Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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201 Donop
»Donop. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Kirchdonop in der ehemaligen Vogtei Donop im heutigen lippischen Amte Blomberg, der mit Johann von Donepe 14. April 1227 urkundlich (s. Lamey, Gesch. der Grafen von Ravensberg, Cod. dipl. 13) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Lambert von Donop 1240 beginnt. - Wappen: In Silber ein schrägrechter roter Wechsel-Zinnenbalken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein mit dem roten Zinnenbalken belegter silberner Zinnenturm, dessen rotes Dach mit 3 (silbern-rot-silbernen) Straußenfedern besteckt ist.« (S. 211, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
202 Dörnberg
»Dörnberg. Hessischer Uradel, der seinen Namen von dem Dörnberg (Thurinkiberge 1074), Amt Zierenberg, herleitet, und mit dem liber Eppo de Duringeberg (Torengeberg) 1146-54 urkundlich (Orig.-Urk. des Klosters Hasungen in Marburg) zuerst erscheint. - Reichsfreiherr Wien 16. April 1663 (für Johann Caspar von Döringenberg [von Dörnberg], Landgräfl. hess.-cassel. Geheimen Rat und Kammerpräs.); Verleihung des Prädikats „Wohlgeboren“ Regensburg 16. März 1664 (für denselben); Erbküchenmeisteramt in Hessen seit 1732. - Wappen: Von Gold und Rot gespalten. 2 gekrönte Helme mit rot-goldenen Decken; auf dem rechten 2 abgestumpfte Turnierlanzen (Turnierkolben), die rechte golden, die linke rot, auf dem linken 2 Turnierlanzen, sogenannte Körnallanzen mit Griffeinschnitt und dreispitzigem Ende, die rechte rot, die linke golden.« (S. 122, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
203 Dorth
»Dorth. Im Mannesstamme erloschen. Katholisch. - Geldernscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause in der Provinz Geldern, Niederlande, der mit Zeno (Seyno) van Durrethe (van Hekeren) 1321 urkundlich (Reichsarchiv zu Zwolle) und zugleich mit seinem Sohn Heynric van Durrethe 19. Dezember 1348 urkundlich (Chartersammlung der Geldernschen Rechenkammer Nr. 588 im Reichsarchiv zu Arnheim) erscheint und die Stammreihe beginnt. - Der Freiherrentitel ist bis 1650 hinauf nachgewiesen; preußische Anerkennung des Freiherrenstandes durch Ministerial-Reskript vom 16. Januar 1828 (für die verw. Frau von Dorth, geb. Freiin Raitz zu Frentz in Bonn und ihre vier Kinder: Rudolf, Karl, Auguste und Amalie von Dorth). - - Wappen (Stammwappen): In Gold 3 rote Sparren. Auf dem rot-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken 2 goldene Büffelhörner.« (S. 99, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 80. Jg. 1930) 
 
204 Dresky
»Dresky. Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Dresko, Kämmerer des Herzogs Heinrichs VI. von Breslau, 10. Mai 1261 urkundlich (Orig. im Breslauer Staatsarchiv) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Albertus Dresko, 1383, Herrn auf 1/2 Geppersdorf, Landrichter des Herzogs Heinrich von Falkenberg, beginnt. - Wappen: In Blau ein springender silberner Wolf, der eine Gans im Rachen hält. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der Wolf wachsend.« (S. 170, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
205 Droste
»Droste (des Stammes von Wulffheim). Katholisch. - Westfälischer Uradel des Fürstentums Münster, der mit Albertus dapifer bereits 1170 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band II, Nr. 344) bischöflich münsterscher Droste war. - Wappen (Stammwappen): In Rot ein silbernes Schildchen ohne Bild. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein ein silbernes und ein rotes Büffelhorn. - - I. Linie: Droste zu Vischering. Stammvater: Henrich Droste zu Vischering, 1324. - Reichfreiherr Wien 21. Januar 1670 (für Heidenreich Droste zu Vischering, Herrn auf Vischering usw.) - - II. Linie: Droste zu Senden. Stammvater: Albert Droste jun., 1332. - Preußische Genehmigung zur Fortführung des Freiherrentitels Charlottenburg 23. November 1844 (für Maximilian Friedrich Edmund Droste zu Senden).« (S. 100 & 102, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
206 Droste zu Hülshoff
»Droste zu Hülshoff (des Stammes von Dekenbrock). Katholisch. - Westfälischer Uradel mit dem Stammhause Dekenbrock (ursprüngl. Ekenbrok=Eichenbruch) bei Everswinkel, der mit Bernhardus de Thekincbroke miles, um 1200, Herrn des Oberhofes Dekenbrock, Kreis Warendorf, 1209 in einer Urkunde der Äbtissin zu Überwasser in Münster als Zeuge genannt (Westfäl. Urk.-Buch, Band III, Nr. 60), die Stammreihe beginnt, mit Engelbertus dictus de Deckincbroke, 1266 urkundlich (a. a. O., Band III, Nr. 765) erstmalig im Drostenamt des Münsterschen Domkapitels auftritt und nach diesem im Geschlecht erblichen Amte mit Alhard, + 1399, den Namen „Droste“, mit Johann, + 1438, nach dem 1417 erworbenen Gute Hülshoff der Name „Droste zu Hülshoff“ führte. - Wappen (Stammwappen): In Schwarz ein geflügelter silberner Barsch. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine silberne Fischreuse.« (S. 114, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 86. Jg. 1936) 
 
207 Dücker
