Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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551 Mützschefahl
»Mützschefahl. Im Mannesstamme erloschen. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Amte Gieboldehausen, Fürstentum Grubenhagen, Hannover, der ursprünglich den Namen Seulinger (von Seulingen) geführt und den Namen Mützschefahl (Mitzschefahl) 1130 mit dem Erwerb dieses Gutes durch Kaspar von Seulingen angenommen haben soll. Heinrich von Mützschefahl erscheint 1251 und 1276 urkundlich (Urk.-Buch des Klosters Walkenried) zuerst unter diesem Namen. - Wappen: In Blau 3 mit Kugeln gekrönte silberne Spitzsäulen. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken eine der Spitzsäulen.« (S. 407, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
552 Natzmer
»Natzmer. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Nacmarus, castellanus de Demmin, 1208 bzw. Nachimarus und Nacimer 1228 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch I, S. 112/113, Nr. 146 bzw. S. 197, Nr. 244 und S. 200, Nr. 249) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Peter, 1330, Herrn auf Järshagen (Jaroslaffshagen). - Wappen: In Silber ein roter Löwe. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern.« (S. 543, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
553 Nauendorff
»Nauendorff. Lutherisch. - Osterländischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (noch heute im Fideikommißbesitz der Freiherrlichen Linie) zwischen Altenburg und Gera (Reuß J. L.), der mit Heinricus de Naundorf 1197 urkundlich (sächs. Hauptstaatsarchiv in Dresden) zuerst erscheint und mit Christoph von Nauendorf, um 1380, Herrn auf Nauendorf, die Stammreihe beginnt. - Wappen: Durch einen mit 3 roten Rosen belegten, schwarzen Schrägrechts-Balken von Rot über Silber (auch von Silber über Rot) geteilt. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken zwei Büffelhörner, das rechte von Silber, Schwarz und Rot, das linke von Rot, Schwarz und Silber geteilt.« (S. 455, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 24. Jg. 1923) 
 
554 Niebelschütz
»Niebelschütz. Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Peter de Nebelsicz 3. Februar 1289 urkundlich (Orig. im Ratsarchiv Sprottau) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Nicol um die Wende des 15. Jahrhunderts beginnt. - Wappen: In Blau 2 einander zugewandte silberne Schwanenköpfe samt langen, gebogenen Hälsen. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken eine mit 3 (blau, silbern, blauen) Straußenfedern besteckte und von den Schwanenhälsen beseitete rote Säule.« (S. 341, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
555 Norman und von Audenhove
»Norman und von Audenhove. Katholisch. - Altes aus der Normandie stammendes Adelsgeschlecht, das später in Anjou und Burgund begütert mit Maria von Burgund nach den Niederlanden kam. - Österreichisch-niederländischer Freiherr (primog.) Wien 22. Juni 1754 (für Charles Emanuel de Normann, Herrn der Herrschaft Audenhove in Flandern, K. K. Kämmerer u. Staatsrat); österreichisch-niederländischer Graf (primog.) Wien 20. Februar 1787 (für Joseph Justin Florentin, ältesten Sohn des Charles Emanuel Freiherrn de Normann); niederländischer Graf (primog.) Loo 13. September 1826 (für seinen Bruder August); niederösterreichischer Herrenstand 8. März 1842. - Wappen (1787): Schwarz mit blauem Schildeshaupte, das Ganze belegt mit goldenem Löwen und bestreut mit goldenen Schindeln. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein wachsender goldener Löwe zwischen mit goldenen Schindeln bestreutem, rechts schwarzem, links blauem Adlerfluge.« (S. 392, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 104. Jg. 1931) 
 
556 Normann
»Normann. Evangelisch und katholisch. - Rügenscher Uradel, der mit Thesemer, Henneke und Thesdart Norman 1316 urkundlich (Orig. mit anh. Wappen im Stralsunder Stadtarchiv) zuerst erscheint und sich schließlich in 7 Stämme teilte, von denen 4: der von Tribberatz, Zützitz, Neuendorf und Banzelwitz, erloschen sind. - Wappen: Geteilt; oben in Silber ein wachsender schwarzer Adler, unten in Blau 3 nebeneinander angereihte rote Wecken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 vor einem Pfauenwedel aufwärts-geschrägte goldenen Ruder.« (S. 409, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
557 Nostitz
»Nostitz (Nostitz und Jänckendorf, Nostitz und Jänckendorf-Drzewiecki, Nostitz-Wallwitz, Nostitz-Drzewiecki). Evangelisch und katholisch. - Oberlausitzer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weißenberg, Sachsen, der mit Peter gen. von Nosticz und seinen Brüdern 1280 urkundlich (vergl. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande) zuerst erscheint und schon früh in 4 Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - Wappen: In Blau 2 von Silber und Rot geschachte Büffelhörner. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken die Hörner.« (S. 416, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
558 Obernitz
