Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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401 Stauffenberg
»Schenk von Stauffenberg. Katholisch. - Schwäbischer Uradel, eines Stammes mit den Schenken von Zell und Andeck, dessen namengebende Burg Stauffenberg bei Hechingen lag und der mit Hugo de Stophenberg 21. August 1262 urkundlich (Orig. im bayer. Haupt-Staatsarchiv München) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Hans Schenk von Stoffenberg 1382 urkundlich (Orig. im Familienarchiv Eberstall) beginnt; Schenken der Hohenstaufen als Herzöge von Schwaben. - Reichsfreiherr Wien 20. Januar 1698 (für die Brüder Maximilian Gottfried und Johann Philipp Schenk von Stauffenberg der Amerdinger Linie); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 5. Dezember 1812. - - Wappen (Stammwappen): In Silber ein roter Balken, begleitet von 2 blauen Löwen. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein mit Hermelin verbrämter Fürstenhut, auf diesem zwei auswärts geneigte, mit roten Balken belegte und je mit 6 schwarzen Hahnenfedern besteckte silberne Schalmeien.« (S. 577, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 78. Jg. 1928)  
 
402 Stein zu Nordheim
»Stein zu Nord- und Ostheim. Lutherisch. - Fränkischer Uradel, der mit Seyfried vom Stein 2. Sept. 1296 urkundlich (Orig. im Freiherrl. v. Steinschen Familienarchiv, abgedr. im Hennebergschen Urk.-Buch, V. Teil) zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Rhön-Werra, zugehörig. - Reichsfreiherr Wien 3. Juli 1669 (für Carl von Stein, Herrn auf Nordheim, Ruppers, Etmannsbarg und Schwürtz, Markgräfl. brandenburg-bayreuth. Kanzler und Hofrichter, sowie seine Brüder); immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 15. März 1816. - - Wappen (Stammwappen): In Silber ein schwarzer Schrägrechts-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein mit dem Balken schrägauswärts belegter offener silberner Flug.« (S. 526, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 88. Jg. 1938) 
 
403 Steuben
»Steuben. Evangelisch. - Meißnischer Uradel, der mit Volkmarus Steuve 3. September 1262 urkundlich (Staatsarchiv Magdeburg) zuerst erscheint. Die Namensform wechselte zwischen Stoybe, Stoeven, Stöphen, Steiben, Stauben, Steube, Steuve, Stewbe und Steuben. - Wappen: Von Blau und Silber gespalten, mit schrägrechtem roten Balken gelegt. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit blau-rot-silbernen Decken 2 von Rot und Silber übereck-geteilte Büffelhörner.« (S. 496, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
404 Stolberg
»Stolberg. Edelfreies Geschlecht des Harzes, dessen Stammreihe mit Heinricus de Vockstete (bei Sangerhausen) 1200 urkundlich (s. Regesta Stolbergica, S. 1), comes de Stalberg 1210 urkundlich (a. a. O., S. 2; Orig. im Staatsarchiv Hannover), beginnt; universi nobiles de hartone 26. September 1295 (s. Riedel, cod. dipl. Brandenb. C. III, p. 7); Erwerbung der Herrschaft Roßla durch Teilung mit den Erben der Grafschaft Beichlingen 1341; gemeinsam mit Schwarzburg erst pfand- dann lehensweise Erwerbung von Kelbra 1413 und Heringen 1417; Erwerbung der Grafschaft Hohnstein durch Kauf und Erbschaft 1417, der Grafschaft Wernigerode durch Erbschaft 3. Juni 1429, desgleichen der Grafschaft Königstein in der Wetterau 1535, von der jedoch (infolge Vergleichs mit Kurmainz von 1590) nur die Ämter Ortenberg und Gedern nebst Titel und Wappen der Grafen von Königstein und Herren von Eppstein dem Hause verblieben. - Wappenbesserung Augsburg 17. Mai 1548; Wappenvermehrung mit dem der Grafen von Hohnstein usw. Prag 18. April 1597; Besitzteilung 31. Mai 1645 zwischen den Söhnen des Grafen Christoph II., * 1. Dezember 1567, + 21. November 1638, von denen die folgenden Linien stammen. - Wappen (Stammwappen): In Gold ein schreitender schwarzer Hirsch. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken ein natürlicher Pfauenschweif zwischen 2 silbernen Straußenfedern.« (S. 302, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
405 Strachwitz
»Strachwitz. Katholisch. - Schlesischer Uradel, der mit Woizlaus de Strachowitz 1269 (?) urkundlich (preuß. Staatsarchiv Breslau) zuerst erscheint. - Geschlechts- und Wappenvereinigung zweier gleichnamiger Geschlechter Zobten 1. Dezember 1626 mit erbländisch-österreichischer Bestätigung Wien 20. Juli 1627; Reichs- und erbländisch-österreichischer Freiherr Regensburg 22. September 1630 (für die Brüder Christoph, Kais. Rat, Prälat u. Domherrn in Breslau u. Gr.-Glogau und Maximilian von Strachwitz und Großsaucha, Herrn auf Arnsdorf, Kais. Rat u. Hauptm. des Bistums Breslau); böhmischer Freiherr Laxenburg 18. Mai 1726 (für Johann Christoph von Strachwitz und Gäbersdorff); preußischer Graf mit „von Groß-Zauche und Camminetz“ Berlin 6. Juli 1798 (für Karl Joseph von Strachwitz, Herrn auf Camminetz); österreichische Anerkennung Wien 24. März 1799. - Wappen (1798): Geviert und belegt mit silbernem Herzschild, darin ein mit silbernen Kleestengeln belegter gekrönter schwarzer Adler; 1 und 4 in Gold ein blutender schwarzer Schweinskopf mit silbernen Hauern (Stammwappen), 2 und 3 von Gold und Schwarz 6mal geteilt und die Streifen mit je 2 Muscheln belegt. Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit schwarz-rot-goldenen Decken ein wie Feld 2 und 3 bezeichneter offener Adlerflug, auf dem mittleren mit schwarz-silbernen Decken ein gekrönter schwarzer Adler mit Zepter und Schwert, auf dem linken mit schwarz-goldenen Decken eine goldene und eine schwarze Straußenfeder.« (S. 574, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
406 Strantz
