Kaestner & von Urach's Genealogische Adelsdatenbank
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401 Kalitsch
»Kalitsch. Evangelisch. - Anhaltischer Uradel, der die Brüder Conradus et Themo dicti Kalacz, residentes Crissowe (Kreischau, Kr. Weißenfels) als zugehörig betrachtet, die 1. August 1352 urkundlich (abgedr. im Urk.-Buch des Hochstifts Merseburg, Halle 1899, O. Hendel, S. 900) auftreten und im gleichen Kreise mit den Brüdern Hans und George die Kaliczsche um 1433 beziehungsweise 1460 urkundlich (vergl. „Die Familie von Kalitsch“ von R. von Kalitsch auf Nutha, herausgeg. von Dr. G. Wäschke, Herzogl. Archivrat, Köln 1909) mit Dölzig und anderen kleinen Lehensgütern vom Bischof von Merseburg als belehnt erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Hans Dietrich von Kalitsch, 1474 mit Görzig, 1520 mit Biendorf belehnt. - Wappen: In Gold ein springender widersehender schwarzer Wolf, einen Hund im Maule haltend. Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken das Schildbild.« (S. 292, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
402 Kaltenborn
»Kaltenborn-Stachau. Evangelisch. - Schlesischer Uradel, der vermutlich dem Fürstentum Meißen entstammt und dort mit den Brüdern Ulricus, Johannes und Heinrich de Kaldenborne (Schenkung eines Berges a. d. Mulde an das Kloster Buch) und Conradus de Kaldenburne, Zeugen 25. Mai 1265, sowie in Schlesien mit Michael Caldborno, Zeugen bei dem Vermächtnis des Allods Ganzehubel an das Nonnenkloster in Trebnitz 9. Mai 1307 und Otto de Kaldynborne, Erbvögte von Kanth, 8. September 1314 urkundlich (vergl. sächs. Hauptstaatsarchiv in Dresden: Convolut Adelige Geschlechter, Band 18, Cod. Dipl. Siles., Band 16, S. 107 u. 264) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Kaspar von Kaltenborn, * um 1550, Herrn auf Stachau bei Breslau um 1580. - Preußische Genehmigung zur Führung der (seit langem üblichen) Namensform „von Kaltenborn-Stachau“ durch Allerhöchste Kabinettsorder Berlin 21. Februar 1898. - Wappen (vergl. Siegel des Johann von Kaltenborn, Erbvogts von Kanth, vom 23. Oktober 1343 [Domarchiv Breslau, Chronolog. Urk.-Repertorium Nr. 65]): In Rot 3 (2, 1) ins Schächerkreuz gestellte silberne Pflugscharen, die Spitzen nach innen, die Schneide der unteren nach rechts, der oberen nach unten gekehrt. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende nackte Jungfrau mit fliegendem blonden Haar, die Arme in die Hüften gestützt; später erscheint die Jungfrau rot-gekleidet mit silbernen Ärmeln, in der Rechten 3 gold-besamte rote Rosen und in der Linken 3 ebensolche silberne Rosen haltend.« (S. 201, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941) 
 
403 Kameke

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404 Kamptz
»Kamptz. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause in der Grafschaft Schwerin, der mit dominus Tessemarus de Campiz 1286 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch Nr. 1866) zuerst erscheint und schon im 14. Jahrhundert in zwei Stämmen auftritt, von denen der ältere früh erloschen ist und der jüngere die Stammreihe mit Heinrich von Kamptz, 1353-59 Rat und Vasall des Fürsten Bernhard von Werle beginnt. - Wappen: In Silber eine rote Lilie. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 3 rot-silbern-rote Straußenfedern.« (S. 262, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
405 Kanitz