»Obernitz. Evangelisch. - Vogtländischer Uradel mit gleichnamigem, schon 1228 erwähntem Stammhause bei Saalfeld, der mit Heinrich von Obernitz, Herrn auf Ziegenrück, Lehns- und Burgmann des Grafen Otto von Orlamünde, 19. Juni 1258 urkundlich (Diplomat. Portense, p. 46a) zuerst erscheint und seit dem 15. Jahrhundert zur fränkischen Reichsritterschaft, Kantons Gebürg, gehörte. Die Stammreihe beginnt mit Apel, Herrn auf Liebschütz, 11. Juni 1369, + 1426. - Wappen (ältestes Siegel von 1362): In Silber ein roter Pfahl. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein mit 2 silbernen Fasanenfedern besteckter roter Hut mit Hermelinaufschlag.« (S. 382, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
559 Oelsnitz
»Oelsnitz. Evangelisch. - Meißnischer Uradel, dessen Stammhaus vermutlich das (1592 an die Herren von Schönburg verkaufte) Oelsnitz im Erzgebirge ist, der vielleicht mit Rembertus de Olsnicz 1212 (vergl. Kopie im Staatsarchiv Rudolstadt) zuerst erscheint, dann mit Ulricus miles de Olsnitz, 1288 urkundlich (Märcker, Burggrafentum Meißen 1842, Urk. 26) auftritt. Die Stammreihe beginnt mit Reymbrecht von der Olszenicz, + vor 1500, Vater des Sittich, + 1532. - Wappen (ältestes Siegel des Reymbrecht 1368): In Gold ein mit 3 silbernen Kugeln belegter roter Schrägrechts-Balken. Auf dem (seit dem 16. Jahrhundert) gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein offener, wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 344, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
560 Oer
»Oer. Katholisch. - Westfälischer Uradel des Vestes Recklinghausen, der mit Ritter Godefridus de Uore 1204 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 31) zuerst erscheint. - [Reichsfreiherr Wien 12. November 1677 (für Burchard von Oer und seine Nachkommenschaft, die aber erloschen).] - - Wappen (Stammwappen): In Gold ein mit 4 aneinandergereihten, oben und unten anstoßenden silbernen Spitzen belegter blauer Schrägrechts-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken ein offener goldener Flug, je schrägeinwärts mit dem Schrägbalken belegt.« (S. 360, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
561 Oertzen
»Oertzen. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel (angeblich von einem [wendischen] obotritischen Edlen Uriz 1192 abstammend), der mit Thidericus de Oerdessen, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 11. Februar 1260 urkundlich (vergl. Lisch, Gesch. des Geschl. v. O., Band I, I B, S. 3) zuerst erscheint. - Wappen: In Rot 2 silbern-geharnischte Arme, deren bloße Hände einen goldenen Ring emporhalten. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die Arme mit dem Ring.« (S. 424, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
562 Oettingen
»Oettingen. Katholisch. - Edelfreies Geschlecht aus dem Riesgau, das - - die sichere Stammreihe mit Chuno comes de Otingen (Oettingen), 1150 urkundlich (Orig. im bayer. Haupt-Staatsarchiv München, abgedr. im Württ. Urk.-Buch III. 472, Nr. 11) beziehungsweise seinem Bruder Ludewicus comes de Othingen 1147 urkundlich (Urk.-Buch des Landes ob der Enns IIa, 240, Nr. 160) beginnt. - Bestätigung aller Rechte Basel am St. Antoniustage 1434; die folgenden Linien stammen von zwei Söhnen des Grafen Wilhelm II., * 1544, + 14. Oktober 1602. - Wappen (Stammwappen): Mit 4 Reihen von je 5 abwechselnd roten und goldenen, aufrechten und gestürzten Eisenhüten belegt. Schild mit blauem Herzschild, das Ganze bedeckt mit silbernem Schragen. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein goldener Brackenrumpf, dessen beide roten Ohren mit dem silbernen Schragen belegt sind.« (S. 236, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
563 Oheimb
»Oheimb. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Ritter Johann von Ohm, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1238 urkundlich (vergl. Wippermann, Urk. des adel. Stiftes Obernkirchen, Grafschaft Schaumburg) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber (bis ins 16. Jahrh.) ein rotes Büffel-, später Gems-, im 19. Jahrhundert wieder Büffelgehörn mit 7 Blutstropfen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Schildbild.« (S. 385, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
564 Oldenburg
»Haus Oldenburg. Lutherisch und griechisch-orthodox. - Stammvater: Egilmar Graf von Aldenburg 1088; Herr von Wildeshusen 1143; Unterwerfung der Stedinger 1234; Erbauung des Schlosses Delmenhorst 1247; Ererbung von Jever 1575, beziehungsweise 1818, von Kniphausen 1624; die Grafschaft Oldenburg vererbt an die Nebenlinie Holstein-Dänemark 19. Juni 1667, wird von Dänemark gegen Holstein an Rußland vertauscht 1. Juli 1773, von Rußland an Herzog Christian Augusts (s. Holstein, II. Linie, 2. Ast) Sohn Friedrich August Herzog von Holstein-Gottorp a. d. H. Oldenburg 14. Dezember 1773 abgetreten; Erhebung der Grafschaft Oldenburg zum Herzogtum Wien 29. Dezember 1774, bekanntgegeben 22. März 1777; Erwerbung des Fürstentums Lübeck (Waigrische Stadt Liubice 1066, Bistum 1164, evang. Bistum 1561) 1803; Großherzog von Oldenburg 9. Juni 1815; Erwerbung des Fürstentums Birkenfeld (Pfalzgräfl. Residenz 1584, badisches Fürstentum 1776) 1817; Thronverzicht 11. November 1918. - Die Nachgeborenen führen den Namen Herzog beziehungsweise Herzogin von Oldenburg (Hoheit). - Wappen (Stammwappen): In Gold 2 rote Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken 5 wie der Schild bezeichnete Fahnen an goldenen Stangen.« (S. 74, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