»Dücker (Dückher). Limburgischer Uradel, wohl eines Stammes mit den Grafen Berghe von Trips, die mit Goswin Dukere, dictus de Berghe, advocatus Valcenburgensis, um 1190 in Brabant urkundlich (vergl. Ernst, Histoire du Limbourg VI, 11 a. a. O., und Macco, Beiträge zur Gesch. und Genealogie rhein. Adelsfamilien, Aachen 1884) zuerst erscheinen. Das Geschlecht tritt später mit Henricus Dukere, miles, 1220 urkundlich (vergl. Lacomblet, Urk.-Buch für den Niederrhein, II, 85) auf und war bereits 1266 im Ruhrtale auf der noch heute erhaltenen Wasserburg Kemnade bei Stiepel an der Ruhr angesessen. A. Dücker zu Rödinghausen. Katholisch und evangelisch. - Reichsadelsbestätigung mit „Edler Herr zu Nieder-Rödinghausen“ Preßburg 22. November 1687 (für Wilhelm Lothar Bernd von Dücker, kurköln. Rat und Gesandten); preußische Genehmigung zur Fortführung des Freiherrentitels Potsdam 22. April 1846 (für Theodor von Dücker, Herrn auf Rödinghausen, und diejenigen seiner männlichen Nachkommenschaft, welche zum Besitz des Fideikommisses Rödinghausen gelangen (s. Jg. 1873). - - Wappen (Stammwappen): In Silber 5 blaue Balken. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken 2 Arme, der rechte silbern, der linke blau, die eine goldene Sonne emporhalten; um die nach außen gekrümmten Arme ist ein schmales Band in gewechselten Farben geknüpft, dessen Schleife und Enden am Ellbogen nach außen abfliegen.« (S. 130, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
208 Dülong
»Dülong. Reformiert. - Aus dem Waadtlande stammendes Geschlecht, das in Villeneuve im 14. Jahrhundert auftritt, 1715 nach Preußen kam und mit Johannes Doulon (Dolon, de Olono), 1406-30, Syndikus von Villeneuve; x mit Rolette Borghese, die Stammreihe beginnt. - Preußischer Adel als „von Dülong“ Berlin 20. Februar 1885 (für Karl Wilhelm Eduard Dulon, Königl. preuß. Geheimen Regierungsrat in Berlin). - Wappen (1885 ähnlich dem Stammwappen): In Blau 3 (2, 1) 5strahlige silberne Sterne, überhöht von einem aufwärts-gekehrten silbernen Halbmond. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken ein offener, rechts mit einem silbernen Sterne, links mit einem silbernen Halbmond belegter blauer Flug.« (S. 137, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 21. Jg. 1929) 
 
209 Dürckheim
»Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin. Katholisch und evangelisch. - Pfälzischer Uradel, der rheinischen und unterelsäßischen Reichsritterschaft zugehörig, der mit Allgot und Ulrich von Türckheim 1185 urkundlich (Orig. im Ratsarchiv Kolmar, abgedr. im Rappoltsteiner Urk.-Buch) zuerst erscheint. - Reichsgraf Wien 8. September 1764 (für Karl Ludwig von Dürckheim, Kaiserl. Reichshofrat); Namen- und Wappenvereinigung mit denen der Dumas von Montmartin wurde um 1778 angenommen. - Wappen (1764, 1778): Geviert; 1 und 4 in Silber ein schwarzer Maueranker (Stammwappen), 2 und 3 unter von Gold und Rot geschachtem Schildeshaupte in Silber schrägrechts gegittert (Dumas von Montmartin). Grafenkrone und 4 gekrönte Helme; 1. mit schwarz-silbernen Decken ein mit dem Maueranker belegter silberner Flügel (Stammwappenhelm), 2. mit rot-goldenen Decken 5 abwechselnd goldene und rote Straußenfedern, 3. mit rot-goldenen Decken ein rot-bewehrter schwarzer Adler, 4. mit rot-silbernen Decken ein mit einem silbernen Balken belegter roter Adlerflügel.« (S. 194, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 105. Jg. 1932) 
 
210 Düring
»Düring (Düring genannt von Oetken, Düring-Rosenkranz). Evangelisch und lutherisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Geestemünde, der mit Theodoricus de Diurenge 1144 urkundlich (Hamburger Staatsarchiv unter Qq. q, Kopie im Hamburg. Urk.-Buch Nr. 162 und Nr. 235, Familienblatt Nr. 50, S. 88) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Kersten von Duringen dem Jüngeren, Herrn auf Duringen, Loxstedt, Donnerden, Hethorn und Frellstede 1382, Knappen 1386. - Wappen: In Silber ein von 3 (2, 1) vorwärts gekehrten roten Widderköpfen begleiteter blauer Balken. Auf dem rot-silbern-blau bewulsteten Helme mit rechts rot-silbernen, links blau-silbernen Decken ein roter Widderkopf zwischen 2 je durch einen blauen Balken von Rot und Silber übereck-geteilten Büffelhörnern.« (S. 163, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
211 Dyhrn
»Dyherrn. Meißnischer Uradel mit dem Stammhause Dere (Diare) im Kreis Meißen, der mit Conradus de Dere 4. August 1276 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint. - Böhmischer Freiherr Wien 12. Juli 1655 (für den jedesmaligen Ältesten des Geschlechts a. d. H. Ober-Herzogswaldau, Kr. Freistadt, oder wer von dem ältesten Freiherrn durch Testament dazu ernannt); preußische Anerkennung Potsdam 15. Mai 1754. - Wappen (1655): Geviert mit gekröntem blauen Herzschild belegt, darin ein mit 3 sechsblättrigen roten Rosen belegter silberner Schrägrechts-Balken; 1 schwarz, 2 rot, 3 golden, 4 blau, sämtlich ohne Bild. 2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rechts rot-silbernen, links grün-silbernen Decken 9 schwarze Reiherfedern, auf dem linken mit rechts schwarz-goldenen, links blau-goldenen Decken ein mit dem Schrägbalken des Schildes belegter blauer Flügel.« (S. 103, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 80. Jg. 1930) 
 
212 Eberstein
»Eberstein (Eller-Eberstein). Evangelisch. - Fränkischer Uradel mit gleichnamigem (1282 zerstörtem) Stammhause auf der Rhön, der mit Heinrich von Eberstein 1239 urkundlich (Fuld. Urk.-Samml., Band V, S. 331) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. Das Geschlecht gehörte zur Reichsritterschaft der Kantone Rhön-Werra und Baunach. - - Wappen: In Blau eine lilienbesetzte silberne Fußangel. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der wachsende Rumpf einer gekrönten blau-bekleideten Mohrin. - - Preußische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der + von Eller als „von Eller-Eberstein“ Berlin 12. August 1819. - Wappen (1819): Geviert; 1 und 4 im von Blau und Gold geständerten Felde ein roter Herzschild (v. Eller), 2 und 3 wie Stammwappen. 2 Helme; auf dem rechten mit blau-goldenem Wulst und gleichen Decken ein wie Feld 1 und 4 bezeichnetes Schildchen zwischen offenem, rechts blauen und links goldenen Fluge (v. Eller), auf dem linken gekrönten wie Stammwappenhelm.« (S. 176 & 181, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