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406 Kanne
»Kanne. Katholisch. - Westfälischer Uradel, der mit Amelung Kanne 24. Februar 1246 urkundlich (vergl. Lippische Regesten, Band I, Nr. 241, und Urk.-Buch des Klosters Falkenhagen im Archiv zu Detmold, Nr. 242) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Bernhard von Kanne 1363 beginnt. - - Wappen (Stammwappen): In von Silber und Schwarz gespaltenem Schilde ein Büffelkopf in gewechselten Farben. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 von Schwarz und Silber übereck-geteilte Büffelhörner.« (S. 309, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
407 Kannewurff
»Kannewurff. Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Heldrungen im Kreis Eckartsberga, der mit Albertus de Kannewerfen 1245 urkundlich (vergl. Schultes, Directorium diplom., Rudolstadt, II, 562/3) zuerst erscheint und mit Adolf von Kannewurff um 1500 die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Kannewerff, Kanneworf, Kannewurff. - Wappen: In Rot ein von 2 goldenen Rosen begleiteter goldener Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein wachsendes rotes Einhorn.« (S. 206, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
408 Kaphengst
»Kaphengst. Evangelisch. - Mittelmärkischer Uradel, der mit „duobus Capehingesten“ 1321 urkundlich (vergl. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. II. Hauptteil, Band I, S. 474, Nr. 69) zuerst erscheint. Gericke Cappehenggest wurde 1356 mit Kumlosen belehnt, während die Stammreihe mit Junge Hans, 1500, Lehnsmann auf Bresch, beginnt. - Wappen: In Silber ein springendes schwarzes Roß, rot-gezäumt und gesattelt mit goldenen Steigbügeln. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken das Roß wachsend.« (S. 207, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
409 Kardorff

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410 Karras
»Karras (Karas). Erloschen. Evangelisch. - Meißenscher Uradel, der mit Fridericus et Bertholdus fratres Karas 1206 (s. Freiherr von Hausen, „Vasallengeschlechter der Markgrafen von Meißen“, im Deutschen Herold, Vierteljahrsschrift 1890, S. 164) beziehungsweise Friedrich Caraz als Zeugen 1220 (s. Hauptstaatsarchiv Dresden Nr. 224) zuerst urkundlich erscheint. Die Namensform wechselt zwischen Caraz, Cares, Karis, Caras, Karas und Karras (Carras). - Wappen: In Rot ein schrägrechts liegender silberner Fisch (Karausche). Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine goldene, mit sechs schwarzen Hahnenfedern besteckte Säule, vor deren Schaft der Fisch quer rechtshin erscheint.« (S. 351, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 17. Jg. 1916) 
 
411 Karstedt

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412 Katte

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413 Kempis
»Kempis. Katholisch. - Niederrheinisches Geschlecht, das wahrscheinlich seinen Namen der Stadt Kempen entlehnt hat und mit Johann Kempis, + 1545, Senator in Bonn, die Stammreihe beginnt. - Reichsadel . . 1569 (für Peter Kempis, Herrn auf Sternenburg b. Bonn, Amtm. in Godesberg und Mehlem, Kurfürstl. köln. Kanzler); rittermäßige Reichsadelsbestätigung Wien 8. März 1715 (für Johann Peter von Kempis, Herrn auf Risoir, Mussain und La Haye, Generalstaatssekretär bei der niederländ. Regierung in Brüssel, und seinen Neffen Christian von Kempis, Kurfürstl. köln. Amtm. in Köln und Deutz, Hof- und Reg.-Rat und Lehendir.); preußische Adelsanerkennung und -erneuerung durch Ministerialreskript 31. Januar 1827 (für Philipp Johann Joseph von Kempis). - Wappen (1715): In Blau eine schrägrechts liegende silberne Wolfsangel. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken eine silberne Wolfsangel zwischen offenem, mit je 2 silbernen Balken belegtem blauen Fluge.« (S. 299, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 24. Jg. 1932) 
 
414 Kerssenbrock
»Kerssenbrock. Evangelisch. - Ravensberger Uradel, der mit Johanes Kersebroke, dapifer, Drost des Grafen von Ravensberg, 1265 urkundlich (s. Westfäl. Urk.-Buch, Band III, Nr. 756) auftritt. Die Namensform wechselte zwischen Kersenbroeck, Kersenbruck, Kerssenbroigk, Kerssenbroch, Kassebrock und Kerssenbrock. Die (katholische) Linie auf dem in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts von dem gleichnamigen Geschlechte erworbenen Brincke erlosch 23. Oktober 1754, und Brincke fiel als Fideikommiß mit dem Kerssenbrockschen Namen und Wappen an die Grafen von Korff gen. Schmising. - Wappen: In Gold ein mit 3 silbern-besamten roten Rosen (Kirschblüten) belegter blauer Schrägrechts-Balken. Auf dem Helme mit blau-goldenen Decken ein offener, goldener Flug, der mit dem Balken einwärts belegt ist.« (S. 272, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
415 Kessel