»Strantz. Evangelisch. - Die als edelfreies thüringisches Geschlecht beurkundeten Tüllstedt gen. Strantz mit dem Stammsitz Tüllstädt, das heutige Döllstedt bei Gräfentonna, beginnen mit Ekkehard von Tüllstadt 1120 die ununterbrochene Stammreihe und nehmen mit Hermann, Burggrafen zu Leisnig, 1210 den Beinamen Strantz an. Das Geschlecht, das bedeutenden Grundbesitz bis Franken und Meißen und sieben Burgen besaß, erlosch Ende des 14. Jahrhunderts in der Stammheimat. Durch neuere Forschungen ist die Abstammung der märkischen mit Hermann Strantz, 1325, urkundlich (Orig. im Stadtarchiv Frankfurt a. O., abgedr. bei Riedel, Nov. cod. dipl. Brandenb. I, 23, Nr. 27) auftretenden Strantz von dem thüringischen Geschlecht erwiesen. - Wappen a) (märkisches): In Silber ein gold-gekrönter schwarzer Löwe. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 (schwarz, silbern, schwarze) Straußenfedern.« (S. 661, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 25. Jg. 1924) 
 
407 Studnitz
»Studnitz. Evangelisch. - Mährischer Uradel, der mit Friedrich von Studnitz 1329 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb., A, II, 207) zuerst erscheint und mit Andreas von Studnitz, Herrn auf Bistritz, Oberstkämmerer des Kaisers Sigismund, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Blau ein goldener Wechselzinnenbalken. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken eine natürliche Wildente vor 7 schwarzen Hahnenfedern.« (S. 470, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
408 Stülpnagel
»Stülpnagel (Stülpnagel-Dargitz). Evangelisch. - Uckermärkischer Uradel, der 1321 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brand., Band 2, I, S. 475) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Valentin um die Mitte des 15. Jahrhunderts beginnt. - Wappen (nach Beschluß des Geschlechtsverbandes vom 14. Dez. 1912): In Silber ein 8speichiges rotes Wagenrad. Der rot-silbern bewulstete Helm mit gleichen Decken ist mit 3 schwarzen Nägel besteckt, die einen silbernen Igel tragen.« (S. 503, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
409 Stutterheim
»Stutterheim (Alt-Stutterheim). Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit dem Stammhause Stotternheim bei Erfurt, der mit Albertus de Stutirnheim 1184 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv in Gotha) zuerst erscheint und später in 2 Stämmen auftritt deren näherer Zusammenhang nicht feststeht. - Wappen: In Blau 2 aufrechte, mit den Rücken aneinanderstoßende, goldene Halbmonde. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein wachsendes braunes Roß.« (S. 475, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
410 Sydow
»Sydow. Evangelisch und katholisch. - Märkischer Uradel, dessen Stammhaus wahrscheinlich Sydow in der Altmark ist, und der den 1259 (s. Meckl. Urk.-Buch II, S. 131, Nr. 833, und Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. II b, S. 5, Nr. 2190) erwähnten Henricus de Sidow, marescalcus des Markgrafen Otto von Brandenburg, als seinen Stammvater betrachtet. Der Zusammenhang der 4 Linien steht nicht näher fest. - Wappen: In Silber ein schwarzer Schild, belegt mit 3 ins Schächerkreuz gestellten silbernen Nägeln, deren schwarze Köpfe in den Hauptschild hineinragen (ursprünglich bis Mitte des 15. Jahrh. ein Schild mit einfacher oder doppelter Umrandung). Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine grüne Distelstaude mit (bei den neumärkischen Linien) 2, (bei den pommerschen Linien) 3 roten Blüten.« (S. 735, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
411 Thun und Hohenstein
»Thun und Hohenstein. Katholisch. - Tiroler Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Nonstale, der mit Bertholdus de Tonno 29. September 1145 urkundlich (v. Hormayr, Gesch. der Grafschaft Tirol, 1. Abt. 2, S. 68 ff.) zuerst erscheint und mit Manfredinus de Tunno 18. Juni 1187 urkundlich (Kink, Cod. Wang., Nr. 26, S. 67 ff) die Stammreihe beginnt. - Erbschenken des Bistums Trient 9. März 1469; Landmann von Tirol 1472; Erbschenken von Brixen 1558; Wappenvereinigung mit dem der + von Königsberg 22. Mai 1516; Reichsfreiherr und Panierherr (Ausdehnung des einer anderen - 1497 erloschenen - Linie Worms 7. Dezember 1495 verliehenen Reichsfreiherrenstandes) nebst Wappenvereinigung „Caldes“ Prag 9. März 1604 (für die Vettern und Brüder Christoph Simon, Herkules, Johann Arbogast, Johann Cyprian und Georg Sigmund von Thun). - Wappen (1629): Geviert und belegt mit rotem Herzschild, darin ein silberner Balken (+ v. Caldes); 1 und 4 in Blau ein schrägrechter goldener Balken (Stammwappen), 2 und 3 gespalten, rechts in Silber ein halber roter Adler am Spalt, links in Schwarz ein silberner Balken (+ v. Königsberg). 3 gekrönten Helme, auf dem rechten mit blau-goldenen Decken 2 mit einem schrägrechten bzw. schräglinken goldenen Balken belegte blaue Büffelhörner (Stammwappenhelm), auf dem mittleren mit rechts blau-goldenen, links rot-silbernen Decken ein wie der Herzschild bezeichnetes wachsendes Einhorn (+ v. Caldes), auf dem linken Helme mit rot-silbernen Decken ein wie Feld 2 und 3 bezeichneter Flügel (+ v. Königsberg).« (S. 595, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
412 Thurn und Taxis
»Thurn und Taxis. Katholisch. - Ursprünglich lombardisches Geschlecht, das mit Reinerius de Tasso 1117 urkundlich zuerst erscheint (vergl. Ughelli, Italia Sacra Tomus V. Romae 1653, pag. 1598) und mit Odonus de Taxo 1146 erstmals in der Valle Brembana, nördlich Bergamo, erwähnt wird (vergl. Solerti, Vita di Torquato Tasso, Torina-Roma 1895, Documenti, p. 83), während die Stammreihe mit Omodeo de Tassis del Cornello, genannt 14. Mai 1251, beginnt. - Reichsadel mit Wappenbesserung Trier 31. Mai 1512 (für 4 Brüder und deren 4 Vettern, ebenfalls Brüder, de Taxis); Reichsadelsbestätigung sowie Erneuerung und Vermehrung des Wappens Saragossa 5. Januar 1534 (für Johann Baptist von Taxis); General-Oberstpostmeister im Deutschen Reich Prag 16. Juni 1595; Reichspanner- und Freiherrenstand Prag 16. Januar 1608 (für Leonhard von Taxis); Erb-General-Postmeister des Reichs Prag 27. Juli 1615; Reichsgraf Wien 8. Juni 1624; spanisch-niederländischer Fürst de la Tour et Tassis Madrid 19. Februar 1681; Reichsfürst Wien 4. Oktober 1695 (für die gesamte Nachkommenschaft); Mitglied des kurrheinischen Kreises auf der Fürstenbank 26. November 1704; Mitglied des