Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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101 Bock (Hirsch)

Literatur und Wappenbeschreibung im Adelslexikon.com 
 
102 Bock von Wülfingen
»Bock von Wülfingen. Niedersächsischer Uradel, der mit Hermannus de Wulvingen 1175 urkundlich (vergl. Harenberg, Chron. Gandersh., S. 1713) zuerst erscheint und die Stammreihe mit Arnold von Wülfinghausen, Wülfingen, Bock um 1230 beginnt. Erbdroste (seit 1371) und Erbkämmerer (seit 1400) des Hochstiftes Hildesheim (abwechselnd der Älteste der Linien Bockerode, Gronau und Elze). - Wappen: In Gold 2 zum Sprunge bereite, schwarze Wölfe übereinander. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 3 über 5 (2, 3) goldenen Rosen ein wachsender schwarzer Ziegenbock mit goldenem Halsband.« (S. 85, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
103 Bockum gen. Dolffs
»Bockum genannt Dolffs. Evangelisch. - Altes Sassendorfer Sälzergeschlecht, das mit Johannes Bocumb 1329 urkundlich (Sälzerarchiv in Sassendorf) zuerst auftritt und zu Ende des XIV. Jahrhunderts nach Soest kam, wo es zum Stadtadel gehörte, um später in den Landadel überzutreten. (Der Beiname Dolffs dürfte wohl aus dem Vornamen Adolfus entstanden sein.) - Wappen: In Blau eine von 3 (2, 1) silbernen Gleven (Lilien) begleitete rote Rose. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken die rote Rose zwischen offenem blauen Fluge, belegt je mit einer silbernen Gleve.« (S. 54, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 18. Jg. 1925) 
 
104 Boddien

Literatur und Wappenbeschreibung im Adelslexikon.com 
 
105 Bodelschwingh
»Bodelschwingh (Bolschwing). Evangelisch. - Westfälischer Uradel der Grafschaft Mark mit gleichnamigem Stammhause im Landkreis Dortmund, aber von Ursprung aus dem Geschlecht Specke, das mit Gieselbert Specke, Ritter, Richter in Bochum, 1289 urkundlich (vergl. F. Darpe, Gesch. der Stadt Bochum, Bochum 1888 ff.), + vor 1327 (Dortmunder Urk.-Buch, Erg.-Band I, Nr. 604), beziehungsweise mit seinem Sohne Ernestus dictus Specke de Bodelswinge, Giselberti filius famulus, 1318 (J. D. von Steinen, Westf. Gesch., Band III, S. 484), auch als Ernestus de Bodelswinge 1320 urkundlich (Dortmunder Urk.-Buch, Erg.-Band I, Nr. 547) genannt, auftritt. Das Geschlecht erscheint später in zwei Stämmen verschiedener Namensschreibweise, deren Zusammenhang nicht näher feststeht, und gehört zu den westfälischen Familien, die früher gewohnheitsrechtlich den Freiherrentitel führten. - Wappen: In Gold ein roter Balken, überhöht von einer rautenförmigen, an den Ecken verzierten blauen Schnalle. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken die Schnalle zwischen offenem, je mit einem roten Balken belegten goldenen Fluge.« (S. 61, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
106 Bodenhausen
»Bodenhausen. Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause unweit Göttingen, der mit Ardimarus de Bodenhusen, 1109* urkundlich (Schrader, Dynast. St. I, S. 239) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Teginhardus de Bodenhusen, 1135-50, beginnt. - Das Geschlecht gehört zur Althessischen Ritterschaft. - Wappen: In Silber 3 (2, 1) zunehmende, rote Halbmonde. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine silberne Säule besteckt mit 5 (rot, silbern, rot, silbern, roten) Straußenfedern, beseitet von 2 abgewendeten, roten Halbmonden.« (S. 103, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) [* Nach Auskunft des Familienältesten Hans-Erich Freiherrn v. Bodenhausen vom 3. 10. 2009, ist diese Jahresangabe aufgrund einer Originalurkunde im Erzbistumsarchiv Paderborn durch 1101 zu ersetzen] 
 