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416 Ketelhodt
»Ketelhodt. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Vredeber Ketelhodt 1230 urkundlich (Ratzeburger Zehntregister, vergl. Lisch, Urk. des Geschlechts Hahn, Band I, S. 37) auftritt. - Schwarzburg-rudolstädtische Anerkennung des Freiherrenstandes Schwarzburg 29. August 1913 (für die Nachkommen des Johann Friedrich Freiherrn von Ketelhodt). - Wappen (Stammwappen): In Silber 3 (2, 1) schwarze Kesselhüte mit roten Bändern. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein armloser geharnischter Mann mit Knebelbart, in schwarzem Kesselhut.« (S. 240, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 80. Jg. 1930) 
 
417 Kettler
»Kettler (Ketteler). Westfälischer Uradel des Stammes von Hüsten, der mit Lambertus de Hustene 1210 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band VII, Nr. 78) zuerst erscheint. Conradus de Hustene tritt 1318 und von da ab öfters mit dem Beinamen „dictus Ketelere“ (Ilgen, Westf. Siegel, S. 37) auf. - - I. Goldene Linie (Neu-Assen): Kettler (evangelisch). Stammvater: Goswin, 1455. - Preußische Anerkennung des Freiherrentitels an Bord der Jacht „Hohenzollern“ 18. Juli 1903 (für die Nachkommen des 15. Aug. 1831 + Kais. russ. Rittm. Johann Friedrich Freiherrn von Kettler) - Wappen (Stammwappen): In Gold ein roter Kesselhaken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein goldenes Schildchen mit dem roten Kesselhaken zwischen einer roten und einer goldenen Feder. - - II. Silberne Linie (Alt-Assen): Ketteler (katholisch). Stammvater: Röttger, Bruder des Stammvaters der I. Linie. - Preußische Genehmigung zur Fortführung des Freiherrentitels Charlottenburg 20. November 1844 (für Clemens August Freiherrn von Ketteler, Herrn auf Harkotten, nebst Geschwistern und Nachkommenschaft). - - Wappen (Stammwappen): In Silber ein roter Kesselhaken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken, ein silbernes Schildchen zwischen einer roten und einer silbernen Feder.« (S. 313 & 314, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
418 Keudell
»Keudell. Evangelisch. - Hessischer Uradel, der mit einem dictus Kothel 1224 urkundlich (s. Schminke, Urk.-Buch des Kl. Cornberg Nr. 10) zuerst erscheint und mit Rudolf Keudell zu Schwebda Anfang des 14. Jahrhunderts die Stammreihe beginnt. - - Wappen: In Silber über einem niedrigen grünen Balken 6, je 3, aus den Schildesrändern einwärts-wachsende schwarze Schweinshauer. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein hermelingestulpter schwarzer Hut mit 2 auswärts-gekehrten silbernen Schweinsohren.« (S. 391, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
419 Khevenhüller
»Khevenhüller-Metsch. Katholisch. - Erstes urkundliches Auftreten in Villach, Kärnten 1396 (Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien), in Franken 1499 (Kevenhüll bei Beilngries). - Wappenbestätigung zwischen 1424 und 1433 (durch König Sigmund für Johann Chefenhüler); Erwerb der Veste Aichelberg 1427; Erblandstallmeister von Kärnten Wien 13. März 1565; Reichsfreiherr Feldlager Raab 16. Oktober 1566 (für die Brüder Johann, Franz, Bartholomäus und Moritz Christoph sowie ihren Vetter Georg, Stammvater des blühenden Hauses); erbländisch-österreichischer Graf Wien 23. Juli 1673 (für Ehrenreich Freiherrn von Khevenhüller); Reichsgraf mit „Hoch- und Wohlgeboren“ Wien 6. Januar 1725; böhmisches Inkolat Wien 23. Januar 1725; Aufnahme in das schwäbische Reichsgrafenkollegium 24. Oktober 1737 (alles für des Obigen Sohn Sigismund Friedrich); Namen- und Wappenvereinigung mit „Metsch“ Wien 11. März (vom Reich) und Wien 24. April (erbländ.) 1751 infolge der Vermählung Wien 22. November 1728 des Grafen Johann Joseph, * Klagenfurt 3. Juli 1706, + Wien 18. April 1776, mit Karoline Marie Auguste, * Wien 26. Januar 1709, + daselbst 17. April 1784, ältesten Tochter des Johann Adolf Grafen von Metsch (vergl. Taschenb. der Adeligen Häuser, Teil A); böhmischer Fürst (primog.) mit „Hochgeboren“ Wien 20. Dezember 1763; Reichsfürst (primog.) Regensburg 30. Dezember 1763; Obersterblandhofmeister in Österreich unter der Enns Wien 3. Dezember 1775 (alles für obigen Johann Joseph, Sohn des vorgenannten Sigmund Friedrich); erbliches Mitglied des ehemaligen Herrenhauses des österreichischen Reichsrats. - Die Nachgeborenen führen den Namen Graf bzw. Gräfin von Khevenhüller-Metsch. - Wappen (1425): Von Gold und Schwarz geteilt; oben ein goldener Eichelzweig mit einer Eichel und 2 Blättern, unten ein gefluteter schwarzer Balken. Auf dem schwarz-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein von Gold und Schwarz geteilter wachsender Steinbock.« (S. 211, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 169. Jg. 1932) 
 
