserliche Wappenvereinigung mit dem der + von Ziegelheim Speyer 19. April 1544 und Erbvierritter des Heiligen Römischen Reiches Innsbruck 13. Januar 1552 (für Christoph von Carlowitz); Erneuerung des von dem jeweiligen Geschlechtsältesten geführten Titels Erbvierritter Dresden 26. Juni 1720 (für Georg Heinrich von Carlowitz, vorm. Herrn auf Ober-Rabenstein). - Wappen a. (Stammwappen): In Silber 3 (2, 1) mit den Stielen einander in der Schildesmitte berührende, schwarze Kleeblätter. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter Flügel; - b. (1544): Geviert; 1 und 4 wie Stammwappen; 2 und 3 (Ziegelheim) in Silber ein roter Schrägrechts-Balken. 2 Helme; rechts der gekrönte Stammwappenhelm, auf dem linken (Ziegelheim) mit rot-silbernen Decken 2 mit 7 silbernen Straußenfedern besteckte, wie der Schild bezeichnete, runde Scheiben. - - Königlich sächsische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der + von Maxen Dresden 17. September 1831 (für Maximilian Karl von Carlowitz). - Wappen (1831): Geviert (wie 1544) mit Herzschild (Maxen) belegt, darin in Silber 3 (2, 1) gestürzte, grüne Seeblätter. 3 Helme; rechter und linker (wie 1544), auf dem mittleren mit grün-silbernen Decken ein mit 3 Fasanenspießen besteckter grüner Hut (Maxen). - - Königlich sächsische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der von Hartitzsch Dresden 8. Juni 1858. - Wappen (1858): Geviert (wie 1544) mit Herzschild (Hartitzsch) belegt, darin in Blau 2 aufgerichtete, abgewendete, silberne Fische. 2 Helme (wie 1544).« (S. 137, 145 & 146, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
157 Castell
»Castell. Fränkisches edelfreies Geschlecht, das mit Rubbrath de Castele 3. März 1057 urkundlich (vergl. Wittmann, Monum. Castellana, München 1890) zuerst und 1097 als liberi erscheint; den Grafentitel führt erstmalig Rubertus de Castelo 1205; die nachfolgenden Linien stammen von zwei Söhnen des Grafen Christian Friedrich Karl, * 26. Februar 1730, + 15. Oktober 1773; gemeinschaftliches Hausgrundgesetz vom 6. Dezember 1794, bestätigt 1796 und 1807, und Haus- und Familienvertrag vom 6. Juli 1827, abgeändert (neues Haus- u. Familiengesetz) vom 14. Juni 1861, das die Benennung der beiden Linien regelt; der jeweilige Senior des Gesamthauses hat den Vorrang vor dem Haupte der anderen Linie. - Wappen (Stammwappen): Von Rot und Silber geviert. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wie das Schildbild bezeichneter gekrönter Turnierhut, der mit einem natürlichen Pfauenwedel besteckt ist.« (S. 165, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
158 Crailsheim
»Crailsheim. Fränkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Jagstkreis, der mit Walter von Croelsheim 1221 urkundlich (Crailsheimische Regestensammlung III) und mit Heinrich von Crowelsheim 1232/40 urkundlich (Württ. Urk.-Buch II, 308-451) auftritt, während die sichere Stammreihe mit Albrecht von Croevelsheim, Ritter, 1288 beginnt. Der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Altmühl, Steigerwald und Odenwald zugehörig. - Reichsfreiherr Wien 23. Juni 1713 (für die Brüder Hannibal Friedrich, Julius Dietrich, Johann Albrecht und Wilhelm Friedrich von Crailsheim); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 24. Juli 1813. - - Wappen (1813 = Stammwappen mit dazw. gestellter Freiherrenkrone): In Schwarz ein goldener Balken. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken ein rotes Kissen mit goldener Schnur und 4 goldenen Quasten zwischen 2 wie der Schild bezeichneten Büffelhörnern.« (S. 98, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
159 Cramm
»Cramm. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der sich wohl nach dem Orte Kramme im Amte Saldern nennt und mit den Brüdern Berno und Ludolf von Cramm 1181 urkundlich (s. Urk.-Buch des Hochstifts Hildesheim, Band I, Nr. 407, S. 395) zuerst erscheint; die Stammreihe beginnt mit Ludolf von Cramme, 1246. Erbkämmerer des vormaligen Herzogtums Braunschweig. - Wappen: In Rot 3 (2, 1) silberne Lilien. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine mit 3 Pfauenfedern besteckte rote Säule zwischen 2 silbernen Lilien.« (S. 101, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
160 Cramon
»Cramon (Cramon-Taubadel). Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Malchow, der mit Henricus de Cremun, miles, 1245 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch I, 566, Schwerin, 1863) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Hermann von Cramon um 1250 beginnt. - Wappen (ältestes Siegel von 1316): Gespalten; rechts in Silber ein halbes rotes Rad am Spalt, links in Rot ein silberner Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein halbes liegendes rotes Rad vor einem offenen schwarzem Fluge.« (S. 103, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
161 Creytz
»Creytz. Evangelisch. - Osterländischer Uradel mit dem Stammhause Kreutzen unweit Altenburg, der mit Fridericus Creuez 11. April 1154 urkundlich (Orig. im sächs. Hauptstaatsarchiv in Dresden) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein schwarzer Pfahl. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein 3armiger roter Spickel, dessen Spitzen mit je 3 Hahnenfedern besteckt sind und um den sich ein Kranz von schwarzen und silbernen Kugeln schlingt.« (S. 149, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
