Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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51 Bentheim
»Bentheim (des Stammes von Götterswick). Reformiert. - Rheinisches edelfreies Geschlecht, das mit Everwinus de Gotterswich (Götterswick in Götterswickerhamm, Reg.-Bez. Düsseldorf) 1191 urkundlich (Staatsarchiv Düsseldorf, Clevisches Kopiar des 14. Jahrh., fol. 18) zuerst erscheint; Evervinus nobilis vir de Gotirswich tritt 22. April 1256 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Düsseldorf, abgedr. bei Lacomblet, Urk.-B. f. d. Gesch. des Niederrheins, Band II, Nr. 425) auf; Graf von Bentheim (s. II. Linie) 1421 infolge der Ehe des edelfreien Herrn Everwin von Götterswick, + nach 1371, mit Hadwig, * vor 13. Mai 1317, + nach 1371, des Grafen Johann von Bentheim a. d. H. der Grafen von Holland, + 30. Oktober 1421, Schwester und Erbin; Herr zu Steinfurt (s. II. Linie) 1421 bzw. 1432; Erbvereinigung zwischen Bentheim und Steinfurt 19. März 1487; Herr zu Wevelinghoven 1492 und 1513 infolge der Ehe des Grafen Arnold von Bentheim-Steinfurt mit Katharina von Gemen; Graf von Steinfurt Worms 26. April 1495 (für Everwin II. Grafen von Bentheim und Herrn von Steinfurt); Erwerbung von Tecklenburg (Reg.-Bez. Münster; Grafschaft Tekeneburg 1129) und der Herrschaft Rheda (s. u.) infolge der Ehe (13. Febr. 1553) Everwins III. Grafen von Bentheim, * 1536, + 19. Februar 1562, mit Anna Gräfin von Tecklenburg a. d. H. Schwerin, * 5. Juli 1532, + 23. August 1582; Erwerbung der Hoyaschen Ämter (s. u.) Ucht und Freudenberg 1583 infolge der Erbvereinigung zwischen Tecklenburg und Hessen-Kassel 20. April 1575; Anfall der Neuenahrschen Erbgüter (Grafschaft Hohen-Limburg, Herrschaften Helfenstein, Lennep, Alpen, Erbvogtei Köln) 1589 und 1602 infolge der Ehe (1573) des Grafen Arnold II. von Bentheim, * 11. Oktober 1554, 11. Januar 1606, mit Magdalena Gräfin von Neuenahr, * 1548, + 23. Dezember 1626; Besitzteilung 27. Oktober 1609 unter den Söhnen Graf Arnolds II., Grafen von Bentheim-Tecklenburg, Steinfurt und Limburg, Herr zu Rheda, von denen zwei die folgenden Linien stifteten. - Wappen (Stammwappen): In Rot 17 (4, 5 [1/2, 3, 1/2] 4, 3, 2, 1) goldene Münzen. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein wie der Schild bezeichneter rot-bekleideter Mohrenrumpf mit goldenem Kragen und gold-gestulpter rpter Spitzmütze mit goldener Quaste.« (S. 160, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
52 Bentinck
»Bentinck. Reformiert. - Geldernscher Uradel, dessen gleichnamiges Stammschloß bei Gorssel in der niederländischen Provinz Gelderland gestanden haben soll, der mit Wennemer Bentinck 1304 urkundlich (Urk. von St. Jan te Arnhem) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Henrik Benthinck, 1400 mit Arensberg bei Heerde belehnt, beginnt. - Aufnahme in die Ritterschaft von Gelderland 1377; Graf von Portland 9. April 1689 (für Wilhelm von Bentinck); Reichsgraf Wien 29. Dezember 1732 (für Hon. William Bentinck, 2. Sohn des Grafen von Portland und Bruder des 1. Duke of Portland [s. III. Abt. B.]); Ererbung der reichsunmittelbaren Herrschaften Knyphausen und Varel durch seine Ehe mit Charlotte Sophie Gräfin von Aldenburg, * 4. August 1715, x 1. Juni 1733, + 5. Februar 1800; Zuerkennung des Prädikates „Erlaucht“ (primog.) durch Bundesbeschluß vom 12. Juni 1845; Abtretung der oben genannten Standesherrschaften an Oldenburg 1854; Königlich großbritannische Anerkennung des Grafentitels 22. März 1886; Ererbung des Standesherrschaft Waldeck-Limpurg in Württemberg sowie erbliches Mitglied der ehemaligen württembergischen Kammer der Standesherren 18. Dezember 1888; Fürstlich waldeckische Genehmigung zur Führung des Waldeck'schen Namens und Wappens 18. September 1889. - Die Nachgeborenen führen den Namen Graf bzw. Gräfin von Bentinck (Erlaucht). - Wappen (Stammwappen): In Blau ein silbernes Ankerkreuz. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 2 blau-bekleidete Arme die je eine silberne Straußenfeder halten.« (S. 163, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
53 Berckefeldt
»Berckefeldt. Evangelisch. - Grubenhagenscher Uradel mit dem Stammhause Pipinsburg bei Osterode am Harz, der mit Conradus de Barckinevelde 1189 urkundlich (vergl. Joh. Wolf, Polit. Gesch. des Eichsfeldes, Band I, Urk.-Buch, S. 13, Nr. 12) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Barthold, 1305, beginnt. - Wappen: In Rot ein schreitender gold-behalsbandeter rot-bezungter silberner Bracke über 7 (1, 3, 3) goldenen Pesanten (Byzantinern). Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Bracke.« (S. 39, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
54 Berg (Balken)
»Berg. Lutherisch. - Uckermärkischer Uradel, der mit Lüdecke, mit dem auch die Stammreihe beginnt, und seinem Sohn Hans von dem Berge, 1375 urkundlich (s. v. Mülverstedt, Landbuch Kaiser Karl IV., p. 137, 139 und 140-46) zuerst erscheint. - Wappen: In Blau ein kreisförmig von 14 goldenen Kugeln (Münzen) umgebener roter Balken. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern.« (S. 41, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
55 Berg (Vogel)