reichsgräflich-schwäbischen Kollegiums 30. September 1724 auf Grund der Erwerbung der Reichsherrschaft Eglingen (1723); Inhaberschaft des ehemaligen 2. bayerischen Chevaulegersregiments Taxis seit seiner Errichtung durch Prinz Christian Adam Egon 1742; Principalkommissariat 1. Februar 1743; Erhebung der Reichs-Erb-General-Postmeisterwürde zum Reichsthronlehen und Kaiserlichen und Reichs-Erb-General- und Oberhof-Postmeisteramt 2. Juli 1744; Virilstimme im Reichsfürstenrat 30. Mai 1754 infolge des Reichs-Erb-General-Postmeisteramts. - Die Nachgeborenen führen den Namen Prinz bzw. Prinzessin von Thurn und Taxis (Durchlaucht). - Wappen a) (1512): Von Gold und Blau geteilt, oben ein wachsender schwarzer Adler, unten ein schreitender silberner Dachs. Auf dem Helme mit geflochtener Krone und schwarz-goldenen Decken ein goldenes Jagd- oder Botenhorn vor 4 natürlichen Pfauenfedern. b) (1819): s. 1912.« (S. 314, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
413 Trauttmansdorff
»Trauttmansdorff. Katholisch. - Steiermärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Feldbach, der mit Herrand von Trautmansdorf 1308-25 urkundlich (Steiermärk. Landesarchiv) die Stammreihe beginnt. - Erbländisch-österreichischer Freiherr Prag 12. März 1598 (für Hans Friedrich von Trautmannsdoff), mit „Wohlgeboren“ Wien 13. Oktober 1620 (für die Brüder Sigmund Friedrich und Maximilian Freiherren von Trautmannsdorf); Reichsgraf mit „Wohlgeboren“ Regensburg 15. März 1623 (für die Brüder Sigmund Friedrich, Hans David und Maximilian, für letzteren und seine Primogenitur mit „Hoch- und Wohlgeboren“); böhmische Bestätigung Ödenburg 25. November 1625; ungarisches Indigenat 1625; Aufnahme in das schwäbische Reichsgrafenkollegium (als Personalist) 1631; Erwerbung der Herrschaften Weinsberg und Neustadt (im württ. Neckarkr.) 1635 (die nach dem westfäl. Frieden an Württemberg zurückfielen); Verleihung des Beinamens Weinsberg Wien 31. Juli 1639; Grafenstandsbestätigung Wien 2. März 1663; Wiedereinführung in das schwäbische Reichsgrafenkollegium 1778 (für alle Nachkommen des Grafen Maximilian, + 1650). Von zwei Söhnen des Grafen Maximilian, * 1589, + 1650, stammen die folgenden Linien. - Die Nachgeborenen führen den Namen Graf bzw. Gräfin von und zu Trauttmansdorff-Weinsberg. - Wappen (Stammwappen): Von Rot und Silber gespalten mit einer 6blättrigen Rose verwechselter Farbe belegt. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken die Rose vor einem rot-silbernen Hahnenfederbusch.« (S. 321, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
414 Trebra
»Trebra (Trebra-Lindenau). Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Apolda, der mit Ulrich, Botho und Johann Ritter von Trebere, Burgleuten zu Heldrungen, 3. Mai 1326 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und mit Albrecht von Trebra, 1408, Amtmann in Sachsenburg, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Schwarz 2 goldene Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 3 (golden, schwarz, goldene) Straußenfedern.« (S. 501, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 33. Jg. 1934) 
 
415 Tresckow
»Tresckow. Evangelisch und katholisch. - Märkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (Treskow bei Ruppin), der mit Hinrico Treskowe 26. November 1336 urkundlich (Orig. im Stadtarchiv Brandenburg a. H., vergl. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. A., VIII, S. 248) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Heinrich (dem obengen. Hinrico?) beginnt. - Wappen: In Silber 3 (2, 1) rechtshin gekehrte schwarze Entenköpfe. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein mit 3 natürlichen Pfauenfedern besteckter Entenkopf.« (S. 617, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
416 Trotha
»Trotha. Evangelisch. - Uradel des Saalkreises, der mit dominus Henricus de Trote, Konventualen des Klosters Mansfeld, 1302 urkundlich (s. Com. Mansfeld. N. XCIII, fol. 95 im Staatsarchiv in Magdeburg) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Nikolaus von Trotha, 1371-1412, beginnt. Kaiserliche Wappenvereinigung mit dem der hessischen uradeligen von Trott zu Solz Prag 28. Febr. 1586 (für das Gesamtgeschlecht, von der dieses aber laut Beschluß des Geschlechtsverb. keinen Gebrauch mehr macht, da es anderen Stammes ist). - Wappen: In Gold auf grünem Dreiberge ein schwarzer Rabe mit goldenem Reif im Schnabel. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken ein sitzender, silberner Wolf.« (S. 550, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 37. Jg. 1938) 
 
417 Trützschler
»Trützschler (Trützschler von Falkenstein). Evangelisch. - Vogtländischer Uradel, der bereits um 1122 (vergl. Limmer, Urkundliche Gesch. des Vogtlandes, Band I) zuerst erwähnt wird und mit Hilprant Truezeler zu Straßberg bei Plauen 1284 urkundlich (vergl. v. Mansberg, Erbarmanschaft Wettin. Lande, Band I) erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Conrad, + 1322; Hans Troczeler, + vor 1412, wurde 20. Januar 1400 mit der Vogtei Falkenstein belehnt, nach welcher der Beiname angenommen worden ist. - Wappen: In Gold ein schwarzer Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein schwarz-bekleideter Mannesrumpf zwischen offenem, je mit schwarzen Schrägbalken belegtem goldenen Fluge.« (S. 522, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
418 Tschirschky
»Tschirschky und Boegendorff (Tschirschky-Reichell). Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Jeschko Schirouski, Lehnsmann des Herzogs Heinrich VI. von Breslau, 10. März 1329 urkundlich (Staatsarchiv Breslau, Schles. Reg. 4816) zuerst erscheint und mit Caspar, 1442 und 1488, Herrn auf Diesdorf, die sichere Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Schirofsky, Schirisky, Schirofs, Zerßke, Schirske, Cziriscze, Tschirszke und Tschirsky. - Wappen („Wieniawa“): In Rot ein vorwärts-gekehrter schwarzer Büffelkopf mit goldenem Nasenringe. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 silberne Büffelhörner.« (S. 627, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