565 Oldenburg (Hirsch)
»Oldenburg. Evangelisch. - Bremischer Uradel, der in Mecklenburg 1. Mai 1262 urkundlich (vergl. Mecklenburg. Urk.-Buch Nr. 947, Orig. im Geh. und Hauptarchiv in Schwerin) zuerst erscheint. - Wappen: In Blau ein halber silberner Hirsch. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken der Hirsch wachsend.« (S. 348, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
566 Oppell
»Oppell (Oppeln-Bronokowski). Lausitzischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Löbau, der mit Werner von Oppal (de Opal) 1262 urkundlich (s. Archiv des Klosters St. Marienthal bei Zittau Nr. 12, abgedr. im Neuen Lausitz. Magazin, Band LXXVIII, Heft 1) zuerst erscheint und später in zwei Stämmen verschiedener Namensschreibweise auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht feststeht. - Wappen: In Blau ein schrägrechts aufwärts liegender silberner Schiffshaken. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 3 silberne Straußenfedern.« (S. 351, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
567 Oppen
»Oppen. Evangelisch und katholisch. - Obersächsischer Uradel, der mit Ritter Konrad von Oppen (Opin), Kastellan in Belzig, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1. Dezember 1271 urkundlich (vergl. Neue Mitteilungen des Thür.-Sächs. Geschichts- u. Altertumsvereins XV, S. 411) zuerst erscheint, anfangs in der Zauche, dann im 14. Jahrhundert im preußischen Ordensland auftritt und sich später in der Niederlausitz, in Schlesien, in Sachsen und in Anhalt verbreitete. - Wappen: In Blau ein mit einer roten Rose belegtes silbernes Schrägkreuz. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein von einem abwechselnd aus roten und silbernen Rosen bestehenden Kranze umwundener blauer Spitzhut, der mit einem natürlichen Pfauenwedel, vor dem ein aufwärtsgekehrter silberner Halbmond ruht, besteckt ist.« (S. 554, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
568 Ostau
»Ostau. Evangelisch. - Preußischer Uradel mit dem Stammhause Ponnau, Kreis Königsberg, der seit dem Ende des 14. Jahrhunderts unter diesem Namen auftritt, während der Name „von Ostau“ (bisher ohne nähere Erklärung) erst seit etwa 1535 geführt wird. Mit einem von Ponnau, um 1380, beziehungsweise seinen Söhnen, den Brüdern Hans und Jakob von Ponnau auf Kissitten, 15. März 1414 mit Jakobsdorf belehnt, wird das Geschlecht urkundlich (vergl. „Geschichtl. Nachrichten von dem altpreußischen Adelsgeschlechte von Ostau“ von G. A. v. Mülverstedt, Magdeburg 1886) zuerst erwähnt. Die Stammreihe beginnt mit Georg von Ostau, Ponnau genannt, + 1551, Herrn auf Kissitten und Kegels (2. Jan. 1551 belehnt). - Wappen: In Silber eine sparrenweise gestellte schwarze Armschiene, begleitet von 3 (2, 1) roten Rosen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine rote Rose vor einem Busche schwarzer Hahnenfedern.« (S. 450, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
569 Osten
»Osten (Osten-Fabeck). Niedersächsischer Uradel, der Anfang des 13. Jahrhunderts unter den Ministerialen der Bischöfe von Bremen und Landgrafen von Stade, seit Mitte des 13. Jahrhunderts im Herzogtum Pommern und Fürstentum Rügen erscheint; hier zuerst mit Egehart und Bertold de Oste im Juni 1219 urkundlich (Vertrag zwischen dem Erzbischof Gerhard II. v. Bremen u. Herzog Heinrich v. Sachsen; vergl. Dr. O. Grotefend, Gesch. des Geschl. v. d. Osten, Urk.-Buch, Stettin 1914). Seit 1317 tritt das Geschlecht in Driesen und in der Neumark auf und ist seit dem 14. Jahrhundert in Pommern und in der Neumark schloßgesessen. - Wappen: Gespalten; rechts in Silber ursprünglich ein, später 3 schrägrechte blaue Flüsse, links in Rot ein auswärts-gewendeter natürlicher Schlüssel. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufwärts-geschrägte natürliche Schlüssel vor einer mit Pfauenfedern geschmückten, mit einem silbernen Sterne besteckten silbernen Säule zwischen offenem, rechts silbernem, links rotem Fluge.« (S. 360, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
570 Osterhausen
»Osterhausen. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Querfurt, der mit Albert von Osterhausen 1200 urkundlich (s. Cod. dipl. Saxoniae regiae 1, 3, Nr. 30; vergl. Dobenecker, Reg. dipl. epist. historiae Thuringiae II, Nr. 1178) zuerst erscheint und zur Althessischen Ritterschaft gehört. Mit Melchior von Osterhausen, 1491-1503, Herrn auf Kreipitzsch, beginnt die Stammreihe. - Wappen: Durch einen blauen Schrägrechts-Balken von Rot über Silber geteilt. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine goldene Rose mit grünen Kelchblättern.« (S. 452, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