»Berg (genannt Dürffenthal). Katholisch. - Jülichscher Uradel, eines Stammes mit den von Berg gen. Bleus, mit dem Stammhause Dürffenthal bei Ülpenich, Kreis Lechenich, der mit Christian von Durffendale, mit dem auch die Stammreiche beginnt, 1357 urkundlich (vergl. Kremer, Akad. Beiträge zur Jülich- und Bergischen Geschichte, S. 47) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein schwarzer Balken, auf welchem ein schwarzer Vogel. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein silbernes Hifthorn mit schwarzer Schnur.« (S. 56, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
56 Berge
»Berge und Berge und Herrendorff (Herrndorf). Schlesisch-niederlausitzischer Uradel, der mit Hannos vom Berge 16. Februar 1383 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Breslau, Rep. 58, Nr. 90) in Schlesien auftritt und von dem Mitglieder bereits Ende des 14. Jahrhunderts als Lehnsleute der Edlen Herren von Bieberstein auf Groß-Kölzig in der Niederlausitz saßen; die Stammreihe beginnt mit Hans von Berge, angeblich aus Tirol in Schlesien eingewandert, im Gefolge der Heiligen Hedwig, Tochter Bertholds IV. Markgrafen von Meran, Gemahlin Heinrich I. von Schlesien und Polen. - Wappen: Geteilt; oben in Silber ein wachsender roter Steinbock, unten blau ohne Bild. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein natürlicher Pfauenschweif.« (S. 35, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 32. Jg. 1933) 
 
57 Berlepsch
»Berlepsch. Evangelisch und katholisch. - Uradel aus dem niedersächsischen Leingau, der mit Cunradus de Berleibisin Homberg 25. Februar 1233 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Marburg) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Ritter Konrad von Berlepsch, tot 1271, beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Berleibisin, Berleybischin, Berlevessen und Berlepsch. - Wappen: In Gold 5 (2, 2, 1) rot-bewehrte, grüne Sittiche mit roten Halsbändern. Auf dem rot-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken 2 rote Stäbe mit silberner, mit 7 schwarzen Hahnenfedern besteckter Kugel.« (S. 69, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
58 Berlichingen
»Berlichingen. Schwäbischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause an der Jagst, dessen Stammreihe mit Engelhard von Berlichingen, 1194-1220, urkundlich (Württemb. Urk.-Buch II, 387, und III, 372), beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Odenwald, sowie des schwäbischen Kantons Kraichgau zugehörig. - Immatrikuliert im Königreich Württemberg bei der Freiherrenklasse des ritterschaftlichen Adels. - Wappen (Stammwappen): In Schwarz ein fünfspeichiges silbernes Wagenrad. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein sitzender silberner Wolf mit einem Lamm im Rachen.« (S. 21, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
59 Bernewitz
»Bernewitz. Lutherisch. - Märkischer Uradel, mit gleichnamigem Stammhause (seit Ende 1500 Barnewitz) im Westhavelland, der mit Ortolfus de Burnewitz als vir nobilis 15. Oktober 1219 urkundlich (Orig. Univ.-Bibliothek Leipzig, abgedr. Urk.-Buch des Hochstifts Meißen) und mit Henricus de Bornewitz zu Saugevelde 7. März 1232, der auch noch Hufen in Bornewitz besitzt, auftritt und dessen ununterbrochene Stammreihe mit Tidekin de Bornewitz zu Saugevelde (Seegefeld b. Spandau) 12. April 1265 urkundlich (Staatsarchiv Berlin, abgedr. Urk.-Buch der Mark Brandenburg unter Barne[Berne-, Borne-]witz) beginnt. - Wappen: Geviert; 1 und 4 in Silber ein gold-gekrönter roter Löwe (Stammwappen), 2 und 3 in Schwarz 3 goldene Sparren übereinander. Freiherrenkrone und 2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-silbernen Decken 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern (Stammwappenhelm), auf dem linken mit schwarz-goldenen Decken 2 von Schwarz und Gold gestückte Büffelhörner.« (S. 12, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
60 Bernstorff
»Bernstorff. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im heutigen Amt Grevesmühlen, Mecklenburg, der mit Johann dictus de Berndesdorpe 1300 urkundlich (s. Mecklenb. Urk.-Buch) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hermanus Bernstorp, 1430-46, Herrn auf Teschow, beginnt. - Wappen: In Rot ein mit 3 gestürzten grünen Blättern belegter silberner Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein Pfauenfedernbusch.« (S. 19, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
61 Berstett
»Berstett. Im Mannesstamme erloschen. Evangelisch. - Unterelsässischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Straßburg (bis 1793 im Besitz des Geschlechts), eines Stammes und Wappens mit den von Kuenheim, der mit Wido de Berstedden 1120 urkundlich (Urk. der Abtei Mauernmünster, vergl. Kindler v. Knobloch „das Goldene Buch von Straßburg“, Jahrbuch „Adler“, Wien 1884, S. 80) zuerst erscheint und auch mehrfach das Stättmeisteramt in Straßburg bekleidete; der schwäbischen Reichsritterschaft zugehörig. - Französische Bestätigung des Freiherrenstandes (Baronats) Compiègne 6. August 1773 (für das Gesamtgeschlecht). - Wappen: In Silber ein zweischwänziger schwarzer Löwe. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken der Löwe wachsend.« (S. 30, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 90. Jg. 1940) 
 
62 Beschwitz