162 Czernin
»Czernin von und zu Chudenitz (Czernin von Chudenitz und Morzin). Katholisch. - Böhmischer Uradel, zu dem bereits im 12. Jahrhundert im Kreis Pilsen und Klattau verbreiteten Herrengeschlecht der Drslawec gehörig, das mit Comes Drslano, castellanus Pilznensis, 1144 urkundlich (Schenkungsurk. des Klosters Kladrub) zuerst erwähnt wird und mit Bezpran, Sohn des Cernín, 1147 urkundlich (a. a. O.) erscheint. - Reichsfreiherr Regensburg 15. Mai 1623 (für Humprecht Czernin auf Chudeniz); [Reichsgraf Wien 20. Mai 1627 und böhm. Graf Wien 25. Juni 1644; erloschen 7. März 1651]; Übertragung des Grafenstandes . . 1. März 1652 (auf des Obigen Enkel Humprecht Johann Czernin von und zu Chudenitz, K. K. Kämmerer und Wirkl. Geheimen Rat, Statthalter in Böhmen); Verleihung des Prädikats „Hoch- und Wohlgeboren“ Wien 7. Mai 1652 (für denselben); Ober-Erblandmundschenk in Böhmen Wien 25. April 1716. Erbliches Mitglied des ehemaligen österreichischen Reichsrats. - - Wappen (1623): Gespalten und mit einem mit einer Fürstenkrone bedeckten Herzschild belegt, darin in Rot ein silberner Balken; rechts rot ohne Bild, links in Blau 3 silberne Balken, von welchen der obere mit einem schwarzen F, der mittlere mit einem ebensolchen M, der untere mit einem ebensolchen R belegt ist (Stammwappen). Auf dem gekrönten Helme mit rechts blau-silbernen, links rot-silbernen Decken ein mit 3 silbernen Balken belegter offener blauer Adlerflug, dazwischen ein gepanzerter Arm, der einen gold-begrifften gekrümmten Säbel und einen grünen Palmzweig hält.« (S. 159, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
163 Czettritz
»Czettritz und Neuhaus. Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Merboto de Czetaros in Vriburg (Freiburg), Schlesien, 1243 urkundlich (vergl. Dr. C. Grünhagen, „Schlesische Regesten“, Nr. 591b) zuerst erscheint und mit Hermann von Czettritz, 1368 Burggrafen von Nimptsch, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In von Rot und Silber gespaltenem Schilde ein vorwärts-gekehrter Büffelkopf gewechselter Farbe. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufwärts geschrägte Schwerter mit goldenen Griffen, das rechte blank und das linke in roter Scheide.« (S. 154, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
164 Dachröden
»Dachröden. Erloschen. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit dem Stammsitze Dachrieden (28. Jan. 897 Dächreda genannt) unweit Mühlhausen in Thüringen, der mit Henricus de Dacheriden armiger 4. Okt. 1312, beziehungsweise den Brüdern Theodoricus, Conradus, Henricus und Herdein de Dacheriden 13. Jan. 1313 urkundlich (s. Urkundenbuch der Reichsstadt Mühlhausen i. Th.) zuerst erscheint. - Wappen: a. (1395) Kopf eines wilden Mannes (s. O. Posse, Die Siegel des Adels der Wettiner Lande, Band III); b. später: in Gold ein laubbekränzter und -umgürteter wilder Mann mit einer Keule in der Rechten. Auf dem schwarz-golden bewusteten Helme mit gleichen Decken der Rumpf einer nackten Mohrin mit beiderseits abflatternder schwarz-goldener Stirnbinde.« (S. 225, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Deutscher Uradel, 22. Jg. 1921) 
 
165 Dalberg
»Dalberg (des Stammes der Kämmerer von Worms). Katholisch. - Mittelrheinischer Uradel, der eines Stammes mit den von Rüdesheim, seine Stammreihe mit Gerardus senior vicedominus 1208-29 urkundlich (vergl. H. Boos, Urk.-Buch der Stadt Worms, 1886, I) beginnt, dessen Sohn Gerardus junior 3. Mai 1239 (Mone, Zeitschr. für die Gesch. des Oberrheins, XXV. 124) vom Bischof Landolf mit dem Wormser Kämmereramt erblich belehnt wurde. Johann Kämmerer von Worms (der Titel war inzwischen Geschlechtsname geworden) tritt 1315 durch seinen Neffen Anton von Dalberg in den gemeinschaftlichen Besitz der Veste Dalberg, Kreis Kreuznach, ein, welcher Name allmählich Hauptname wurde (vergl. Hunoltsteiner Urk.-Buch, Band II, von Friedrich Toepfer, Nürnberg, 1867). - Reichsfreiherr Regensburg 22. September 1653 (für Wolf Hartmann u. Johann Gebrüder samt deren Vettern Wolf Eberhart und Philipp Franz Eberhart Kämmerer von Worms, gen. von Dalberg, Kaiserl. Geheimen Rat); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 28. April 1816; böhmisches Inkolat im Herrenstande Wien 18. Juli 1816 (für Karl Freiherrn von Dalberg). - Wappen a) (Stammwappen): In Blau unter dreimal gespitztem goldenen Schildeshaupt 6 (3, 2, 1) silberne Lilien. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken ein wie das Schildbild bezeichnetes Schirmbrett; b) (1653): Geviert; 1 und 4 wie Stammwappen, 2 und 3 in Gold ein schwarzes Ankerkreuz (v. Dalberg). 2 gekrönte Helme; auf dem rechten wie Stammwappenhelm, auf dem linken mit schwarz-goldenen Decken ein offener, beiderseits mit dem Ankerkreuz belegter goldener Flug (v. Dalberg).« (S. 108, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
166 Dallwitz