213 Eckartsberg
»Eckartsberg. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weimar, der mit Christian de Ekehardisberc 25. November 1185 urkundlich (s. Dobenecker, Reg. dipl. epist. historiae Thuringiae II, Nr. 719) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hans von Eckartsberg, Herrn auf Zetwitz, um 1500 beginnt. Das Geschlecht kam im 17. Jahrhundert über Meißen nach Schlesien. - Wappen: In Gold ein schwarzes Hifthorn mit silbernen Spangen und silberner Schnur. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 3 (silbern-golden-silberne) Straußenfedern.« (S. 229, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
214 Egloffstein
»Egloffstein. Evangelisch und katholisch. - Fränkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken, dessen Stammreihe mit Heinrich gen. Stuchs, 1187-1235, urkundlich (Bamberg, Rechtsbuch 1348) beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantone Gebürg und Steigerwald zugehörig. - Immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 12. September 1832. - Wappen (Stammwappen): In Silber der rechts-gewendete Kopf samt Hals eines rot-bezungten schwarzen Bären. Auf dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-silbernen, links schwarz-goldenen Decken die Schildfigur.« (S. 137, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
215 Eichstedt
»Eichstedt. Katholisch. - Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Stendal, der mit Tidericus de Ekstede 1163 urkundlich (s. v. Ludwig, Reliquiae Manuscript. Diplom. T. V, S. 244) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Konrad von Eichstedt, 1280, beginnt. - Wappen: In Blau 3 fächerförmig gestürzte, blanke Schwerter. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken die Schwerter aufgerichtet.« (S. 182, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
216 Eicke
»Eicke. Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Peczko Eycke 14. August 1343 urkundlich (s. Kopialbuch des Bresl. Landstifts; abgedr. bei Grünhagen u. Markgraf, Lehns- und Besitzurkunden Schlesiens, Band I, Leipzig 1881, S. 489) zuerst erscheint und in zwei Stämmen mit Wappenvarianten und verschiedener Namensschreibweise auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. A. Schlesischer Stamm: Eicke und Polwitz. Wappen: In Silber ein in grünem Schilfe stehendes natürliches Wasserhuhn, das einen Fisch im Schnabel hält. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken die Schildfigur. - - B. Pommerscher Stamm: Eicke. Im Mannesstamme erloschen. Wappen: Gleich dem des schlesischen Stammes, doch das Wasserhuhn im Schilde begleitet von 3 (2, 1) goldenen Sternen und auf dem Helme überhöht von einem goldenen Sterne« (S. 130 & 131, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
217 Eickstedt
»Eickstedt. Evangelisch. - Pommerscher, aus der Mark 1280 eingewanderter Uradel, der mit Hinricus de Ekstede et fratres sui et Tidericus 1163 urkundlich (s. v. Ludwig, Reliquiae Manuscript. Diplom. T. V, S. 244) zuerst erscheint und mit Dubslaff von Eickstedt, 1314, 1350, Ritter, die ununterbrochene Stammreihe beginnt. Das Geschlecht wurde seit dem 16. Jahrhundert den Schloßgesessenen Pommerns zugezählt; Erbkämmerer von Alt-Vorpommern seit 1357 (bisher der jedesmalige mit einem Rittergute im preuß. Staate angesessene Senior des Geschlechts). - Wappen: In Gold 2 schwarze Balken, der obere mit 2, der untere mit einer goldenen Rose belegt. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein natürlicher Eichenstubben mit grünem Aste, auf dem ein natürlicher Sittig mit goldenem Ringe im Schnabel sitzt.« (S. 175, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
218 Einsiedel
»Einsiedel. Evangelisch-lutherisch. Meißnischer Uradel, der mit Guntherus de Einsedelen unter den militares in Scapa (Zschopau) 1299 urkundlich (Orig. im Reg.-Archiv Altenburg, Urk. I, 71; vergl. R. Freiherr von Mansberg, Erbarmanschaft Wettinischer Lande, Band I, Dresden 1903, S. 370) zuerst erscheint. Die Namensform wechselte zwischen Einseideln, Einsedeln, Einsidlin, Eynsydl, Ainsidel, Eynsedil, Einsidel und Einsiedel. - Wappen: In Gold ein weißbärtiger barfüßiger Einsiedler in blauer Kutte und silber-bestulpter blauer Mütze, der in der Rechten das Paternoster von roten Korallen mit einer kleinen stahlfarbenen Axt, in der Linken eine stahlfarbene zweizinkige Hacke (Karst) mit braunem Griffe auf der Schulter trägt.  Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken der Einsiedler.« (S. 182, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
219 Eltz
»Eltz. Katholisch. - Moselländischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Mayen, der mit Rudolfus 1150-57 urkundlich (Mittelrhein. Urk.-Buch I, 599, 657) zuerst erscheint, welcher von der Burg Eltz den Namen angenommen hatte, und dessen Stammreihe mit Petrus nobilis vir dominus de Elze 1210-59(63?), wahrscheinlich ein Sohn des Elias, 1194, beginnt; Erwerb von den zur Vogtei Rübenach gehörigen Gütern 1312; Erbmarschall des Kurfürstentums Trier 8. Juni 1580. - Bestätigung des Herrenstandes und Verleihung des Titels „Edler Herr“ Linz 19. Juni 1646 (durch Kaiser Ferdinand III. für Hugo Friedrich zu Eltz, Domdechanten zu Trier); Reichsgraf Wien 9. Nov. 1733 (für die Brüder Carl Anton Ernst Damian Heinrich und Philipp Adolf Edle Herren zu Eltz); Namen- und Wappenvereinigung mit dem der + rheinischen uradeligen Faust von Stromberg Wien 16. November 1737 (für Anselm Casimir Franz Grafen und Edlen Herrn von und zu Eltz, vermählt mit Maria Eva Johanna Faust von Stromberg, Letzten ihres Stammes). - - Wappen (1737): Geviert und belegt mit gräflich gekröntem Herzschild, darin oben in Rot ein wachsender goldener Löwe, unten silbern ohne Bild (Stammwappen); 1 und 4 in