»Beschwitz. Evangelisch. - Meißnischer Uradel mit dem gleichnamigen Stammhause (heute Petzschwitz) in der Amtshauptmannschaft Meißen, der mit Markward de Beswicz 1227 urkundlich (s. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande, Band I, S. 427 ff., und Band II, S. 113 ff.) zuerst erscheint und mit Otto von Beczschwicz, + 1505, urkundlich 1467-99, die ununterbrochene Stammreihe beginnt. - Wappen: Von Silber und Rot gespalten mit grüner Staude mit einem grünen Blatt oben und je 3 auf jeder Seite. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein vorwärts-gewendeter sitzender goldener Löwe, in jeder der erhobenen Vorderpranken 3 Rohrkolben haltend.« (S. 21, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
63 Bettendorff
»Bettendorff. Katholisch. - Oberpfälzischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Nabburg, Oberpfalz, der mit Friedrich von Bettendorff 21. September 1091 urkundlich (Orig. im Gen.-Landesarchiv Karlsruhe) zuerst auftritt und dessen Stammreihe mit Ulrich von Bettendorff 1333 beginnt. Das Geschlecht kam im Dienste der Wittelsbacher im 14. Jahrhundert nach der Kurpfalz. Die ausgestorbenen Linien gehörten der mittelrheinischen, schwäbischen und unterelsässischen, die jetzt noch blühende der fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Odenwald, an. - Immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 12. April 1849. - Wappen (Stammwappen): In Rot ein silberner Ring. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken der Ring mit einem Busche von 7 schwarzen Hahnenfedern besteckt.« (S. 24, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
64 Beulwitz
»Beulwitz. Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Saalfeld, Sachsen-Meiningen, der mit Erwin de Bulewicz 1137 urkundlich (Staatsarchiv in Rudolstadt, A. VIII, 8c, Nr. 6, Bl. 6, Kopie in Jena) zuerst erscheint und (seit 1540) zur fränkischen Reichs-Ritterschaft, Kantons Gebürg, gehörte. Die Stammreihe beginnt mit Hartmund, 1265-1310, Ritter. - Wappen: In Blau ein zunehmender, gesichteter, silberner Halbmond, von 3 (2, 1) silbernen Sternen begleitet. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein rot-bewehrter, silberner Hahn.« (S. 71, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
65 Beust
»Beust. Lutherisch und katholisch. - Altmärkischer Uradel mit dem Stammhause Büste bei Stendal, der zu den Burgmannengeschlechtern von Tangermünde und Wolmirstedt gehört und mit Henricus de Bujez, nobilis, 1228 urkundlich (s. Riedel, Codex dipl. Brandenburg., Band VI), zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Bujez, Buziz, Buezst, Bouzt, Buzt, Buyst und Beust. - Wappen: Von Rot und Silber durch 3 Spitzen gespalten. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende rot (auch rot-silbern)-gekleidete Jungfrau mit abhängendem bekränztem, goldenen Haar, in jeder Hand eine wie der Schild bezeichnete Fahne haltend.« (S. 71, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
66 Bibow
»Bibow. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Amte Crivitz, wohl eines Stammes mit den Hahn, von Dechow und von Hardenack, der 1247 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch, Band II, Nr. 592) auftritt und seine Abstammung auf Vicko de Bybowe, 1316, Ritter, zurückführt. - Wappen: a) (noch 1384 auf der Glocke von Westenbrügge, die Heydenreich von Bibow stiftete): In Silber ein roter Hahn; b) (später): in Silber ein roter Hahn auf grünem Kissen mit 4 goldenen Quasten. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 23, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
67 Bibra
»Bibra. Fränkischer Uradel mit gleichnamiger, noch jetzt im Besitz befindlicher Stammburg bei Meiningen, der mit Rupertus de Bibra 6. Mai 1119 urkundlich (Mon. boic., Band XXV, S. 545) zuerst erscheint und dessen ununterbrochene Stammreihe mit Bertholdus de Bibera 16. Januar 1245 urkundlich (Schult, Dipl. Gesch. I, 65. 69) beginnt; der fränkischen Reichsritterschaft, Kantone Steigerwald und Rhön-Werra zugehörig. - Wappen (Stammwappen): In Gold ein schrägrechter aufwärts schreitender schwarzer Biber. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken ein offener goldener Flug, je einwärts mit dem Biber belegt. - - Reichsfreiherr Wien 3. August 1698 (für die Brüder Johann Ernst, Christian Erhard, kurmainz. Obersten der Kav., Georg Friedrich, kursächs. Generalmajor, und Heinrich Carl von Bibra.« (S. 25, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
68 Biedenfeld
»Biedenfeld. Evangelisch. - Hessischer Uradel, der mit den Brüdern Gerlach und Sifrid von Biedenfeld seit 1215 in oberhessischen Urkunden (Kuchenbecker, Analecta Hassiaca, III, S. 130) vorkommt und bis 1261 zu den Ganerben der Burg Blankenstein (bei Gladenbach) gehörte. Die Stammreihe beginnt mit Johann von Biedenfeld, 1303-1339, zu Battenberg. Das Geschlecht gehört zur althessischen Ritterschaft und vormals zur fränkischen Reichsritterschaft. - Wappen: In Schwarz ein querliegender silberner Wolfshaken. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein hermelingestulpter schwarzer Hut, besteckt mit geschlossenem, wie der Schild bezeichnetem Fluge.« (S. 75, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
69 Bila