419 Tümpling
»Tümpling. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Camburg an der Saale, der mit Cuno von Tümpling, Kastellan der Wettinischen Burg Camburg, 1337 urkundlich (vergl. Boehme, Urk.-Buch des Klosters Pforte, Teil 1, 2. Halbband, S. 511, Halle 1904) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Dyte (Time) von Tumplik 1346 beginnt. - Wapen: In von Rot und Silber gespaltenem Schilde 2 aufgerichtete, einander zugekehrte, gezahnte Kampfsicheln verwechselter Farbe. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende, laub-bekränzte Jungfrau in von Silber und Rot gespaltenem Gewande, die in den erhobenen Händen rechts eine rote, links eine silberne Sichel hält.« (S. 761, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
420 Uechtritz
»Uechtritz (Uechtritz und Steinkirch). Evangelisch. - Meißnischer Uradel der mit Gebhard de Uchtritz als Zeugen der Grafen von Osterfeld 1292 urkundlich (vergl. Schöttgen und Kreyßig, II, 385, Nr. 46) zuerst erscheint und schon früh in 4 Stämmen auftritt, von denen Stamm D erloschen ist und deren Zusammenhang nicht genau feststeht. - Wappen: In von Silber und Blau gespaltenem Schilde 2 aufwärts-geschrägte goldene Schlüssel. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 2 von Silber und Blau übergeteilte Büffelhörner.« (S. 527, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
421 Unruh
»Unruh (Unruhe, Unrug). Evangelisch und katholisch. - Uradel unbekannten Stammhauses, der mit Conradus dictus Unruwe 10. Dezember 1297 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv in Dresden, abgedr. im Mühlhäuser Urk.-Buch) zuerst erscheint und in Schlesien mit Hans Vnru Glogau 21. Dezember 1313 urkundlich (vergl. Grünhagen, Schles. Regesten III. 3386) die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Gold ein roter Löwe. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken 3 silberne Straußenfedern.« (S. 502, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
422 Urach
»Urach (des Stammes der Grafen von Württemberg). Katholisch. Stammvater ist Wilhelm Herzog von Württemberg, * 27. Dezember 1761, + 10. August 1830 (s. I. Abt. A, Württemberg, V. Linie); x 23. August 1800 mit Wilhelmine von Tunderfeldt-Rhodis, * 18. Januar 1777, + 6. Februar 1822, der auf die Nachfolge 1. August 1801 verzichtete; sein Sohn Wilhelm Graf von Württemberg, * 6. Juli 1810, kath. seit 1867, + 17. Juli 1869, wurde württembergischer „Herzog (primog.) von Urach“ (württ. Schwarzwaldkreis) mit „Durchlaucht“, seine übrigen Nachkommen, unter Beibehalt des Namens Grafen bzw. Gräfinnen von Württemberg, württembergische Fürsten bzw. Fürstinnen von Urach mit „Durchlaucht“ 28. Mai 1867 (Diplom Stuttgart 10. Jan. 1868). - Wappen (1868): Gespalten; rechts in Gold 3 schwarze Hirschstangen, die beiden obersten zu je 4, die unterste zu 3 Enden (Stammwappen), links in Gold 3 schreitende schwarze Löwen mit roter Vorderpranke übereinander. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein gold-beschlagenes rotes Hifthorn mit gold-gerandeter blauer Schnur, dessen Mundloch mit 3 blau-silbern-roten Straußenfedern besteckt ist. Schildhalter: Rechts ein schwarzer Löwe, links ein goldener Hirsch, beide einwärts-sehend. Herzogskrone und -mantel.« (S. 414, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
423 Uslar-Gleichen
»Uslar-Gleichen. Niedersächsischer Uradel, der mit Hildebrandus und Alvericus de Huslere in dem Güter- und Ministerialienverzeichnis des Grafen Siegfried von Bomeneburg 1129-35 urkundlich (vergl. Kindlinger, Münstersche Beiträge zur Gesch. Deutschlands III, Abt. 1, Urkunden, S. 36-37) zuerst erscheint. Seit 1129 im Besitz von Uslar am Solling, seit Mitte des 13. Jahrhunderts im Besitz von Gleichen (Ruine) bei Göttingen. - Hannoversche Namenvereinigung als „von Uslar-Gleichen“ durch Ministerialerlaß vom 9. April 1825; hannoversche Bestätigung des Freiherrenstandes Hannover 13. Mai 1847 (für die in Hannover ansässigen Familienmitglieder und deren Nachkommen); Eintragung der die Königlich sächsische Staatsangehörigkeit besitzenden Familienmitglieder, als „Deutscher Uradel und Freiherren“ in das Adelsbuch des Königreichs Sachsen 9. Sept. 1903. - Wappen (1847): In Silber ein oben 3mal, unten 2mal gezinnter roter Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken zwischen offenem, je mit dem roten Balken belegten silbernen Fluge ein vorwärts-wachsender nackter, bärtiger, um Kopf und Hüften grün-bekränzter, wilder Mann, mit beiden Händen die Flügel erfassend.« (S. 686, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 78. Jg. 1928) 
 
424 Veltheim
»Veltheim. Lutherisch. - Sächsischer Uradel, der mit Bertrammus et Ludolfus, milites, fratres dicti de Veltem 1. März 1303 urkundlich (Staatsarchiv in Magdeburg, Cop. 803, Bl. 29) zuerst erscheint; Heinrich, 1326, 1360, ist gemeinsamer Stammvater der beiden Linien. (Die Abstammung von den mit den Brüdern Adelgot de Velthem, Grafen zu Osterburg, 1087, Lautfried de V., 1068, und Burchardus de V., Bischof zu Halberstadt, * 1028, + 7. April 1088, zuerst genannten Grafen von Veltheim und Osterburg ist fraglich, wenn sie auch im preuß. Grafendiplom anerkannt worden ist.) - - Wappen (Stammwappen): In Gold 2 schwarze, von je einem silbernen Streifen durchzogene Balken. Später geviert; 1 und 4 Stammwappen, 2 und 3 in Gold ein aufrechter, oben gestümmelter roter Baumast mit einem roten Blatt an jeder Seite (v. Samptleben). Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein rotes Kissen mit goldenen Quasten zwischen 2 wie der Schild bezeichneten Büffelhörnern (v. Lüchow).« (S. 534, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
425 Versen
