Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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401 Lancken
»Lancken. Lutherisch. - Rügenscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause auf Wittow (Rügen), der mit dominus Pritbur de Lancka 10. Oktober 1285 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch II, S. 571, Nr. 1354) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Sulizlaus 1335-58, + vor 1361, beginnt. - Wappen: Geteilt; oben in Silber ein wachsender, roter Löwe, unten in Blau 3 (2, 1) silberne (auch goldene) Sterne. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit blau-silbern-roten Decken ein silberner Stern.« (S. 483, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
402 Ledebur
»Ledebur. Evangelisch und katholisch. - Westfälischer Uradel des Fürstentums Osnabrück, der mit Wigbert Lethebur, osnabrückischem Ministerialen, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1195 urkundlich (vergl. Osnabr. Urk.-Buch, Band I) zuerst erscheint. - Wappen: In Rot ein silberner Sparren. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken 2 mit dem Sparren belegte rote Federn.« (S. 317, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
403 Lehsten
»Lehsten. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Bernardus de Leesten, Kanonikus in Ratzeburg, 8. März 1255 urkundlich (Meckl. Urk.-Buch, Band IV, B, S. 258) zuerst erscheint und mit Bernhard, Herrn auf Lesten usw., des Obigen Vater, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein aufgerichteter schwarzer Leisten zwischen 2 schwarzen Adlerflügeln. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken der geflügelte Leisten.« (S. 333, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
404 Lenthe
»Lenthe. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Hannover, der mit Olricus de Lenten 1226 urkundlich (vergl. Boehmer, Observat. juris feudalis, S. 163) zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein schrägrechter blauer Ast mit oben 3, unten 2 Zweigen. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 2 ebensolche Äste.« (S. 322, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
405 Lettow
»Lettow-Vorbeck. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Witzke von Vorbeck, Herrn auf Anteil Tempelburg, 1330 urkundlich (s. Kratz, Die Städte Pommerns, Berlin 1865 S. 506) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Erdmann von Vorbeck 1350, 1365, in Pommern angesessen, beginnt. Der Name Lettow, der 1364 und 1409 zuerst erwähnt wird, ward allmählich Hauptname, seit Mitte des 19. Jahrhunderts tritt der vereinigte Name auf. - Preußische Genehmigung zur Führung des Namens „von Lettow-Vorbeck“ Berlin 30. März 1891 (für das Gesamtgeschlecht). - Wappen: In Silber ein roter Balken, durch den pfahlweise ein oben und am linken Arme gestümmelter schwarzer Anker gesteckt ist. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 schwarze Reiherfedern.« (S. 331, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
406 Levetzow
»Levetzow. - Lutherisch, reformiert und katholisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (jetzt Ruine) bei Wismar, der mit Henricus Leuzowe, Ritter, 1219 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch, Nr. 256) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Arnold, Ritter, 1300 beginnt; Erbmarschall des Landes Werle 1. Mai 1372. - Wappen: In Silber ein roter Drillgatter aus 7 (auch 5) spitzen Pfählen und 2 Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken vor einem doppelten Pfauenwedel die halbe, hier querliegende Schildfigur.« (S. 499, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
407 Liechtenstein
»Liechtenstein. Katholisch. - Stammvater: Huc de Lichtenstein 1133-1156, nach der Burg Liechtenstein bei Mödling, Niederösterreich, benannt. Heinrich von Liechtenstein ist seit 1249 Herr auf Nikolsburg (in Mähren, 1560 verk.); Erwerbung von Feldsberg vor 1395; Großes Palatinat (primog.) Prag 30. März 1607; Reichsfürst (primog.) von Liechtenstein Wien 20. Dezember 1608; Herzog zu Troppau Linz 28. Dezember 1613; Bestätigung und Ausdehnung des Reichsfürstenstandes auf eine jüngere Linie Wien 23. Juni 1620; Fürst und Herzog zu Jägerndorf Prag 13. Mai 1623; Bestätigung des Fürstenstandes für die beiden jüngeren (Maximiliansche und Gundackarsche) Linien und deren gesamte Nachkommenschaft Wien 12. September 1623; Großes Palatinat (primog.) für die jüngere (Gundackarsche) Linie Wien 14. November 1633; Erhebung der Herrschaften Kromau, Ostrau usw. in Mähren zum Fürstentum Liechtenstein Wien 20. Dezember 1633; Erwerbung der reichsunmittelbaren Herrschaften Schellenberg (an Vorarlberg angrenzend) 18. Januar 1699 und Vaduz (ebenda) 22. Februar 1712; Erhebung derselben zum reichsunmittelbaren Fürstentum Liechtenstein Wien 23. Januar 1719; Fürst Emanuel, * 7. Februar 1700, + 15. Januar 1771, stiftete für seinen zweiten Sohn, dessen Linie 15. Dezember 1908 erlosch, das Majorat Kromau in Mähren 20. März 1751. Die folgenden Linien stammen von 3 Söhnen des Fürsten Johann, * 26. Juni 1760, + 20. April 1836, eines Enkels des genannten Fürsten Emmanuel. - Die Nachgeborenen führen den Namen Prinz bzw. Prinzessin von und zu Liechtenstein (Durchlaucht). - Wappen: Geviert mit unten eingepfropfter Spitze und belegt mit von Gold und Rot geteiltem Herzschild (Stammwappen); 1 in Gold ein mit kreuzbesetztem silbernen Kleeblattmond belegter gekrönter schwarzer Adler (Schlesien), 2 von Gold und Schwarz 8mal gestreift, mit grünem Rautenkranz belegt (Kuenring), 3 von Rot und Silber gespalten (Troppau), 4 in Gold ein gekrönter gold-bewehrter schwarzer Jungfernadler mit silbernem Kopf (Ostfriesland bzw. Rietberg). In der blauen Spitze ein goldenes Jagdhorn an gleichfarbiger Schnur (Jägerndorf). Fürstenhut und -mantel.« (S. 47, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