571 Österreich
»Haus Österreich (Habsburg-Lothringen). Katholisch. - Stammvater: Gerhard Graf von Elsaß, 1048; Herzöge von Lothringen 1048-1733; Herzog von Teschen (Österr.-Schlesien) 12. Mai 1722; Großherzog von Toscana (Etruria, Tuscia, Mittelitalien) als Entschädigung für den Verlust von Lothringen 7. Juli 1737; Franz III. Stephan, * 8. Dezember 1708, + 18. August 1765, Herzog von Lothringen (1729-33), Großherzog von Toscana (s. o.), x 12. Februar 1736 mit Maria Theresia Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen, Großfürstin von Siebenbürgen (1765), Karls VI., des letzten Kaisers a. d. H. Habsburg, + 20. Oktober 1740, Tochter, * 13. Mai 1717, x 12. Februar 1736, + 29. November 1780, wird unter dem Namen Franz I. römisch-deutscher Kaiser 13. September 1745; Graf von Hohenembs, Feldkirch und Bregenz (in Vorarlberg) 11. März 1765. Sein Sohn Leopold I., * 5. Mai 1747, + 1. März 1792, Großherzog von Toscana 18. August 1765 bis 7. März 1791, als Kaiser: Leopold II. (seit 30. Sept. 1790); König von Galizien (Großfürstentum Halicz um 1200, Königreich 1214) und Lodomerien (Wlodimierz im russ. Gouvernement Wolymien, Großfürstentum usw. ebenso), Herzog von Auschwitz (Oswieczim) und Zator (Galizien) 5. August 1772; Herzog der Bukowina 1775 (1776?); die folgenden Linien stammen von zwei Söhnen des Kaisers Leopold I. - - Wappen (Hauswappen): 2mal gespalten, rechts in Gold ein gekrönter roter Löwe (Habsburg), mitten in Rot ein silberner Balken (Österreich), links in Gold ein roter Schrägrechts-Balken mit 3 gestümmelten silbernen Adlern belegt (Lothringen). Kaiserliche Krone.« (S. 65, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
572 Ostheim
»Ostheim. Evangelisch. - Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach (s. Hofkalender, I. Abt. A) verzichtet auf seinen Namen, Rang und Titel und nimmt mit Großherzoglich sächsischer Allerhöchster Entschließung Weimar 2. August 1909 den Namen „Graf von Ostheim“ an. - Wappen (1909): Schild durch Zinnenschnitt mit 4 Zinnen geteilt; oben in Gold ein wachsender rot-bewehrter schwarzer Löwe mit natürlichem (grünen) Rautenzweige in der rechten Pranke, unten rot ohne Bild. Auf dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-goldenen, links rot-goldenen Decken der Löwe wachsend zwischen 2 von Gold und Rot im Zinnenschnitt geteilten Büffelhörnern.« (S. 336, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil B, 108. Jg. 1935) 
 
573 Othegraven
»Othegraven. Katholisch und evangelisch. - Limburgischer Uradel, der mit Cloes van Ottegroeven, Lehnsträger von Valkenburg, 1375 urkundlich (E. Stanghen, Bijdragen tot de geschiedenis van het tegenoordige Hertzogdom Limburg) zuerst erscheint und mit Johannes, + 1. März 1643, zu Imstenraed, Besitzer des Herrengutes in Simpelfeld, die ununterbrochene Stammreihe beginnt. - Wappen: a) (Stammwappen): In Silber ein rotes Drachenkreuz. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein natürlicher Pfauenschweif. b) (seit 1646): Geviert; 1 und 4 Stammwappen, 2 und 3 in Rot ein goldenes Kreuz, begleitet im rechten Oberecke von einem blauen Judenhute (Judenkopp von Streythagen). 2 Helme; rechts = Stammwappenhelm, links mit rot-goldenen Decken ein wachsender rot-golden bekleideter und wie das Schildbild bezeichneter Mannesrumpf mit blauem, mit 3 (rot, golden, blauen) Straußenfedern bestecktem Judenhute auf dem Haupte (Judenkopp von Streythagen).« (S. 374, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
574 Otting und Fünfstetten
»Otting und Fünfstetten. Katholisch. - Bayerischer Adel und Freiherr als „Freiherr von Schönfeld“ 29. Juli, immatrikuliert 9. August 1813 (für Karl Friedrich, nat. Sohn des Pfalzgrafen Friedrich Michael von der Pfalz, Prinzen von Zweibrücken); bayerischer Graf als „von Otting und Fünfstetten“ 16. (immatrikuliert 17.) Juli 1817 (für denselben). - - Wappen (1817): Von Silber und Schwarz geviert und belegt mit goldenem Balken (+ elsäß. v. Otting), in den beiden silbernen Feldern je ein schrägrechtes, mit der Spitze nach oben gestelltes blankes Schwert, auf dessen Klinge die schwarze Inschrift „Hic sol meus“ steht. Grafenkrone. Auf dem Helme mit hermelingefüttertem roten Wappenmantel ein gold-bequastetes silbernes Kissen, darauf ein hochgestelltes holzfarbenes Sieb.« (S. 406, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil B, 104. Jg. 1931) 
 
575 Owstien
»Owstien. Evangelisch. - Vorpommerscher Uradel, mit gleichnamigem Stammhause (Owstin) bei Gützkow im Kreis Greifswald, der mit . . et Henninghus fratres dicti Ovstin als Zeugen September 1348 urkundlich (Staatsarchiv Stettin) zuers erscheint. Schloßgesessen in Pommern seit Mitte des 15. Jahrhunderts. - Wappen: In Gold ein roter Sparren. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken der Sparren mit 5 Pfauenfedern besteckt.« (S. 379, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
576 Paczensky