Gold ein roter Balken, das ganze Feld belegt mit dem alten gekrönten schwarzen Reichsadler ohne Zepter und Reichsapfel, 2 und 3 in Schwarz ein silberner Balken, das ganze Feld belegt mit einem einwärts-gekehrten goldenen Greif, 5 (zwischen 3 und 4 eingeschoben) von Gold und Rot in 6 Reihen zu 5 Plätzen geschacht (Faust von Stromberg). Grafenblätterkrone und 4 Helme; 1. mit rot-goldenen Decken der Reichsadler, 2. mit rot-goldenen Decken ein hermelingefütterter roter Hut, aus dem ein goldener Löwe zwischen offenem, mit silbernen Herzen besätem roten Adlerfluge hervorwächst (Stammwappenhelm), 3. mit rot-goldenen Decken ein roter Hut mit gold-rot geschachtem Stulpe, auf dem zwischen 2 rechts von Rot und Gold, links von Gold und Rot geteilten Fahnen an goldenen Stangen ein 6strahliger schwarzer Stern schwebt (Faust von Stromberg), 4. gekrönt mit schwarz-silbernen Decken der goldene Greif.« (S. 203, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
220 Ende
»Ende. Thüringisch-sächsischer Uradel, der mit Hermannus de Fine 26. September 1222 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und mit Nickel von Ende (1335-62), Ritter, Herrn auf Rothengraben, Markgräflich meißnischem und thüringischem Rat, die Stammreihe beginnt. - Wappenbesserung (Helmkrone) Neustadt-Wien Montag vor St. Michelstag 1463 (für die Brüder Ulrich und Heinrich von Ende); Reichsfreiherr Augsburg 31. Oktober 1530 (für Nikolaus von Ende, seine Brüder und Vettern). - Wappen (1463): In Gold ein springender (auch schreitender) natürlicher Wolf.  Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken der Wolf sitzend.« (S. 113, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
221 Erbach
»Erbach. Lutherisch. - Rheinfränkischer Uradel, der mit Eberhard 1148 urkundlich (s. Cod. Laureshamensis I, Mannh. Ausg. von 1768, S. 254, und Guden, Sylloge, S. 34) zuerst erscheint; Reichsdienstmannen um 1200, dann Dienstmannen (Schenken) des Kurfürsten von der Pfalz. - Erhebung von Erbach (523 qkm in der jetzigen hessischen Provinz Starkenburg) zur Reichsgrafschaft 15. August 1532; Wappenbesserung Wien 9. Juli 1755; die folgenden Linien stammen von drei Söhnen des Grafen Georg Albrecht II., + 1717, und rangieren nach dem Lebensalter der Chefs jeder Linie. - Wappen (Stammwappen): In von Rot und Silber geteiltem Schilde 3 (2, 1) Sterne verwechselter Farbe. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 von Silber und Ror übereck-geteilte Büffelhörner.« (S. 177, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
222 Erdmannsdorff
»Erdmannsdorf (Erdmannsdorff). Evangelisch. - Meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Augustusburg, der mit Wernherus de Ertmarisdorf 30. März 1206 urkundlich (Orig. im sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und mit Asmus von Erdmannsdorf, Herrn auf Städteln usw. um 1480, die Stammreihe beginnt. - Wappen: Von Gold und Rot gespalten. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein offener, rechts roter, links goldener Flug.« (S. 182, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
223 Erxleben
»Erxleben. Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der mit Burchardus de Irckesleue 15. Oktober 1223 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brand. I, 15, S. 14) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Paul von Erxleben, + 1568, beginnt. Die Namensform wechselte um 1250 zwischen Vrekesleve, Irkersleibin, Irkesleve und Irkleuben. - Wappen: In Blau ein schrägrechts liegendes silbernes Wagenspriet. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken das Wagenspriet zwischen einem offenen blauen Adlerfluge.« (S. 132, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939) 
 
224 Eschwege
»Eschwege. Evangelisch. - Hessischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (die heutige Kreisstadt Eschwege), der mit Heinrich von Eschwege, Kanzler des Grafen Sigfrid von Boimeneburg-Nordheim 1141 urkundlich (vergl. Chr. L. Scheid, orig. Guelf., Band IV, S. 523ff., und Dobenecker, Reg. dipl. necnon epist. hist. Thuring. I, Nr. 1432) auftritt und dessen Stammreihe mit Johann von Eschwege 1314-70, Ritter, beginnt. Das Geschlecht gehört zur Althessischen Ritterschaft und wegen des Besitzes von Roßdorf vormals zur fränkischen Reichsritterschaft des Kantons Rhön-Werra. - Wappen: Von Rot und Silber gespalten. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein von Rot und Silber gespaltenes Spornrad an einem von Rot und Silber gespaltenen Spickel.« (S. 184, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
225 Esebeck
»Esebeck. Braunschweigischer Uradel mit gleichnamigem, nicht mehr im Besitz befindlichem Stammhause, der mit Ludolf von Esebeck 1188 urkundlich (Orig. im Gräfl. Hauptarchiv zu Wernigerode, abgedruckt im Isenburger Urk.-Buch von Dr. Ed. Jacobs, S. 37) auftritt. - Wappen (Stammwappen): In von Blau über Gold geteiltem Schilde 3 (2, 1) rote Rosen. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein offener schwarzer Flug. - - A. (katholisch). Im Mannesstamme erloschen. Immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 17. Februar 1838. - Wappen (1838): Schild = Stammwappen. Freiherrenkrone. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit rechts blau-goldenen, links rot-goldenen Decken ein offener golden-blauer Flug. - - B. (evangelisch). Preußischer Freiherr (primogen.) Königsberg 18. Oktober 1861 (für Karl August Ludwig Hans von Esebeck, Königl. preuß. Generalleutnant z. D.; Ausdehnung auf seine gesamte Nachkommenschaft durch Allerhöchste Kabinettsorder Berlin 6. März 1869). - Wappen (1861): = Stammwappen.« (S. 117 & 118, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
226 Estorff