408 Lippe
»Haus Lippe. Stammvater: Bernhard Edelherr von der Lippe (Burg b. Lippstadt, jetzt Lipperode) 1123; Erwerbung von Detmold um 1150; Erwerbung von Schwalenberg um 1322, Biesterfeld (bei Schwalenberg) und Weißenfeld (ebenda) 1322; Einführung der Erstgeburtserbfolge 1368; Erwerbung von Sternberg 1405; Annahme des Grafentitels 1528; Bestätigung als Reichsgraf 1529; Besitzteilung unter den Söhnen des Grafen Simon VI., * 6. April 1555, + 17. Dezember 1613, von denen zwei die folgenden Stämme A und B stifteten, 1616. - Wappen (Stammwappen): In Silber eine gold-besamte rote Rose. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken die Rose zwischen offenem silbernen Adlerfluge.« (S. 50, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
409 Lobkowicz
»Lobkowitz. Katholisch. - Böhmischer Uradel, aus dem Nikolaus von Ujezd, Herr auf Milcoves, sich nach der von seinem Vater Mares von Ujezd 1408 erworbenen Burg Lobkovic „Nicolaus de Ujezd alias de Lobkowicz“ (Lobkowiczsches Archiv in Raudnitz a. E.). - Reichsfreiherr und Wappenvermehrung mit dem der Plichta von Zerotin Brünn 1459 am Freitage vor St. Oswalditag (3. Aug.) (für die Brüder Nikolaus und Johann von Lobkowitz); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 3. März 1840. - Wappen (1459): Geviert; 1 und 4 unter rotem Schildeshaupte silbern ohne Bild (Stammwappen); 2 und 3 in Silber ein schräglinks liegender gold-bewehrter schwarzer Adler, die Brust mit goldener Leiste belegt (Plichta von Zerotin). Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein roter Federköcher, aus dessen Höhlung eine silberne Straußenfeder herausragt (Stammwappenhelm).« (S. 348, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
410 Loeben
»Loeben. Evangelisch. - Vermutlich dem meißnischen Uradel zugehörig, wird als Herkunftsort des Dorf Loeben an der schwarzen Elster neuerdings angenommen; mit Ritter Frixscho de Loben, Zeugen Herzogs Heinrich von Schlesien, tritt das Geschlecht 1. Juli 1280 urkundlich (Orig. älteste Urk. des Stadtarchivs Liegnitz) auf. Das bisher älteste Siegel findet sich an einer Urkunde Ritter Konrads, weiland Ritter Friczscho von Lobil’s Sohn von 1312 (Staatsarchiv Breslau, Reg. 125 Cisterz. Kloster Trebnitz Nr. 152). Das Geschlecht teilte sich früh in zwei Stämme, deren einer in Schlesien erloschen ist. Der Oberlausitzer Stamm ist in das Sächsische Adelsbuch unter Nr. 368 als „Deutscher Uradel“ eingetragen. - Wappen: Geteilt; oben in Blau eine wachsende Mohrin mit eingestemmten Armen, rot-silberner Stirnbinde, deren Enden links abflattern, und goldenen Hals- und Armbändern, unten von Silber und Rot geschacht. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken die Mohrin.« (S. 284, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941) 
 
411 Loewenstein
»Loewenstein. Evangelisch. - Hessischer Uradel, der als Besitzer der Burg Loewenstein 1252 urkundlich (vergl. G. Landau, Beschr. des Hessengaues, S. 184) zuerst erscheint. - Preußische Genehmigung zur Führung des Namens „von Loewenstein zu Loewenstein“ Berlin 6. Mai 1874. - Wappen: In von Silber über Rot geteiltem Schilde ein gold-gekrönter Löwe verwechselter Farbe. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 rote und 3 silberne Straußenfedern.« (S. 355, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
412 Löwenstein-Wertheim
»Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, * 1. August 1425, + 12. Dezember 1476; x 1471 mit Klara Tott aus Augsburg, hatte einen Sohn Ludwig, * 29. September 1463, + 28. März 1524. Dieser erhielt die Grafschaft Löwenstein (in Württemberg) 28. Dezember 1476. - Reichsgraf 27. Februar 1494 (für obengenannten Ludwig); Ererbung der Grafschaften Wertheim (im bad. Kr. Mosbach), Rochefort (in der belg. Provinz Namur) usw. infolge der 1567 geschlossenen Ehe des Grafen Ludwig, * im Februar 1530, + 13. Februar 1611, mit Anna, des Grafen zu Stolberg-Königstein-Wertheim Erbtochter, sowie Annahme des Namens Löwenstein-Wertheim um 1600; Teilung des Besitzes zwischen des letztgenannten Paares zwei Söhnen, von denen die folgenden Linien stammen, durch Familienrezeß vom 10. Oktober 1611. - Wappen (Stammwappen): Geviert; 1 und 4 von Blau und Silber schrägrechts geweckt (Wittelsbach), 2 und 3 in Rot ein gekrönter silberner Löwe (Scharffeneck). Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken ein gekrönter silberner Löwenrumpf zwischen 2 von Blau und Silber geweckten Flügeln.« (S. 228, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