»Bila (Biela, Byla). Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (dem heutigen Bielen), Grafschaft Hohenstein, der mit Ritter Albertus de Bele 1224 urkundlich (Urkunde im Archiv von Nordhausen) zuerst erscheint und später in drei Stämmen verschiedener Namensschreibweise auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - Wappen: In Blau zwischen 2 abgewendeten aufgerichteten silbernen Beilen mit goldenen Stielen (dem ursprünglichen Stammwappen) ein aufgerichteter gestümmelter, rechts 2mal, links 1mal geasteter goldener Baumstamm. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der Baumstamm zwischen offenem, von Silber und Blau übergeteiltem Fluge.« (S. 43, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
70 Billerbeck
»Billerbeck. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Pyritz, der mit Ulricus de Bilrebeke 13. September 1301 urkundlich (Pommersches Urk.-Buch, Band IV, S. 21) zuerst erscheint und um 1400 in verschiedenen Stämmen auftritt. - Wappen: In Blau 3 (2, 1) goldene Würfel, die beiden oberen mit 5 und 3, der untere mit 6 Punkten. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken die 3 Würfel nebeneinander, je aufs Eck gestellt und mit einem natürlichen Pfauenspiegel besteckt.« (S. 77, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
71 Bilow
»Bilow. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause (dem heutigen Wüstenbilow) bei Loitz in Vorpommern, der mit Hinricus Bylowe und dominus Hermannus de Bylowe 1320-1325 urkundlich (Pomm. Urk.-Buch, Verzeichnis von Vasallen des Fürsten Wizlaw III. in Rügen) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Radeke Bilow, 1387, Herrn auf Bilow. - Wappen: In Rot 3 querliegende silberne Beile übereinander, die Eisen rechts und abwärts gekehrt. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufwärts geschrägte silberne Beile.« (S. 24, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
72 Birckholtz
»Birckholtz. Erloschen. Evangelisch. - Altmärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Stendal, der wahrscheinlich zu der Wappen- und vermutlich auch Stammesgemeinschaft der von Holle, v. Meltzing, v. Karstedt, v. Klitzing, v. Frimerstorff und v. Kröpelin (vergl. Ledebur, Adel in der Mark Brandenburg, nach Wappenbildern gruppiert, in Märk. Forschungen Band IV, S. 184ff.) gehört, mit Thidericus de Berchholt 1249 zuerst urkundlich (vergl. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I A, IX, S. 3) erscheint und sich später im Lande Beeskow-Storkow, der Neumark, Niederlausitz, Sachsen, vorübergehend auch in Schlesien und der Oberlausitz ansässig gemacht und ausgebreitet hat. - Wappen 1382: Eine aufgestülpte, federnbesteckte Mütze im Schild und auf dem Helm (vergl. Posse, Siegel des Adels der Wettiner Lande, Band II, S. 40); später: in Rot drei (2, 1) mit drei schwarzen Hahnenfedern besteckte, spitze, silberne Stulpmützen. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender, rotgekleideter, bärtiger Mannesrumpf, dessen Haupt mit einer der silbernen Stulpmützen bedeckt ist.« (S. 87, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 16. Jg. 1915) 
 
73 Bischoffshausen
»Bischoffshausen. Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Witzenhausen, der sich im 13. Jahrhundert in Hessen ansässig machte und seine Stammreihe mit Willekinus miles de Aldehusen, braunschweigischem Vogt zu Göttingen und Hannover 1248-88, aus dem Geschlechte von Alhusen bei Hoya an der Weser, 16. Februar 1285 urkundlich (Staatsarchiv Hannover, Kloster Mariengarten Nr. 49) noch als lebend erwähnt beginnt, als dessen Sohn Segebandus de Woldendorpe, commorans in Bischopshusen 1291-1297, und Enkel Hermannus de Biscoppeshusen sive de Woldendorpe 1300-1337 erscheinen (vergl. auch Freiherr v. Schenck zu Schweinsberg, Hessenland 1900, Nr. 4, und 1901, Nr. 7). Das Geschlecht gehört zur Alrhessischen Ritterschaft. - Wappen: In Gold ein schwarzer Adlerkopf samt Hals. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken der Adlerkopf.« (S. 47, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
74 Bismarck
»Bismarck. Evangelisch. - Im 13. Jahrhundert unter den Stadtgeschlechtern von Stendal erscheinend, tritt das Geschlecht durch die für Klaus von Bismarck und seine Brüder 1345 urkundlich (s. Urk.-Sammlung der von Bismarck im Geh. Staatsarchiv zu Berlin, abgedruckt bei Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I, XVII, 499) bereits erfolgte Belehnung mit Burgstall in den schlossgesessenen Adel der Altmark über. Die Stammreihe beginnt mit Herbordus de Bismarck (Stadt b. Stendal), 1270 Gildemeister in Stendal (Urk. im Stadtarchiv Stendal, abgedr. bei Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I, XV, 82). Gemeinsamer Stammvater der I. und II. Linie ist Friedrich (Permutator) 1510-89 (tauschte 16. Dez. 1562 Burgstall gegen Crevese und Schönhausen um). - Wappen: In Blau ein mit 3 (2, 1) silbernen Eichblättern bestecktes goldenes Kleeblatt. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 2 Büffelhörner, das rechte Silber über Blau, das linke Blau über Silber geteilt, zwischen denen eine goldene Blätterkrone schwebt.« (S. 52, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
75 Bissingen
»Bissing. Lutherisch. - Vermutlich aus Schwaben stammender Uradel, der mit Bertold von Bissingen 1393 urkundlich (Schannat, client. Fuld. p. 42) auftritt. - Wappen (Stammwappen): In Blau 2 abgewendete, aufgerichtete goldene Streitsensen. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern.« (S. 27, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 78. Jg. 1928) 
 