»Estorff. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, eines Stammes mit den von Schack, die mit Skaccus de Bardewic 1162 urkundlich (vergl. Urk.-Buch der Stadt Lübeck, I, 2) zuerst erwähnt werden, der mit Manegoldus de Esdorpe 1212 urkundlich (Geh. Staatsarchiv Hannover), unter diesem Namen erstmalig auftritt. - Wappen: In Rot eine schrägrechts liegende, silberne Lilie. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 9 schwarze Birkhahnfedern.« (S. 232, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
227 Eulenburg
»Eulenburg. Obersächsischer Uradel, als dessen erster Namensträger Conradus de Jlburg 1170-1197 urkundlich (G. von Mülverstedt, Diplomat. Ileburgense, Magdeburg, 2 Bände, 1877/79) auftritt. Die urkundlich belegte ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Otto von Ileburg 1199. Mitglieder des Geschlechts erscheinen als Vögte und Herren der Burg, Herrschaft und Stadt Ilburg (das heutige Eilenburg). Im 14. Jahrhundert wendet sich das Geschlecht nach Ostpreußen, wo es Lehen vom Deutschen Orden erhält (Gallingen 1468, noch im Besitz der Familie). Im 16. Jahrhundert zur Herrenkurie in der ständischen Vertretung des Herzogtums Preußen gehörig. - Preußische Freiherrenstandsbestätigung Cöln an der Spree 4. April 1709 (für das Gesamtgeschlecht); preußischer Graf Berlin 19. September 1786 (für Jonas und Ernst-Christoph Freiherren zu Eulenburg). - Wappen (1786 = Stammwappen): Geteilt; oben in Gold ein wachsender rot-gekrönter und -bezungter schwarzer Löwe, unten in Blau 3 (2, 1) sechsstrahlige goldene Sterne.  Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken der gold-gekrönte und geflügelte schwarze Löwe wachsend.« (S. 209, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
228 Eyb
»Eyb. Evangelisch. - Fränkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Bezirksamt Ansbach, der mit Ludewicus de Ibe, miles, 1. Sept. 1294 urkundlich (Orig. im bayer. Haupt-Staatsarchiv München, vergl. Monum. Zoller. II, S. 232, Nr. 403) zuerst erscheint. Die Namensform wechselt zwischen Iwe, Ywe, Ibe, Eib und Eyb; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantone Altmühl und Odenwald, zugehörig. - Wappen (Stammwappen): In Silber 3 (2, 1) gestürzte rote Pilgermuscheln. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender natürlicher Pfau mit goldenem Halsband zwischen offenem silbernen Fluge.« (S. 154, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
229 Eynatten
»Eynatten. Katholisch und evangelisch. - Uradel des Herzogtums Limburg mit gleichnamigem Stammhause (jetzt nicht mehr vorhanden) im Regierungsbezirk Aachen, der mit Heldricus de Einatten als Wohltäter der St. Nikolauskapelle in Eupen 1213 urkundlich (s. Ernst, Histoire du Limbourg, VI, und Cod. dipl. Limb. p. 180) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Johann von Eynatten 1371 beginnt. - Wappen: In Silber ein roter Schrägrechts-Balken, beiderseits begleitet von je 3 gestümmelten roten Enten. Auf dem rot-silbern-bewulsteten Helme mit gleichen Decken eine solche Ente zwischen 2 von Silber und Rot übereck-geteilten Büffelhörnern.« (S. 133, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
230 Faber-Castell
»Faber-Castell (des Stammes der Grafen zu Castell). Evangelisch. Edelfreies fränkisches Geschlecht, das mit Rubbarth de Castele 3. März 1057 urkundlich (vergl. Wittmann, Monum. Castellana, München 1890) zuerst und 1097 als liberi erscheint; den Grafentitel führt erstmalig Rubertus de Castelo, 1205. - Bayerische Genehmigung zur Annahme des Namens Faber-Castell München 2. Februar (immatrikuliert bei der Grafenklasse . . April) 1898 (für Alexander Friedrich Lothar Grafen zu Castell-Rüdenhausen). - Wappen (1898): Geviert; 1 und 4 in Gold ein halber, oben von 2 blauen Sternen beseiteter Mann (Schmied) in schwarzem Rock mit silbernem Kragen und solchen Knöpfen und schwarz-gestulpter roter Mütze, in der Rechten einen silbernen Hammer an hölzernem Stiele haltend (Freiherren von Faber), 2 und 3 von Rot und Silber geviert (Grafen zu Castell). 2 Helme; auf dem rechten gekrönten mit schwarz-goldenen Decken der Mann wachsend, auf dem linken mit rot-silbernen Decken ein hoherer gekrönter, an der Spitze mit 3 Pfauenfedern besteckter Hut in den Farben des 2. und 3. Feldes mit einem Stulp in verwechselten Farben.« (S. 212, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
231 Falckenberg
»Falckenberg. Evangelisch. - Uckermärkischer Uradel, der mit Gerardus de Valkenberg 2. September 1258 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. I, S. 205) zuerst erscheint und schon 1336 Zachow, Kreis Königsberg in der Mark, und 1337 Cladow, Kreis Landsberg, und Neuenburg, Kreis Soldin, besaß. Die Stammreihe beginnt mit Hans Christoph von Falckenberg, um 1500, Herrn auf Schönermarck. - Wappen: Unter rotem Schildeshaupte darin 2 goldene Blätterkronen nebeneinander, von Blau und Silber in 3 Reihen, jede zu 5 Feldern, geschacht. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbern-roten Decken ein mit einem wie der Schild bezeichneten Schildchen belegter silberner Flug. - Eine schwedische Linie (Wappen: Von Rot und Silber geschacht, ohne Schildeshaupt), die mit Diedrich von Falkenberg, 1450 Herrn auf Schönermarck bei Angermünde, zuerst auftritt, erlangte den schwedischen Freiherrenstand 17. April 1733, introduziert 1775, und den schwedischen Grafenstand 27. Dezember 1778, introduziert 1779, und blüht in Schweden in dem freiherrlichen Aste Falkenberg af Trystorp und dem gräflichen und adeligen Aste Falkenberg af Balby.« (S. 189, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
232 Falkenhayn