413 Lowtzow
»Lowtzow (Lowzow). Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit dem Stammhause Levitzow im Wendischen Kreise, der mit Ritter Johannes von Levetzow 1304 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch, Nr. 2930) zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein halber springender roter Hirsch. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender roter Hirsch.« (S. 247, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
414 Lücken
»Lücken. Evangelisch-lutherisch. - Mecklenburgischer Uradel, der vermutlich schon mit Hince Lucken 1286 urkundlich (s. Lübecker Urk.-Buch I, Nr. 497) erwähnt wird und mit Hennekino Lucken 17. Oktober 1351 urkundlich (Meckl. Urk.-Buch, Band XIII, Nr. 7525) auftritt. Mit Clawes Lucke, Herrn auf Massow, Mecklenburg, urkundlich 11. November 1473, beginnt die Stammreihe. - Wappen: Von Silber und Rot gespalten durch einen grünen Stiel, aus dem rechts 3 rote Rosen, links 3 silberne natürliche Lilien an ihren Stielen wachsen. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern.« (S. 355, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
415 Lühe
»Lühe. Lutherisch und katholisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Heinrich von Lü 1230 urkundlich (Geh. und Staatsarchiv Schwerin, abgedr. im Meckl. Urk.-Buch) zuerst erscheint und mit Heinrich von der Lühe, 1366, Herrn auf Dettmannsdorf, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber eine aufsteigende 5mal gezinnte blaue Spitze (erscheint später auch als Mauergiebel und Burgtor). Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken eine wachsende blau-bekleidete gold-gekrönte Jungfrau mit offenem goldenen Haar, die mit beiden Händen einen goldenen Ring mit Stein vor sich hält.« (S. 359, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
416 Lüneburg
»Lüneburg. Evangelisch. - Reichsadel als „von Lüneburg“ . . 6. Juli 1625 (für Ilse Schmiedigen, morganatische Gemahlin des Herzogs August des Älteren von Braunschweig-Lüneburg, und ihre Kinder). - Wappen (1625): Von Silber und Rot geteilt; in der oberen mit roten Herzen bestreuten Hälfte ein aus der Teilungslinie wachsender blauer Löwe (dem Wappen des Fürstentums Lüneburg nachgebildet). Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken eine gold-gekrönte und mit einem Pfauenwedel besteckte goldene Säule zwischen 2 rot-silbernen Büffelhörnern.« (S. 344, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 25. Jg. 1933) 
 
417 Lüttichau
»Lüttichau. Evangelisch. - Meißnischer Uradel, der mit Elisabeth ex antiqua et nobili familia Lüttichorum Anfang des 12. Jahrhunderts urkundlich (s. Acta Sanctorum, Junii, tom. III, pag. 191, 1701) zuerst erscheint und mit Heinrich von Lutchow, 1330-66, die Stammreihe beginnt. Der Name wechselt zwischen Lütig, Lüttich, Lütiche, Lutchaw, Lütchau, und Lüttichau. - Wappen: In Rot 2 gegeneinander aufgerichtete, ausgezackte Streitsicheln mit Griffen, deren Rücken je 3mal mit 3 schwarzen Hahnenfedern besteckt sind. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 367, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
418 Lüttwitz
»Lüttwitz und Frankenberg-Lüttwitz. Evangelisch und katholisch. - Uradel, der den in Gefolge Herzog Heinrichs I. von Schlesien und Jauer 1321 und 1338 urkundlich (cod. Lus. 247 und 273) erscheinenden, wahrscheinlich dem Oberlausitzer Adel angehörenden Lutoldus de Luptyz (Luptitz) als zur Familie gehörig betrachtet, mit Magdalena de Luptitz 1396 urkundlich (Stadtarchiv Breslau) in Glogau und Breslau auftritt und mit Reyntcz Loptitcz 1430 urkundlich (Staatsarchiv Breslau) siegelt. Um 1400 in 3 Stämmen in Schlesien, von denen einer erloschen ist. Die Namensform wechselte zwischen Luptitz, Löptitz, Lyptitz, Luptwitz, und Lüttwitz, welch letztere erst im 17. Jahrhundert fest wurde. - Wappen: In Silber 3 mit den Sachsen nach innen gewendete schwarze Adlerflügel, der oberste quer gelegt, die beiden anderen gegeneinander aufrecht gekehrt. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 nebeneinandergestellte silberne Kammräder, hinter denselben 3 (schwarz-silbern-schwarze) Straußenfedern. - - Preußische Genehmigung zur Führung des Namens „von Frankenberg-Lüttwitz“ und des von Frankenbergischen Wappens Berlin 29. September 1816 (für Heinrich Ernst Boguslaw von Lüttwitz, Königl. preuß. Major des Regiments der Gardes du Corps, Erben des von Frankenbergischen Fideikommisses Bielwiese bei Steinau, Schles.). - Wappen: In Gold 3 (2, 1) rote Ziegelsteine. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein rechtshin springender natürlicher Fuchs mit 3 silbernen und 3 schwarzen Hahnenfedern im Fang.« (S. 523 & 524, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
419 Lützow