107 Bodman
»Bodman. Schwäbischer Uradel, der mit Eberhardus de Bodemen März 1152 urkundlich (vergl. epistola Wetzeli ad Fridericum imperatorem und Meister, Gesch. Zürichs, S. 64) zuerst erscheint und dessen ununterbrochene Stammreihe mit Conradus de Bodemin 1247 urkundlich (Cod. Sal. I, 253) beginnt. Die Namensform wechselt zwischen Bodoma, Bodimin, Bodemen, Bodmen, Bodim, Bodma, Bodam, Bodmann und Bodman; der schwäbischen Reichsritterschaft der Kantone Hegau, Algäu und am Bodensee, zugehörig. - I. Linie: von und zu Bodman (katholisch). Stammvater Hans, tot 15. Oktober 1453. - Reichsfreiherr Wien 28. Oktober 1716 (für die Brüder Johann Adam, Johann Joseph und Johann Wolff von und zu Bodman). - Wappen: Geviert; 1 und 4 in Gold ein springender schwarzer Steinbock; 2 und 3 in Silber 3 (2, 1) grüne Lindenblätter. Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken ein verbrämter silberner Hut, dessen goldene Krone mit 3 Pfauenfedern besteckt ist. - II. Linie (Möggingen) (katholisch). Stammvater: Frischhans, tot 30. November 1452. - Reichsfreiherr Augsburg 30. Januar 1690 (für die Brüder Johann Marquard und Johann Ludwig Ignaz von Bodman). - Wappen (1690): Geviert mit rotem Herzschild belegt, darin ein 10endiges silbernes Hirschgeweih. 1 und 4 in Gold ein springender schwarzer Steinbock; 2 und 3 in Silber 3 (2, 1) grüne Lindenblätter (Stammwappen). 3 Helme; auf dem rechten gekrönten mit schwarz-goldenen Decken der Steinbock wachsend, auf dem mittleren gekrönten mit rot-silbernen Decken ein geschlossener, vorn silberner, hinten roter Flug, auf dem linken mit grün-silbernen Decken ein verbrämter silberner Hut, dessen goldene Krone mit 3 Pfauenfedern besteckt ist.« (S. 46 & 50, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
108 Bodungen
»Bodungen. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause, dem heutigen Flecken Groß-Bodungen, Kreis Worbis, der mit Herward von Bodungen, 1186, urkundlich (abgedr. bei Dr. V. J. Stumpf, Acta Moguntia saec. XII, p. 103, Nr. 99) zuerst erscheint und mit Burchard von Bodungen 1209 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein mit goldenem Knopfe, darauf 5 schwarze Hahnenfedern, besteckter blauer Spitzhut. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der Spitzhut.« (S. 106, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
109 Boeck
»Boeck. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit dem Stammhause Böken bei Görmin, der mit Mathias van der Boeke unter der Ritterschaft 1325 urkundlich (vergl. Verz. der Vasallendienste von 1320-1325 im cod. Ruginus, Bl. 61 u. 62 im Pommerschen Prov.-Archiv Stettin, abgedr. bei Klempin-Kratz, Matrikeln der pomm. Ritterschaft) erscheint und mit Werner von der Böke dem Alten, + vor 1601 Herrn auf Barnims-Kunow 1575, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber 2 geschrägte, entwurzelte grüne Buchen.  Auf dem Helme mit grün-silbernen Decken eine wachsende blau-bekleidete Jungfrau mit offenem goldenen Blondhaar, die in der Rechten eine Buche hält.« (S. 91, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
110 Boehn
»Boehn. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Johannes de Bone 12. August 1284 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch, III, S. 169) zuerst erscheint und um 1500 bereits in drei Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht genau feststeht. - Wappen: In Rot 3 übereinander laufende silberne Bracken mit beringten goldenen Halsbändern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein Bracke wachsend.« (S. 108, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
111 Boeltzig
»Boeltzig. Evangelisch. - Obersächsischer Uradel, der mit Hermanus de Bielzig, Zeugen des Grafen Burchard von Askanien, 1194 urkundlich (vergl. Gesch. des Fürstentums Anhalt, Teil II, S. 441) zuerst erscheint und mit Hans von Boeltzig, Herrn auf Brachstädt und Zschortwitz um 1500 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Rot ein geflügelter silberner Fisch. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein roter Hut (Türkenmütze) mit Hermelinstulp, aus dem ein rot-silbernes, gebundenes Band fliegt.« (S. 114, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
112 Bohlen
»Bohlen. Evangelisch. - Rügenscher Uradel mit dem Stammhause Bolendorp auf der Halbinsel Wittow, der mit Nicolaus Bolen 5. Februar 1236 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch I, S. 246) zuerst erscheint und früh in zwei Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht feststeht. - Wappen: In Silber ein aus 5stufigem roten Giebelsparren wachsender roter Greif. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein gestümmelter, beiderseits von je einem roten Greifen gehaltener natürlicher Baumstamm.« (S. 31, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
113 Boineburg
»Boyneburgk (Boineburg und Boemelburg). Lutherisch und katholisch. - Hessischer Uradel, der als vermutlich zeitweise dem Herrenstand angehöriges Reichsdienstmannengeschlecht auf der Reichsburg Bomeneburg (jetzt Kr. Eschwege) auftritt und mit Bobbo de Bomeneburg 1137 urkundlich (abgedr. bei E. Dronke, Cod. dipl. Fuld., Kassel 1850, S. 377, Nr. 776) zuerst erscheint. Das Geschlecht schied sich um die Mitte des 12. Jahrhunderts bereits in zwei Stämme, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - - Stamm A. Stammvater: Heimerod, 1153-59. I. (Weiße) Linie: Boyneburgk. Lutherisch. - Stammvater: Heimerod, 1262-78. - Wappen: Von Silber und Schwarz geviert. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 silbern-schwarz übergeteilte Büffelhörner. - - II. (Schwarze) Linie: Boineburg. Wahrscheinlicher Stammvater: Hermann, 1289-1351. Wappen: Von Schwarz und Silber geviert. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 schwarz-silbern übergeteilte Büffelhörner. - - Stamm B: Boemelburg. Katholisch. - Stammvater: Friedrich, 1142(3). - Wappen (seit etwa 1500): Von Blau und Gold geviert. Auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken 2 wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.« (S. 95, 98 & 100, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
114 Bomsdorff
»Wackerbarth gen. von Bomsdorff (des Stammes von Bomsdorff). Evangelisch. - Lauenburger, nach der Niederlausitz gekommener Uradel, der im Magdeburgischen 1311 urkundlich und in der Lausitz 1388 urkundlich (vergl. Riedel, Cod. dipl. brandenb., Band XVII, 463 und Band XX, 367) zuerst erscheint. Königlich sächsischer Freiherr als „Freiherr von Wackerbarth gen. von Bomsdorff“ 12. Dezember 1811 (Diplom 10. April 1816 für Adolf Leberecht von Bomsdorff a. d. H. Weissagk, Adoptivsohn des Ludwig Freiherrn von Wackerbarth aus + Lauenburger Uradelsgeschlecht). - Wappen (1811): Geviert mit einem von Silber und Blau schrägrechts geteilten Herzschild belegt, auf dessen Teilungslinie 3 gold-besamte rote Rosen liegen (Stammwappen); 1 und 4 von Rot und Silber geviert (Stammwappen v. Wackerbarth), 2 in Rot ein silberner Löwe, 3 in Gold ein halber schwarzer Adler am Spalt. Freiherrenkrone und 3 Helme; auf dem rechten mit rot-silbernem Wulst und gleichen Decken ein Pfauenwedel zwischen 2 goldenen Stäben, die mit je 3 natürlichen Pfauenfedern besteckt sind (v. Wackerbarth), auf dem mittleren gekrönten mit blau-silbernen Decken ein silbernes und ein blaues Büffelhorn, außen mit je 5 silbernen Hahnenfedern besteckt (Stammwappenhelm), auf dem linken gekrönten mit schwarz-goldenen Decken ein schwarzer Adler.« (S. 622, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
115 Bonin