»Paczensky (Paczynski) und Tenczin (Reinersdorff-Paczensky und Tenczin). Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der mit Prosho de Pacyna, Notar des Herzogs Wladislaw von Beuthen-Cosel, 1316-28, urkundlich (Staatsarchiv Breslau; abgedr. bei Wattenbach, Cod. dipl. Siles. II, S. 127) zuerst erscheint und mit Jan dem Älteren von Pacyna, * um 1500, die Stammreihe beginnt. - Wappen („Topor“): In Rot ein aufgerichtetes, die Schneide nach rechts kehrendes silbernes Streitbeil mit goldenem Griff. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Beil schrägrechts liegend.« (S. 442, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 27. Jg. 1928) 
 
577 Padtberg
»Padtberg. Evangelisch und katholisch. - Westfälischer Uradel mit dem gleichnamigen Stammsitze im heutigen Kreise Brilon, der mit Godescale de Padeberg 1166 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Münster, Urk. Kl. Welver Nr. 1a; abgedr. im Westfäl. Urk.-Buch, Additamenta, Münster 1877, Nr. 54a) zuerst erscheint. - Wappen: Über goldenem Schildfuß von Silber, Blau, Silber, Blau im Wolkenschnitt geteilt. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein offener silberner Adlerflug, dessen Flügel je mit einem blauen Wolkenbalken belegt sind.« (S. 453, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
578 Pannwitz
»Pannwitz (Panwitz). Evangelisch und katholisch. - Oberlausitzisch-schlesischer Uradel, der 1276 urkundlich (vergl. cod. Lus. 86, 117 und cod. Sax. II, 1, 187) zuerst erwähnt wird und dessen Stammreihe mit Dietmar, + vor 1276, Besitzer eines Burglehens in Budissin (Bautzen) beginnt. - Wappen: Geteilt; oben von Silber und Rot gespalten, unten schwarz ohne Bild. Auf dem Helme mit schwarz-rot-silbernen Decken 2 Hörner, von denen das rechte von Rot und Schwarz, das linke von Silber und Schwarz geteilt ist.« (S. 387, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
579 Pelden gen. Cloudt
»Pelden genannt Cloudt. Uradel der Grafschaft Mörs und des Herzogtums Cleve, der seinen Namen von dem Hofe Pelden, Kreis Grafschaft Mörs, herleitet und mit Goswin von Pelden gen. Cloydt 1375 urkundlich (Orig. im Familienarchiv in Hamburg) die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Rot ein silberner Schrägrechts-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein rotes und ein silbernes Büffelhorn.« (S. 436, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 90. Jg. 1940) 
 
580 Pentz
»Pentz. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit dem schon 1194 erwähnten (aber bald verschwundenen) Stammhause Paniz im Amte Wittenburg, der mit Raven de Penüze, miles, 25. Juni 1321 urkundlich (Orig. im Haupt-Staatsarchiv Schwerin, vergl. Meckl. Urk.-Buch VI, pag. 610, Nr. 427) auftritt und siegelt; später verbreitet sich das Geschlecht vor allem in Mecklenburg, Pommern, Holstein und Dänemark. Die Stammreihe beginnt mit Ulrich, 1341-72, Herrn auf Redefien, Pfandherrn von Boizenburg. - Wappen: In Silber ein gekrönter mit 14 goldenen Kugeln (Pfennigen) belegter roter Löwe. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 4 rechtwinklig verschränkte, mit je einem Pfauenspiegel besteckte rote Stäbe.« (S. 382, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
581 Perbandt
»Perbandt. Evangelisch. - Ostpreußischer Uradel (ursprünglich eingeborene Edelinge), „Windekaym“ genannt, mit dem gleichnamigen (jetzt verschwundenen) Stammhause bei Quedenau, der von Sclode de Quedenau abstammend, mit den „fratres ordinis domus Theudonice in Prusia Sclodoni“ 28. Mai 1258 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Königsberg i. Pr.) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Mathias von Windekaym genannt Perbandt 1400-50. - Wappen: In Gold ein aufgerichteter gold-behalsbandeter schwarzer Bär, begleitet von einem ihm zugekehrten kleineren, schwarzen Bären ohne Halsband. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein mit einer goldenen Kette an einen gestümmelten Baumstamm gefesselter aufgerichteter schwarzer Bär.« (S. 454, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
582 Pergler
»Pergler von Perglas. Meißnischer Uradel, eines Stammes mit den von Feilitzsch, Roeder usw., der mit Beneda de Perglius, miles, 5. Dezember 1308 urkundlich (Mon. Egrana, I. Band, S. 211) zuerst unter diesem Namen erscheint. - Wappen (Stammwappen): Von Rot, Silber und Schwarz geteilt. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter mit Hermelin gestulpter hoher Spitzhut, oben mit einer mit 6 schwarzen Hahnenfedern besteckten goldenen Kugel.« (S. 421, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
583 Petersdorff (Giebel)
»Petersdorff (Petersdorff-Campen) (Mark). Evangelisch. - Märkischer Uradel, dessen Stammhaus wohl bei Lebus liegt und der mit Peter Petirstorp 1325 urkundlich (Neueres Kopialbuch des Stadtarchivs zu Frankfurt a. O. Nr. II, 17) sowie mit Johann Peterstorp 18. April 1341 urkundlich (Wohlbrück, Urk. und Gesch. des Bistums Lebus I, 457) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Hans, der 1421 seinen Anteil an Jakobsdorf, Kreis Lebus, verkauft. - Wappen: In Schwarz ein schwebender silberner Dachgiebel (Sparren mit 2 Querbalken). Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein offener, mit der Schildfigur belegter schwarzer Flug.« (S. 386, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