420 Kiesenwetter
»Kiesenwetter. Evangelisch. - Die Stammreihe beginnt mit Noah Khiesewetter, * 1459, + 1522, Herrn auf Oechel und Herrnsdorf bei Glogau. - Rittermäßiger Reichsadel Wien 1. Januar 1565 (für Dr. jur. Hieronymus Khisewetter, kursächs. Stiftskanzler in Merseburg). - Wappen (1565): In von Blau über Rot geteiltem Schilde unten in Rot eine aufwärts-gewundene natürliche Schlange, auf deren Kopf im oberen blauen Felde ein neugeborenes gold-haariges Kind mit erhobener Rechten steht. Auf dem Helme mit blau-golden-rotem Wulst und gleichen Decken ein wachsender silbern-geflügelter, gold-haariger Engel in weißem Kleid mit über der Brust geschrägter rot-blauer Stola, die Rechte segnend erhoben, in der Linken ein goldenes Zepter.« (S. 300, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 20. Jg. 1928) 
 
421 Kinsky

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422 Kittlitz
»Kittlitz und Ottendorf. Evangelisch. - Oberlausitzischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Löbau, der mit Hainricus Ketlich, Zeugen, als König Wladislaus von Böhmen das Kloster Kladrub gründet, 1115 urkundlich (s. Regesta Bohemiae et Moraviae, ed. Erben, 1855, Band I, S. 90) zuerst erscheint und mit Otto, Herr auf Ottendorf, 1225, die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Ketlic, Ketlitz, Chidelitz, Kythelitz, Kitelitz und Kittlitz. Das Geschlecht kommt seit etwa 1560 mit dem Freiherrentitel vor, dessen Führung in Preußen nicht beanstandet wurde. Dieser Titel geht vielleicht in seinem Ursprung darauf zurück, daß Mitglieder des Geschlechts bereits als „baro“ 1292 bzw. 1318 urkundlich (s. cod. Sil. III, fol. 173 bzw. sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden Orig.-Urk. Nr. 2127) und als „Herr“ 1266-1401 urkundlich (s. cod. Brandenb. IV, 1, fol. 175, u. cod. Lusat. III, fol. 377) bezeichnet wurden und somit eine Sonderstellung einnahmen. - Wappen: Schrägrechts geteilt; oben in Gold ein wachsender, schwarzer Stier, unten in Rot 3 silberne Schräglinks-Balken. Auf dem gekrönten Helme mit rechts schwarz-goldenen, links rot-silbernen Decken der Stier wachsend zwischen offenem, rechts silbernen, mit 5 roten Rosen, links roten, mit 5 silbernen Rosen belegten Fluge.« (S. 392, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
423 Kleist

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424 Klencke
»Klencke. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Dominus Theodericus Clencoc 18. November 1231 urkundlich (abgedr. im Hoyaer Urk.-Buch Band V, Nr. 14) zuerst erscheint und früh in 2 Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht feststeht. - Wappen: In Silber ein schwarzes Klenkrad. Aus dem Helme mit schwarz-silbernen Decken das Rad zwischen 2 silbernen Büffelhörnern (der Hämelschenburger Stamm zwischen 2 natürlichen Pfauenfedern).« (S. 303, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
425 Klitzing