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116 Bönninghausen
»Bönninghausen (Bönninghausen tot Herinkhave). Katholisch. - Die sichere Stammreihe beginnt mit Ferdinand Lutter, + (gefallen gegen die Türken) Raab, Ungarn, 24. September 1684 (nat. Sohn des Kais. Generalfeldmarschalls Lutter Dietrich Freiherrn von Bönninghausen aus altem Adelsgeschlecht der Grafschaft Mark, * 1598, + 1657 [Reichsfreiherr Wien 20. Mai 1634]), dessen Nachkommen als „von Bönninghausen“ zum westfälischen Adel gerechnet werden. - Wappen: In Blau ein aus dem unteren Schildesrand (auch aus Wasser) nach rechts hervorwachsender gold-gekrönter silberner Hecht. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken der Schild wiederholt, dahinter 4 goldene Sonnenstrahlen, zwischen denen 3 (5) goldene Sterne kreisförmig stehen (der Schild erscheint auch mit 12 (7, 5) Pfauenfedern in 2 Reihen besteckt).« (S. 45, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 24. Jg. 1932) 
 
117 Boos zu Waldeck
»Boos zu Waldeck. Katholisch. - Rheinischer Uradel aus der Ganerbenburg Waldeck im Baybachtal, Hunsrück, stammend, der mit Conradus de Walthecce 1124 urkundlich (Günther, cod. Rhenomosell. I, 196) zuerst auftritt und mit Bosso von Waldeck 25. März 1243 urkundlich als mit der Burg Waldeck belehnt (vergl. Knipping, Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter III, Nr. 1078) die Stammreihe beginnt; der Beiname Boos wird von seinen Nachkommen angenommen. - Böhmischer Freiherr mit Wappenbesserung und Inkolat Ebersdorf 10. September 1698; Reichsgraf und bayerischer Graf . . 29. Mai 1790 (vom Kurfürsten Karl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvikar für Ludwig Joseph Wilhelm Freiherrn von Boos zu Waldeck, kurtrier. Obermarschall und kurpfälz. Oberamtmann in Simmern). - Wappen (1790 = Stammwappen): In Rot 3 schrägrechts übereinander gestellte rautenförmige silberne Sporenschnallen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein geschlossener schwarzer Flug, belegt mit rotem Rundschild, darin das Schildbild.« (S. 101, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 105. Jg. 1932) 
 