»Falkenhayn. Evangelisch. - Meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Stifte Wurzen, der mit Rudolfus de Falckenhayn 1216 urkundlich (s. Urk.-Buch des Hochstiftes Merseburg, T. 1) zuerst erscheint und später in zwei Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht und von denen der eine früh nach Schlesien kam. Die nachgewiesene Stammreihe beginnt mit Balthasar von Falkenhayn, Fürstlich liegnitzischem Oberküchenmeister 1504. - Wappen (nach Beschluß des Geschlechtsverb. Berlin 11. Okt. 1930): In Silber ein rotes Jagdhorn. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das rote Jagdhorn vor 5 natürlichen Reiherfedern.« (S. 191, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
233 Falkenstein
»Falkenstein. Evangelisch und katholisch. - Ostfränkischer Uradel, auch Vasman genannt, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts nach dem Vogtlande und dort in den Besitz der Burgen Falkenstein und Dobeneck bei Plauen kam, deren Namen die Söhne Meinhelms, Johann und Berthold, um 1250 annahmen und damit die Begründer der beiden Geschlechter wurden. Die Stammreihe beginnt mit dominus Johannes de Valkenstein 25. Juli 1279 urkundlich (sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden und Berthold Schmidt, Regesten für das Fürstentum Reuß). - Wappen a. (Stammwappen): Im Schild eine Helmkappe mit verschlungenem Sturmband. b. (seit dem 15. Jahrh.): In Gold ein mit Hermelin verbrämter roter Spitzhut mit goldenem Knopfe, besteckt mit 5 schwarzen Hahnenfedern. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken der Hut.« (S. 189, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
234 Feilitzsch
»Feilitzsch. Evangelisch. - Vogtländischer Uradel, eines Stammes mit den von der Heydte, von Röder und von Zedtwitz, mit gleichnamigem Stammhause bei Hof, der mit Peter von Veiltsch, Komtur des Deutschen Ordens in Schleiz, 1. Mai 1365 urkundlich (abgedr. bei Schmidt, Urk.-Buch der Vögte von Weida, Band II, S. 139) zuerst erscheint. Der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Vogtland, zugehörig. Die Namensform wechselte zwischen Veilcz, Veilsch, Feiltsch, Filcz und seit dem 14. Jahrhundert Feilitzsch. - Immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 19. Mai 1847. - Wappen (Stammwappen): Von Silber, Rot und Schwarz geteilt. Auf dem gekrönten Helme mit rechts rot-silbernen, links schwarz-silbernen Decken ein hoher, wie der Schild geteilter Spitzhut mit goldenem Knopf zwischen offenem gleichfalls geteiltem Fluge.« (S. 122, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
235 Festenberg gen. Packisch
»Festenberg genannt Packisch. Evangelisch und katholisch. - Schlesischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Polnisch-Wartenberg, der mit Heynzco gen. von Festinberch, Herrn auf Karzin (Kerzen) 9. September 1321 urkundlich (Orig. im Großprioratsarchiv zu Prag) zuerst erscheint und später in drei Stämmen (einer erloschen) auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. 1503 tritt zuerst der Beiname, von Georg von Festenberg-Bakosch geführt, auf. - Wappen: In Blau ein springender, von Rot und Silber geschachter Steinbock. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Steinbock wachsend.« (S. 134, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
236 Finckenstein
»Finck von Finckenstein. Reformiert. - Preußischer Uradel, dessen Vorfahren in den mit Nicze von Roghusen 13. August 1388 urkundlich (Geh. Staatsarchiv Berlin, Rep. 96 B 10, fol. 393c) erwähnten Vorbesitzern von Roggenhausen (bei Gr.-Schläfken, Amt Neidenburg) zu erblicken sind; das Geschlecht tritt unter seinem jetzigen Namen mit Michel Fincke 1451 urkundlich (Staatsarchiv Königsberg, fol. 431) zuerst auf, welcher 2. März 1452 als „von Rogoßen“ und 20. März 1474 als „Finck von Roggenhausen“ (a. a. O. Adelsarchiv von Finck) bezeichnet wird. - Reichsgraf Wien 4. Febr. 1710 (unter anderen für Albrecht Konrad Reinhold, Königl. preuß. Generalfeldmarschall - A. - und seinen Geschlechtsvetter Ernst - B.); preußische Anerkennung Berlin 11. April 1710 (für dieselben). - Wappen (1710): Geviert und belegt mit blauem Herzschild, darin 2 voneinander abgewendete, sich berührende goldene Halbmonde, überhöht von achtstrahligem goldenen Stern (Stammwappen); 1 und 4 in Rot ein silberner Balken, das ganze Feld belegt mit einem aufgerichteten rechtsgewendeten schwarzen Löwen, 2 und 3 in Blau eine goldene Blätterkrone. Grafenkrone und 2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit blau-goldenen Decken die Halbmonde und der Stern (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-silbernen Decken ein schwarzer Doppeladler.« (S. 214, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
237 Flanß
»Flanß. Erloschen. Evangelisch. - Uradel der Grafschaft Orlamünde, der mit Adalbertus Flans Ministerialen des Bischofs von Meißen, 1154 urkundlich (s. Gersdorf, Cod. Sax. I, vergl. Regesten und Urkunden zur ältesten Geschichte des Geschlechts von Flanß im Korrespondenzblatt der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine, 1867) zuerst erscheint; ein Zweig kam Ende des 15. Jahrhunderts nach der Mark Brandenburg. - Wappen: In Silber ein schwarzer Adler mit dem Kopfe und Halse eines roten Wolfes, auf der Brust einen roten Halbmond tragend. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein offener, von Silber und Schwarz 4mal geteilter Flug, belegt je mit einem aufgerichteten roten Schwert.« (S. 135, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
238 Flemming
»Flemming. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit miles Henricus Flemingus zu Havelberg 1209 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. A, III, S. 91) zuerst erscheint und mit Thamm von Flemming, Marschall von Pommern, die Stammreihe beginnt. Schloßgesessen in Pommern seit 1281; Erblandmarschälle von Hinterpommern seit dem 14. Jahrhundert. - Wappen: In Blau ein springender silberner Wolf mit rotem Rad in den Pranken. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein Pfauenwedel.« (S. 138, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