»Versen. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradelmit dem Stammhause Veerßen bei Ülzen, der mit Alexander de Versne 10. Juli 1217 urkundlich (Meckl. Urk.-Buch, Band I, S. 221, Nr. 236) zuerst erscheint und mit Konrad, 1281-1313, Ritter, Herrn auf Burzlaff und Mandelatz, Rat des Herzogs Bogislaw VI., die ununterbrochene Stammreihe beginnt. - Wappen: In Blau schrägrechts ein geflügelter gekrönter silberner Fisch mit goldenem Ringe im Maule. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 3 rote Rosen an grün-beblätterten Stengeln.« (S. 517, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
426 Vietinghoff
»Vittinghoff (Vietinghoff). Westfälischer Uradel der Grafschaft Mark mit gleichnamigem Stammhause bei Essen an der Ruhr, der in der Stammheimat mit Heinricus de Vitighofen, Theodoricus et Winnimarus fratres ejus 1230 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band III, Nr. 271) zuerst erscheint und in den Ostseeprovinzen, wohin eine Linie im 14. Jahrhundert übersiedelte, mit Arnold von Vietinghoff, 1342 Komtur von Marienburg, auftritt. - Wappen (Stammwappen): In Silber ein mit 3 goldenen Münzen belegter schwarzer Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein schwarzer Turnierhut mit rotem Umschlag, darauf ein nach rechts springender, eine goldene Münze im Rachen tragender natürlicher Fuchs.« (S. 617, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
427 Voß
»Voß (Voß-Wolffradt). Lutherisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Johannes Vulpes, miles, mit dem auch die Stammreihe beginnt, Ritter und Rat des Fürsten Nikolaus von Werle, als Zeugen in einem Vergleiche zwischen dem Kloster Dargun und der Stadt Malchin 15. Mai 1253 urkundlich (vergl. Meckl. Urk.-Buch, Nr. 721) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein springender roter Fuchs. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Fuchs wachsend. - - Preußische Genehmigung zur Namen- und Wappenvereinigung als „von Voß-Wolffradt“ 6. Juni 1905, Wappen (1905): Geviert; 1 und 4 = Voß, 2 und 3 gespalten, rechts von Gold und Schwarz geschacht, links in Rot auf grünem Rasen ein aufgerichteter natürlicher Wolf der ein goldenes Rad hält (Wolffradt). 2 Helme; rechts = Voß, links mit rot-goldenen Decken der Wolf zwischen 2 auswärts-geneigten gold-gestielten Hellebarden, die mit befruchteten Weinreben umrankt sind (Wolffradt).« (S. 636 & 637, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
428 Waldburg
»Waldburg. Katholisch. - Schwäbischer (hochfreier) Uradel, der mit Ebirhardus de Tanne (heute Alttann, Gem. Wolfegg, württ. Oberamt Waldsee) um 1170 urkundlich (Orig. im Archiv Hechingen, abgedr. im Württ. Urk.-Buch II, 138) zuerst erscheint. Welfische und staufische Kriegsdienstmannen, als ministeriales im Gefolge Friedrich I. 1187 urkundlich (a. a. O. II, 249 und C. F. Stälin, Wirt. Gesch. II, 440); pincerna de Tanne 1197 (s. Württ. Urk.-Buch II, 321); Erwerbung von Wolfegg (Oberamt Waldsee), um 1200; dapifer (Truchseß) 1214 (a. a. O. III, 11); Erwerbung von Waldsee 1240, von Trauchburg 1306, von Zeil 1337. - Truchseß von Waldburg 1419; Reichsfreiherr Ulm 4.Juli 1502; Reichserbtruchseß 1525 (endgültig 1594); württembergischer Reichserb-Oberhofmeister 23. Juli 1808 (für den jedesmaligen Senior des Gesamtgeschlechtes). - Wappen (Stammwappen): In Gold 3 schreitende schwarze Löwen. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein gold-bequastetes rotes Kissen, darauf ein natürlicher Pfauenwedel; hinter dem Wappen rechts eine schrägrechts-gestellte Standarte mit dem Schildbild.« (S. 326, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
429 Waldow
»Waldow (Waldow und Reitzenstein). Uradel des bayrischen Nordgaus, der mit dem Reichsministerialen dominus Volricus de Waldowe in einer undatierten Urkunde um 1223 (Orig. im Bayr. Hauptstaatsarchiv München, Gerichtsurk. Herrschaft Ortenburg, fasc. 1, Nr. 1) und Ulricus de Waldauwe 13. Januar 1224 urkundlich (a. a. O., Klosterurkunden Prüfening, fasc. 10) zuerst erscheint und seinen Namen von der im Juli 1213 begonnenen Burg (heute Waldau, Bez.-Amt Vohenstrauß, Oberpfalz) nimmt. Eines Stammes mit den + Waldthurn, Pleystein und Hostau, seit 1545 in der Stammesheimat im Mannesstamme erloschen. Wahrscheinlich stammt das Geschlecht von Heinrich de Vohburg 1151 ab (a. a. O., Traditionsbuch Kloster Geisenfeld, Klosterliteralien). Einwanderung des heute blühenden Stammes in die Mark Brandenburg mit Ritter Hentzlinus de Waldow 4. bzw. 9. August 1350 als Mitglied des bayrisch-brandenburgischen Heeres, der vorher als Herr auf Rothenstadt (Juli 1344), Bezirks-Amt Neustadt an der Waldnaab (Anfang März 1348 von Kaiser Karl zerstört), genannt wird. Erstes Auftreten in der Mark 5. August 1351 urkundlich (Orig. im Preuß. Geheimen Staatsarchiv Dahlem, Rep. 78a, Nr. 5, fol. 67, Rückseite); Hentzlinus erscheint ferner Spandau 9. Juli 1352 als Marschall des Markgrafen Ludwig des Römers a. d. H. Wittelsbach (Stadtarchiv in Berlin, Pergament 8, L., Nr. 5 [1029] und Riedel B. 2, 346). Die ununterbrochene sichere Stammreihe beginnt mit Hans von Waldow, Ritter, 1416-51. - Wappen (ältestes Siegel von 1359 und in der Mark von 1402): a) ursprünglich = Waldthurn: Hinter Zinnenmauer oder auch auf einem Dreiberg ein Wehrturm; b) seit etwa 1300 durch Ererbung das Wappen der vor 1289 + Ruprechtstein: In Rot ein schrägrechts liegendes silbernes Pfeileisen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein mit 7 silbernen Straußenfedern besteckter schwarzer Turnierhut.« (S. 585, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939) 
 
430 Wangenheim