118 Borch (3 Balken)
»Borch. Evangelisch. - Uradel mit dem Stammhause Burg bei Magdeburg, der seine Abkunft von dem ehemaligen edelfreien Hause Querfurt herleitet und mit Adalhelminus de Burg et Gernodius filius ejus 29. März 1142 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Magdeburg; vergl. Riedel, cod. dipl. Brandenb. A III, S. 79) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber 3 rote Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 gezahnte, fächerförmige silberne Schirmbretter oder Büffelhörner.« (S. 33, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
119 Borch (3 Raben)
»von der Borch. Evangelisch und katholisch. - Westfälischer Uradel, der mit den Brüdern Johann und Hermann von der Borch 1328 urkundlich (Orig. im Archiv von Lippe-Detmold, abgedr. in den Lippischen Regesten von O. Preuß und A. Falkmann, 2. Band, Nr. 720) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hermann von der Borch, 1380, beginnt. - Preußische Genehmigung zur Fortführung des Freiherrentitels . . 31. Juli 1847 (für Karl von der Borch, Herrn auf Holzhausen, und seine Geschwister). - - Wappen (Stammwappen): In Silber 3 (2, 1) natürliche Raben. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein Rabe zwischen offenem schwarzen Flug.« (S. 58, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
120 Borcke

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121 Borne

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122 Bornstedt (Hut)
»Bornstedt (Magdeburg). Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Neuhaldensleben, der mit Hermannus de Bornestede, Abt im Kloster Hillersleben, 1232 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Magdeburg, Kloster Hillersleben Nr. 14) zuerst erscheint und mit Jordan von Bornstedt, 1436 auf Ottleben, die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber eine gestülpte rote Tatarenmütze. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die hier mit 2 silbernen, 3 roten Straußenfedern besteckte Mütze.« (S. 36, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
123 Bornstedt (Mauer)
»Bornstedt (Bornstaedt) (Thüringen). Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im heutigen Kreis Sangerhausen, der mit Esiko de Bornstedt, dominus castri Bornstedt, 1120 urkundlich (vergl. Heinemann, Cod. dipl. Anhaltinus, Band I) zuerst erscheint und sich früh in vier Stämme teilte deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - - Stamm A (Küstrinchen, vormals Bellin). Stammvater Hans, 1498. - Wappen: In Silber über einer roten Zinnenmauer ein schrägrechts liegender, gestümmelter, natürlicher Ast mit 3 (2, 1) goldenen Blättern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 (silbern, rot, blaue) Straußenfedern. - - Stamm B (Lauchstedt). Stammvater: Christof. - Wappen: In Silber über einer roten Zinnenmauer ein schrägrechts-liegender roter Mauerbrecher. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende geharnischte Jungfrau mit 3 (rot, blau, silbernen) Straußenfedern.« (S. 35 & 36, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
124 Borstell (3 Rosen)
»Borstell. Erloschen. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Bützfleth bei Stade, der mit Nicolaus de Borstele 16. Januar 1312 (Urkunde im städt. Archiv in Stade) zuerst urkundlich erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Johann von dem Borstel 1460. - Wappen: In Silber drei (2, 1) rote Rosen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken drei (silbern-rot-silberne) Straußenfedern.« (S. 146, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 13. Jg. 1912) 
 
125 Borstell (Klee)
»Borstell (Altmark). Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der mit Otto et Berwardus fratres de Borstele in einer Urkunde Markgraf Albrechts II. von Brandenburg im Juli 1209 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb., T. I, Band 3, S. 91) zuerst erscheint. - Wappen: In Silber ein grünes Kleeblatt, aus dessen Spalten 3 schwarze Adlerflügel hervorgehen. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 4 schwarze Straußenfedern, zwischen denen 3 Lanzen (Fähnchen) mit nach rechts wehenden Wimpeln stehen.« (S. 118, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
126 Bose
»Bose. Lutherisch. - Sächsischer Uradel, der mit Thedolfus Busz, miles, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1230 urkundlich (s. Dr. M. Krähne, Urk.-Buch der Klöster der Grafschaft Mansfeld, S. 131) zuerst erscheint. Sein Sohn Heidenricus (Henricus) Boz, miles, ist Stammvater der beiden Linien. - Wappen: Innerhalb roten Schildrandes von Silber und Schwarz gespalten (ehemals ohne Schildrand). Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine gestürzte, rot-gestülpte, von Silber und Schwarz gespaltene, ungarische Mütze, die mit 6 silbernen und schwarzen Federn mit roten Spitzen besteckt ist (ehemals ein gespaltenes Schirmbrett).« (S. 119, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
127 Böselager
»Böselager. Katholisch. - Uradel des Erzstifts Magdeburg, von dem „Boseleger mit dren Buren“ in der Landfriedensurkunde des Erzbischofs Dietrich von Magdeburg vom 12. April 1363 (abgedr. im Urk.-Buch der Stadt Magdeburg, bearbeitet von G. Hertel, Band I, Halle 1892, Nr. 458) zuerst erwähnt wird, und der mit Henning Boseleger, Lehnsträger eines Ritterhofes zu Wolmirsleben, 1446 urkundlich (Staatsarchiv Magdeburg, Kop. 36, f 70 u. a.), die ununterbrochene Stammreihe beginnt. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist ein Teil des Geschlechtes in die Ritterschaft der Grafschaft Mansfeld, ein anderer Teil in den Jeverländer Adel und später in die Osnabrücker Ritterschaft und weitere westfälische und rheinische Ritterschaften gelangt. - Preußische Bestätigung des Freiherrenstandes Potsdam 20. Dezember 1823 (für das Gesamtgeschlecht). - Wappen (Stammwappen): In Gold 2 aufwärts geschrägte blaue Schaufeln mit roten Stielen. Auf dem blau-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken 3 mit je einer gleichfarbigen Lilie besteckte golden, blau, goldene Schäfte.« (S. 38, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 80. Jg. 1930) 
 