»Dallwitz. Evangelisch. - Meißnischer Uradel, nach dem Wappen eines Stammes mit den Schaffgotsch, der mit Heinricus de Talwiz 24. März 1266 urkundlich (s. Cod. dipl. Saxoniae regiae II, Band V, Nr. 16, S. 11) zuerst erscheint und mit Hans von Dallwitz, Herrn auf Groß-Starzeddel, um 1450 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber 4 rote Pfähle. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken vor einer grünen Tanne ein silbernes Lamm mit rotem Halsbande, an dem ein goldenes Glöckchen hängt.« (S. 93, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939) 
 
167 Dalwigk
»Dalwigk zu Schauenburg. Evangelisch. - Hessisch-westfälischer Uradel mit dem schon 1036 erwähnten, jetzt zerstörten Stammhause Dalwig (so die ältere Schreibweise) bei Korbach in Waldeck, der mit Bernardus de Dalwich 1227 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Münster i. W., abgedr. im Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 300) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein schwarzes Hirschgeweih mit Grind, dessen 8 Sprossen mit roten Rosen besteckt sind. Auf dem Helme mit rechts rot-silbernen, links schwarz-silbernen Decken ein Kranz von 5 roten Rosen, aus dem 3 (schwarz, silbern, rote) Straußenfedern hervorwachsen.« (S. 184, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
168 Damitz
»Damitz. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit dem Stammhaus Dumzin (Damizino), Kreis Fürstentum Cammin, der mit Alexander de Damyz 27. August 1282 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch IV, S. 228) zuerst erscheint; die Stammreihe beginnt mit Gerhard von Damitz, 1243 Herrn auf Dunetzin, Hinterpommern, Rat Herzog Barnims I. von Pommern. - Wappen: In Silber ein von 2 rot-bezungten schwarzen Eberköpfen begleiteter roter Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-silbernen, links rot-silbernen Decken 3 (schwarz, rot, silberne) Straußenfedern, umgeben von einem goldenen Ringe mit Edelstein.« (S. 104, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Uradeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
169 Damnitz
»Damnitz. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, dessen Stammhaus in Damitz (1325 Damentz), Kreis Franzburg, zu vermuten ist und der mit Johannes de Damenize, Vasall des Fürsten Mizlaff II. von Rügen, 7. Dezember 1299 (1300 miles et consiliarius) urkundlich (Pomm. Urk.-Buch, Band III, S. 390, 396) zuerst erscheint und um die Mitte des XIV. Jahrhunderts nach der Neumark gekommen ist. Die Stammreihe beginnt mit Bogislaus von Damnitz auf Rostin um 1580. - Wappen: Von Silber und Rot gespalten; rechts ein roter Balken, links 2 silberne Pfähle. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein silbern aufgeschlagener, mit 3 (rot, silbern, schwarzen) Hahnenfedern besteckter roter Hut.« (S. 107, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
170 Dannenberg
»Dannenberg. Lutherisch. - Lüneburgischer Uradel, der seinen Namen von der heutigen Kreisstadt Dannenberg herleitet, mit Helingerus miles de Dannenberghe zwischen 1190 und 1195 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch, Band I, S. 147) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Ernestus de Dannenberghe (s. Lübecker Urk.-Buch I, 85) 1237 beginnt. - Wappen: In Gold 3 von Blau und Silber geschachte Balken. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken ein offener, wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 108, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
171 Dassel
»Dassel (Dassel-Wellersen). Evangelisch-lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der sich nach der Stadt Dassel, dem Stammsitz der + Grafen von Dassel, nennt und mit Mechthildis, Tochter des + Ritters Hermann von Dasle, 29. Juli 1348 urkundlich (Orig. im Archiv zu Münster), sowie mit Hermannus de Dasle 1. November 1359 urkundlich (Orig. im Archiv zu Hoppensen, abgedr. in Hardelands „Geschichte der Stadt Einbeck“) als im Besitz von Hoppensen bei Einbeck, das noch jetzt dem Geschlechte gehört, erscheint. Mit Hermann beginnt auch die beurkundete Stammreihe. Das Geschlecht, das bereits seit Mitte des 13. Jahrhunderts erwähnt wird, insbesondere im Gefolge der Grafen von Dassel und Grafen von Schaumburg auftritt, sowie der Hildesheimischen Ritterschaft bis zu deren Auflösung angehört, kommt um 1430 aus dem Einbeckschen nach Lüneburg, wo es ratsverwandt wird. - - Wappen: In Silber ein roter Balken vor 3 in ein Schächerkreuz gestellten grünen Lindenblättern. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender 3blättriger grüner Lindenzweig zwischen 2 je mit einem roten Balken belegten silbernen Büffelhörnern.« (S. 158, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
172 Davier
»Davier. Evangelisch. - Anhaltischer Uradel, der mit Johannes Dagevir als mit Bone und Rodleben belehnt 1316 urkundlich (Lehnsbuch des Fürsten Albrecht II. von Anhalt, vergl. „Die Familie von Davier“ von Dr. H. Wäschke, Cöthen 1909) auftritt und von 1349 bis 1415 auch in der Stadt Zerbst erscheint. Die Namensform wechselte zwischen Dachhevir, Dachvir, Dafiger, Dagvir, Davigher, Dagifer, Davier. Die sichere Stammreihe beginnt mit Hans von Davier, + 1501, Herrn auf Roseburg. - Wappen: In Silber 2 gegeneinander anspringende schwarze Löwen. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 (5) schwarze Straußenfedern (noch im 16. Jahrhundert ein Hahnenfederbusch.)« (S. 163, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