»Wangenheim. Lutherisch. - Thüringischer Uradel, der mit Bertohus de Wangenheim 1170 urkundlich (Wenk, Hess. Landesgesch. III, Urk.-Buch LXXX, S. 77) zuerst erscheint; die Stammreihe wird auf dessen vermutlichen Vater Ludwig, 1133 zurückgeführt. - Das Geschlecht wurde 31. August 1842 in die bayerische Adelsmatrikel bei der Freiherrenklasse eingetragen, durch Ministerialerlaß Gotha 7. August 1855, 8. Februar 1856 und 22. Mai 1858 im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha, durch Ministerialerlaß Hannover 2. August 1856 im Königreich Hannover als freiherrlich anerkannt sowie in das sächsische Adelsbuch unter Nr. 386 als „Deutscher Uradel und Freiherr“ im September 1911 eingetragen; preußischerseits wurde laut Veröffentlichung vom 17. Januar 1872 den 1869 in der preußischen Armee stehenden 17 Mitgliedern des Geschlechts und dem Besitzer von Neu-Lobitz mit seinen Brüdern die Führung des Freiherrentitels genehmigt. - - Wappen (Stammwappen, ältestes Siegel von 1219 mit den Zwillingsbalken allein): Gespalten; rechts in Silber ein springendes rotes Windspiel, links in Gold 3 schwarze Zwillingsbalken. Auf dem Helme mit rechts rot-silbernen, links schwarz-goldenen Decken ein hermelingestulpter roter Hut zwischen offenem, rechts rotem, links silbernem Fluge.« (S. 631, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
431 Wartensleben
»Magdeburgischer Uradel, der mit Baldewin de Werdesleve als Zeugen des Klosters Althaldensleben 1270 urkundlich (Behrends Neuhaldenslebensche Kr.-Chronik Band 2, S. 620) zuerst erscheint. - Wappen (1706, 1745): Unter von Gold und Silber gespaltenem Schildeshaupte, darin ein schwarzer Doppeladler, dessen linker Flügel mit goldenem Kleestengel belegt ist, in Gold ein aus grünem Busche über grünem Boden aufspringender roter Wolf (Stammwappen). Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit schwarz-silbernen Decken ein offener schwarzer Adlerflug, dessen linker Flügel mit goldenem Kleestengel belegt ist, auf dem mittleren mit rot-goldenen Decken der Wolf zwischen 2 nach auswärts geneigten Pfauenschweifen (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-goldenen Decken ein mit einem blauen Bande 2mal umwundener silbern-bekleideter Frauenarm.« (S. 639, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
432 Watzdorf
»Watzdorf. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigen Stammhause bei Rudolstadt, der mit Heidenricus de Watsdorf 1261 urkundlich (Orig. im Landesarchiv Sondershausen unter Urk. des Klosters Paulinzella Nr. 11, Reposit. XII, Kasten 13) zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt. - Wappen: Von Gold und Schwarz gespalten. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 2 Büffelhörner, ein schwarzes und ein goldenes, jedes mit 4 aus je 3 Federn bestehenden Pfauenspielen besteckt.« (S. 544, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
433 Wechmar
»Wechmar. Evangelisch und lutherisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Gotha, der mit Sinoldus de Wechmar 1170 urkundlich (vergl. Wenk, hess. Landesgesch. III. Urk.-Buch, p. 77) auftritt und mit Reinhard von Wechmar 1400 die ununterbrochene Stammreihe beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Rhön-Werra, zugehörig. - Wappen (Stammwappen): In Silber 2 rechts-gekehrte rote Spitzen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 Gemshörner, das rechte silbern, das linke rot.« (S. 576, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
434 Wedel
»Wedel (Wedel-Parlow, Wedel-Burghagen). Evangelisch. - Stormarnscher Uradel, der mit Heinricus, Hasso und Reinbernus de Wedele 1212 mit dem Geschlechtsnamen urkundlich (vergl. Urk.-Buch zur Gesch. des schloßges. Geschl. der Grafen und Herren von W., bearb. und herausgegeb. von Heinrich von W., Band I, Leipzig 1885) zuerst erscheint und dessen Abstammung auf Heinrich, Vogt des Klosters Neumünster, zu Ottenbüttel, erwähnt 13. September 1149, zurückgeführt wird. Seit 1240 in Pommern schloßgesessen, tritt das Geschlecht früh in drei Stämmen auf, deren Zusammenhang nicht näher feststeht - Verleihung des Präsentationsrechts zum ehemaligen preußischen Herrenhaus 22. Dezember 1856; preußische Genehmigung der einheitlichen Schreibweise "von Wedel" Potsdam 10. August 1893. - Wappen: In Gold ein schwarzes Richtrad mit 16 scharfgezahnten Zacken und 8 Speichen. Später erscheint statt der Radnabe ein Kopf und endlich ein Mannesrumpf in von Schwarz und Rot gespaltenem Gewande mit gleichfarbigem Hute innerhalb der gezahnten Radfelge. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken der Mannesrumpf wachsend.« (S. 561, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
435 Weltzien
»Weltzien. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Lübz, der mit Deneke de Weltzin, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 12. Februar 1270 urkundlich (Orig. im Geh.- u. Staatsarchiv in Schwerin; abgedr. im Meckl. Urk.-Buch Nr. 1180) zuerst auftritt. - Wappen: In Silber eine schrägliegende geflügelte rote Pferdebremse. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 648, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
436 Wense
»Wense. Evangelisch und katholisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Fallingbostel (Lüneburger Heide), der mit Johann von Wense, famulus, als mit Wense belehnt, 1330 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv in Hannover, abgedr. in Lenthes Archiv) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Otto von der Wense, Herrn auf Wense, 1367, + vor 1408, beginnt. - Wappen: In Gold ein schwarzer Balken, später mit einer goldenen Weinrebe belegt. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken eine goldene und eine schwarze Straußenfeder.« (S. 554, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
437 Werder
»Werder. Evangelisch. - Märkisch-magdeburgischer Uradel, der mit Busso von dem Werder 1369 urkundlich (s. Gercken, Codex dipl. VII, S. 462) und mit den Brüdern Albrecht, Henning und Fritz sowie ihren Vettern Busso und Konrad von dem Werder im ersten Lehnbuch der Magdeburgischen Erzbischöfe, 1368-80 (vergl. Dr. Gustav Hertel „Die ältesten Lehnbücher der Magdeburg. Erzbischöfe“, Halle 1883) erwähnt wird. - Wappen: In Blau ein mit 3 silbernen Lilien belegter, oben von 4, unten von 3 goldenen Sternen begleiteter roter Schrägrechts-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rechts blau-goldenen, links rot-silbernen Decken ein mit 3 silbernen Lilien belegter roter Pfahl zwischen offenem, von Rot und Blau geteilten Fluge.« (S. 779, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
438 Werthern