128 Both
»Both. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Hasse Bot, miles, 21. Mai 1273 urkundlich (Cod. diplom. Lubicensis, II. Abt., Urk.-Buch des Bistums Lübeck, Band I, S. 221/22) zuerst erscheint und mit Hinricus Bot, miles, 27. Januar 1309 urkundlich (Meckl. Urk.-Buch, Nr. 3284) die Stammreihe beginnt. - Wappen (ältestes Siegel von 1318): In Silber ein rotes Boot. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken das Boot, rechts und links mit je 4 schwarzen Hahnenfedern besteckt.« (S. 40, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 41. Jg. 1942) 
 
129 Bothmer

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130 Bottlenberg
»Bottlenberg genannt von Schirp. Katholisch. - Uradel der Grafschaft Berg mit dem Stammhause Bodlenburg bei Elberfeld, der mit Engelbert von Budlinberg, Ritter, 1237 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 449 usw.) auftritt und dessen Bruder Herrmann als Besitzer der „Schirpendünen“ bei Dobringhausen erwähnt wird, wonach der Beiname angenommen wurde; Erbkämmerer der gefürsteten Abtei Essen. - Preußische Anerkennung des Freiherrenstandes laut Ministerial-Reskript vom 6. August 1830 (für das Gesamtgeschlecht). - Wappen (Stammwappen): In Silber ein oben 4mal, unten 3mal gezinnter schwarzer Balken. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken der Rumpf eines rot-bezungten silbernen Bracken wachsend, der an Stelle des Halsbandes mit dem gezinnten Balken des Schildes belegt ist.« (S. 63, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 86. Jg. 1936) 
 
131 Bourbon
Haus Bourbon (des Stammes Capet). Katholisch. - Erwerbung von Bourbon durch Robert Grafen von Clermont, König Ludwigs des Heiligen jüngster Sohn, * 1250, + 1318, infolge seiner Ehe mit Beatrix, des Johann von Burgund, + 1268, und der Agnes von Dampierre-Bourbon Tochter und Erbin; Erhebung der Herrschaft Bourbon zum Herzogtum für des genannten Robert Sohn Ludwig, 27. Dezember 1327; der Ast Bourbon kommt nach dem Aussterben der älteren Äste zur Regierung mit Heinrich III. von Navarra, * 13. Dezember 1553, + 14. Mai 1610; Herzog von Vendôme und von Beaumont, Graf de la Marche, d'Albret, de Foix usw., als König von Frankreich Heinrich IV., 2. August 1589. Des Königs Ludwig XIII., * 27. September 1601, + 14. Mai 1643, Söhne stifteten die folgenden Häuser. - Wappen (Stammwappen Bourbon): In Blau 3 (2, 1) goldene Lilien. Auf dem gekrönten Helme mit blau-goldenen Decken eine goldene Lilie vor einem natürlichen Pfauenwedel. (vergl. Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932, S. 13) 
 