584 Petersdorff (Muscheln)
»Petersdorff (Pommern). Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Giselbertus und Wilhelmus de Petirsdorf 1298 urkundlich (s. Friedlaender und Malagola, Act. nat. Germ. univ. Bononiensis, S. 48) zuerst erscheint und bereits um 1400 in 2 Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht und von denen einer erloschen ist. - Wappen: In Rot ein mit 5 natürlichen Muscheln belegter, goldener Schrägrechtsbalken. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken 2 je mit 3 rot-golden-roten Straußenfedern besteckte Federköcher.« (S. 457, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
585 Pfeil
»Pfeil und Klein-Ellguth (Pfeil-Burghauß). Lutherisch. - Schlesischer Uradel, wahrscheinlich von Dirsko von Dirschdorf (Prerechino) abstammend, dessen Witwe Bogussa und ihre Söhne Andreas und Philipp 1289 urkundlich (Diözesan-Archiv Breslau J. J. 47) ihr Gut Elgut zu deutschem Recht aussetzen. Die Stammreihe beginnt mit Ritter Dirsiko Sagittario, der 7. März 1310 urkundlich (Schles. Reg. 3118, Staatsarchiv Breslau, Heinrichau W 50) im Gefolge der Herzöge Bernhard und Heinrich von Schlesien erscheint und 7. Juli 1311 urkundlich (Schles. Reg. 3214, a. a. O., Vincens Kloster 117) die Vogtei von Canth erhält. Dessen Urenkel Heincze erscheint 28. Mai 1403 urkundlich (Staatsarchiv Breslau, Kloster Kamenz) als „Pheil“ und siegelt 4. Juli 1407 urkundlich (a. a. O.) als Heincze von Dirschdorf mit den Bärentatzen im Schilde; 1496 urkundlich (a. a. O.) tritt Hans von Dirschdorf, Pheil genannt, zu Elgot mit gleichem Siegel auf. - Preußischer Graf Berlin 15. Oktober 1786 (für die Brüder Karl Friedrich, Herrn auf Kleutsch, Königl. preuß. Landrat - I. Linie - und Friedrich Ludwig von Pfeil, Herrn auf Dirsdorf - II. Linie). - Wappen (1786, Schild = Stammwappen): In Silber 2 mit den Klauen auswärts-gekehrte geschrägte natürliche Bärentatzen. Grafenkrone und 3 gekrönte Helme mit schwarz-silbernen Decken; auf dem rechten ein mit silbernem Kleemond belegter königlich-gekrönter schwarzer Adler, auf dem mittleren ein geschlossener schwarzer Adlerflug (Stammwappenhelm), auf dem linken ein natürlicher Pfauenwedel, besteckt mit 6 eisernen Pfeilen, deren silberne Flitsche sichtbar sind.« (S. 413, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 105. Jg. 1932) 
 
586 Pflugk
»Pflugk (Pflug). Evangelisch. - Uradel, der in Böhmen mit Ulricus dictus Aratrum 1267 urkundlich (s. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande, Band IV, S. 591 ff.), zuerst auftritt, auch in Bayern erscheint und später ins Osterland (Ritter Ulrich Pluoch, Dispensator Curiae des Bischofs von Merseburg 1295/96) sowie ins Meißener Land mit Ritter Otto Pflug, + um 1427, Herrn auf Lampertswalde, Frauenhain, Strehla, Zabeltitz und Tiefenau, böhmischen Rat, 1383-1425 (vergl. Freiherr von Mansberg a. a. O. Band II, Seite 132 ff.) übersiedelte; mit ihm beginnt auch die Stammreihe. - Die sächsischen Linien bedienten sich des Adelsprädikats „von“ zumeist nicht. - Wappen: a) Ursprünglich ein aufgerichtetes, auch schräglinks liegendes umgewendetes Pflugeisen; daneben auch ein schrägrechts liegender Lindenast mit oben 2, unten einem Blatt. Auf dem Helme 2 umgewendete Pflugeisen. b) später: Von Rot und Silber geviert; 1 und 4 ein schrägrechts gestelltes umgewendetes silbernes Pflugeisen, 2 und 3 ein schrägrechts gelegter natürlicher Lindenast mit oben 2, unten einem grünen Blatte. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufgerichtete umgewendete silberne Pflugeisen, besteckt mit je 7 silbernen Straußenfederchen.« (S. 391, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
587 Pforte
»Pforte (Pfordten). Evangelisch-lutherisch. - Meißnischer beziehungsweise thüringischer Uradel, der mit Wernher von Pforte (Wernherus de Porta) 1193 urkundlich (Abschrift in der Staatsbibl. in Berlin, manuscript. Borr. fol. Nr. 81 [lib. priv. et lib. 15. Jahrh.] Nr. 23, abgedr. bei Anemüller, Urk.-Buch des Klosters Paulinzelle) und mit Albert von Pforte 1213 urkundlich (Orig. im Ratsarchiv Leipzig, abgedr. im Cod. dipl. sax. reg. II, 9, 3, Nr. 2) zuerst erscheint. Der vermutliche Stammsitz des Geschlechts, Pforten bei Gera, wurde von den Brüdern Brun, + 1500, und Hans, + 1522, verkauft. - Eingetragen in das Sächsische Adelsbuch als „Deuschter Uradel“ unter Nr. 20. - Wappen: In Blau ein gestürzter goldener Halbmond (möglicherweise aus einem Torbogen [Pforte] als redendes Schildbild entstanden). Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken ein Busch von 9 (3, 3, 3) natürlichen Pfauenfedern.« (S. 392, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
588 Pfuel