»Werthern. Thüringischer Uradel, der mit Heroldus de Wirthere 1209 urkundlich (Walkenrieder Urk. Nr. 70, vergl. Gesch. d. Geschl. der Grafen und Freiherren von Werthern, 3 Teile, Erfurt) zuerst erscheint und mit Friedrich von Werthern, + 1346, die Stammreihe beginnt. - Anerkennung (Redintegration) des Herrenstandes Dresden 3. Dezember 1711 (im kursächs. Reichsvikariat für das Gesamtgeschlecht). - - Wappen (Stammwappen): Geviert; 1 und 4 in Gold ein gekrönter roter Löwe, 2 und 3 in Schwarz ein schrägrechter goldener Baumast, oben mit 2, unten mit einem grünen Blatt. Auf dem gekrönten Helme mit rechts rot-goldenen, links schwarz-goldenen Decken ein wachsender, gekrönter silberner Bär mit goldenem Halsband, die Krone mit 3 (rot, golden, schwarzen) Straußenfedern besteckt.« (S. 589, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
439 Westernhagen
»Westernhagen. Evangelisch und katholisch. - Eichsfeldischer Uradel aus der „goldenen Mark“ von Duderstadt, der mit Conradus und Hermannus de Indagine, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1258 urkundlich (Orig. im bayer. Haupt-Staatsarchiv in München) zuerst erscheint. Der Name wechselte zwischen de Indagine, von Hagen, von Hayn und, nachdem um 1300 östlich der um 1123 erbauten alten Wasserburg Hagen bei Berlingerode eine zweite Burg (Osterhagen) bei Hundeshagen erbaut worden war, von Westernhagen. - Wappen: In Blau ein aufrechter silberner Leopard. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 4 goldene Hiebfänger (später Pfeile), von denen 2 pfahlrecht gestellt sind, zwei balkenweise liegen und mit natürlichen Pfauenfederbüscheln besteckt sind.« (S. 562, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
440 Wickede
»Wickede. Lutherisch. - Eines Stammes und ursprünglich auch Wappens mit dem um 1230 (vergl. Dortmunder Urk.-Buch, Band I, Nr. 68) zuerst auftretenden Dortmunder Erbsassengeschlecht von Wickede mit gleichnamigem Stammhause bei Dortmund, das in einem Zweige Anfang des 14. Jahrhunderts nach Lübeck kam, und dort der adeligen Zirkelgesellschaft angehörte. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit dem proconsul lubecensis Hermannus de Wickede, * 1290. + Lübeck 29. Januar 1367, Herrn auf dem Löwenhofe (heute Alt-Lauerhof) bei Lübeck, vermutlich einem Sohn des Gotsalcus de Wickede, 1304 urkundlich (vergl. Dortmunder Urk.-Buch, Band I, Nr. 289 u. 298). Everhard von Wickede erscheint unter Knappen mit ritterbürtigen Bürgen 1. September 1348 urkundlich (vergl. Lübecker Urk.-Buch, S. 839, Nr. 2) und Segebodo von Wickede, als Sohn des obigen Hermann 15. August 1348 urkundlich (Lübecker Oberstadt-Buch) erwähnt, wird Mitte des 14. Jahrhunderts als Ritter des Deutschen Ordens in Thorn genannt (vergl. Gesch. des altadelig. Geschl. von Wickede, verfaßt von Vollrad v. W., neu bearb. von Hermann v. W., Rostock 1900). Aufnahme in die mecklenburgische Ritterschaft seit 1702. - Wappen: Ursprünglich ein Schrägrechts-Balken (Siegel vom 23. Jan. 1403, Lübecker Staatsarchiv, Varia, Nr. 227); seit etwa 1430 (ähnlich dem der Dortmunder Sudermann): Geteilt, oben in Gold ein wachsender schwarzer Adler, unten in Blau ein goldener Sparren. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken 2 nach vorn gebogene schwarze Hörner (Wallroßzähne), je belegt mit 2 goldenen Sparren.« (S. 576, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
441 Winckel
»aus dem Winkel. Evangelisch. - Obersächsischer Uradel, eines Stammes mit den von Krosigk und den 1727 erloschenen Köler, der mit Karle von Crozuck ut dem Winkele Mittwoch nach Quasimodogeniti 1339 urkundlich (s. Lehnbuch des Fürsten Bernhard zu Anhalt im Staatsarchiv in Zerbst, abgedr. bei Freiherr v. Mansberg, Erbarmanschaft Wettinischer Lande, Band IV) zuerst erscheint und dessen Stammreihe von der derer von Krosigk mit Kurt aus dem Winkel 1384 abzweigt. - Wappen: In Silber 3 rechtshin quer übereinander liegende rote Pflugscharen. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufgerichtete, nach außen geschrägte, abgewendete rote Pflugscharen.« (S. 594, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
442 Windisch-Graetz
»Windisch-Graetz. Katholisch. - Uradel, der vermutlich eines Stammes mit denen „von Diengen“ ist, die aus der bayerischen Grafschaft Wolfratshausen stammen und als Dienstmannen der Grafen von Andechs in deren innerösterreichische Besitzung Windisch-Graetz kamen; Wernhardus de Graeze, miles, tritt 1218-22 urkundlich (Steiermärk. Urk.-Buch II, 291, Nr. 201) daselbst auf. Nach Schenkung von Windisch-Graetz an das Patriarchat von Aquileja 1251 trat das Geschlecht zur Ministerialität von Aquilaja, nach Einnahme von Windisch-Graetz durch König Ottokar II. von Böhmen als Herzog von Steiermark zur steierischen Dienstmannschaft über. Die sichere Stammreihe beginnt mit Konrad von Windisch-Graetz 1299, tot 1339, Landesverweser in Steier 1323. - Reichsfreiherr zu Waldstein und im Thal Wien 7. Juli 1551 (für die Brüder Erasmus, Stammvater des blühenden Hauses, und Pankraz, sowie ihre Vettern die Brüder Sebastian und Jacob von Windisch-Graetz); Wappenbesserung Wien 21. November 1557 (für dieselben); Reichsgraf Wien 24. November 1557 (für die vorgenannten Erasmus und Pankraz); Erblandstallmeister von Steiermark 27. Juni 1565; ungarisches Indigenat 19. Juli 1655; Reichsgraf Frankfurt am Main 2. August 1658 (für Gottlieb von Windisch-Graetz, Freiherrn von Waldstein und im Thal); Aufnahme in das fränkische Reichsgrafenkollegium (als Personalist) 28. Januar 1684; böhmisches Inkolat 26. März 1689; Großes Palatinat Wien 14. Februar 1730. - Die folgenden Linien stammen von zwei Söhnen des Grafen Joseph Niklas, + 24. Januar 1802. - Wappen (Stammwappen): In Rot Kopf und Hals eines gold-bezungten silbernen Wolfs. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 332, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
443 Winterfeld