Lützow (Lützau). Evangelisch und katholisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Wittenburg, der mit Dominus Johannes de Lutzowe 5. November 1287 urkundlich (Meckl. Urk.-B., Nr. 1929) zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt. Erblandmarschälle in Mecklenburg durch den seit 1. Januar 1494 (Neubelehnung 29. Dez. 1590) erworbenen Besitz von Schloß und Vogtei Eickhof. - Wappen: In Gold schrägrechts eine 4sprossige, schwarze Sturmleiter. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken 3 natürliche Pfauenfedern.« (S. 526, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
420 Maltzan
»Maltzan und Maltzahn. Lutherisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Bernhard Moltzan, Bischöflich-ratzeburgischem Lehensträger, 1194 urkundlich (vergl. Mecklenb. Urk.-Buch, Nr. 154, und Lisch, Urk.-Sammlung zur Gesch. des Geschlechts von M., 1842-53, Nr. 1) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Ludolf, Burgmann zu Gadebusch, 1256-83 urkundlich, beginnt. - Wappen (Stammwappen): Gespalten; rechts in Blau übereinander 2 abgerissene goldene Hasenköpfe, links in Gold am Spalt ein entwurzelter roter Weinstock mit roter Traube zwischen 2 roten Blättern. Auf dem blau, golden und rot bewulsteten Helme mit rechts blau-goldenen, links rot-goldenen Decken 7 goldene Pfähle vor einem natürlichen Pfauenwedel von 7 Federn.« (S. 358, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
421 Mandelsloh
»Mandelsloh. Evangelisch und katholisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Neustadt am Rübenberge, der mit Heinricus de Mandeslo 1167 urkundlich (vergl. Wippermann, Reg. Schaumburgensia Nr. 51) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Hartbert, 1171, 1181, 1196, beginnt. - Wappen: In Blau ein mehrfach rot umwundenes, silbernes Jagdhorn. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken das Jagdhorn, überhöht von einem von 2 abwärts-geschrägten blanken Schwertern durchbohrten und mit einem Pfauenwedel besteckten Mohren- oder Totenkopfe.« (S. 532, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
422 Marschall von Bieberstein
»Marschall von Bieberstein. Evangelisch. - Meißnischer Uradel, der bei seinem ersten Auftreten das Marschall- und Kämmereramt der Markgrafen zu Meißen besaß und mit den Brüdern Heinricus Marscalus et Conradus Camerarius de Gnannenstein 21. August 1233 urkundlich (sächs. Hauptstaatsarchiv in Dresden) erwähnt wird. Die Amtsbezeichnung zum Namensbestandteil geworden, gingen aus den Marschall von Gnandstein, später von Frohburg und von Mockritz genannt, die Marschall von Bieberstein hervor und erscheint Heinrich Marschall, gesessen zu Bieberstein bei Freiberg in Sachsen 15. Juni 1399 urkundlich (a. a. O.) zuerst mit diesem Beinamen. - Wappen (Stammwappen): Silber mit aus je 6 Strängen geflochtenem roten Schräggitter überzogen. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein oben mit 7 schwarzen Hahnenfedern besteckter roter Marschallstab zwischen 2 silbernen Büffelhörnern.« (S. 379, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
423 Marwitz
»Marwitz. Neumärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Landsberg an der Warthe, der mit Theodoricus de Marwytz 26. Juni 1259 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg., Abt. A, XIII, 208) zuerst erscheint und früh in 2 Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht feststeht, und von denen einer erloschen ist. Schloßgesessen im 15. und 16. Jahrhundert. - Wappen: In Blau ein entwurzelter natürlicher Baumstamm mit 2 geästeten Zweigen. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken eine wachsende blau-bekleidete Jungfrau, die mit beiden Händen einen grünen Kranz über ihr Haupt hält, zwischen offenem schwarzen Fluge.« (S. 279, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
424 Massow
»Massow. Evangelisch und katholisch. - Pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause, dem Städtchen Massow unweit Stettin, der mit Conradus (dictus) de Massow 1250 bzw. 16. September 1259 urkundlich (Prov.-Archiv in Stettin, abgedr. im Pomm. Urk.-Buch, Bd. I) zuerst erscheint, während die gesicherte Stammreihe um 1450 beginnt. - Wappen: In Silber 2 rote Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.« (S. 333, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 32. Jg. 1933) 
 
425 Metzsch
»Metzsch (Metsch), auch Metzsch-Reichenbach. Evangelisch und katholisch. - Thüringischer Uradel, eines Stammes mit denen von Poellnitz, der mit Gottschalg von Polnicz, 1238, die Stammreihe beginnt, im Anfang des 14. Jahrhunderts nach dem ererbten Dorfe Mesitz (Miesitz) den Namen Metzsch annimmt und mit Lutold Metzsch 1314 urkundlich (Urk. im Fürstl. reuß. Hausarchiv in Schleiz, abgedr. in Mitt. des Altertumsvereins Plauen VI, S. 26) unter dem späteren Namen zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein blauer Sparren. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein blaues und ein silbernes Büffelhorn. - - Königl. sächsische Genehmigung zur Führung des Namens von Metzsch-Reichenbach und Aufnahme des Wappens der Stadt Reichenbach in das Geschlechtswappen Dresden 29. Dezember 1899. - Wappen (1890): Geviert; 1 und 4 wie Stammwappen; 2 und 3 (Stadt Reichenbach) in Blau eine goldene Mauer, besetzt mit 2 Türmen je mit Tür und 2 Fenstern, auf der Spitze des rechten Turmes eine goldene Kugel, auf der des linken ein goldenes Fähnchen, zwischen beiden Türmen wachsend die Figur des heiligen Petrus in rotem Unter- und goldenem Oberkleid, in der Rechten einen goldenen Schlüssel, in der Linken ein schwarzes Buch haltend. 2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit blau-silbernen Decken 2 von Silber, Blau, Silber geteilte Hörner, auf dem linken mit goldener Mauerkrone und blau-goldenen Decken der heilige Petrus wachsend.« (S. 306 & 308, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