»Pfuel (Phull, Pfuhl). Lutherisch. - Uradel des Barnim, der mit Henricus de Pule 1215 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I, 490) zuerst erscheint und mit Otto von Pfuel, 1375-1420, Herrn auf Biesdorf usw., die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Pôl, Pul, Pule, Pfuel, Pfuhl und Phull. Schloßgesessen in der Mark Brandenburg im 13. Jahrhundert, verbreitete sich das Geschlecht im 16. und 17. Jahrhundert nach Meißen und Württemberg, 1640 nach Schweden, 1677 nach Dänemark, 1764 nach Mussouri, Amerika, und in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Rußland. - Wappen: In Silber 3 rot-golden-blaue Regenbogen übereinander. Auf dem blau-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein von einem Regenbogen überhöhter natürlicher Palmbaum (aus einem Spickel mit Hahnenfederbusch entstanden), begleitet von 3 (1, 2) goldenen Sternen.« (S. 464, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
589 Pieverling
»Pieverling. Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der mit Rodeger de Pieverlinge, Zeugen in einer Urkunde des Grafen Albrecht II. von Arneburg, 1204 urkundlich (s. Gesch.-Quellen der Prov. Sachsen, Band VI, 1. Hälfte) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Klaus von Pywerlingh, der 1463 mit den väterlichen Gütern Rosenhof und Kaecklitz belehnt wird, beginnt; der Adelsmatrikel des Königreichs Bayern einverleibt 3. August 1820. - Wappen: Im von Blau und Gold schrägrechts geteilten Schilde 2 Lilien verwechselter Farbe. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken ein mit natürlichen Pfauenfedern besteckter, goldener Spickel, beseitet von einer blauen und einer goldenen Lilie.« (S. 567, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
590 Pirch
»Pirch. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Jan Pirich 1335/41 urkundlich (Staatsarchiv Königsberg i. Pr.) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Jasbon Pirch (Pircha), 1376 mit Klein-Nossin (=Nossinke), Gaffert und Wundichow belehnt, beginnt. - - Wappen: In Blau eine schrägrechts gestellte goldene Karausche. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken auf einem Pfauenschwanze 2 goldene Schlüssel im Andreaskreuz gelegt. Die II. Linie führt den Schild gespalten, rechts wie Stammwappen, links in Silber eine nackte Jungfrau mit aufgelöstem Haar, der ein eine Karausche im Fange haltender Fuchs zwischen den Beinen durchläuft, dessen Schwanz sie aufwärts hält, um die Flöhe auf ihrem Leib zu verjagen (Spruch des Spottwappens: Pfui-Teuffel, wie rasen die Flöh).« (S. 568, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
591 Planitz
»Planitz. Vogtländischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause am Planitzbache, der mit Ludowicus de Planitz, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1192 urkundlich (vergl. Schöttgen und Kreyssig, II, 437) zuerst erscheint. Die Schreibweise wechselte zwischen Plavnitz, Plawenitz, Plawnicz, Plewenicz, Plauwunitz und Planitz. - Verleihung des Prädikats „Edler“ und Rotwachsfreiheit Nürnberg 19. November 1522 (für Hans von der Planitz, Herrn auf Auerbach usw., Dr. jur., Kurfürstl. sächs. Rat, dessen Söhne die beiden Linien stifteten). - Wappen: Von Silber und Rot gespalten. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein offener, rechts roter, links silberner Flug.« (S. 572, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
592 Plate
»Plate. Evangelisch. - Bremischer Uradel, der mit Conradus und Joan de Plate 1285 urkundlich (Orig. im Archiv zu Stade, abgedr. bei P. G. Hempel, Teil I, S. 366, Nr. 38) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Friedrich von Plate, * um 1450, beginnt. - Wappen: In Blau eine silberne Muschel. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein geschlossener, vorn silberner, hinten blauer Flug.« (S. 468, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
593 Platen (Blattast)
»Platen (Mark). Evangelisch. - Märkischer Uradel, der mit dem 1665 + von Bevernest (Bibernest) eines Stammes ist, fast in der ganzen Prignitz angesessen war und mit Conrad Ploten 1351 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. brand. I, 1, 486) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Hans, 1455-1499, Herrn auf Quitzow. Der Name wechselte zwischen Plate, Platen, Plote(n) und Platow. - Wappen: a) Ursprünglich: Ein Baumstamm mit 3 Wurzeln und mehreren (3, 5 und 6) gezackten Blättern; b) seit der Mitte des 16. Jahrhunderts: In Silber ein zuerst quer, dann schrägliegender Ast mit 5 Stechpalmblättern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein oben mit einer goldenen Kette, an der ein goldener Ring hängt, verbundener offener schwarzer Flug.« (S. 396, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
594 Platen (Köpfe)