132 Brachel
»Brachel (Brackel). Katholisch. - Jülichsches, ursprünglich wohl edelfreies, Geschlecht mit gleichnamigem Stammhause (dem heutigen Dorfe Brachelen bei Geilenkirchen), das mit Werner von Brakel, nobilis, 1136 urkundlich (Westf. Urk.-Buch, Band II, Nr. 219) zuerst erscheint und später unter den Ministerialen von Paderborn auftritt. Die Stammreihe beginnt mit Wilhelm von Brachel, Herrn auf Elfken, 1592. - Wappen: Von Gold über Silber geteilt; oben ein 3latziger blauer Turnierkragen. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein offener silberner Flug.« (S. 128, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
133 Brackel (Hirsch)
»Brackel. Evangelisch. - Baltischer Uradel westfälischer Stammheimat, der mit dominus Sifridus de Brakele, miles, 4. Juni 1277 in Reval urkundlich (Liv-Est-Kurländ. Urk.-Buch III, Nr. 453a) auftritt und zu den Deutschordensgeschlechtern sowie zu denen des dänischen Estland und der Stifte Dorpat und Ösel-Wiek zählte; später zur livländischen und kurländischen Ritterschaft gehörig. Die Stammreihe beginnt mit Otto von Brackel, Ritter, 1405-28. Zweige des Geschlechtes blühen noch in Schweden und Finnland und gehören der schwedischen Ritterschaft an. - Wappen: In Gold ein vorwärts-gestellter gekrönter natürlicher Hirschkopf. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein Hirschgeweih.« (S. 102, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
134 Brand (Hirsch)
»Brand (Neumark). Evangelisch. - Neumärkischer Uradel, vermutlich mit dem deutschen Orden aus Franken eingewandert, der mit Everhardus de Brand 1275 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg II, p. 451) zuerst erscheint. Die sichere Stammreihe beginnt mit Georg von Brand, 1465-99. - - Wappen: In Silber ein roter Hirschrumpf. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein zwölfendiges rotes Hirschgeweih.« (S. 100, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
135 Brandenburg
»Preußen. Evangelisch. - Stammvater: Konrad Graf von Zollern, Burggraf von Nürnberg 1208-1261. - Anerkennung der Reichsfürstenwürde der Burggrafen von Nürnberg 17. März 1363; Markgraf von Brandenburg mit der Kurwürde und Erzkämmerer 13. März 1415 (feierliche Belehnung Konstanz 15. April 1417); Herzog in Preußen 28. August 1618; souveräner Herzog von Preußen 10. November 1656 beziehungsweise 19. September 1657; König von Preußen 18. Januar 1701; Deutscher Kaiser 18. Januar 1871; Thronverzicht 28. November 1918. - Die Nachgeborenen führen den Namen Prinz beziehungsweise Prinzessin von Preußen (Königl. Hoheit). - - Wappen (Stammwappen): Von Silber und Schwarz geviert. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wie der Schild geviertes Brackenhaupt. (Das Brackenhaupt, wie ursprünglich, golden mit roten Ohren und der Helm mit rot-goldenen Decken ist von der Königlichen Linie wiederaufgenommen worden).« (S. 77 & 76, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
136 Brandenstein

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137 Brandt
»Brand (Brandt) (Meißen). Evangelisch. - Meißnischer Uradel, der mit Domina Agnes de Brande 1244 urkundlich (Gotha dipl. V, S. 196) zuerst erscheint und um 1400 in 2 Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang nicht genau feststeht. Seit Anfang des 15. Jahrhunderts in Ostpreußen nachweisbar. - - A. Sächsischer Stamm: Brand. Stammvater: Friedrich, Herr auf Bodenstein. - Wappen: In Gold ein querliegender, gestümmelter, schwarzer Baumstamm, mit oben 2, unten einem Aste, aus denen natürliche Flammen ausschlagen. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken die Schildfigur wachsend. - - B. Ostpreußischer Stamm: Brandt. Stammvater: .. Brandt, um 1430. - Wappen: In Silber ein querliegender, gestümmelter, schwarzer Baumstamm, aus dem oben 3 natürliche Flammen herausschlagen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die Schildfigur.« (S. 130, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
138 Brandt von Lindau
»Brandt von Lindau. Evangelisch. - Anhaltscher Uradel, der den Unterscheidungsnamen „von Lindau“ von seinem vermutlich ältesten Stammsitze, der jetzigen Stadt Lindau bei Dessau, angenommen hat, frühzeitig nach Kursachsen kam und als „schloßgesessen“ in der Herrschaft Belzig mit dieser 1815 von Preußen übernommen wurde. Johannes dictus Brand, famulus erscheint in Torgau 1332 urkundlich (Schöttgen u. Kreysig, Diplom. Nachrichten von Ober-Sachsen, Teil V, S. 165) als Zeuge des Kurfürsten Rudolf von Sachsen. Höchst wahrscheinlich gehört hierher auch der in der Magdeburger Schöffenchronik unter dem Jahre 1278 aufgeführte „her herman brant“, von dem es dort heißt: „vengh den borchgreuen to leznik, de ward den van halle geantwerdet“ (Riedel, Cod. dipl. Brand. D 179). Die Stammreihe beginnt mit Henning von Brandt, kursächsischem Rat, 1399. - Wappen: Geteilt; oben in Silber ein aus der Teilungslinie wachsender natürlicher Lindenbaum, unten in Schwarz 3 silberne Schräglinks-Balken. Auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein wie die untere Schildhälfte bezeichneter offener Adlerflug. (Bisweilen mit 3 schwarzen Quer- oder einem schwarzen Schrägrechts-Balken belegt; auch von Schwarz und Silber übereck geteilt.)« (S. 108, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
139 Brauchitsch
»Brauchitsch. Evangelisch. - Schlesischer Uradel mit dem Stammhause Brauchitschdorf (urspr. Name: Erustenik) bei Lüben, der mit dem Ritter Velislaus, Herrn auf Erustenik 1259 urkundlich (s. Schirrmacher, Urk.-Buch der Stadt Liegnitz Nr. 8) zuerst erscheint und mit Nikolaus von Brauchitsch, Herrn auf Oberau, um 1500 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein springender, rot-bewehrter, schwarzer Hirsch. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein gestürzter, schwarzer Halbmond.« (S. 140, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
140 Braun (3 Rauten)
»Braun (in Ostpreußen). Lutherisch. - Schlesischer Uradel, der mit Henricus de Brunaw, Ritter, 1346 und 1348 urkundlich (Staatsarchiv in Breslau D 390a, 285 und 302) zuerst erscheint. Die Namensform wechselte zwischen Bronau, Brunaw, Brawnaw, Brawne, Brawna und Braun. - [Reichsfreiherr 30. Juni 1573 (für George von Braun und Ottendorf, Freien Standesherrn auf Wartenberg, seit 1575 Mitgl. des böhm. Herrenstandes), erloschen]; böhmischer Freiherr mit Wappenvermehrung Wien 31. Dezember 1699 (für Christoph Friedrich, Ernst Konrad und Karl Ferdinand von Braun); preußische Anerkennung Berlin 17. Dezember 1860 (für Viktor Friedrich Ferdinand Leopold Freiherrn von Braun, Herrn auf Neucken, Oberstleutnant a. D., und dessen Neffen, die Söhne seines Bruders Magnus Hermann Eduard). - Wappen (1699): Geviert; 1 und 4 in Silber 3 (2, 1) mit den Spitzen sich berührende rote Rauten im Schächerkreuz (Stammwappen), 2. und 3. von Schwarz über Gold schräglinks geteilt, darin ein Löwe in gewechselten Farben. 2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-silbernen Decken zwischen 3 gestürzten natürlichen Forellen 2 silberne Straußenfedern (Stammwappenhelm), auf dem linken mit schwarz-goldenen Decken der Löwe wachsend.« (S. 71, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 82. Jg. 1932) 
 