76 Blanckart
»Blanckart. Katholisch. - Rheinischer Uradel, der mit Johann Blankart, Ritter, 2. Februar 1364 urkundlich (Staatsarchiv Koblenz, Depositarchiv Landeskron) auftritt und als Stammvater betrachtet wird. - Wappen (Stammwappen, ältestes Siegel von 1377): In Blau ein schrägrechts-liegender silberner Spitzhammer. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken eine wachsende, mit dem Hammer schräglinks belegte blaue Hirschkuh.« (S. 30, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
77 Blanckenburg
»Blanckenburg (Blankenburg). Evangelisch. - Märkisch-pommerscher Uradel, der mit Anselmus de Blankenborch 14. Januar 1269 urkundlich (vergl. Nachrichten der Kollegial. Kirche zu Stettin, in appendice Num. V) zuerst erscheint und früh in 3 Stämmen auftritt. Das Geschlecht verbreitete sich auch nach Westpreußen, Polen und Mecklenburg. - Wappen: In Blau ein linksgewendeter, silberner Bocksrumpf. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein natürlicher Pelikan auf dem Neste, seine 3 Jungen fütternd.« (S. 86, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
78 Blanckenstein
»Blanckenstein. Katholisch. - Aus dem sächsischen Kurkreise stammender Uradel unbekannten Stammhauses, der mit Conradus miles de Blankenstein 1313 urkundlich (Sächs. Prov.-Archiv Magdeburg) auftritt und sich nach der Niederlausitz, Schlesien und später nach Mähren und Ungarn ausbreitete, wo das Geschlecht seit dem 17. Jahrhundert erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Hans von Blanckenstein, + 1484, Herrn auf Liebsen, Hermsdorf, Nieder-Schreibersdorf und Zeipe. - Ungarisches Indigenat mit Baronat laut Gesetz-Artikel XXI von 1792; erbländisch-österreichischer Graf mit „Hoch- und Wohlgeboren“ Wien 7. Mai 1796; böhmisches Inkolat Wien 21. Mai 1796 (alles für Ernst Paul Christian von Blanckenstein, K. K. Gen. der Kav. und Inh. des Hus.-Regiments 6, K. K. Geheimer Rat und Km., und seines Bruders Johann Georg Ludwig Söhne Ludwig Heinrich, und Christian Friedrich Ferdinand, welche die beiden Linien stifteten). - Wappen (1796): In Rot 8 in 3 Reihen (2, 4, 2) aneinandergereihte silberne Wecken.  Grafenkrone. Auf dem gekrönten Helme mit gold-gefranstem hermelingefüttertem roten Mantel 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern.« (S. 93, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 113. Jg. 1940) 
 
79 Blankensee
»Blanckensee. Evangelisch. - Neumärkischer Uradel, der mit Aluericus de Blanckensee 15. Oktober 1234 urkundlich (Cod. dipl. Brandenburg., Bd. X, S. 199) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Gyso de Blankenze 1333 beginnt. - Wappen: In Blau 3 (2, 1) silberne Sterne. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 3 (silbern-blau-silberne) Straußenfedern mit aufgelegtem, sechsstrahligen, silbernen Stern.« (S. 90, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
80 Blittersdorff
»Blittersdorff. Katholisch und evangelisch. - Niederrheinischer Uradel, der mit Herimannus miles de Blithersdorp, Truchseß des St. Kassiusstiftes in Bonn und Vogt der Abtei Heisterbach, 1160-1218 urkundlich (Staatsarchiv Düsseldorf A. H. Nr. 6, 10 und 11) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. Aufnahme in die jülich-bergische Ritterschaft um 1450, in die schwäbische, fränkische und rheinische Reichsritterschaft um 1664 bzw. 1682, in die unterelsässische Straßburg 20. November 1786. Seit Ritter Tilman, gen. Kase von Rade (+ vor 1299), führten die männlichen Familienmitglieder hinter den Taufnamen den Beinamen „Kays“ oder „Kase“. - Immatrikuliert in Baden bei der Freiherrenklasse des ritterschaftlichen Adels 23. November 1808. - Wappen (Stammwappen): Durch einen beiderseits 3mal abwechselnd gezinnten schwarzen Schrägrechts-Balken von Silber und Gold geteilt. Aus dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-goldenen, links schwarz-silbernen Decken Kopf samt Hals einer wie der Schild bezeichneten Bracke.« (S. 36, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
81 Blixen
»Blixen. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Hinricus Blixino April/Mai 1239 urkundlich (Pomm. Urk.-Buch, Band I, S. 299) zuerst erscheint und mit Klawes Blixen um 1500 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Blau eine strahlende goldene Sonne, aus der im Schächerkreuz 3 goldene Blitze zucken. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein linksgewendeter, mit silberner Stirnbinde geschmückter und von einem silbernen Pfeile von hinten durchschossener Mohrenkopf.« (S. 80, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
82 Blome
»Blome. Niedersächsischer (kalenbergischer) Uradel, der mit Dietrich (Thederich) Blome, wunstorfschen Knappen, 12. November 1342 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Hannover, vergl. Sudendorf, Urk.-Buch der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg, Band II, Nr. 22) auftritt und in einer Urkunde des Klosters Wennigsen von 1361 mit einem Windhund im Schilde siegelt (Staatsarchiv Hannover); mit Dietrich Blome, Ritter, 1420 Amtmann in Tondern, Holstein, beginnt die Stammreihe. - Dänischer Graf mit Rang als lehensbesitzender Graf 11. September 1819, Patent vom 1. Mai 1820 (für Otto von Blome, Fideikommißherrn auf Salzau usw., Königl. dän. Kammerherrn und Geheimen Konferenzrat, Generalmajor a. D.). - - Wappen (1819, Schild = Stammwappen): In Blau ein springender golden-behalsbandeter silberner Windhund.  Grafenkrone und 3 gekrönte Helme mit blau-silbernen Decken; auf dem rechten der Windhund wachsend (Stammwappenhelm), auf dem mittleren ein natürlicher Pfauenfederbusch, auf dem linken ein wachsender goldener Löwe.« (S. 91, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