426 Minckwitz
»Minckwitz. Evangelisch und katholisch. - Osterländischer Uradel, der mit Siggeboto de Mincuiz 2. Oktober 1168 urkundlich (vergl. Schultes, Directorium dipl. II, p. 199) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hans von Minckwitz, 1397, beginnt. - Wappen: Von Schwarz und Silber 4mal im Spitzenschnitt gespalten. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen (auch rot-silbernen) Decken ein silbern-rot gevierter Federball, mit 5 abwechselnd schwarzen und silbernen Straußenfederchen besteckt.« (S. 314, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
427 Möllendorff (Leuchter)
»Möllendorff (Leuchterwappen). Evangelisch. - Altmärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Osterburg, eines Stammes mit denen von Krusemark, der mit Goske und Gerke von Mollendorf 1343 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. Band III, S. 374) zuerst erscheint, 1391 auf Pabsdorf bei Jerichow, 1476 auf Cumlosen und 1542 auf Gadow, Gartz und Krampfer saß. - Wappen: In Rot ein 3armiger, goldener Leuchter. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken 2 wachsende geharnischte Arme, die oben die Welle eines silbernen Wassermühlenrades halten.« (S. 393, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 29. Jg. 1930) 
 
428 Möllendorff (Spitzen) +
»Möllendorff. (Spitzenwappen.) Erloschen. Evangelisch. - Altmärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Osterburg, wie die vorstehende Familie, der mit dem im Anfange des XIV. Jahrhunderts auftretenden Nikolaus von Möllendorff, mit dem auch die Stammreihe beginnt, zuerst urkundlich erscheint und 1332 auf Möllendorf, 1378 auf Schönfeldt bei Jerichow, 1380 auf Wudicke, 1403 auf Hohen-Göhren saß. - Wappen: In Silber vier rote Querspitzen. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende Frau mit von Rot und Silber und Silber und Rot spitzenweise quergeteilter Kleidung, die in der ausgestreckten Rechten ein schwarzes Mühlrad hält.« (S. 604, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 21. Jg. 1920) 
 
429 Moltke
»Moltke. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Friedericus Moltiko, miles, 19. September 1254 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch Nr. 734) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber 3 (2, 1) schwarze Birkhähne. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken 7 fächerartig stehende goldene Spickel, jeder mit einer Pfauenfeder.« (S. 331, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
430 Mosel
»Mosel. Evangelisch. - Meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Zwickau, der mit Fridericus de Muselle 1248 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv in Dresden) zuerst erscheint und später in 3 Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht feststeht. Die von der Mosel waren Lehensleute der Grafen von Schönburg auf Glauchau und Waldenburg, sowie (seit etwa 1400) der Kurfürsten von Sachsen. - Wappen: In Blau zwei goldene Schrägrechts-Balken, außen je nach der Richtung von 3 goldenen Sternen begleitet. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken ein wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 375, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
431 Müffling gen. Weiß
»Müffling, sonst Weiß genannt. Lutherisch. - Oberpfälzischer Uradel, der mit Gerhard Wisse und Heinrich Weise als Lehensträgern der Bischöfe von Würzburg 1303 urkundlich (Kreisarchiv Würzburg) auftritt und mit Hans Mufflinger gen. Weis 1504 urkundlich (Leuchtenberger Lehnbuch) zuerst unter dem vereinigten Namen erscheint. Mit Ulrich Weiß in Kürmseß, 1477-1510, beginnt die sichere Stammreihe. Die von Müffling mit dem wahrscheinlichen Stammhause Mulfingen im württembergischen Jagstkreis erscheinen mit Conrad Mitfilger 1174 (Urkunde des Klosters Ebrach) zuerst und sollen Anfang des 16. Jahrhunderts erloschen sein. - Preußische Genehmigung zur Fortführung des Freiherrentitels 5. April 1878 (für Eduard Freiherrn von Müffling, sonst Weiß gen. und die in Preußen lebenden Mitglieder seines Geschlechtes). - Wappen (Stammwappen): In Gold Kopf und Hals einer gekrönten rot-bezungten schwarzen Trappe. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 416, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 78. Jg. 1928) 
 
432 Münchhausen