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426 Kloeden
»Kloeden (Klaeden). Evangelisch. - Altmärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Stendal, der mit Peter de Clodene zwischen 1162 und 1189 urkundlich (vergl. Märcker, Das Burggrafentum Meißen, S. 169, Anm.) zuerst erscheint und mit Heinrich von Klöden 1333, + um 1346, Landeshauptmann der Altmark, die ununterbrochene Stammreihe beginnt. - Wappen: In Blau 2 abgewendete, aufgerichtete, silberne Streitäxte. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken die Streitäxte.« (S. 296, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
427 Klopmann
»Klopmann. Evangelisch. - Westfälischer Uradel, der als Burgmannengeschlecht zu Ahaus mit Hermann Klopmann 1260 urkundlich (Westfäl. Urk.-Buch, Band III, Nr. 663) auftritt, um die Mitte des 15. Jahrhunderts ins Ordensgebiet Kurland einwanderte und dessen Stammreihe mit Otto von Klopmann, + um 1500, beginnt. - Eintragung bei der kurländischen Ritterbank unter der I. Klasse 17. Oktober 1620; russische Anerkennung der Berechtigung zur Führung des Barontitels laut Senatsukas vom 3. April 1862. - Wappen: In Schwarz 3 (2, 1) gestürzte goldene Schellen. Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken 2 von Schwarz und Gold übereck geteilte Büffelhörner.« (S. 410, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
428 Klützow
»Klützow. Evangelisch. - Pommerscher Uradel mit dem gleichnamigen Stammsitz im heutigen Kreis Pyritz, der mit Heidenricus de Clutsow 1269 urkundlich (Pommersches Urk.-Buch, Band II, S. 211) zuerst erscheint und mit Jakob von Klützow, Herrn auf Dedelow, um 1500, die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselt zwischen Clossowe, Clutsow, Clutzowe, Clutzsow, Klutzow, Clützo und Klützow. - - Wappen: In Gold ein silberner Schrägrechts-Balken, belegt mit 3 roten Rosen mit goldenen Butzen und grünen Blattspitzen zwischen den Blättern. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken eine rote Rose an natürlichem Blätterstengel.« (S. 304, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
429 Klüx
»Klüx. Im Mannesstamme erloschen. Evangelisch. - Oberlausitzer Uradel mit dem gleichnamigen Stammhause (Klix) unweit Bautzen, der mit Waltherus de Kluiz 1282 (s. Cod. Lusatiae 110), beziehungsweise Jenchin de Clux 1324 urkundlich (a. a. O. 255, vergl. Lausitzer Magazin 1860, S. 471) zuerst erscheint und mit dem „alten Klüx“ auf Strahwalde 1500 die Stammreihe beginnt. Die Namensform wechselt zwischen Kluiz, Clux, Klix, Klyx und Klüx. - Wappen: In Rot ein schrägrechts liegender silberner (auch natürlicher) Lindenast mit oben 2 silbernen (auch grünen) Blättern, unten einem Blatte. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 3 (silbern, rot, goldene) Straußenfedern.« (S. 210, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
430 Knesebeck

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431 Kniestedt
»Kniestedt. Protestantisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Salzgitter (Hannover), der mit Conrad 1221 urkundlich (s. Urk.-Buch der Stadt Hildesheim I, Nr. 85) zuerst erscheint. - Wappen: In Gold ein am Rande mit 9 grünen Kleeblättern besteckter roter Schild. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein mit 2 roten Schrägbalken belegter und mit einem Pfauenfederbusch besteckter goldener Stulphut.« (S. 298, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
432 Knigge
»Knigge. Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Ekbertus Knikke, miles, 26. Juni 1241 urkundlich (vergl. Urk.-Buch der Stadt Hannover vom Histor. Verein für Niedersachsen, S. 10) auftritt und bereits im 13. Jahrhundert im Kalenbergischen, Schauenburgischen und am Deister begütert war. - Reichs- und erbländisch-österreichischer Freiherr mit Wappenbesserung und „Wohlgeboren“ Wien 19. Juni 1665 (für die Brüder Jobst Hilmar, Kaiserl. Oberst-Feldwachtm., und Friedrich Ulrich Knigge, Kaiserl. Obersten und kurköln. Kammerherrn); kursächsische Anerkennung 20. September 1670. - - Wappen (1665): Geviert und belegt mit einem gekrönten silbernen Herzschild, darin ein von Rot und Gold geteilter, mit 3 (2, 1) blauen Lilien belegter Balken, begleitet von 3 (1, 2) roten Herzen; 1 und 4 geteilt, oben in Silber ein einwärts-wachsender, zweischwänziger, gold-gekrönter roter Löwe, unten von Rot und Silber 4mal geteilt (Stammwappen), 2 und 3 in Gold zwischen 2 schwarzen Balken 2 schwarze Rauten nebeneinander. Freiherrenkrone und 3 gekrönte Helme mit rechts rot-silbernen, links schwarz-goldenen Decken; auf dem rechten ein offener, rechts roter, links silberner Flug (Stammwappenhelm), auf dem mittleren ein sitzender, vorwärts-gekehrter roter Löwe, der in jeder Vorderpranke 3 nach auswärts abfliegende, mit silbernem Halbmond belegte rote Fähnchen an mit silbernem Halbmond besetzen silbernen Stangen hält, auf dem linken eine schräglinks stehende, mit einem Pfauenwedel besteckte, gekrönte und 3mal schwarz gestreifte goldene Säule, beseitet von je einer schwarzen Raute.« (S. 319, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
433 Knobelsdorff