83 Blücher
»Blücher. Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Boizenburg an der Elbe, der mit Ulrich von Blücher, lüneburgischem Ministerialen, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1214 urkundlich (Urk.-Buch des Klosters St. Michaelis in Lüneburg, Nr. 33) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber 2 pfahlweise mit den Bärten auf- und auswärts gerichtete, rote Schlüssel. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 abwärts geschrägte rote Schlüssel.« (S. 93, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
84 Blumenthal
»Blumenthal. Evangelisch. - Märkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Ostpriegnitz, der mit Nikolaus de Blumendal 17. Juni 1241 in einer Urkunde des Klosters Lehnin (Abschrift in den das. befindl. Akten) zuerst erscheint und mit Ruthgerus de Blomendal 1296 urkundlich (Staatsarchiv Berlin, Akten des Joh.-O.) auftritt. Die sichere Stammreihe beginnt mit Hans von Blumenthal, + 1524, Herrn auf Horst usw. - Wappen: In Gold (auch im von Schwarz und Gold gespaltenen Schilde) eine schrägrechts liegende Weinranke mit 3 blauen Trauben und 3 grünen Blättern. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken eine wachsende Jungfrau in von Gold und Schwarz gespaltenem Kleide mit grünem Kranze und langem goldenen Haar, die späterhin zwischen rechts schwarzem, links goldenem Fluge hervorwächst und einen grünen Kranz in der Rechten hält.« (S. 25, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
85 Bocholtz
»Buchholtz (Bocholtz). Katholisch und evangelisch. - Niederrheinischer (Geldernscher) Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Herzogtum Geldern, der mit Wilbracht de Bocholte, Ministerialen des Grafen Gerard von Geldern, zwischen 1127 und 1131 urkundlich (Bondam, Charterboek der Hertogen van Gelderland I. 2, S. 176) zuerst erscheint und dessen näherer Stammvater Hermann von Bocholtz, + 1396, Herr zu Hove, Brock und Hinsbeck, ist. - Wappen: In Grün 3 (2, 1) silberne Leopardenköpfe. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken ein sitzender silberner Schwan.« (S. 158, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
86 Bock (Hirsch)
»Bock und Polach. Evangelisch. - Meißnischer, später nach der Niederlausitz und Schlesien übergesiedelter Uradel, der mit Ulricus de Pack 8. Januar 1203 urkundlich (Kopialbuch des Klosters Dobrilugk, abgedr. bei v. Mülverstedt, Diplom. Ileburg., Nr. 4) zuerst erscheint und mit Albert, + um 1390, die Stammreihe beginnt. Der erste urkundlich nachweisbare Besitz findet sich um Mühlberg an der Elbe (Johann von Pack 1232 als Bes. von Mühlberg gen.), Sitzenroda, Belgern und Torgau. - Wappen: In Silber ein schreitender, zehnendiger roter Hirsch. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken der Hirsch wachsend.« (S. 26, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
87 Bock von Wülfingen
»Bock von Wülfingen. Niedersächsischer Uradel, der mit Hermannus de Wulvingen 1175 urkundlich (vergl. Harenberg, Chron. Gandersh., S. 1713) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Arnold von Wülfinghausen, Wülfingen, Bock um 1230 beginnt. Erbdroste (seit 1371) und Erbkämmerer (seit 1400) des Hochstiftes Hildesheim (abwechselnd der Älteste der Linien Bockerode, Gronau und Elze). - Wappen: In Gold 2 zum Sprunge bereite, schwarze Wölfe übereinander. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 3 über 5 (2, 3) goldenen Rosen ein wachsender schwarzer Ziegenbock mit goldenem Halsband.« (S. 85, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
88 Bockum gen. Dolffs
»Bockum genannt Dolffs. Evangelisch. - Altes Sassendorfer Sälzergeschlecht, das mit Johannes Bocumb 1329 urkundlich (Sälzerarchiv in Sassendorf) zuerst auftritt und zu Ende des XIV. Jahrhunderts nach Soest kam, wo es zum Stadtadel gehörte, um später in den Landadel überzutreten. (Der Beiname Dolffs dürfte wohl aus dem Vornamen Adolfus entstanden sein.) - Wappen: In Blau eine von 3 (2, 1) silbernen Gleven (Lilien) begleitete rote Rose. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken die rote Rose zwischen offenem blauen Fluge, belegt je mit einer silbernen Gleve.« (S. 54, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 18. Jg. 1925) 
 
89 Bodelschwingh
»Bodelschwingh (Bolschwing). Evangelisch. - Westfälischer Uradel der Grafschaft Mark mit gleichnamigem Stammhause im Landkreis Dortmund, aber von Ursprung aus dem Geschlecht Specke, das mit Gieselbert Specke, Ritter, Richter in Bochum, 1289 urkundlich (vergl. F. Darpe, Gesch. der Stadt Bochum, Bochum 1888 ff.), + vor 1327 (Dortmunder Urk.-Buch, Erg.-Band I, Nr. 604), bzw. mit seinem Sohne Ernestus dictus Specke de Bodelswinge, Giselberti filius famulus, 1318 (J. D. von Steinen, Westf. Gesch., Band III, S. 484), auch als Ernestus de Bodelswinge 1320 urkundlich (Dortmunder Urk.-Buch, Erg.-Band I, Nr. 547) genannt, auftritt. Das Geschlecht erscheint später in zwei Stämmen verschiedener Namensschreibweise, deren Zusammenhang nicht näher feststeht, und gehört zu den westfälischen Familien, die früher gewohnheitsrechtlich den Freiherrentitel führten. - Wappen: In Gold ein roter Balken, überhöht von einer rautenförmigen, an den Ecken verzierten blauen Schnalle. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken die Schnalle zwischen offenem, je mit einem roten Balken belegten goldenen Fluge.« (S. 61, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