173 Debschitz
»Debschitz. Evangelisch. - Oberlausitzischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (jetzt Döbschütz) bei Reichenbach, der mit Hugo de Dobswicz 1280 urkundlich (Cod. Lus. 103, vergl. Knothe, Gesch. des Oberlaus. Adels, Leipzig 1879) zuerst erscheint und mit Hans Christoph von Debschitz, + 1496, Herrn auf Schadewalde usw., die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Dobitswitz, Dobeschiz, Dobschitz. - - Wappen: In Grün ein silbernes Mummelblatt. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter geschlossener Flug.« (S. 166, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
174 Decken
»Decken (Decken genannt von Offen). Evangelisch-lutherisch und katholisch. - Niedersächsischer (kehdingenscher) Uradel mit gleichnamigem Stammhause (im ehemaligen Bezirke Deken, später Alten-Decken) am rechten Ufer der Oste im Kirchspiel Geversdorf, der mit Herewart und Alverik von Deca 1250 urkundlich (vergl. Hoyaer Urk.-Buch I, 4, S. 9) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Nikolaus von der Decken, Knappe 1360, beginnt. - Wappen: In Silber ein schwarzer Kesselhaken. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein gestümmelter, natürlicher Eichenstamm mit beiderseits abhangendem, grünen Blatte.« (S. 189, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
175 Degenfeld
»Degenfeld. Im Mannesstamme erloschen. Lutherisch. - Schwäbischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Oberamt Gmünd, der mit Ulricus de Degenvelt, miles, 22. September 1270 urkundlich (vergl. Württ. Urk.-Buch, Band 11, 1913, S. 530) zuerst erscheint, und dessen Stammreihe mit Conradin von Degenfeld, + 1360, beginnt. - Wappenvereinigung mit dem der „Stammheim“ Prag 24. Mai 1589; Reichsfreiherr Wien 27. Januar 1625 (für Christoph Martin von Degenfeld, Herrn auf Eybach, Dürnau und Neuenhaus, Gen.-Leutnant der Republik Venedig, und seinen Bruder Christoph Wolf und Vetter Christoph Jakob). - Wappen (1625): Geviert mit blauem Herzschild belegt, darin ein silberner Adler; 1 und 4 über blauem Schildesfuß von Rot und Silber geviert (Degenfeld), 2 und 3 von Rot und Silber schräglinks geteilt, darin ein schreitender, gold-gekrönter natürlicher Papagei mit goldenem Halsring (+ Stammheim). 2 gekrönte Helme mit rot-silbernen Decken; auf dem rechten der Adler zwischen 2 blauen Büffelhörnern (Degenfeld), auf dem linken ein gekrönter natürlicher Schwanenhals (+ Stammheim).« (S. 116, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
176 Dewitz
»Dewitz (Dewitz gen. von Krebs). Evangelisch. - Mecklenburgisch-pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Amte Stargard, der mit Gunter de Dewitz 20. März 1212 urkundlich (s. Monum. Germaniae hist., Leges II. S. 218) zuerst erscheint und mit Ekhard von Dewitz, 1261, Marschall des Markgrafen Otto des Frommen von Brandenburg die ununterbrochene Stammreihe beginnt. Schloßgesessen in Pommern seit dem 14. Jahrhundert. - Wappen: In Rot 3 (2, 1) goldene Deckelpokale. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken 2 einen goldenen Deckelpokal emporhaltende, geharnischte Arme. - - Preußische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der + von Krebs Berlin 15. März 1853 (nicht ausgefertigt). - Wappen (1853): Geviert; 1 und 4 = Dewitz, 2 und 3 in Silber ein schrägliegender roter Krebs; 2 gekrönte Helme; rechts wie Dewitz, links mit rot-silbernen Decken ein aufgerichteter roter Krebs vor 2 silbernen Straußenfedern.« (S. 110 & 112, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
177 Diebitsch
»Diebitsch. Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Johann von Dewich 22. November 1311 urkundlich (Cod. dipl. Silesiae, Band XVI, Nr. 3239) zuerst erscheint und dessen Name auch Debycz, Debytsch und Dewitsch geschrieben wurde. Die Stammreihe beginnt mit Heinrich von Diebitsch, * um 1400, 1435 Hofmeister des Herzogs Ludwig II. von Liegnitz. - Wappen (ältestes Siegel von 1433): In Gold 3 (2, 1) schwarze Flügel. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein Fuchs mit einem schwarzen Hahn im Rachen.« (S. 150, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
178 Diepow
»Diepow. Evangelisch. - Uradel der Priegnitz, der mit Magister Conradus de Dupow plebanus in Crozna 1301, bzw. her Eckard van dybowe riddere 1334 urkundlich (Riedel, Cod. dipl. Brandenb. A. VIII 190 bzw. II 211) zuerst erscheint und sich wahrscheinlich nach dem gleichnamigen Orte (Düpow) bei Perleberg in der Priegnitz nennt; die sichere Stammreihe beginnt mit Wolf Heinrich von Diepow, Herrn auf Buchholz usw. (belehnt 1685). Die Namensform wechselte zwischen Dupow, Dopow, Duppow, Dubbow, Dybow, Düpow, Tiepo und Diepow. - Wappen: Schrägrechts geteilt von Silber über schwarz-silbernem, nach der Teilung gelegten Schach. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 (silbern-schwarz-silberne) Straußenfedern.« (S. 209, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
179 Diericke