»Münchhausen. Evangelisch-lutherisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Loccum, der mit Dominus Rembertus, pater Gyseleri de Monichusen, 1183 urkundlich (vergl. G. S. Treuer, Gründl. Geschlechts-Historie, Göttingen 1740) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Rembertus 1239. - Wappen: In Gold ein Mönch in weißer Kutte mit schwarzem Skapulier, in der Rechten einen roten Krummstab, in der Linken einen roten Buchbeutel haltend. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken der Mönch.« (S. 336, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
433 Münchow
»Münchow. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit dominus Lippoldus Monachus, Cammin 25. Mai 1249 urkundlich (vergl. Pomm. Urk.-Buch Band I, S. 383) zuerst erscheint. Schloßgesessen auf Buckow laut Urkunde vom 28. Januar 1368 (Staatsarchiv Stettin). Die Stammreihe beginnt mit Ludemanus Monicho, 1357 auf Buckow. Die Namensform wechselte zwischen Moncho, Monno, Monechow, Monnichowe, Mönchow und schließlich Münchow. - Wappen: In Silber 3 (2, 1) Mohrenköpfe mit goldenen Stirnbinden mit abflatternden Enden. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 5 grüne Palmzweige (2 nach rechts, 3 nach links gekehrt).« (S. 399, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
434 Natzmer
»Natzmer. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Nacmarus, castellanus de Demmin, 1208 bzw. Nachimarus und Nacimer 1228 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch I, S. 112/113, Nr. 146 bzw. S. 197, Nr. 244 und S. 200, Nr. 249) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Peter, 1330, Herrn auf Järshagen (Jaroslaffshagen). - Wappen: In Silber ein roter Löwe. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern.« (S. 543, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
435 Niebelschütz
»Niebelschütz. Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Peter de Nebelsicz 3. Februar 1289 urkundlich (Orig. im Ratsarchiv Sprottau) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Nicol um die Wende des 15. Jahrhunderts beginnt. - Wappen: In Blau 2 einander zugewandte silberne Schwanenköpfe samt langen, gebogenen Hälsen. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken eine mit 3 (blau, silbern, blauen) Straußenfedern besteckte und von den Schwanenhälsen beseitete rote Säule.« (S. 341, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
436 Nostitz
»Nostitz (Nostitz und Jänckendorf, Nostitz und Jänckendorf-Drzewiecki, Nostitz-Wallwitz, Nostitz-Drzewiecki). Evangelisch und katholisch. - Oberlausitzer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weißenberg, Sachsen, der mit Peter gen. von Nosticz und seinen Brüdern 1280 urkundlich (vergl. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande) zuerst erscheint und schon früh in 4 Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - Wappen: In Blau 2 von Silber und Rot geschachte Büffelhörner. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken die Hörner.« (S. 416, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
437 Oer
»Oer. Katholisch. - Westfälischer Uradel des Vestes Recklinghausen, der mit Ritter Godefridus de Uore 1204 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 31) zuerst erscheint. - [Reichsfreiherr Wien 12. November 1677 (für Burchard von Oer und seine Nachkommenschaft, die aber erloschen).] - - Wappen (Stammwappen): In Gold ein mit 4 aneinandergereihten, oben und unten anstoßenden silbernen Spitzen belegter blauer Schrägrechts-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken ein offener goldener Flug, je schrägeinwärts mit dem Schrägbalken belegt.« (S. 360, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
438 Oertzen
»Oertzen. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel (angeblich von einem [wendischen] obotritischen Edlen Uriz 1192 abstammend), der mit Thidericus de Oerdessen, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 11. Februar 1260 urkundlich (vergl. Lisch, Gesch. des Geschl. v. O., Band I, I B, S. 3) zuerst erscheint. - Wappen: In Rot 2 silbern-geharnischte Arme, deren bloße Hände einen goldenen Ring emporhalten. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die Arme mit dem Ring.« (S. 424, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
439 Oettingen
»Oettingen. Katholisch. - Edelfreies Geschlecht aus dem Riesgau, das - - die sichere Stammreihe mit Chuno comes de Otingen (Oettingen), 1150 urkundlich (Orig. im bayer. Haupt-Staatsarchiv München, abgedr. im Württ. Urk.-Buch III. 472, Nr. 11) beziehungsweise seinem Bruder Ludewicus comes de Othingen 1147 urkundlich (Urk.-Buch des Landes ob der Enns IIa, 240, Nr. 160) beginnt. - Bestätigung aller Rechte Basel am St. Antoniustage 1434; die folgenden Linien stammen von zwei Söhnen des Grafen Wilhelm II., * 1544, + 14. Oktober 1602. - Wappen (Stammwappen): Mit 4 Reihen von je 5 abwechselnd roten und goldenen, aufrechten und gestürzten Eisenhüten belegt. Schild mit blauem Herzschild, das Ganze bedeckt mit silbernem Schragen. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein goldener Brackenrumpf, dessen beide roten Ohren mit dem silbernen Schragen belegt sind.« (S. 236, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
440 Oheimb