141 Braunschweig
»Haus Braunschweig-Lüneburg (Welfen). Evangelisch. - - Herzog zu Braunschweig und Lüneburg 21. August 1235; von Sachsen-Lauenburg 1697; Kurfürst von Hannover 22. März 1692; König von Großbritannien und Irland infolge der Ehe (30. Sept. 1658) des Kurfürsten Ernst August, + 23. Januar 1698, mit Sophie, * 13. Oktober 1630, des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz und der Elisabeth geborenen Prinzessin von Großbritannien und Irland aus dem Hause Stuart Tochter, zur Thronfolgerin von Großbritannien und Irland erklärt 22. März 1701, + 8. Juni 1714, 1. August 1714; König von Hannover 12. August 1814; Einverleibung des Königreichs Hannover in das preußische Staatsgebiet 20. September 1866; Einspruch gegen die Einverleibung Wien 23. September 1866. Nach dem Tode des Königs Georg V. von Hannover Rechtsverwahrung des bisherigen Kronprinzen Ernst August, welcher für die Dauer der Behinderung an der Regierung in Hannover den Titel Herzog von Cumberland, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg führte (s. u.) durch Schreiben an die Mächte und Höfe, vom 11. Juli 1878. Nach Aussterben der in Braunschweig regierenden älteren Linie mit Herzog Wilhelm, + 18. Oktober 1884, Regierungsantrittserklärung des Herzogs Ernst August von Cumberland, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg 18. Oktober 1884; Verhinderung des Regierungsantritts durch Bundesratsbeschluß 2. Juli 1885; zweiter Bundesratsbeschluß gegen die Regierung eines Mitglieds des Hauses Braunschweig-Lüneburg 28. Februar 1907; Verzicht des Herzogs Ernst August von Cumberland und zu Braunschweig und Lüneburg auf Braunschweig zugunsten seines Sohnes Ernst August (s. u.) 24. Oktober 1913; Aufhebung der Behinderung des Hauses durch Bundesratsbeschluß 27. Oktober 1913; Übernahme der Regierung des Herzogtums Braunschweig durch den Prinzen Ernst August 1. November 1913; Thronverzicht des Herzogs Ernst August für sich und seine Nachkommen 8. November 1918. - Die Nachgeborenen führen den Namen Prinz beziehungsweise Prinzessin von Hannover (laut Erklärung vom 29. Aug. 1931), von Großbritannien und Irland, Herzog beziehungsweise Herzogin von Braunschweig und Lüneburg (Königl. Hoheit). - Wappen (Stammwappen Braunschweig-Lüneburg): Gespalten; rechts in Rot 2 goldene Leoparden, links in mit roten Herzen bestreutem goldenen Felde ein blauer Löwe. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken das weiße Sachsenroß vor einer gekrönten roten Säule, die mit einem natürlichen Pfauenwedel, darauf ein goldener Stern, besteckt ist.« (S. 27, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
142 Brederlow
»Brederlow. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Henningus de Brederlo 29. September 1319 urkundlich (vergl. Gercken, Cod. dipl. Brandenb. III, p. 88) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Konrad, + 1409, Herrn auf Gartz, beginnt. - Wappen: In Silber ein liegender, abgestumpfter Ast, aus dem an grünen Blätterstengeln 3 rote Rosen wachsen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine rot-bekleidete Jungfrau wachsend, die einen mit golden-rot-silbernen Straußenfedern besteckten grünen Kranz auf dem Kopfe hält.« (S. 39, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
143 Bredow