»Diericke. Evangelisch. - Preußen. - Mittelmärkischer Uradel, der mit Thidericus Dyreken 1324 urkundlich (Pomm. Urk.-Buch VI, 8, 228, Nr. 3782) zuerst erscheint und mit Arno Diericke 1481-1523, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Blau ein aufgerichteter silberner Anker mit Querholz, beseitet von 2 goldenen Lilien. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 3 (blau, silbern, blaue) Straußenfedern.« (S. 210, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
180 Dieskau
»Dieskau. Evangelisch. - Obersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause zwischen Halle und Leipzig, der mit Otto de Disgowe 4. Juli 1225 urkundlich (vergl. von Mansberg, „Erbarmanschaft Wettin. Lande“, IV, S. 19) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Otto 1265 beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Disgawe, Disgowe, Tizkowe, Dizcowe, Dyskow und Dieskau. Vormals Erbküchenmeister des Erzstiftes Magdeburg. - Wappen: In Blau mit goldenem Rande ein flugbereiter silberner Schwan, überzogen von einem roten Schräglinks-Balken. Auf dem rot-blau-silbern bewulsteten Helme mit rechts rot-silbernen, links blau-silbernen Decken ein gestürzter roter Hut mit aufwärts-gerichteten goldenen Schnüren zwischen offenem rechts blauen, links silbernen Fluge mit blau-silbernen bzw. rot-silbernen Schwingen.« (S. 124, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
181 Dincklage
»Dincklage. Lutherisch. - Westfälischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (im Besitz bis 5. Mai 1667) im Amte Vechta, vormals Großherzogtum Oldenburg, der mit Johannes de Thinclage 1231 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band III, Nr. 293) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Herbort von und zu Dincklage 1400 beginnt. - Hannoversche Genehmigung zur Führung des Freiherrentitels Hannover 12. Januar 1844 (für den Drosten von Dincklage zu Malgarten, den Forstmeister von Dincklage zu Voerden und die Gutsbesitzer von Dincklage zu Campe und Schulenburg und ihre Nachkommenschaft). - Wappen (Stammwappen, ältestes Siegel von 1299): In Silber balkenweise 3 gold-besamte 5blätterige rote Rosen, darunter 3 (2, 1) rote Schragen (liegende Andreaskreuze). Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein Kranz von roten Rosen und roten Schragen abwechselnd, daraus fächerartig 3 silberne Fähnchen an Turnierlanzen, je belegt mit einer Rose und einem Schragen.« (S. 91, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
182 Ditfurth
»Ditfurth. Evangelisch. - Uradel des Harzgaues mit gleichnamigem Stammhause, dem heutigen Flecken Ditfurt im Kreis Aschersleben, der mit Hoimarus de Dhietvorden 1148 urkundlich (Orig. im Landeshauptarchiv Wolfenbüttel) zuerst erscheint und den Edelfreien Gerhardus de Thietvorde, Zeugen Markgraf Albrechts des Bären 1155 urkundlich (Orig. im Stadtarchiv Goslar) sowie die Edelfreien Henricus et Siffridus de Dithforde 1189 urkundlich (Abschr. zweier Urkunden im Staatsarchiv Rudolstadt) als zur Familie gehörig betrachtet. Die urkundlich beglaubigte, ununterbrochene Stammreihe des jetzt blühenden Gesamtgeschlechts beginnt mit Hans von Ditforde, tot vor 1458. - - Wappen (Stammwappen; an Stelle des früher mit rotem Schildeshaupt geführten Wappens ist seit 27. Mai 1923 das älteste Siegel von 1288 von der Familie angenommen): Von Gold und Blau 3mal geteilt. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken zwei wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.« (S. 152, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1923) 
 
183 Dobeneck
»Dobeneck. Lutherisch. - Ostfränkischer Uradel, auch Vasman genannt, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts nach dem Vogtlande und in den Besitz der Burgen Falkenstein und Dobeneck bei Plauen kam, deren Namen die Söhne Mainhellers, Johann und Berthold, um 1250 annahmen und damit die Begründer der beiden Geschlechter wurden. Berthold sowie die Brüder Arnold und Conrad von Dobeneck treten 25. Juli 1279 urkundlich (sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden und Berthold Schmidt, „Regesten für das Fürstentum Reuß“) auf, während die sichere Stammreihe mit Johann von Dobeneck, 1314, Burgmann zu Gottsmannsgrün 1318, beginnt. - Wappen (Stammwappen): In Silber ein roter Hut mit verschlungenem roten Sturmband. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Hut, besteckt mit 10 silbernen Hahnenfedern.« (S. 119, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
184 Doetinchem de Rande
»Doetinchem. Katholisch und evangelisch. - Geldernscher Uradel, der seinen Namen nach der Stadt Doetinchem führt und mit den Brüdern Werner und Zweder de Duttenckheim unter den Markgenossen von Gaanderen bei Doetinchem um 1180 bzw. mit Werner von Duttinchem 1231 urkundlich (vergl. Sloet, Oorkondenboek der Graafschappen Gelre en Zutphen I, Nr. 395 bzw. II, Nr. 547) zuerst erscheint. Über 500 Jahre war das Geschlecht mit dem Hoogenhof bei Welsum in Overyssel belehnt; die jetzt noch blühenden Linien nennen sich nach dem Hause Rande bei Deventer. Die Namensform wechselte zwischen Doetecom, Dutteckchem, Duttinchem, Duttenckheim und Doetinchem. - Wappen: In Silber ein blaues Ankerkreuz. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken 2 Arme des Ankerkreuzes wachsend.« (S. 126, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