»Platen (Rügen-Pommern). Evangelisch. - Rügen-pommerscher Uradel, der unter dem Namen „mitter Platen, mit der Plate, cum plata, cum thorace“ mit Otto cum plata, miles, 1255 urkundlich (Orig. im Stadtarchiv von Barth) zuerst erscheint und sich nach Mecklenburg, Hannover, Braunschweig und Preußen verbreitete. Die Stammreihe beginnt mit Henning um 1396. - Wappen: In Silber 2 einander zugewendete schwarze Meerkatzenköpfe mit je hängendem schwarzen (Adler-)Flügel. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 aus einem Kranze von schwarzen und silbernen Rosen hervorwachsende (silbern, schwarz, silberne) Straußenfedern.« (S. 401, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
595 Platen Hallermund
»Lutherisch. - - Reichsgraf mit „Edler Herr“, Wappenbesserung und „Hoch- und Wohlgeboren“ für den jedesmal ältesten Sohn und die älteste Tochter Wien 20. Juli 1689 (beides für Franz Ernst Freiherrn von Platen, Herrn auf Linden, Hannover, kurhannov. Geheimen Rat und Oberhofmeister, General-Erbpostmeister); salzburgische Ausschreibung 16. März 1690; kursächsische Anerkennung 9. Mai 1693; kurbrandenburgische Anerkennung 30. Mai 1693. - Wappen (1689): Geviert und belegt mit silbernem Herzschild, darin 3 (2, 1) gold-besamte rote Rosen; 1 und 4 in Blau 3 (2, 1) beziehungsweise (1, 2) fünfstrahlige silberne Sterne, 2 in Gold ein gold-gekrönter rechtsgewendeter roter Löwe, 3 in Silber 2 einander zugewendete schwarze Meerkatzenköpfe mit je hängendem schwarzen (Adler-)Flügel (Stammwappen). Grafenkrone und 3 gekrönte Helme mit rot-goldenen Decken; auf dem rechten aus einem Kranze von silbernen und schwarzen Rosen 3 (rot, blau, schwarze) Straußenfedern hervorgehend (Stammwappenhelm), auf dem mittleren 2 mit einer roten Rose belegte geschrägte silberne Fähnlein an goldenen Schäften, auf dem linken 3 mit blauem Band zusammengehaltene geschrägte goldene Pfeile.« (S. 437, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 103. Jg. 1930) 
 
596 Plato
»Plato. Lutherisch. - Lüneburgischer Uradel, der mit Johannes de Plote, Zeugen in einer Urkunde der Markgrafen Otto und Albrecht von Brandenburg, 1196 urkundlich (vergl. Pfeffinger, Historie des Hauses Braunschweig-Lüneburg, 1732, T. II, S. 359) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Pardam von Plote, Knappen, 1355 beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Plate, Plote, auch Plotho und wurde später in Plato latinisiert. - Wappen: Von Rot und Silber im Spitzenschnitt geteilt. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein offener, rechts roter, links silberner Flug.« (S. 388, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
597 Plessen
»Plessen. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Helmold Plesse, gentis Plessianae megalopolitanis sator, ducis Heinrici Leonis praefectus militaris, + 1186, urkundlich (Standbild des Helmold Plesse in der Kirche zu Hohen-Vicheln in Mecklenburg) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Helmoldus de Plesse, 1262, miles, beginnt. Die Namensform Plesse, auch Pleß (bis Ende des 18. Jahrh.) wurde von der jetzt üblichen im 19. Jahrhundert verdrängt. - Wappen: In Gold ein schwarzer Stier. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein natürlicher Pfauenfedernbusch vor einem roten Wagenrade, aus dem rote Flammen hervorschlagen.« (S. 581, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
598 Plettenberg
»Plettenberg (Bodelschwingh-Plettenberg). Evangelisch. - Westfälischer Uradel der Grafschaft Mark, der seinen Namen der Veste (seit dem 14. Jahrhundert Stadt) Plettenberg an der Lenne, Kreis Altena, entlehnt hat und mit Heydenricus de Plettenberg, miles, Drost des Grafen von Arnsberg, später Marschall von Westfalen, 1258 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 998) zuerst erscheint. - - Wappen (Stammwappen): Von Gold und Blau gespalten. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken eine goldene und eine blaue Reiherfeder.« (S. 376 & 379, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 80. Jg. 1930) 
 
599 Ploetz (3 Fische)
»Ploetz (Pommern). Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit dominus Hermannus de Plocech 5. Februar 1271 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch II, 1, S. 248) zuerst erscheint und mit Roloff (Rolf), der 1290 Lüdershagen an die Stadt Stralsund verkauft und nach Hinterpommern kommt, die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Plocech, Plocize, Plosz, Plotze, Ploz, Plotzke und Ploetz. - Wappen: In Silber 3 rote Fische (Plötze) übereinander, der mittlere nach links gekehrt. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein roter Fisch vor 3 silbernen Straußenfedern.« (S. 469, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
600 Ploetz (Schwan)
»Ploetz (Neumark). Evangelisch. - Neumärkischer Uradel, der mit Henric Plotze 25. November 1308 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I, Band 19, S. 179) zuerst auftritt und mit Bernd, 1316, Herrn auf Wartenberg, Neumark, die Stammreihe beginnt; in Pommern seit 1509 zuerst urkundlich nachgewiesen. - Wappen: In Blau ein silberner Schwan. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken 3 (blau-silbern-blaue) Straußenfedern.« (S. 472, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 29. Jg. 1930) 
 

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