»Oheimb. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Ritter Johann von Ohm, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1238 urkundlich (vergl. Wippermann, Urk. des adel. Stiftes Obernkirchen, Grafschaft Schaumburg) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber (bis ins 16. Jahrh.) ein rotes Büffel-, später Gems-, im 19. Jahrhundert wieder Büffelgehörn mit 7 Blutstropfen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 385, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
441 Oppen
»Oppen. Evangelisch und katholisch. - Obersächsischer Uradel, der mit Ritter Konrad von Oppen (Opin), Kastellan in Belzig, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1. Dezember 1271 urkundlich (vergl. Neue Mitteilungen des Thür.-Sächs. Geschichts- u. Altertumsvereins XV, S. 411) zuerst erscheint, anfangs in der Zauche, dann im 14. Jahrhundert im preußischen Ordensland auftritt und sich später in der Niederlausitz, in Schlesien, in Sachsen und in Anhalt verbreitete. - Wappen: In Blau ein mit einer roten Rose belegtes silbernes Schrägkreuz. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein von einem abwechselnd aus roten und silbernen Rosen bestehenden Kranze umwundener blauer Spitzhut, der mit einem natürlichen Pfauenwedel, vor dem ein aufwärtsgekehrter silberner Halbmond ruht, besteckt ist.« (S. 554, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
442 Osten
»Osten (Osten-Fabeck). Niedersächsischer Uradel, der Anfang des 13. Jahrhunderts unter den Ministerialen der Bischöfe von Bremen und Landgrafen von Stade, seit Mitte des 13. Jahrhunderts im Herzogtum Pommern und Fürstentum Rügen erscheint; hier zuerst mit Egehart und Bertold de Oste im Juni 1219 urkundlich (Vertrag zwischen dem Erzbischof Gerhard II. v. Bremen u. Herzog Heinrich v. Sachsen; vergl. Dr. O. Grotefend, Gesch. des Geschl. v. d. Osten, Urk.-Buch, Stettin 1914). Seit 1317 tritt das Geschlecht in Driesen und in der Neumark auf und ist seit dem 14. Jahrhundert in Pommern und in der Neumark schloßgesessen. - Wappen: Gespalten; rechts in Silber ursprünglich ein, später 3 schrägrechte blaue Flüsse, links in Rot ein auswärts-gewendeter natürlicher Schlüssel. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufwärts-geschrägte natürliche Schlüssel vor einer mit Pfauenfedern geschmückten, mit einem silbernen Sterne besteckten silbernen Säule zwischen offenem, rechts silbernem, links rotem Fluge.« (S. 360, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
443 Osterhausen
»Osterhausen. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Querfurt, der mit Albert von Osterhausen 1200 urkundlich (s. Cod. dipl. Saxoniae regiae 1, 3, Nr. 30; vergl. Dobenecker, Reg. dipl. epist. historiae Thuringiae II, Nr. 1178) zuerst erscheint und zur Althessischen Ritterschaft gehört. Mit Melchior von Osterhausen, 1491-1503, Herrn auf Kreipitzsch, beginnt die Stammreihe. - Wappen: Durch einen blauen Schrägrechts-Balken von Rot über Silber geteilt. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine goldene Rose mit grünen Kelchblättern.« (S. 452, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
444 Österreich
»Haus Österreich (Habsburg-Lothringen). Katholisch. - Stammvater: Gerhard Graf von Elsaß, 1048; Herzöge von Lothringen 1048-1733; Herzog von Teschen (Österr.-Schlesien) 12. Mai 1722; Großherzog von Toscana (Etruria, Tuscia, Mittelitalien) als Entschädigung für den Verlust von Lothringen 7. Juli 1737; Franz III. Stephan, * 8. Dezember 1708, + 18. August 1765, Herzog von Lothringen (1729-33), Großherzog von Toscana (s. o.), x 12. Februar 1736 mit Maria Theresia Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen, Großfürstin von Siebenbürgen (1765), Karls VI., des letzten Kaisers a. d. H. Habsburg, + 20. Oktober 1740, Tochter, * 13. Mai 1717, x 12. Februar 1736, + 29. November 1780, wird unter dem Namen Franz I. römisch-deutscher Kaiser 13. September 1745; Graf von Hohenembs, Feldkirch und Bregenz (in Vorarlberg) 11. März 1765. Sein Sohn Leopold I., * 5. Mai 1747, + 1. März 1792, Großherzog von Toscana 18. August 1765 bis 7. März 1791, als Kaiser: Leopold II. (seit 30. Sept. 1790); König von Galizien (Großfürstentum Halicz um 1200, Königreich 1214) und Lodomerien (Wlodimierz im russ. Gouvernement Wolymien, Großfürstentum usw. ebenso), Herzog von Auschwitz (Oswieczim) und Zator (Galizien) 5. August 1772; Herzog der Bukowina 1775 (1776?); die folgenden Linien stammen von zwei Söhnen des Kaisers Leopold I. - - Wappen (Hauswappen): 2mal gespalten, rechts in Gold ein gekrönter roter Löwe (Habsburg), mitten in Rot ein silberner Balken (Österreich), links in Gold ein roter Schrägrechts-Balken mit 3 gestümmelten silbernen Adlern belegt (Lothringen). Kaiserliche Krone.« (S. 65, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
445 Ostheim
»Ostheim. Evangelisch. - Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach (s. Hofkalender, I. Abt. A) verzichtet auf seinen Namen, Rang und Titel und nimmt mit Großherzoglich sächsischer Allerhöchster Entschließung Weimar 2. August 1909 den Namen „Graf von Ostheim“ an. - Wappen (1909): Schild durch Zinnenschnitt mit 4 Zinnen geteilt; oben in Gold ein wachsender rot-bewehrter schwarzer Löwe mit natürlichem (grünen) Rautenzweige in der rechten Pranke, unten rot ohne Bild. Auf dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-goldenen, links rot-goldenen Decken der Löwe wachsend zwischen 2 von Gold und Rot im Zinnenschnitt geteilten Büffelhörnern.« (S. 336, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil B, 108. Jg. 1935) 
 