185 Dohna
»Dohna. Reformiert. - Edelfreies Geschlecht, das mit Henricus nobilis de Rotowe (Rötha) im Pleißner Lande 1127 urkundlich (Urk.-Buch des Hochstiftes Merseburg I, S. 80) zuerst auftritt und seit 30. Nov. 1156 (Fundationsurk. der Peterskirche auf dem Lauterberg bei Halle; vergl. Köhler, Kloster des heil. Petrus, S. 49) nachweisbar im Besitze der bis ins 13. Jahrhundert reichsunmittelbaren Burggrafschaft Donin (heute Dohna) war. Gewaltsame Besitznahme der Burggrafschaft durch die Markgrafen von Meißen 1402; letzte (böhm.) Belehnung mit der Burggrafschaft Dohna Brüx 28. Dezember 1420 (durch Kaiser Sigismund für die Burggrafen Nikolaus und Jesko von Donin); letzte Erinnerung wegen Rückgabe der Burggrafschaft Dohna Prag 7. Dezember 1558 (durch Kaiser Ferdinand I. an Kurfürsten August von Sachsen); letztes Restitutionsgesuch sämtlicher Burggrafen zu Dohna Prag 13. November 1619 (an König Friedrich von Böhmen). - Anerkennung als Reichsburggrafen und Grafen Prag 18. März 1648 (durch Kaiser Ferdinand III.); desgleichen kurbrandenburgische Anerkennung für das Herzogtum Preußen Kleve 27. Juni 1648 (beides für das Gesamtgeschlecht, von dem heute nur die seit 1469 in Preußen angesessene Linie blüht). - Preußische Erhebung der Fideikommißherrschaften Lauck, Reichertswalde, Schlobitten-Prökelwitz und Schlodien-Carwinden zur „Gesamtgrafschaft Dohna“ 10. September 1840; die jedesmaligen vier (nunmehr drei) Besitzer derselben waren erbliche Mitglieder des ehemaligen preußischen Herrenhauses seit 12. Oktober 1854. - Wappen (Stammwappen): In Blau 2 schräg-gekreuzte 5endige silberne Hirschstangen. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken eine gold-gekrönte Jungfrau mit langem goldenen Haar im von Silber und Blau gevierten Gewande zwischen den silbernen Hirschstangen hervorwachsend, welche sie mit den Händen hält.« (S. 168, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 111. Jg. 1938) 
 
186 Dollen
»Dollen. Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der sich nach dem Städtchen Dolle unweit Wolmirstedt nennt und mit Ritter Christianus de Dolle (auch Kersten von der Dolle gen.), miles, 1288, urkundlich (Meckl. Urk.-Buch Nr. 1984) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Egbert von der Dollen um die Mitte des 16. Jahrhunderts beginnt. - Wappen: In Silber ein schrägrechts liegender gestümmelter schwarzer Eichenast mit 3 (2, 1) grünen Blättern. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 (schwarz, silbern, schwarze) Straußenfedern.« (S. 168, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
187 Dönhoff
»Dönhoff. Evangelisch. - Westfälischer Uradel der Grafschaft Mark der mit den Brüdern Heinricus et Herbordus de Dunehof 1282 urkundlich (s. Westfäl. Urk.-Buch Band VII, Nr. 1803) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hermann von Dönhof, Ritter, + 1381, beginnt, der in Livland einwanderte. - Reichsgraf Wien 11. Januar 1633 (für Kaspar von Dönhoff, Königl. poln. Oberhofm. u. Reichsrat, und seine Brüder Gerhard und Magnus Ernst). - - Wappen (1633 = Stammwappen mit dazwischen gestellter Grafenkrone): In Silber ein rot-bezungter schwarzer Eberkopf mit emporstehenden Borsten, silbernen Hauern und rotem Halsschnitt. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender rot-bezungter schwarzer Eber, von 2 gekreuzten goldenen Lanzen am Halse durchbohrt.« (S. 177, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
188 Donop
»Donop. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Kirchdonop in der ehemaligen Vogtei Donop im heutigen lippischen Amte Blomberg, der mit Johann von Donepe 14. April 1227 urkundlich (s. Lamey, Gesch. der Grafen von Ravensberg, Cod. dipl. 13) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Lambert von Donop 1240 beginnt. - Wappen: In Silber ein schrägrechter roter Wechsel-Zinnenbalken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein mit dem roten Zinnenbalken belegter silberner Zinnenturm, dessen rotes Dach mit 3 (silbern-rot-silbernen) Straußenfedern besteckt ist.« (S. 211, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
189 Dörnberg
»Dörnberg. Hessischer Uradel, der seinen Namen von dem Dörnberg (Thurinkiberge 1074), Amt Zierenberg, herleitet, und mit dem liber Eppo de Duringeberg (Torengeberg) 1146-54 urkundlich (Orig.-Urk. des Klosters Hasungen in Marburg) zuerst erscheint. - Reichsfreiherr Wien 16. April 1663 (für Johann Caspar von Döringenberg [von Dörnberg], Landgräfl. hess.-cassel. Geheimen Rat und Kammerpräs.); Verleihung des Prädikats „Wohlgeboren“ Regensburg 16. März 1664 (für denselben); Erbküchenmeisteramt in Hessen seit 1732. - Wappen: Von Gold und Rot gespalten. 2 gekrönte Helme mit rot-goldenen Decken; auf dem rechten 2 abgestumpfte Turnierlanzen (Turnierkolben), die rechte golden, die linke rot, auf dem linken 2 Turnierlanzen, sogenannte Körnallanzen mit Griffeinschnitt und dreispitzigem Ende, die rechte rot, die linke golden.« (S. 122, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