239 Flotow
»Flotow. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Amte Penzlin, der mit Adolfus de Vlotowe 1211 urkundlich (s. Würdtwein, Subsidia dipl. Band VI, 370) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Andreas von Flotow, 1477-85, Herrn auf Stuer und Woldzegarten, Amtshauptmann zu Plaue, beginnt. - Wappen: In Rot ein gemeines, silbernes Kreuz (erscheint früher auch als Andreaskreuz und als Ankerkreuz), bewinkelt von 4 goldenen Ringen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine Taube mit goldenem Ringe im Schnabel zwischen 2 von Silber und Rot übergeteilten, oben durch einen grünen Kranz verbundenen Hörnern.« (S. 195, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
240 Fölkersam
»Fölkersam(b) (Voelckersahm). Evangelisch und griechisch-katholisch. - Niedersächsischer Uradel, nach dem Orte Volkersem (jetzt Völksen bei Springe) benannt, der mit Heinricus de Volckersen 1244 urkundlich (Kalenberger Urk.-Buch, Lockum Nr. 100) auftritt und Ende des 14. Jahrhunderts bereits in Livland eingewandert sein muß. Die sichere Stammreihe des kurländisch-deutschen Stammes beginnt mit Johann von Fölkersam, * um 1480, tot 1557, der das Waldhausensche Jahrgut im Rossittenschen besitzt, seit 1519 mit Kalkuhnen belehnt. Die Namensform wechselte zwischen Volkersem, Volckersen, Volkersheim, Volkersen, Voelkersam, Föl(c)kersamb, Folgersam und Voelkersa(h)m. - Wappen: a) Ursprünglich: 4speichiges Wagenrad, dessen unterste Speiche mit dem daranhängenden Felgenstück fehlt; b) später: In Silber ein 12speichiges, rotes Wagenrad, dessen oberste (12.) Speiche nebst dem daranhängenden Felgenstück fehlt (das Rad vielfach auch ganz, 12- bzw. 8speichig und blau oder golden); c) jetzt: In Silber ein 5speichiges rotes Rad, dessen oberste Speiche nebst Felgenstück fehlt. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender, laubumgürteter und -umkränzter, grauhaariger und -bärtiger wilder Mann, auf der rechten Schulter (mit beiden Händen gefaßt) einen ausgerissenen, doppelwipfeligen, grünen Laubbaum tragend.« (S. 116, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941) 
 
241 Fragstein
Fragstein und Niemsdorff. Evangelisch und katholisch. - Oberschlesischer Uradel, eines Stammes mit denen von Larisch, der mit Arnold, Vogt von Ober-Glogau, und Gottfried, Schulz von Glesin (Gläsen), Kreis Loebschütz, 24. Dezember 1311 urkundlich (Cod. dipl. Sil. XVI, S. 208) zuerst erscheint und mit Heinze von Gläsen genannt Fragstein, 1420 erstmals unter dem heutigen Namen auftritt. - Wappen: In Rot zwischen 2, mit den Schneiden einander zugekehrten gold-begrifften Winzermessern, ein sich um einen silbernen Pfahl windender bewurzelter natürlicher Weinstock mit rechts einer Traube und 2 Blättern, links 2 Trauben und einem Blatte. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken 3 schwarze Hahnenfedern. (vergl. Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 41. Jg. 1868, S. 1066) 
 
242 Frankenberg
»Frankenberg. Evangelisch und katholisch. - Schlesischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Frankenstein im Fürstentum Münsterberg, der mit Henricus de Frankenberc als Zeugen des Markgrafen Dietrich von Meißen Dresden 31. März 1206 urkundlich (Regesten des Breslauer Staatsarchivs) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Bernoldus um 1280, in Schlesien, + 1321, Rat des Herzogs Boleslaus in Schweidnitz. - Wappen: In Gold 3 (2, 1) rote Ziegelsteine. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein rechtshin sitzender, natürlicher Fuchs mit 3 silbernen und 3 schwarzen Hahnenfedern im Fang.« (S. 241, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
243 Frese
»Frese. Evangelisch. - Bremischer Uradel, der mit Gerhardus Friso, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1. Juni 1222 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Hannover, abgedr. bei Ehmck und v. Bippen, Brem. Urk.-Buch I, Nr. 125) zuerst erscheint. - Wappen: In Blau ein silberner Helm, darauf 3, je mit einer silbernen Straußenfeder besteckte, rote Kugeln. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken die 3 Kugeln mit den Federn.« (S. 191, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
244 Freyberg
»Freyberg. Katholisch. - Schwäbischer Uradel, der 1237 urkundlich (Württ. Urk.-Buch, Band VIII, S. 16) zuerst erscheint und schon früh in verschiedenen Stämmen auftritt. - Wappen (Stammwappen): Geteilt, oben silbern ohne Bild, unten in Blau 3 (2, 1) goldene Kugeln (auch als Dotter angesprochen). Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 5 silberne Straußenfedern.« (S. 164, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
245 Freytag
»Frydag (Freytag-Loringhoven). Evangelisch. - Westfälischer Uradel, der mit Sifridus Vritach 1196 urkundlich (s. Urk.-Buch zur Gesch. des Reg.-Bez. Koblenz und Trier, Band II, Nr. 160, Orig. im Prov.-Archiv von Koblenz) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Diedrich Vrydag, 1360-1411, beginnt. - Wappen (Stammwappen): In Blau 3 (2, 1) silberne Ringe. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein offener je wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 141, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
246 Friesen