»Winterfeld(t). Evangelisch. - Märkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Salzwedel, der mit Adam von Winterfeld 1291 urkundlich (Orig. im Stadtarchiv zu Greifswald) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Ditrich, Herrn auf Dalmin, um 1380-1420 beginnt. Schloß- und burggesessen in der Prignitz. - Wappen: In Blau ein über eine gebundene goldene Garbe springender natürlicher Wolf. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken der Wolf wachsend zwischen 2 gepanzerten Armen.« (S. 582, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
444 Witzleben
»Witzleben (Witzleben-Normann, Ziegler Witzleben). Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Stadtilm, der mit Adelherus und Berbato de Wiceleibe 1133 urkundlich (Orig. im Archiv in Rudolstadt) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hermann von Witzleben 1251 beginnt. - Wappen: Dreimal von Silber und Rot im gestürzten Sparrenschnitt geteilt. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein roter Hut mit aufgeschlagener, hermelinverbrämter Krempe, aus der 2 nach außen stehende, schwarze Schäfte hervorragen, die zu beiden Seiten mit je 4 roten Blättern und oben mit 5 abwechselnd roten und silbernen Straußenfedern besteckt sind. Die Liebensteiner (jetzt Oldenburger) II. Linie führt einen 2. gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken, auf dem Kopf samt Hals eines gold-bewehrten natürlichen Geiers mit goldenem Halsband zwischen rechts 2, links 3 silbern und rot-gespaltenen Fähnlein an roten Stangen hervorwächst.« (S. 614, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
445 Woedtke
»Woedtke. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Goerke, vermutlich eines Stammes mit den wappengleichen von Kleist, der mit Dubislaus de Wotike als Gründer der Stadt Plathe 8. Juli 1277 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch Band II, Nr. 1069) zuerst erscheint und mit Joachim auf Woedtke und Zirkwitz die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein von 2 flüchtigen roten Füchsen begleiteter roter Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 fächerförmig auf 3 (silbern, rot, silberne) Rosen gestürzte Knebelspieße mit goldenen Stielen und silbernen Eisen.« (S. 660, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
446 Wolffersdorff
»Wolfersdorff (Wolfersdorf, Wolffersdorff). Evangelisch. - Vogtländischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weida, der mit Bruno de Wolfimsdorf, miles, 20. Februar 1282 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Hans von Wolffersdorff um 1400 beginnt. - Wappen: In Gold ein springender schwarzer Wolf. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein sitzender gekrönter schwarzer Wolf, dessen Krone mit 3 (schwarz, golden, schwarzen) Straußenfedern besteckt ist.« (S. 609, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
447 Wulffen (schwarzer Wolf)
»Wulffen (Magdeburg). Evangelisch. - Anhaltisch-magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Cöthen, der mit Bernhardus de Wolve et frater ejus Gero unter den Schöffenbarfreien im Landgericht zu Wörbzig, Anhalt, 28. November 1156 urkundlich (vergl. Cod. dipl. anhalt., herausgegeben von v. Heinemann, Band I, S. 312 u. 425) zuerst erscheint und mit Hans von Wulffen, + vor 1177, Herrn auf Wulfen, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Gold ein springender, schwarzer Wolf. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender schwarzer Wolf.« (S. 790, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
448 Wuthenau
»Wuthenau. Märkischer Uradel, der seinen Namen von Wuthenow am Ruppiner See herleitet und mit Nicolaus de Wtonowe, miles, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 16. März 1273 urkundlich (Orig. im Archiv zu Salzwedel, s. auch Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. A. XIV, 14) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber 2 aufwärts-geschrägte rote Feuerhaken, überhöht von einem roten Sterne (auch im von Rot über Silber geteilten Schilde die Wappenbilder in gewechselter Farbe). Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende rot-gekleidete Jungfrau, die in jeder Hand einen roten Feuerhaken hält.« (S. 628, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
449 Zanthier
»Zanthier. Evangelisch. - Anhaltischer Uradel, seiner Überlieferung nach pommerellischer Herkunft (Burg Zanthier a. d. Weichsel 1245 als erbaut erwähnt), der mit Erhard Zcanthir 25. Juli 1404 urkundlich (vergl. Regesten der Urk. des Herzogl. Haus- und Staatsarchivs zu Zerbst aus den Jahren 1401-1500, herausgegeben von Dr. Wäschke, Archivrat, Dessau, 1909) unter den Mannen des Grafen Albrecht von Anhalt zuerst erscheint und sich in Sachsen, Vor- und Hinterpommern ausbreitete. - Wappen: In Rot ein mit 3 natürlichen Zanderköpfen belegter silberner Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufgerichtete, nach außen gekrümmte natürliche Zander.« (S. 632, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
450 Zastrow
»Zastrow (Zastrow gen. von Küssow). Evangelisch und katholisch. - Pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Greifswald, der mit Conrad von Zastrow 1270 urkundlich (vergl. Dähnert, Pomm. Bibliothek, Band III, S. 411) zuerst erscheint und in vier Stämmen blüht, deren Zusammenhang nur von Stamm A und B näher feststeht. - Wappen: In Silber eine entwurzelte 5blättrige grüne Staude. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken die Staude zwischen 2 silbernen Büffelhörnern. Der Stamm D (Dargeroese) führt auf dem Helme mit blau-silbernen Decken eine wachsende Jungfrau in von Silber und Blau gespaltenem Gewande und mit einem Kranz auf dem Haupte, in der Rechten einen Lorbeerkranz haltend, die Linke in die Hüfte gestemmt. - - Preußische Genehmigung zur Führung des Namens „von Zastrow gen. von Küssow“ Berlin 15. August 1801 (für Friedrich von Zastrow, vormals Herrn auf Klein-Küssow, Königl. preuß. Rittmeister a. D.).« (S. 631 & 639, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 

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