190 Dorth
»Dorth. Im Mannesstamme erloschen. Katholisch. - Geldernscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause in der Provinz Geldern, Niederlande, der mit Zeno (Seyno) van Durrethe (van Hekeren) 1321 urkundlich (Reichsarchiv zu Zwolle) und zugleich mit seinem Sohn Heynric van Durrethe 19. Dezember 1348 urkundlich (Chartersammlung der Geldernschen Rechenkammer Nr. 588 im Reichsarchiv zu Arnheim) erscheint und die Stammreihe beginnt. - Der Freiherrentitel ist bis 1650 hinauf nachgewiesen; preußische Anerkennung des Freiherrenstandes durch Ministerial-Reskript vom 16. Januar 1828 (für die verw. Frau von Dorth, geb. Freiin Raitz zu Frentz in Bonn und ihre vier Kinder: Rudolf, Karl, Auguste und Amalie von Dorth). - - Wappen (Stammwappen): In Gold 3 rote Sparren. Auf dem rot-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken 2 goldene Büffelhörner.« (S. 99, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 80. Jg. 1930) 
 
191 Dresky
»Dresky. Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Dresko, Kämmerer des Herzogs Heinrichs VI. von Breslau, 10. Mai 1261 urkundlich (Orig. im Breslauer Staatsarchiv) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Albertus Dresko, 1383, Herrn auf 1/2 Geppersdorf, Landrichter des Herzogs Heinrich von Falkenberg, beginnt. - Wappen: In Blau ein springender silberner Wolf, der eine Gans im Rachen hält. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der Wolf wachsend.« (S. 170, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
192 Droste
»Droste (des Stammes von Wulffheim). Katholisch. - Westfälischer Uradel des Fürstentums Münster, der mit Albertus dapifer bereits 1170 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band II, Nr. 344) bischöflich münsterscher Droste war. - Wappen (Stammwappen): In Rot ein silbernes Schildchen ohne Bild. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein ein silbernes und ein rotes Büffelhorn. - - I. Linie: Droste zu Vischering. Stammvater: Henrich Droste zu Vischering, 1324. - Reichfreiherr Wien 21. Januar 1670 (für Heidenreich Droste zu Vischering, Herrn auf Vischering usw.) - - II. Linie: Droste zu Senden. Stammvater: Albert Droste jun., 1332. - Preußische Genehmigung zur Fortführung des Freiherrentitels Charlottenburg 23. November 1844 (für Maximilian Friedrich Edmund Droste zu Senden).« (S. 100 & 102, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
193 Droste zu Hülshoff
»Droste zu Hülshoff (des Stammes von Dekenbrock). Katholisch. - Westfälischer Uradel mit dem Stammhause Dekenbrock (ursprüngl. Ekenbrok=Eichenbruch) bei Everswinkel, der mit Bernhardus de Thekincbroke miles, um 1200, Herrn des Oberhofes Dekenbrock, Kreis Warendorf, 1209 in einer Urkunde der Äbtissin zu Überwasser in Münster als Zeuge genannt (Westfäl. Urk.-Buch, Band III, Nr. 60), die Stammreihe beginnt, mit Engelbertus dictus de Deckincbroke, 1266 urkundlich (a. a. O., Band III, Nr. 765) erstmalig im Drostenamt des Münsterschen Domkapitels auftritt und nach diesem im Geschlecht erblichen Amte mit Alhard, + 1399, den Namen „Droste“, mit Johann, + 1438, nach dem 1417 erworbenen Gute Hülshoff der Name „Droste zu Hülshoff“ führte. - Wappen (Stammwappen): In Schwarz ein geflügelter silberner Barsch. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine silberne Fischreuse.« (S. 114, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 86. Jg. 1936) 
 
194 Dücker
»Dücker (Dückher). Limburgischer Uradel, wohl eines Stammes mit den Grafen Berghe von Trips, die mit Goswin Dukere, dictus de Berghe, advocatus Valcenburgensis, um 1190 in Brabant urkundlich (vergl. Ernst, Histoire du Limbourg VI, 11 a. a. O., und Macco, Beiträge zur Gesch. und Genealogie rhein. Adelsfamilien, Aachen 1884) zuerst erscheinen. Das Geschlecht tritt später mit Henricus Dukere, miles, 1220 urkundlich (vergl. Lacomblet, Urk.-Buch für den Niederrhein, II, 85) auf und war bereits 1266 im Ruhrtale auf der noch heute erhaltenen Wasserburg Kemnade bei Stiepel an der Ruhr angesessen. A. Dücker zu Rödinghausen. Katholisch und evangelisch. - Reichsadelsbestätigung mit „Edler Herr zu Nieder-Rödinghausen“ Preßburg 22. November 1687 (für Wilhelm Lothar Bernd von Dücker, kurköln. Rat und Gesandten); preußische Genehmigung zur Fortführung des Freiherrentitels Potsdam 22. April 1846 (für Theodor von Dücker, Herrn auf Rödinghausen, und diejenigen seiner männlichen Nachkommenschaft, welche zum Besitz des Fideikommisses Rödinghausen gelangen (s. Jg. 1873). - - Wappen (Stammwappen): In Silber 5 blaue Balken. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken 2 Arme, der rechte silbern, der linke blau, die eine goldene Sonne emporhalten; um die nach außen gekrümmten Arme ist ein schmales Band in gewechselten Farben geknüpft, dessen Schleife und Enden am Ellbogen nach außen abfliegen.« (S. 130, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
195 Dürckheim
»Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin. Katholisch und evangelisch. - Pfälzischer Uradel, der rheinischen und unterelsäßischen Reichsritterschaft zugehörig, der mit Allgot und Ulrich von Türckheim 1185 urkundlich (Orig. im Ratsarchiv Kolmar, abgedr. im Rappoltsteiner Urk.-Buch) zuerst erscheint. - Reichsgraf Wien 8. September 1764 (für Karl Ludwig von Dürckheim, Kaiserl. Reichshofrat); Namen- und Wappenvereinigung mit denen der Dumas von Montmartin wurde um 1778 angenommen. - Wappen (1764, 1778): Geviert; 1 und 4 in Silber ein schwarzer Maueranker (Stammwappen), 2 und 3 unter von Gold und Rot geschachtem Schildeshaupte in Silber schrägrechts gegittert (Dumas von Montmartin). Grafenkrone und 4 gekrönte Helme; 1. mit schwarz-silbernen Decken ein mit dem Maueranker belegter silberner Flügel (Stammwappenhelm), 2. mit rot-goldenen Decken 5 abwechselnd goldene und rote Straußenfedern, 3. mit rot-goldenen Decken ein rot-bewehrter schwarzer Adler, 4. mit rot-silbernen Decken ein mit einem silbernen Balken belegter roter Adlerflügel.« (S. 194, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
196 Düring
»Düring (Düring gen. von Oetken, Düring-Rosenkranz). Evangelisch und lutherisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Geestemünde, der mit Theodoricus de Diurenge 1144 urkundlich (Hamburger Staatsarchiv unter Qq. q, Kopie im Hamburg. Urk.-Buch Nr. 162 und Nr. 235, Familienblatt Nr. 50, S. 88) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Kersten von Duringen dem Jüngeren, Herrn auf Duringen, Loxstedt, Donnerden, Hethorn und Frellstede 1382, Knappen 1386. - Wappen: In Silber ein von 3 (2, 1) vorwärts gekehrten roten Widderköpfen begleiteter blauer Balken. Auf dem rot-silbern-blau bewulsteten Helme mit rechts rot-silbernen, links blau-silbernen Decken ein roter Widderkopf zwischen 2 je durch einen blauen Balken von Rot und Silber übereck-geteilten Büffelhörnern.« (S. 163, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
197 Dyhrn
»Dyherrn. Meißnischer Uradel mit dem Stammhause Dere (Diare) im Kreis Meißen, der mit Conradus de Dere 4. August 1276 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint. - Böhmischer Freiherr Wien 12. Juli 1655 (für den jedesmaligen Ältesten des Geschlechts a. d. H. Ober-Herzogswaldau, Kr. Freistadt, oder wer von dem ältesten Freiherrn durch Testament dazu ernannt); preußische Anerkennung Potsdam 15. Mai 1754. - Wappen (1655): Geviert mit gekröntem blauen Herzschild belegt, darin ein mit 3 sechsblättrigen roten Rosen belegter silberner Schrägrechts-Balken; 1 schwarz, 2 rot, 3 golden, 4 blau, sämtlich ohne Bild. 2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rechts rot-silbernen, links grün-silbernen Decken 9 schwarze Reiherfedern, auf dem linken mit rechts schwarz-goldenen, links blau-goldenen Decken ein mit dem Schrägbalken des Schildes belegter blauer Flügel.« (S. 103, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
198 Eberstein
»Eberstein (Eller-Eberstein). Evangelisch. - Fränkischer Uradel mit gleichnamigem (1282 zerstörtem) Stammhause auf der Rhön, der mit Heinrich von Eberstein 1239 urkundlich (Fuld. Urk.-Samml., Band V, S. 331) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. Das Geschlecht gehörte zur Reichsritterschaft der Kantone Rhön-Werra und Baunach. - - Wappen: In Blau eine lilienbesetzte silberne Fußangel. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der wachsende Rumpf einer gekrönten blau-bekleideten Mohrin. - - Preußische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der + von Eller als „von Eller-Eberstein“ Berlin 12. August 1819. - Wappen (1819): Geviert; 1 und 4 im von Blau und Gold geständerten Felde ein roter Herzschild (v. Eller), 2 und 3 wie Stammwappen. 2 Helme; auf dem rechten mit blau-goldenem Wulst und gleichen Decken ein wie Feld 1 und 4 bezeichnetes Schildchen zwischen offenem, rechts blauen und links goldenen Fluge (v. Eller), auf dem linken gekrönten wie Stammwappenhelm.« (S. 176 & 181, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
199 Eckartsberg
»Eckartsberg. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weimar, der mit Christian de Ekehardisberc 25. November 1185 urkundlich (s. Dobenecker, Reg. dipl. epist. historiae Thuringiae II, Nr. 719) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hans von Eckartsberg, Herrn auf Zetwitz, um 1500 beginnt. Das Geschlecht kam im 17. Jahrhundert über Meißen nach Schlesien. - Wappen: In Gold ein schwarzes Hifthorn mit silbernen Spangen und silberner Schnur. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 3 (silbern-golden-silberne) Straußenfedern.« (S. 229, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
200 Egloffstein
»Egloffstein. Evangelisch und katholisch. - Fränkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken, dessen Stammreihe mit Heinrich gen. Stuchs, 1187-1235, urkundlich (Bamberg, Rechtsbuch 1348) beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantone Gebürg und Steigerwald zugehörig. - Immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 12. September 1832. - Wappen (Stammwappen): In Silber der rechts-gewendete Kopf samt Hals eines rot-bezungten schwarzen Bären. Auf dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-silbernen, links schwarz-goldenen Decken die Schildfigur.« (S. 137, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 

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