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434 Knoblauch
»Knoblauch. Evangelisch. - Havelländischer Uradel, der sich vermutlich nach dem gleichnamigen, schon 1197 genannten Dorfe bei Ketzin an der Havel nennt und mit der verwitweten Margarete dicta de Cnebeloke 24. Dezember 1316 urkundlich (Orig. im Gemeindekirchenamt der St. Petri-Kirche in Berlin, vergl. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg., A. 11, 230) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Fritze von Knobelauch 1375, Herrn auf Pessin. - Wappen: In Schwarz 3 gekrönte silberne Knoblauchzwiebeln. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine aufrechtstehende silberne Knoblauchzwiebel.« (S. 211, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
435 Knoblauch zu Hatzbach
»Knoblauch zu Hatzbach. Hessischer Uradel, dessen Stammreihe mit Heynemann Knobelouch, 7. März 1357 als Erbburgmann zu Berleburg und als Burgmann zu Biedenkopf 8. Februar 1387 urkundlich (vergl. Baur, Hessische Urk. Band I, 1860, S. 783-84) erwähnt, beginnt. Sein Enkel Craft wird 1433 mit Hatzbach belehnt. Das Geschlecht gehört zur Althessischen Ritterschaft. - Wappen: In Silber 3 schrägrechts aneinander hängende, schwarze Wecken. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter Flug.« (S. 439, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
436 Knobloch
»Knobloch. Evangelisch. - Meißnischer Uradel, der mit Heynricus dictus Cnobelouch 1292 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv in Dresden) zuerst erscheint. Jakob von Knobloch, mit dem die Stammreihe beginnt, kam im 15. Jahrhundert aus der Oberlausitz im Dienste des Ordens nach Preußen. - Wappen: In Rot 3 (2, 1) silberne Kannen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein liegendes silbernes (oder goldenes) Jagdhorn mit roter (oder blauer) Schnur vor 5 blauen Fahnen an goldenen Lanzen.« (S. 214, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
437 Knöringen
»Knöringen. Katholisch. - Uradel der schwäbischen Reichsritterschaft, Kantons an der Donau und des fränkischen Kantons Altmühl, mit gleichnamigem Stammhause bei Burgau, der mit Ulrich von Knöringen 1069 urkundlich (vergl. Annal. Wettenhus. I, 52, Handschr. im bayer. Reichsarchiv) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Konrad von Knörringen zu Knörringen und Jettingen 1268. - Wappen: In Schwarz ein silberner Ring. Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken der hier gold-gekrönte und mit 5 schwarzen Straußenfedern besteckte Ring.« (S. 440, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
438 Knuth (Haken)
»Knuth (Mecklenburg). Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Heinricius Knut, miles, 1230/34 urkundlich (vergl. Meckl. Urk.-Buch, Band I, S. 376) zuerst erscheint, mit Henning Knuth, 1353, + vor 1361, die Stammreihe beginnt und nur noch in Dänemark im dänischen Grafen- und Baronstande blüht. - Wappen: In Silber ein aufgerichteter natürlicher Kesselhaken, begleitet von 3 gestengelten grünen Kleeblättern. Auf dem schwarz-rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken über 3 grünen Kleeblättern 3 rote (1 rechts- 2. uund 3 linksgewendete) Fähnlein.« (S. 315, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 
439 Köckritz
»Köckritz (Köckritz und Friedland). Evangelisch. - Vogtländischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weida, der mit Popo et Henricus de Kokericz 1209 urkundlich (Kopie der Urkunde im Staatsarchiv Weimar) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Konrad von Kokeritz, * um 1270, beginnt. - Wappen: In von Blau und Silber gespaltenem Schilde 3 (2, 1) goldene Lilien. Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 2 Büffelhörner, das rechte blau, das linke silbern.« (S. 299, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
440 Koenneritz
»Koenneritz. Im freiherrlichen Mannesstamme erloschen. Lutherisch. - Thüringischer Uradel, der unter dem Namen von Konritz im Lehnsbuch des Markgrafen Friedrich des Ernsthaften 1348/49 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) auftritt. Der Name wechselte zwischen Conritz, Koenritz, Koendritz, Kueneritz und Könneritz. - Königlich sächsische Genehmigung zur Führung des Freiherrentitels 17. Juni 1874 (für die Nachkommen des Hans Wilhelm Traugott von Koenneritz). - Wappen (1874): In Silber 3 (2, 1) oben und unten mit eisernem Reifen gefaßte rote Handrammen mit 2 Handhaben. Freiherrenkrone. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 7 abwechselnd rote und silberne Straußenfedern, jede belegt mit einer gold-besamten Rose gewechselter Farbe.« (S. 324, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 82. Jg. 1932) 
 