90 Bodenhausen
»Bodenhausen. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause unweit Göttingen, der mit Ardimarus de Bodenhusen, 1109* urkundlich (Schrader, Dynast. St. I, S. 239) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Teginhardus de Bodenhusen, 1135-50, beginnt. - Das Geschlecht gehört zur Althessischen Ritterschaft. - Wappen: In Silber 3 (2, 1) zunehmende, rote Halbmonde. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine silberne Säule besteckt mit 5 (rot, silbern, rot, silbern, roten) Straußenfedern, beseitet von 2 abgewendeten, roten Halbmonden.« (S. 103, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) [* Nach Auskunft des Familienältesten Hans-Erich Freiherrn v. Bodenhausen vom 3. 10. 2009, ist diese Jahresangabe aufgrund einer Originalurkunde im Erzbistumsarchiv Paderborn durch 1101 zu ersetzen] 
 
91 Bodman
»Bodman. Schwäbischer Uradel, der mit Eberhardus de Bodemen März 1152 urkundlich (vergl. epistola Wetzeli ad Fridericum imperatorem und Meister, Gesch. Zürichs, S. 64) zuerst erscheint und dessen ununterbrochene Stammreihe mit Conradus de Bodemin 1247 urkundlich (Cod. Sal. I, 253) beginnt. Die Namensform wechselt zwischen Bodoma, Bodimin, Bodemen, Bodmen, Bodim, Bodma, Bodam, Bodmann und Bodman; der schwäbischen Reichsritterschaft der Kantone Hegau, Algäu und am Bodensee, zugehörig. - I. Linie: von und zu Bodman (katholisch). Stammvater Hans, tot 15. Oktober 1453. - Reichsfreiherr Wien 28. Oktober 1716 (für die Brüder Johann Adam, Johann Joseph und Johann Wolff von und zu Bodman). - Wappen: Geviert; 1 und 4 in Gold ein springender schwarzer Steinbock; 2 und 3 in Silber 3 (2, 1) grüne Lindenblätter. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken ein verbrämter silberner Hut, dessen goldene Krone mit 3 Pfauenfedern besteckt ist. - II. Linie (Möggingen) (katholisch). Stammvater: Frischhans, tot 30. November 1452. - Reichsfreiherr Augsburg 30. Januar 1690 (für die Brüder Johann Marquard und Johann Ludwig Ignaz von Bodman). - Wappen (1690): Geviert mit rotem Herzschild belegt, darin ein 10endiges silbernes Hirschgeweih. 1 und 4 in Gold ein springender schwarzer Steinbock; 2 und 3 in Silber 3 (2, 1) grüne Lindenblätter (Stammwappen). 3 Helme; auf dem rechten gekrönten mit schwarz-goldenen Decken der Steinbock wachsend, auf dem mittleren gekrönten mit rot-silbernen Decken ein geschlossener, vorn silberner, hinten roter Flug, auf dem linken mit grün-silbernen Decken ein verbrämter silberner Hut, dessen goldene Krone mit 3 Pfauenfedern besteckt ist.« (S. 46 & 50, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
92 Bodungen
»Bodungen. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause, dem heutigen Flecken Groß-Bodungen, Kreis Worbis, der mit Herward von Bodungen, 1186, urkundlich (abgedr. bei Dr. V. J. Stumpf, Acta Moguntia saec. XII, p. 103, Nr. 99) zuerst erscheint und mit Burchard von Bodungen 1209 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein mit goldenem Knopfe, darauf 5 schwarze Hahnenfedern, besteckter blauer Spitzhut. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der Spitzhut.« (S. 106, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
93 Boeck
»Boeck. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit dem Stammhause Böken bei Görmin, der mit Mathias van der Boeke unter der Ritterschaft 1325 urkundlich (vergl. Verz. der Vasallendienste von 1320-1325 im cod. Ruginus, Bl. 61 u. 62 im Pommerschen Prov.-Archiv Stettin, abgedr. bei Klempin-Kratz, Matrikeln der pomm. Ritterschaft) erscheint und mit Werner von der Böke dem Alten, + vor 1601 Herrn auf Barnims-Kunow 1575, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber 2 geschrägte, entwurzelte grüne Buchen.  Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken eine wachsende blau-bekleidete Jungfrau mit offenem goldenen Blondhaar, die in der Rechten eine Buche hält.« (S. 91, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
94 Boehn
»Boehn. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Johannes de Bone 12. August 1284 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch, III, S. 169) zuerst erscheint und um 1500 bereits in drei Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht genau feststeht. - Wappen: In Rot 3 übereinander laufende silberne Bracken mit beringten goldenen Halsbändern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein Bracke wachsend.« (S. 108, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
95 Boeltzig