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144 Breitenbuch
»Breitenbuch. Evangelisch. - Thüringischer Uradel, der mit Cuno de Breitenbuch, nobilis, 1. April 1154 urkundlich (Orig. im Stiftsarchiv Zeitz, abgedr. bei Fechner, Leben des Erzb. Wichmann von Magdeburg) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Otto beziehungsweise Petzold von Breitenbuch um 1350. Das Geschlecht nannte sich seit dem 1. Drittel des 16. Jahrhunderts von Breitenbauch. - Preußische Genehmigung, die ursprüngliche Namensform „von Breitenbuch“ wieder anzunehmen, Bremen 17. März 1906. - Wappen: In Blau 2 rote Sparren. Auf dem Helme mit blau-roten Decken 2 von Blau und Rot übergeteilte Büffelhörner.« (S. 111, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
145 Bremer
»Bremer. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Sifridus de Brema (Bremer) 9. März 1233 urkundlich (s. Bremer Urk., Ehmke u. W. v. Bippen, Band I, Nr. 172) zuerst erscheint und mit Adolf Bremer, 1520-1603, Herrn auf Cadenberg usw., die Stammreihe beginnt. - Wappen: Gespalten; vorn rot, hinten in Silber am Spalt ein halbes rotes Kammrad mit 4 Speichen und 5 Zacken. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken 6 abwechselnd silberne und rote Straußenfedern.« (S. 40, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil, A, 30. Jg. 1931) 
 
146 Briesen (3 Balken)
»Briesen. Evangelisch. - Neumärkisch-pommerscher Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Schivelbein, der mit dominus Hermannus de Breze 16. Dezember 1212 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. A., V, S. 303) zuerst erscheint und mit Bertramus de Briesen 1256, Ritter, Herrn auf Briesen usw., die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber 3 rote Balken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 (silbern, rot, silberne) Straußenfedern.« (S. 42, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
147 Briesen (Gabel)
»Briesen, Breza (Mark). Evangelisch und katholisch. - Märkischer Uradel, der mit Ritter Christian von Briesen, Zeugen des Markgrafen von Brandenburg, 1298 urkundlich (vergl. Riedel, codex dipl. Brandenburg. A 24, S. 9) zuerst erscheint und bereits 1415 im erblichen Besitze der Wasserburg Zibelle bei Triebel war. Eine Linie kam nach Polen und hieß dort Briza, später Breza. - Wappen: Durch Gabelschnitt von Silber über Schwarz und Rot geteilt. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter geschlossener Adlerflug.« (S. 114, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
148 Brietzke
»Brietzke (Britzke). Evangelisch. - Magdeburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Kreis Jerichow, der um 1370 urkundlich (s. Hertel, Die ältesten Lehnbücher der Magdeb. Erzbischöfe, Halle 1883, S. 84, und Magdeb. Gesch.-Blätter, Band III, S. 15ff.) zu Redekin bei Genthin belehnt erscheint und mit Hennyng Britzken um 1400 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Silber ein 6strahliger roter Stern. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 rot-silbern-rote Straußenfedern.« (S. 118, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
149 Brockdorff
»Brockdorff. Evangelisch. - Holsteinischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause in der Wilster Marsch, der mit Echardus de Brocdorpe, 1. Februar 1328, urkundlich (vergl. Dr. Hasse, Schlesw.-holst.-lauenb. Reg. und Urk. III, Nr. 633) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Marquardt von Brockdorff, Ritter, 1329 beginnt. - Wappen: In Blau ein schrägaufwärts fliegender silberner Fisch. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken der Fisch linkshin.« (S. 146, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
150 Brockhusen
»Brockhusen (Brockhausen und Bruchhausen). Pommerscher Uradel, seiner Überlieferung nach aus Niedersachsen eingewandert, der mit Klaus Brockhusen, * um 1398, Herrn auf Lüskow, Riebitz und Justin, 1420 in einem Schuldbrief des Klaus Plötze als Bürge urkundlich (Staatsarchiv Stettin, P. I Titel 113, Nr. 5, p. 55) auftritt, während die Stammreihe auf dessen Vater David von Brockhusen, 1390 Herrn auf Lüskow, Zoldekow, Riebitz und Justin, zurückgeführt wird. - - I. Linie: Brockhusen (evangelisch und katholisch). Stammvater: Hans, * um 1397. - Wappen: Geteilt, oben in Blau 3 balkenweise gestellte goldene Sterne, unten in Gold ein laufender natürlicher Fuchs. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken 3 natürliche Pfauenfedern. - - II. Linie: Stammvater: Klaus, * um 1398, 1420 urkundlich. - Wappen: In Blau ein goldener Balken, begleitet oben von 3 balkenweise gestellten goldenen Sternen, unten von einem laufenden natürlichen Fuchse. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken 3 natürliche Pfauenfedern, mit 3 goldenen Sternen belegt.« (S. 117 & 121, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 

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