446 Otting und Fünfstetten
»Otting und Fünfstetten. Katholisch. - Bayerischer Adel und Freiherr als „Freiherr von Schönfeld“ 29. Juli, immatrikuliert 9. August 1813 (für Karl Friedrich, nat. Sohn des Pfalzgrafen Friedrich Michael von der Pfalz, Prinzen von Zweibrücken); bayerischer Graf als „von Otting und Fünfstetten“ 16. (immatrikuliert 17.) Juli 1817 (für denselben). - - Wappen (1817): Von Silber und Schwarz geviert und belegt mit goldenem Balken (+ elsäß. v. Otting), in den beiden silbernen Feldern je ein schrägrechtes, mit der Spitze nach oben gestelltes blankes Schwert, auf dessen Klinge die schwarze Inschrift „Hic sol meus“ steht. Grafenkrone. Auf dem Helme mit hermelingefüttertem roten Wappenmantel ein gold-bequastetes silbernes Kissen, darauf ein hochgestelltes holzfarbenes Sieb.« (S. 406, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil B, 104. Jg. 1931) 
 
447 Pentz
»Pentz. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit dem schon 1194 erwähnten (aber bald verschwundenen) Stammhause Paniz im Amte Wittenburg, der mit Raven de Penüze, miles, 25. Juni 1321 urkundlich (Orig. im Haupt-Staatsarchiv Schwerin, vergl. Meckl. Urk.-Buch VI, pag. 610, Nr. 427) auftritt und siegelt; später verbreitet sich das Geschlecht vor allem in Mecklenburg, Pommern, Holstein und Dänemark. Die Stammreihe beginnt mit Ulrich, 1341-72, Herrn auf Redefien, Pfandherrn von Boizenburg. - Wappen: In Silber ein gekrönter mit 14 goldenen Kugeln (Pfennigen) belegter roter Löwe. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 4 rechtwinklig verschränkte, mit je einem Pfauenspiegel besteckte rote Stäbe.« (S. 382, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
448 Petersdorff (Giebel)
»Petersdorff (Petersdorff-Campen) (Mark). Evangelisch. - Märkischer Uradel, dessen Stammhaus wohl bei Lebus liegt und der mit Peter Petirstorp 1325 urkundlich (Neueres Kopialbuch des Stadtarchivs zu Frankfurt a. O. Nr. II, 17) sowie mit Johann Peterstorp 18. April 1341 urkundlich (Wohlbrück, Urk. und Gesch. des Bistums Lebus I, 457) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Hans, der 1421 seinen Anteil an Jakobsdorf, Kreis Lebus, verkauft. - Wappen: In Schwarz ein schwebender silberner Dachgiebel (Sparren mit 2 Querbalken). Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein offener, mit der Schildfigur belegter schwarzer Flug.« (S. 386, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
449 Petersdorff (Muscheln)
»Petersdorff (Pommern). Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Giselbertus und Wilhelmus de Petirsdorf 1298 urkundlich (s. Friedlaender und Malagola, Act. nat. Germ. univ. Bononiensis, S. 48) zuerst erscheint und bereits um 1400 in 2 Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht und von denen einer erloschen ist. - Wappen: In Rot ein mit 5 natürlichen Muscheln belegter, goldener Schrägrechtsbalken. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken 2 je mit 3 rot-golden-roten Straußenfedern besteckte Federköcher.« (S. 457, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
450 Pfeil
»Pfeil und Klein-Ellguth (Pfeil-Burghauß). Lutherisch. - Schlesischer Uradel, wahrscheinlich von Dirsko von Dirschdorf (Prerechino) abstammend, dessen Witwe Bogussa und ihre Söhne Andreas und Philipp 1289 urkundlich (Diözesan-Archiv Breslau J. J. 47) ihr Gut Elgut zu deutschem Recht aussetzen. Die Stammreihe beginnt mit Ritter Dirsiko Sagittario, der 7. März 1310 urkundlich (Schles. Reg. 3118, Staatsarchiv Breslau, Heinrichau W 50) im Gefolge der Herzöge Bernhard und Heinrich von Schlesien erscheint und 7. Juli 1311 urkundlich (Schles. Reg. 3214, a. a. O., Vincens Kloster 117) die Vogtei von Canth erhält. Dessen Urenkel Heincze erscheint 28. Mai 1403 urkundlich (Staatsarchiv Breslau, Kloster Kamenz) als „Pheil“ und siegelt 4. Juli 1407 urkundlich (a. a. O.) als Heincze von Dirschdorf mit den Bärentatzen im Schilde; 1496 urkundlich (a. a. O.) tritt Hans von Dirschdorf, Pheil genannt, zu Elgot mit gleichem Siegel auf. - Preußischer Graf Berlin 15. Oktober 1786 (für die Brüder Karl Friedrich, Herrn auf Kleutsch, Königl. preuß. Landrat - I. Linie - und Friedrich Ludwig von Pfeil, Herrn auf Dirsdorf - II. Linie). - Wappen (1786, Schild = Stammwappen): In Silber 2 mit den Klauen auswärts-gekehrte geschrägte natürliche Bärentatzen. Grafenkrone und 3 gekrönte Helme mit schwarz-silbernen Decken; auf dem rechten ein mit silbernem Kleemond belegter königlich-gekrönter schwarzer Adler, auf dem mittleren ein geschlossener schwarzer Adlerflug (Stammwappenhelm), auf dem linken ein natürlicher Pfauenwedel, besteckt mit 6 eisernen Pfeilen, deren silberne Flitsche sichtbar sind.« (S. 413, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 

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