»Boeltzig. Evangelisch. - Obersächsischer Uradel, der mit Hermanus de Bielzig, Zeugen des Grafen Burchard von Askanien, 1194 urkundlich (vergl. Gesch. des Fürstentums Anhalt, Teil II, S. 441) zuerst erscheint und mit Hans von Boeltzig, Herrn auf Brachstädt und Zschortwitz um 1500 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Rot ein geflügelter silberner Fisch. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein roter Hut (Türkenmütze) mit Hermelinstulp, aus dem ein rot-silbernes, gebundenes Band fliegt.« (S. 114, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
96 Bohlen
»Bohlen. Evangelisch. - Rügenscher Uradel mit dem Stammhause Bolendorp auf der Halbinsel Wittow, der mit Nicolaus Bolen 5. Februar 1236 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch I, S. 246) zuerst erscheint und früh in zwei Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht feststeht. - Wappen: In Silber ein aus 5stufigem roten Giebelsparren wachsender roter Greif. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein gestümmelter, beiderseits von je einem roten Greifen gehaltener natürlicher Baumstamm.« (S. 31, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
97 Boineburg
»Boyneburgk (Boineburg und Boemelburg). Lutherisch und katholisch. - Hessischer Uradel, der als vermutlich zeitweise dem Herrenstand angehöriges Reichsdienstmannengeschlecht auf der Reichsburg Bomeneburg (jetzt Kr. Eschwege) auftritt und mit Bobbo de Bomeneburg 1137 urkundlich (abgedr. bei E. Dronke, Cod. dipl. Fuld., Kassel 1850, S. 377, Nr. 776) zuerst erscheint. Das Geschlecht schied sich um die Mitte des 12. Jahrhunderts bereits in zwei Stämme, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - - Stamm A. Stammvater: Heimerod, 1153-59. I. (Weiße) Linie: Boyneburgk. Lutherisch. - Stammvater: Heimerod, 1262-78. - Wappen: Von Silber und Schwarz geviert. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 silbern-schwarz übergeteilte Büffelhörner. - - II. (Schwarze) Linie: Boineburg. Wahrscheinlicher Stammvater: Hermann, 1289-1351. Wappen: Von Schwarz und Silber geviert. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 schwarz-silbern übergeteilte Büffelhörner. - - Stamm B: Boemelburg. Katholisch. - Stammvater: Friedrich, 1142(3). - Wappen (seit etwa 1500): Von Blau und Gold geviert. Auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken 2 wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.« (S. 95, 98 & 100, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
98 Bomsdorff
»Wackerbarth gen. von Bomsdorff (des Stammes von Bomsdorff). Evangelisch. - Lauenburger, nach der Niederlausitz gekommener Uradel, der im Magdeburgischen 1311 urkundlich und in der Lausitz 1388 urkundlich (vergl. Riedel, Cod. dipl. brandenb., Band XVII, 463 und Band XX, 367) zuerst erscheint. Königlich sächsischer Freiherr als „Freiherr von Wackerbarth gen. von Bomsdorff“ 12. Dezember 1811 (Diplom 10. April 1816 für Adolf Leberecht von Bomsdorff a. d. H. Weissagk, Adoptivsohn des Ludwig Freiherrn von Wackerbarth aus + Lauenburger Uradelsgeschlecht). - Wappen (1811): Geviert mit einem von Silber und Blau schrägrechts geteilten Herzschild belegt, auf dessen Teilungslinie 3 gold-besamte rote Rosen liegen (Stammwappen); 1 und 4 von Rot und Silber geviert (Stammwappen v. Wackerbarth), 2 in Rot ein silberner Löwe, 3 in Gold ein halber schwarzer Adler am Spalt. Freiherrenkrone und 3 Helme; auf dem rechten mit rot-silbernem Wulst und gleichen Decken ein Pfauenwedel zwischen 2 goldenen Stäben, die mit je 3 natürlichen Pfauenfedern besteckt sind (v. Wackerbarth), auf dem mittleren gekrönten mit blau-silbernen Decken ein silbernes und ein blaues Büffelhorn, außen mit je 5 silbernen Hahnenfedern besteckt (Stammwappenhelm), auf dem linken gekrönten mit schwarz-goldenen Decken ein schwarzer Adler.« (S. 622, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
99 Bonin
»Bonin. Evangelisch. - Hinterpommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause, südlich von Köslin, der mit Thesmarus de Bonin, miles, 1294 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Stettin, vergl. Pomm. Urkundenbuch III, 197) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Swantus, + um 1356, Herrn auf Dubbertech usw. - Verleihung des Präsentationsrechtes für das ehemalige preußische Herrenhaus Neues Palais 28. November 1901. - Wappen: In Rot der Kopf und Hals eines silbernen Bockes. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbern Decken das Schildbild.« (S. 66, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
100 Bönninghausen
»Bönninghausen (Bönninghausen tot Herinkhave). Katholisch. - Die sichere Stammreihe beginnt mit Ferdinand Lutter, + (gefallen gegen die Türken) Raab, Ungarn, 24. September 1684 (nat. Sohn des Kais. Generalfeldmarschalls Lutter Dietrich Freiherrn von Bönninghausen aus altem Adelsgeschlecht der Grafschaft Mark, * 1598, + 1657 [Reichsfreiherr Wien 20. Mai 1634]), dessen Nachkommen als „von Bönninghausen“ zum westfälischen Adel gerechnet werden. - Wappen: In Blau ein aus dem unteren Schildesrand (auch aus Wasser) nach rechts hervorwachsender gold-gekrönter silberner Hecht. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken der Schild wiederholt, dahinter 4 goldene Sonnenstrahlen, zwischen denen 3 (5) goldene Sterne kreisförmig stehen (der Schild erscheint auch mit 12 (7, 5) Pfauenfedern in 2 Reihen besteckt).« (S. 45, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 24. Jg. 1932) 
 

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