441 Koethen
»Koethen. Evangelisch. - Anhaltischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (der späteren Stadt Köthen), der mit Conradus und Otto fratres dicti de Cotene 1275 urkundlich (s. Cod. dipl. anhalt. VI, 466) zuerst erscheint und in einem Zweige in der Neumark auftritt. - Wappen: In Silber ein 3speichiges blaues Kammrad, begleitet von 3 (2, 1) roten Rosen. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender geschienter Arm, der einen Rosenzweig mit 3 Blüten emporhält.« (S. 219, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
442 Köller
»Köller. Pommerscher Uradel, der mit Ritter Johannes Collnerus, Rat Herzog Bogislaws IV. von Pommern, 1280 urkundlich (Pomm. Urk.-Buch, II, p. 423/5) zuerst erscheint und früh in zwei Stämmen auftritt, deren näherer Zusammenhang urkundlich nicht nachweisbar ist. - Wappen: In Silber eine rote Raute. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken eine Jungfrau in von Rot und Silber geviertem Kleide, deren vom Kopf herabfallendes Haar mit 3 Messerklingen besteckt ist, und die in jeder Hand eine natürliche silberne Lilie hält.« (S. 303, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 29. Jg. 1930) 
 
443 Kommerstädt
»Kommerstädt. Evangelisch. - Das Geschlecht leitet der Überlieferung nach seine Herkunft von der Wüstung Gommerstedt bei Bösleben, Thüringen, und seine Abstammung von dem gleichnamigen Uradelsgeschlecht her, das bereits 1268-86 urkundlich erwähnt wird. - Reichsadel mit Wappenbesserung Prag 30. April 1538 (für die Brüder George, Nicolaß und Hanß Komerstadt); Reichsadelsbestätigung Antwerpen 29. Mai 1540 (für dieselben). - Wappen (1538/40, ähnlich dem bereits geführten Stammwappen): Innerhalb von Gold und Rot 12mal gestückter Randleiste ein goldenes Einhorn mit rotem Halsband. Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken das Einhorn wachsend.« (S. 288, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 25. Jg. 1933) 
 