»Friesen (Friesen genannt von Leyßer, Friesen-Miltitz). Lutherisch. - Uradel, der vermutlich aus dem Oberelsaß stammt, mit Stephan von Friesen 1388 urkundlich (Orig. im bayer. Hauptstaatsarchiv München, abgedruckt in Mon. Zoller., Band V, S. 222, Nr. CCXIII) zuerst unter den Dienstmannen des Burggrafen Friedrich von Nürnberg erscheint und 1425 in der Gegend von Schleiz auftritt. Die sichere Stammreihe beginnt mit Karl von Friesen, Herrn auf Kauern bei Ronneburg, 1488. - Reichsfreiherr Regensburg 15. August 1653; kursächsische Anerkennung 13. April 1657 (beides für Heinrich von Friesen, Kurfürstl. sächs. Geheimen Rat und Kanzler, und seine Söhne). - Wappen (1653): Geviert mit gespaltenem silbernen Herzschild belegt, darin rechts am Spalt die Hälfte eines 8strahligen roten Sternes, links ein zunehmender roter Halbmond (Stammwappen); 1 und 4 in Gold einwärts ein gekrönter schwarzer Adler, 2 und 3 in Silber 3 (1, 2) rote Rosen an grün-blättrigen Stielen. 3 gekrönte Helme mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken; auf dem rechten der Adler wachsend, auf dem mittleren die Sterneshälfte und der Halbmond aufwärts-gekehrt und an den beiden Hörnern mit je einer Pfauenfeder besteckt (Stammwappenhelm), auf dem linken 5 (rot, silbern, rot, silbern, rote) Straußenfedern.« (S. 169, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
247 Frohberg
»Frohberg, Thuillières-Montjoye et de la Roche (des Stammes de Thuillieres). Katholisch. - Belehnung des Johann Loys de Thuillières (Thullier), aus lothringischem Uradelsgeschlecht, Erben des letzten Herrn von Froberg a. d. H. Gliers, mit den habsburgisch-pfirtischen Lehen Froberg, Gliers, Montrond, Heimerstorff, Hirsingen usw. im Oberelsaß und Sundgau Masmünster 28. November 1439 beziehungsweise 29. November 1440; französische Erhebung der Familienbesitzungen im oberen Elsaß zu einer Grafschaft nach Ankauf der Herzoglich Aremberg’schen Grafschaft La Roche (1703) 15. November 1736; französische Anerkennung des Grafenstandes 31. Juli 1743 (für Beat Jean Baptiste de Thuillières, Comte de Montjoye et de la Roche); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Grafenklasse als „Graf von Frohberg“ 22. Dez. 1817. - Wappen (1743): Geviert; 1 und 4 in Rot ein pfahlrecht gestellter silberner Schlüssel, dessen Bart rechts gekehrt ist (Stammwappen), 2 und 3 in Rot ein desgleichen aber mit dem Bart linksgewendeter goldener Schlüssel, rechts begleitet von je 4 aneinander gesetzten goldenen Quadersteinen, von denen jeder mit einem roten Fadenkreuz schräg überzogen ist, links begleitet von 5 (2, 1, 2) silbernen Kugeln. 2 gekrönte Helme mit rot-goldenen Decken; auf dem rechten ein gold-gekrönter Meermann mit Fischschwanz, in der Rechten einen goldenen, in der Linken einen silbernen Schlüssel haltend, auf dem linken ein grüner Basilisk.« (S. 179, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil B, 104. Jg. 1931) 
 
248 Fugger
»Fugger. Katholisch. - Das der Überlieferung nach aus dem Dorfe Graben auf dem Lechfelde stammende schwäbische Geschlecht wanderte mit Hans Fugger, Weber, 1367 urkundlich (Stadtarchiv Augsburg, Steuerbücher) in Augsburg ein, der 1370 das Bürgerrecht daselbst erwarb. - Wappenbrief 1473 (durch Kaiser Friedrich III. für die Söhne des Jakob Fugger, Begründers der bedeutenden Fuggerschen Handelsgesellschaft); Erwerbung der Grafschaft Kirchberg und der Herrschaft Weißenhorn (bayer. Reg.-Bez. Schwaben) 1507 (durch den jüngsten der obigen Söhne Jacob Fugger „den Reichen“, + 1525 ohne Nachkommen, Kais. Rat, Bankier, Großkaufmann und Industriellen [Reichsadel 3. Mai 1511, Reichsgraf 17. Juli 1514]); Reichsgraf Augsburg 14. Dezember 1530 (für die Söhne des Georg Fugger, Raimundus und Antonius, die die folgenden Linien stifteten); ungarischer Adel Wien 29. August 1535 (für dieselben). - Wappen (1473): Im von Gold und Blau gespaltenen Schilde je eine Lilie verwechselter Farbe. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken eine blau-golden gespaltene Lilie zwischen 2 golden-blauen Büffelhörnern.« (S. 185, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
249 Funck
»Funck. Evangelisch. - Baltisches Adelsgeschlecht, das seine Abstammung auf Borchard (Bernhard) Funke, der 13. Juli 1407 urkundlich vom Ordensmeister mit 4 Haken Landes in Kurland belehnt erscheint, zurückführt, während mit Jakob von Funck, tot 1592, die sichere Stammreihe beginnt. - In die I. Klasse der kurländischen Adelsmatrikel 30. Juli 1631 eingetragen. - Wappen: In Silber 5 (2, 3) rote Flammen. Auf dem gekrönten Helme 3 (1, 2) rote Flammen zwischen offenem rot-silbernen Fluge.« (S. 135, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 85. Jg. 1935) 
 
250 Fürstenberg (2 Balken)
»Fürstenberg. Katholisch. - Westfälischer Uradel, der von der erzstiftisch-kölnischen Landesburg Fürstenberg bei Neheim, Kreis Arnsberg, den Namen trägt und unter diesem mit Hermannus de Vorstenberg 1295 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 2334) zuerst erscheint, aber höchstwahrscheinlich aus dem + westfälischen Uradelsgeschlecht von Binolen mit gleichnamigem Stammhause bei Balve, Kreis Arnsberg, hervorgegangen ist, das mit dem Ritter und erzstiftisch-kölnischen Ministerialen Antonius de Binolen 1233 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 413) auftritt. - Reichfreiherr Wien 26. April 1660 (für die Brüder Dietrich-Kaspar, Friedrich, Wilhelm, Ferdinand, Franz und Johann-Adolph von und zu Fürstenberg); Wappenvereinigung mit dem der + edelfreien von Grafschaft Wien 20. Mai 1660. - Wappen (1660): Geviert; 1 und 4 in Gold 2 rote Balken (Stammwappen), 2 und 3 in Gold 2 rote Pfähle (+ v. Grafschaft). Freiherrenkrone und 2 gekrönte Helme mit rot-goldenen Decken; auf dem rechten 2 mit je 2 roten Balken belegte goldene Federn (Stammwappenhelm), auf dem linken 2 an den Mündungen mit je einer natürlichen Pfauenfeder besteckte goldene Büffelhörner (+ v. Grafschaft).« (S. 176, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 

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