444 Königsmarck
»Königsmarck. Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der mit Henricus de Cungermarck 1225 urkundlich (Riedel, Cod. dipl. Brandenb. A. VI, 399) und mit Walter, Ritter und Marschall der Markgrafen Johann I. und Otto III. von Brandenburg 1247 urkundlich (Riedel, a. a. O. A. XVII, 370) zuerst erscheint; Erbhofmeister der Kurmark Brandenburg 30. Oktober 1802. - Preußischer Graf Berlin 6. Januar, Diplom 3. März 1817 (für Hans Valentin Ferdinand von Königsmarck, Majoratsherrn auf Netzeband usw., Königl. preuß. Geheimen Rat und Erbhofmeister); mecklenburg-schwerinische Anerkennung . . 20. Mai 1817; Präsentationsrecht zum ehemaligen preußischen Herrenhaus 19. Januar 1854. - Wappen (1817): Geviert und belegt mit silbernem Herzschild, darin 3 aus dem rechten Rande hervorgehende rote Spitzen (Stammwappen); 1 und 4 in Blau ein auswärts-gewendeter goldener Löwe, in Feld 1 einen silbernen Schlüssel, in Feld 4 ein silbernes Passionskreuz in den Pranken haltend, 2 in Gold ein linkshin sprengender Ritter auf braun-gezäumtem Schimmel mit purpurner Decke und Schabracke mit goldenem Helmkleinod, 3 (rot, silbern, rote) Straußenfedern auf dem Helm, in der rechten einen goldenen Marschallstab haltend, 2 in Gold über silbernem Fluß eine schrägrechts ansteigende betürmte Bogenbrücke aus rotem Mauerwerk (Prager Moldaubrücke zur Erinnerung an die Eroberung der Klein-Seite von Prag durch Johann Christof v. K. 1648). Grafenkrone und 3 gekrönte Helme mit rot-silbernen Decken; auf dem rechten der goldene Löwe mit dem Schlüssel wachsend, auf dem mittleren eine gold-gekrönte silberne Jungfrau, in der rechten 3 silberne gefüllte Rosen an grünen Blätterstielen haltend (Stammwappenhelm), auf dem linken der Ritter wachsend, in der Rechten eine braunbeschaftete rote Fahne mit goldener Spitze und goldenen Troddeln, in der Linken ein silbernes Passionskreuz haltend.« (S. 316, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 105. Jg. 1932) 
 
445 Könitz
»Könitz. Lutherisch. - Uradel des Orlagaues, der mit Ritter Adalbert von Könitz 21. Februar 1125 beziehungsweise Otto et Henricus de Conez, milites, 14. September 1306 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv in Dresden) zuerst erscheint. Die Stammreihe beginnt mit Hartmann, + 1262, Herrn auf Eyba. - Wappen: In Silber 2 sich berührende und rings an den Schildesrand anstoßende, rote Wecken. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender, mit von Silber und Rot abgeteiltem Wams bekleideter Neger mit gestümmelten Armen und links abfliegender, rot-silbern gewundener Stirnbinde.« (S. 441, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
446 Konow

Literatur und Wappenbeschreibung im Adelslexikon.com 
 
447 Koppelow
»Koppelow. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause im Wendischen Kreise, der mit Ericus de Coppelowe 9. Januar 1320 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch VI, S. 504) zuerst erscheint, während die sichere Stammreihe mit Engelke Koppelowe, 1359, 1378, Herrn auf Marnitz, beginnt. - Wappen: In Silber 5 (2, 1, 2) rote Wecken. Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende rot-bekleidete Jungfrau, die in der Rechten eine silberne Straußenfeder emporhält.« (S. 220, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
448 Köppern
»Köppern. Im Mannesstamme erloschen. Evangelisch. - Pommerscher Uradel, der mit Johannes de Cupperne, Verchen 18. August 1265 urkundlich (s. Pomm. Urk.-Buch, Band II, S. 129) zuerst erscheint und mit Hans Köppern um 1350 die Stammreihe beginnt. - Wappen: In Rot eine aus grünem Rasen wachsende Weinrebe mit je 3 grünen Blättern und 3 grünen Trauben. Auf dem Helme mit rot-grünen Decken ein abgehauener Eichenstamm, dessen 6 gestümmelte Zweige je ein Blatt treiben.« (S. 219, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 30. Jg. 1931) 
 
449 Korff
»Korff. Westfälischer Uradel, der mit Ritter Henricus Corff, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1241 urkundlich (vergl. westfäl. Urk.-Buch VII, Nr. 505) zuerst erscheint. - Wappen: In Rot eine goldene Lilie. Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken eine von 3 (1, 2) goldenen Sternen überhöhte, goldene Lilie, beseitet von 2 an ihr emporklimmenden Seejungfrauen mit rot-befloßten, blauen Schweifen.« (S. 445, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 28. Jg. 1929) 
 
450 Koß (Balken)
»Koß. Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit dem Knappen Herman Coz 14. Oktober 1271 urkundlich (abgedr. im Meckl. Urk.-Buch II, Nr. 1235) zuerst auftritt und dessen Stammreihe mit Hermann von Koß, Herrn auf Poppendorff und Teschow, 1322, beginnt. Die Namensform wechselte zwischen Coz, Kotz, Cos, Cosse und Koß. - Wappen: In Rot ein silberner Balken, der in 2 Reihen von je 7 roten Blutstropfen belegt ist. Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 3 silberne Pilgrimsstäbe, die mit je 3 natürlichen Pfauenfedern besteckt sind.« (S. 324, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 31. Jg. 1932) 
 

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